Hallo Ihr Lieben,
mich würde einmal interessieren, wie weit ihr es bis zu eurer Arbeitsstelle habt bzw. wie weit ihr bereit wärt zu pendeln.
Ich bekomme in meiner Region einfach keine Arbeit und habe mich jetzt dazu entschlossen, mich in einer 100 Kilometer weit entfernten Großstadt (Millionenstadt) zu bewerben. Ich würde dann mit dem Auto fahren. Die Anbindung ist relativ gut, heißt, ich könnte eigentlich die komplette Strecke über die Autobahn fahren. Ist das noch realistisch oder würdet ihr einfach abwarten, ob sich hier in der Nähe etwas ergibt?
Liebe Grüße.
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Ergebnis 1 bis 10 von 89
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09.09.2015, 13:06
Pendeln - welche Streckenlänge?
Der steinige Weg in Zahlen...Montag: Tag der Wahrheit
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14.09.15 76.4
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09.09.2015, 13:09Inaktiver User
AW: Pendeln - welche Streckenlänge?
Das kommt immer auf das Gesamtgefüge an. Kannst du dir zeitlich erlauben immer solange zu fahren? Was hast du für Verpflichtungen neben der reinen Arbeitszeit? Was ist das für ein Job mit was für Arbeitszeiten? Man sollte schon in der Lage sein, sich nach einem anstrengenden Arbeitstag noch voll auf das fahren konzentrieren zu können. Bedenke die Kosten. Wenn du arbeitslos bist, muß man auch bedenken, wie lange das schon dauert und wie negativ sich das auf deinen Lebenslauf auswirkt. Da muß man dann evtl. schon weiter pendeln als man normalerweise tun würde um das manko abzufangen.
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09.09.2015, 13:24Inaktiver User
AW: Pendeln - welche Streckenlänge?
Ich fahre 170 km einfache Strecke mit der Bahn. Man kann hier keine generelle Empfehlung aussprechen, jede Situation ist anders und jeder hat eine andere Schmerzgrenze.
Ich habe mich fürs Pendeln entschieden, weil ich in der anderen Stadt deutlich mehr verdienen konnte und mehr Entwicklungsmöglichkeiten hatte (gleichzeitig aber nicht umziehen wollte). Wenn Du ansonsten arbeitslos bist, würde ich an Deiner Stellle nicht lange überlegen.
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09.09.2015, 13:25
AW: Pendeln - welche Streckenlänge?
Die Frage ist niemals pauschal zu beantworten.
Ich würde einmal die Strecke zur Rushhour fahren: also zwischen 7 und 8 Uhr. Das weißt Du, wie lange Du dann realistisch daran fährst. Du verjubelst so um die 15 Liter Sprit pro Tag, musst also alle drei Tage tanken. Das geht ins Geld. Gibt es in der neuen Firma kostenlose Parkplätze, die DU nutzen kannst und darfst (oder nur Parkhäuser)?
Wenn nicht, versuch es lieber mit der Bahn. Ja, ich weiß die Lokführerstreiks haben viele verschreckt, aber zur Not bleibt ja das Auto.
Ich würde im Prinzip den neuen Job annehmen, denn es ist leichter einen neuen Job aus einer Angestelltensituation heraus zu bekommen als als Arbeitsloser.Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel
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09.09.2015, 13:28Inaktiver User
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09.09.2015, 13:30
AW: Pendeln - welche Streckenlänge?
Wow, Kamelle, 170 Kilometer ist schon ne Hausnummer.
Ich habe mich bei diversen Firmen beworben (Büro), habe bis jetzt noch keine Reaktionen.Also weiß ich noch nicht, wo genau die Arbeit wäre bzw. welche Gegebenheiten wie Parkhaus, Parkplätze, etc.
Zeitlich wäre es vollkommen in Ordnung, habe keine weiteren Verpflichtungen.
Was wäre denn euer Tipp, wenn beim Bewerbungsgespräch das "Problem" mit der Wegstrecke aufkommt? Also wieso ich mich so weit entfernt bewerbe? Wenn ich dann sage, dass ich in meiner Region keine Stelle bekomme, klingt das doch schon mal negativ.Der steinige Weg in Zahlen...Montag: Tag der Wahrheit
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09.09.2015, 13:32Inaktiver User
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09.09.2015, 13:34
AW: Pendeln - welche Streckenlänge?
Aus meiner Sicht klingt das nicht negativ, sondern schlicht realistisch.
Und ich würde es verbinden mit der Aussage, "Ich will gerne arbeiten und das tägliche Pendeln ist kein Problem für mich."Freiheit ist, wenn jeder sich auf seine Art zum Deppen machen kann.
.... und das demnächst auf www.befriendsonline.net/
Profilbild © edwardbgordon
Moderation: "Rund um den Job", "Mietforum" und "Selbstständige, Freiberufler & Co"
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09.09.2015, 13:39
AW: Pendeln - welche Streckenlänge?
Ja, aus meiner alten Heimat kenne ich das auch so, dass das Pendeln eigentlich normal ist und 100 Kilometer nicht weit sind. Hier in dieser Region wurde ich schon öfter mal abgelehnt, weil die Arbeit 40 Kilometer entfernt war. Mit der Begründung, gerade im Winter bei den Witterungsverhältnissen wäre die Pünktlichkeit ja dann nicht gewährleistet
oder es würde sich finanziell nicht lohnen...wobei ich bei letzterem ja der Meinung bin, dass das auch meine eigene Entscheidung ist.
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09.09.2015, 13:49
AW: Pendeln - welche Streckenlänge?
Jein.
Ich habe auch eine Bewerberin mal aus diesem Grund abgelehnt.
- Stelle war täglich zwei Stunden, tägliche Anwesenheit notwendig, Verdienst 600,-Euro monatlich
- Anfahrt 1,5 Stunden mit den öffentlichen, Auto nicht vorhanden, also drei Stunden am Tag unterwegs
- de facto alleinerziehend, Mann Fernfahrer
- Kind, 1 Jahr, sollte jetzt in die Kita kommen
- gerade neu zugezogen, keine Freunde oder Verwandte in der Nähe
Das war aus meiner Sicht nicht machbar - und wenn die AN klug ist, hätte sie sich innerhalb kürzester Zeit einen neuen näher liegenden Job gesucht und den Job bei mir eben nur als Zwischenstation gesehen. Ich wollte aber jemanden, der dauerhaft bleibt.
Das hätte schon bei einem umfangreicheren, besser bezahlten Job anders aussehen können.Freiheit ist, wenn jeder sich auf seine Art zum Deppen machen kann.
.... und das demnächst auf www.befriendsonline.net/
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