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  1. Moderation

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    Frauenfalle: zu geringe eigenen Wertschätzung - versus Selbstüberschätzung

    Aus meiner Sicht tappen viele Frauen in die typische Falle ihre eigene Leistung im Beruf nicht ausreichen hoch einzuschätzen, sondern sich eher "klein" zu machen, während Männer eher dazu neigen die eigenen Leistung höher einzuschätzen und das auch in Gehaltsverhandlungen und dem täglichen Arbeitsalltag zu "verkünden" und sind damit häufig auch sehr erfolgreich. Oft wird Frauen empfohlen, hier eine andere Strategie zu wählen.

    Oft wird hier in Strängen auch Frauen Mut zu gesprochen, sich selbst mehr wertzuschätzen und selbstbewusster aufzugtreten und das eigenen Licht nicht unter den Scheffel zu stellen.


    In einem anderen Strang hier im Forum hat eine Frau ihre Arbeitsleistung für ihren AG sehr positiv eingeschätzt (über den Wahrheitsgehalt können wir - wie immer im Internet) nichts genaues sagen oder wissen.

    Sie wurde für diese positive Einschätzung der eigenen Arbeitsleistung und ihrer Wichtigkeit für das Unternehmen in dem Strang angegriffen und ihr wurde versucht zu erklären, dass sie bestimmt nicht so wichtig ist für das Unternehmen, wie sie glaubt, dass sie nur geringe Chancen hat, ihren bisherigen Job nach der Rückkehr aus der Schwangerschaft wieder aufzunehmen oder sogar aufzusteigen und ihr wurde Arroganz unterstellt.


    Warum haben hier andere Frauen das Bedürfnis, die Arbeitsleistung einer Person, die sie nicht kennen, klein zu reden und ihre Situation schlecht zu reden ?
    Freiheit ist, wenn jeder sich auf seine Art zum Deppen machen kann.

    .... und das demnächst auf www.befriendsonline.net/


    Profilbild © edwardbgordon
    Moderation:
    "Rund um den Job", "Mietforum" und "Selbstständige, Freiberufler & Co"

  2. gesperrt

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    AW: Frauenfalle: zu geringe eigenen Wertschätzung - versus Selbstüberschätzung

    Zitat Zitat von Promethea71 Beitrag anzeigen
    Warum haben hier andere Frauen das Bedürfnis, die Arbeitsleistung einer Person, die sie nicht kennen, klein zu reden und ihre Situation schlecht zu reden ?

    Gute Frage!

    Mir scheint, ein grosser Teil der Antwort bestünde darin, dass man in einem solchen Fall gewisse Glaubenssätze, die das eigene Leben betreffen, nicht mehr mit so gutem Gewissen behalten kann.

    Wer sich klein und unwichtig redet, kann auf diese Weise Verantwortung vermeiden oder abgeben. Wenn auf einmal andere Frauen anfangen, sich nicht klein und unwichtig zu reden, sondern selbstbewusst auftreten (inklusive ein bisschen grosse Klappe, das darf durchaus sein), wird das eigene Lebensmodell in Frage gestellt. Und offenbar gelegentlich massiv in Frage gestellt.

    gruss, barbara

  3. Inaktiver User

    AW: Frauenfalle: zu geringe eigenen Wertschätzung - versus Selbstüberschätzung

    Zitat Zitat von Promethea71 Beitrag anzeigen
    Aus meiner Sicht tappen viele Frauen in die typische Falle ihre eigene Leistung im Beruf nicht ausreichen hoch einzuschätzen, sondern sich eher "klein" zu machen, während Männer eher dazu neigen die eigenen Leistung höher einzuschätzen und das auch in Gehaltsverhandlungen und dem täglichen Arbeitsalltag zu "verkünden" und sind damit häufig auch sehr erfolgreich. Oft wird Frauen empfohlen, hier eine andere Strategie zu wählen. [...]
    Offen gestanden habe ich manchmal das Gefühl, dass solche Ratschläge inzwischen ein bisschen arg inflationär und reflexhaft gegeben werden.

