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    Schwanger als Assistentin der GF | Wie sag ich´s meinen Chefs?

    Hallo zusammen,

    nachdem ich im „Kinderforum“ schon einmal die Frage gestellt habe, wie ich andere die Elternzeit / Wiedereinstieg lösen, habe ich mich da in meinen „Plan“ recht gut gefunden.

    Das schlechte Gewissen für den Ausfall ist immer noch da, da ich erst über ein Jahr hier bin.
    Aber ich habe mich schnell gut eingearbeitet, die Chefs und Kollegen sagen immer „es ist, als wären Sie schon fünf Jahre hier“ (Sorry, ich mag es nicht, mich selbst zu beweihräuchern aber ich denke, die Info ist wichtig für die Einschätzung der Situation).

    Die Fakten

    1. Ich arbeite als Assistentin für zwei GFs, die gemäß Geschäftsverteilungsplan arbeiten
    Da gibt es nicht selten Unstimmigkeiten in Sachen der Kompetenzen.
    Chef „Toll“ (komme sehr gut mit ihm klar, Typ "Manager" ist erst zur Fusion vor vier Jahren eingestellt worden.
    Chef „Antik“ (ist der klassische Beamte) ist in der ursprünglichen Firma schon 20 Jahre GF gewesen und fühlt sich oft übergangen.
    Ich manage das ganz gut, sowohl zwischen den beiden als auch mit den Kollegen, die davon betroffen sind.

    2. Grundsätzlich mache ich stets den Spagat zwischen „Tippse“, persönlicher Assistenz für „Toll“ (er vertraut mir sehr) und Projektassistenz.
    „Toll“ hat immer Angst, dass mir Tippse sein irgendwann nicht mehr reicht und ich das Handtuch werfe.
    Gerade „Antik“ reizt das aufgrund seiner Arbeitsweise oft aus, ich mache natürlich alles und bin stets kooperativ und freundlich, aber „Toll“ verdreht dann oft die Augen.

    3. Auch administrativ gab es das Problem, hier keine Urlaubsvertretung zu haben.
    Den Job wollte einfach keiner machen und die Kolleginnen, die dann verpflichtet worden sind, haben arg geschludert oder waren einfach andere „Arbeitstypen“.
    Nun habe ich eine Vertretung, die sehr sorgfältig ist, aber auch ein „älteres Modell“.
    Sie hat arge Defizite in Sachen Outlook und weitere Software, und gerade das Terminjonglieren mit Outlook ist hier Tagesgeschäft.
    Die Termine werden über meinen Kalender eingetragen und dann die GF hinzugeladen.
    Ich schreibe auch immer stets Infos mit in den Fließtext der Termine etc, damit alle Bescheid wissen warum / wieso / weshalb.
    Sie tut sich damit sehr schwer, ist aber auch sehr lernbereit.
    Kurzum: Sie ist derzeit als Elternzeitvertretung die einzige Alternative.

    4. Des Weiteren denke ich, dass ich dieses o.g. Spagat mit TZ nicht mehr absolvieren kann und möchte.
    Mal eben zwei Stunden länger für die Projektthemen bleiben, weil den ganzen Tag das Telefon nicht stillstand und Termine koordiniert werden mussten, geht dann halt mit Kind nicht mehr.
    Davon musste ich mich in den letzten Wochen lösen, habe das aber jetzt ganz gut geschafft.
    Generell muss ich auch sagen, dass ich um einen Wegfall von „Können Sie mal einen Kaffee holen“ oder „können Sie mich mal mit XY“ verbinden (obschon der Kontakt in seinen Outlook-Daten gepflegt ist) von „Antik“ nicht böse wäre.
    Genauso wenig darum, dass mir die einfachsten Briefe von Hand vorgeschrieben werden (das macht er allerdings bei allen Kollegen)
    Ich war mir dafür nie zu schade, kann aber auch gut ohne, glaube ich.

    5. Zunehmend denke ich, dass die SS also nun kein Karriereknick sein muss, sondern mir vielleicht auch neue Türen öffnet.
    Großer Teil meiner Projektarbeit ist zum Beispiel die Betreuung der kontrollgebenden Gremien.
    Ich bin die Schnittstelle zur GF, erstelle die Unterlagen für die Sitzungen etc. Habe da mit meinen Eintritt eine komplett neue Prozesstruktur aufgebaut.
    Zwar habe ich auch ein Handout erstellt, so dass im Notfall auch die Kollegen alles machen könnten. (die Sitzungen verschieben sich oft, und ich könnte in der Tat mal im Urlaub verreist sein, bis jetzt habe ich noch demnach geplant)
    Allerdings würde es dann wieder auf mehrere Schultern verteilt, was in der letzten Zeit für viele Fehlerquellen gesorgt hat.

    Ich könnte mir nun vorstellen, mich auf dieses Thema sowie auf die Unternehmenskommunikation (genereller Wunsch von Chef „Toll“) zu konzentrieren.
    Für die Sekretariatsaufgaben müsste dann eben meine jetzige Urlaubsvertretung in Gänze zu uns kommen oder, falls Sie sich als doch nicht geeignet erweist, eine neue Kraft eingestellt werden.
    Ich würde noch diverse Strukturen schaffen, die es ermöglichen, dass mit einer neuer Kollegen die Prozesse im Sekretariat bestehen bleiben (das macht meine Vertretung jetzt schon sehr gut), und kann sicher auch vertreten und bin ja örtlich immer noch im Büro vor Ort.
    Aber ohne Trennung dieser Aufgaben würde es m.E. auch chaotisch (wenn man z.B. eine zeitliche Trennung vornimmt – das will Chef „Toll“ auch nicht, stand schonmal im Gespräch zwecks genereller Unterstützung.)