    Wenn eine Schreiberin eine relativ nüchterne Zustandsbeschreibung liefert, dann kommt garantiert nach drei Beiträgen das Mantra: "Wenn du ein Mann wärst, dann würdest du viel weniger leisten und viel mehr Wind machen." Irgendwie irritiert mich die Selbstverständlichkeit, mit der die Männer da pauschal als Schaumschläger dargestellt werden.

    Es kann schon sein, dass es bei Frauen eine Tendenz gibt, sich eher zu unterschätzen. Aber das bedeutet ja nicht, dass es nicht einzelne Frauen gibt, die sich selber zu wichtig nehmen. Ich habe da schon eindrucksvolle Beispiele kennengelernt.

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    AW: Frauenfalle: zu geringe eigenen Wertschätzung - versus Selbstüberschätzung

    Zitat Zitat von Promethea71 Beitrag anzeigen
    Warum haben hier andere Frauen das Bedürfnis, die Arbeitsleistung einer Person, die sie nicht kennen, klein zu reden und ihre Situation schlecht zu reden ?
    Ich lese in dem von dir genannten Strang bislang nicht mit, aber ich erlebe dieses Phänomen im RL. Diese Frau überschätzt ihre Leistung und ihre Wichtigkeit. Sie kann auch nicht damit umgehen, dass andere ihr fachlich überlegen sind bzw. sich weiterentwickeln. Dann kommt es dazu, dass die Anderen kleingeredet werden ("sei froh, dass der Chef so ein Netter ist", "Du verdienst doch ganz gut" etc).

    So wird es hier im Forum auch sein. Dein Wort Selbstüberschätzung trifft es ganz gut. Frauen, die sich ihrer Leistung bewußt sind, werden nicht akzeptiert. So manche Frau wird sich womöglich dadurch ihrer eigenen Schwächen bewußt, wenn ihr eine Ebenbürtige gegenübersteht, und "fährt die Krallen aus". Schade, dass gerade Frauen sich untereinander auf diese Weise gegenseitig runterdrücken.

  5. Inaktiver User

    AW: Frauenfalle: zu geringe eigenen Wertschätzung - versus Selbstüberschätzung

    Zitat Zitat von Sevilla1975 Beitrag anzeigen
    [...]aber ich erlebe dieses Phänomen im RL. Diese Frau überschätzt ihre Leistung und ihre Wichtigkeit. Sie kann auch nicht damit umgehen, dass andere ihr fachlich überlegen sind bzw. sich weiterentwickeln. Dann kommt es dazu, dass die Anderen kleingeredet werden ("sei froh, dass der Chef so ein Netter ist", "Du verdienst doch ganz gut" etc).

    So wird es hier im Forum auch sein. Dein Wort Selbstüberschätzung trifft es ganz gut. Frauen, die sich ihrer Leistung bewußt sind, werden nicht akzeptiert. So manche Frau wird sich womöglich dadurch ihrer eigenen Schwächen bewußt, wenn ihr eine Ebenbürtige gegenübersteht, und "fährt die Krallen aus".[...]
    Das stellt mich jetzt vor ein Problem. Woran erkenne ich im Forum, wer wer ist?

    Würde die Frau, die du persönlich kennst, hier mitschreiben, dann würde sie sich sicher als einen Menschen sehen, der sich lediglich seiner Leistungen bewusst ist. Und sie würde sich beklagen, dass sie deshalb nicht akzeptiert wird. Und den anderen Schreiberinnen vorwerfen, dass sie "die Krallen auszufahren".

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    AW: Frauenfalle: zu geringe eigenen Wertschätzung - versus Selbstüberschätzung

    Ich gebe zu, dass ich eben Schwierigkeiten hatte, das verständlich zu formulieren. Vielleicht macht es Sinn, mein Beispiel nicht in die Diskussion übers Verhalten im Forum einzubringen. Wobei ich durchaus vermute, dass es Parallelen gibt.

    Zitat Zitat von Sevilla1975 Beitrag anzeigen
    Sie kann auch nicht damit umgehen, dass andere ihr fachlich überlegen sind bzw. sich weiterentwickeln. Dann kommt es dazu, dass die Anderen kleingeredet werden

    ...Frauen, die sich ihrer Leistung bewußt sind, werden nicht akzeptiert.
    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Das stellt mich jetzt vor ein Problem. Woran erkenne ich im Forum, wer wer ist?
    Die fett markierte Mitarbeiterin ist die gleiche Person. Sie bildet sich weiter und stellt dies auch klar. Und sie zeigt, dass sie der anderen gegenüber fachlich durchaus gewachsen ist. Daraufhin ist es dazu gekommen, dass die an Selbstüberschätzung Leidende "die Krallen ausgefahren" hat.

    Vielleicht benötigen das einige Frauen für ihr Ego, dass sie andere kleinreden können/müssen. Dass sie ihre eigene Leistung überhöhen können. Da schließt sich für mich gerade der Kreis zur Frage vom Promethea.

    Aber du hast recht: Es ist ein schmaler Grat zwischen beiden Gruppen.

  7. Inaktiver User

    AW: Frauenfalle: zu geringe eigenen Wertschätzung - versus Selbstüberschätzung

    Vielleicht ist das so ein braves-Mädchen-Effekt?

    Ich habe eine Kollegin, von deren Arbeit ich nicht viel Ahnung habe, wir arbeiten auch nicht direkt zusammen, ich kann ihre tatsächliche Leistung also überhaupt nicht einschätzen.

    Allerdings ist sie sehr sehr gut darin, sich zu verkaufen.

    Ich mag sie, aber wenn ich mitbekomme wie sie sich gut verkauft habe ich auch ein unangenehmes Gefühl - Fremdschämen nennt man das wohl.

    Wozu ich überhaupt keinen Grund habe, niemand würde ihr Verhalten mit mir in Verbindung bringen - aber kennt Ihr das, wenn man einen Film schaut wo jemand etwas sehr peinliches tut, das Gefühl dabei?

    Ein bisschen vielleicht auch Verwunderung darüber, dass das so funktioniert und ein Bedürfnis, ihr ihren Platz zu zeigen, was mir natürlich überhaupt nicht zusteht und was ich auch nicht tue.

    Aber: Bei Männern in derselben Position habe ich dieses Bedürfnis nicht.


    Nun bin ich recht jung, ich kann mich auch nicht erinnern, jemals bewusst gelernt zu haben "ein Mädchen tut so etwas nicht."


    Aber vielleicht bin ich auch noch so sozialisiert - und vielleicht nicht nur ich.

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    AW: Frauenfalle: zu geringe eigenen Wertschätzung - versus Selbstüberschätzung

    Zitat Zitat von Promethea71 Beitrag anzeigen
    Aus meiner Sicht tappen viele Frauen in die typische Falle ihre eigene Leistung im Beruf nicht ausreichen hoch einzuschätzen, sondern sich eher "klein" zu machen, während Männer eher dazu neigen die eigenen Leistung höher einzuschätzen und das auch in Gehaltsverhandlungen und dem täglichen Arbeitsalltag zu "verkünden" und sind damit häufig auch sehr erfolgreich. Oft wird Frauen empfohlen, hier eine andere Strategie zu wählen.
    Ist dem so?

    Frauen auf dem Chefsessel sind genauso machtversessen, manipulativ und selbstgefällig wie Männer, belegt eine neue Studie. Forscherin Marion Büttgen erklärt, warum.

    Quelle

    Warum haben hier andere Frauen das Bedürfnis, die Arbeitsleistung einer Person, die sie nicht kennen, klein zu reden und ihre Situation schlecht zu reden ?
    Auch hierzu gibt es diverse Studien. Dass Frauen untereinander nicht sonderlich solidarisch sein müssen und genauso konkurrenzbedacht, wie Männer unter einander, ist nichts Neues.

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    AW: Frauenfalle: zu geringe eigenen Wertschätzung - versus Selbstüberschätzung

    Ich habe in dem bewussten Strang mitgelesen und habe mir genau dieselbe Frage gestellt. Warum es so schwer fällt, einfach mal zu glauben, dass sie gut in ihrem Job ist, die Stelle neu definiert und mit Leben gefüllt hat und nicht einfach so ersetzbar ist. Natürlich ist jeder ersetzbar, aber auch ich arbeite auf einer Stelle, die ich mitgeprägt habe und die gewisse Spezialkenntnisse erfordert, die nicht jeder hat. Natürlich bin ich ersetzbar, es gibt gute Leute mit einer ähnlichen Qualifikation - wenn auch nicht wie Sand am Meer - und sich in dieses spezielle Themengebiet einarbeiten, ist nun auch kein Ding der Unmöglichkeit. Aber halt nicht mal so eben - und das gibt mir natürlich eine gewisse Stärke in meiner Position. Ich bin wertgeschätzt im Unternehmen, ich kann was und bin flexibel und belastbar. Wieso sollte ich dann nicht auch gewisse Dinge einfordern? Das gilt auch für den anderen Strang: wenn die TE dort als Mitarbeiterin so gut und geschätzt ist, wie sie das schildert, dann wird man ihr auch in punkto Schwangerschaft und Elternzeit entgegen kommen. Ich habe das gerade bei einer anderen Kollegin erlebt - ebenfalls mit einem sehr guten Standing im Unternehmen, wurde viel getan, damit sie Kind und Job vereinbaren kann.

    Mir fällt übrigens es bis heute schwer, das oben beschriebene tatsächlich mir zuzugestehen und auch wenn es im Kopf ankommt, so kommt das Gefühl oft nicht mit. Und dann bin ich von einem Einserzeugnis doch überrascht oder vom außerordentlich hohen Bonus. Es gibt übrigens bei mir im Unternehmen auch Leute, die meinen, ich bin nur da, wo ich jetzt bin, weil ich mich so gut mit meinem Chef verstanden habe (bis hin zur Unterstellung einer Affäre). Es sind sehr wenige und es nimmt auch keiner wirklich ernst - aber mich ärgert es trotzdem maßlos, weil ich da bin, wo ich bin, weil ich etwas kann - und nicht, weil ich dem Chef schöne Augen gemacht habe. Das hat mich doch ziemlich fassungslos gemacht.
    Time is an ocean but it ends at the shore - Bob Dylan

    Und wenn der Wind mal von vorne kommt - leicht nach vorne beugen und einfach weitergehen - S.B.

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    AW: Frauenfalle: zu geringe eigenen Wertschätzung - versus Selbstüberschätzung

    Zitat Zitat von marilyn-74 Beitrag anzeigen
    Es gibt übrigens bei mir im Unternehmen auch Leute, die meinen, ich bin nur da, wo ich jetzt bin, weil ich mich so gut mit meinem Chef verstanden habe (bis hin zur Unterstellung einer Affäre). Es sind sehr wenige und es nimmt auch keiner wirklich ernst - aber mich ärgert es trotzdem maßlos, weil ich da bin, wo ich bin, weil ich etwas kann - und nicht, weil ich dem Chef schöne Augen gemacht habe. Das hat mich doch ziemlich fassungslos gemacht.
    Weshalb eigentlich? Von der Unterstellung der Affaire mal abgesehen, ist es doch völlig normal und in Ordnung, dass man beruflich auch weiterkommt, weil man sich auf zwischenmenschlicher Basis gut versteht. Das impliziert ja nicht, dass man fachlich nicht qualifiziert ist.

    Gerade in höheren Positionen entscheiden Sympathie und Beziehungen, und mit einem Vorgesetzten gut auszukommen, spricht für gute Sozialkompetenz.

    Frauen sind im Übrigen nicht weniger "sexistisch" - da gab es mal eine Studie aus der hervorging, dass Personalerinnen attraktive Bewerberinnen bei selbiger Qualifikation benachteiligten bzw. diskriminierten. Da ist ein Vorgesetzter, der einen nicht per se als Konkurrenz fürchtet, sicherlich zu bevorzugen.

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