    Ich würde also wie folgt in das Gespräch gehen:
    - Gespräch in der 12. SSW ansetzen (bin jetzt 7.SSW)
    - Guten Zeitpunkt suchen, beide müssen zeitlich entspannt sein
    - Mein Vorschlag: nach 1 Jahr EZ mit 30 Stunden/ Woche einsteigen. Kompromiss erfragen, ob hiervon auch etwas in Homeoffice (wird im Unternehmen oft gemacht) gewandelt werden kann.
    Gerade die Vorbereitungen für die Sitzungsunterlagen müssen sehr sorgfältig gemacht werden, das mache ich jetzt schon teils in Ruhe von zuhause aus.
    - Vorschlagen, dass auch im Jahr EZ Homeoffice für diese Sitzungsunterlagen machbar wäre, Voraussetzung: Gesundes Kind, gesunde Mutter.

    Das sind ja erstmal die harten Fakten.
    Die Frage ist nun generell: Wie „unterwürfig“ muss man in solch einem Gespräch sein, zumal ich erst ein Jahr hier bin?
    Ich glaube, es rechnet auch keiner damit, dass ich jetzt schon Kinder wollte.
    Sollte man es als Kompromiss ein wenig als „nicht geplant verkaufen“?
    Wie weit sollte man bereit sein, von seinen Vorstellungen zurück zu treten. (allerdings sagten beide Chefs seinerzeit als ich Anfang, eine TZ Kraft wäre hier nicht gut – übergangsweise gab es diese Lösung vor mir)
    Ich denke also gerade, die reinen Sekretariatsaufgaben werden ohnehin für mich wegfallen.

    Es fällt mir schwer, das Thema aus der Hand zu geben.
    Ich arbeite hier viel eigenständig, auch die Urlaubsvertretung habe ich größtenteils organisiert.
    Zum einen mache ich das gerne und sehe es als meine Aufgabe an, die Chefs zu entlasten.
    Aber ich denke, ich muss da auf Dauer nun mehr loslassen können.
    Nur weiß ich auch, wie „schlurig“ die Lösungen bis hin zu meinem Eintritt waren und sich nicht gekümmert wurde.
    Es wurde zum Beispiel immer noch aus dem Account der Vor-Vorgängerin herausgearbeitet, die schon ein Jahr nicht mehr im Unternehmen war.
    Ich habe dann mal direkt alles umgestellt in Outlook und zentrale Ordnerstrukturen geschaffen (meine Vorgängerin hatte alle Dateien in ihren Eigenen Dateien gespeichert).
    Mit sowas beschäftigen sich die GFs verständlicherweise nicht, Hauptsache der Laden läuft.

    Sprich, ich weiß einfach, wie „hampelig“ es hier ohne Eigeninitiative zu geht.
    Wieviel Eigeninitiative würdet ihr nun aber noch anbieten?
    Fakt ist, ich bekomme ja nun einmal ein Kind und falle aus, und vieles geht dann einfach nicht mehr so wie jetzt ?
    Aber wie führt man das Gespräch, in einem gesunden Mittelmaß aus „Ich bin schwanger, macht was draus“ und „Ich bin schwanger und für Sie ändert sich nichts“?

  2. Inaktiver User

    AW: Schwanger als Assistentin der GF | Wie sag ich´s meinen Chefs?

    Die Frage ist nun generell: Wie „unterwürfig“ muss man in solch einem Gespräch sein, zumal ich erst ein Jahr hier bin?
    Du musst überhaupt nicht unterwürfig sein. Niemals. Weder schwanger noch unschwanger. Weder nach einem Jahr, noch nach einem Tag.

    Ich finde, du hast im Babyforum viele Ratschläge bekommen, auch viele, die dir nicht gepasst haben. Aber genau da würde ich jetzt mal ansetzen, genau die würde ich mir wirklich noch einmal durch den Kopf gehen lassen. Gerade in Verbindung mit dem oben zitierten Satz.

    Außerdem -das mag jetzt unsensibel sein- würde ich auch erst einmal die 12. SSW abwarten!

    Alles Gute!

  3. User Info Menu

    AW: Schwanger als Assistentin der GF | Wie sag ich´s meinen Chefs?

    Ich fand die Antworten im anderen Forum durchaus produktiv und hilfreich.

    Ich fand nur die übergreifenden Interpretationen teils anmaßend.
    Es ist für mich sicher in der aktuellen Situation nicht dienlich, dass ich mich dermaßen für alles verantwortliche fühle.
    Aber ich fand es unangebracht, mich deswegen als schlechten MA zu bezeichnen, zumal eben genau das von meinen Vorgesetzten anders gesehen wird.

    Fakt ist auf jeden Fall: ich muss gewisse Dinge loslassen und akzeptieren, dass ich sie nicht mehr "kontrollieren" kann.
    Das Bauchgrummeln aufgrund der Konsequenzen, auch wenn sie mich dann nicht mehr tangieren, bleibt aber.

  4. User Info Menu

    AW: Schwanger als Assistentin der GF | Wie sag ich´s meinen Chefs?

    Hallo Fine,

    erstmal Glückwunsch zur Schwangerschaft!

    - Gespräch in der 12. SSW ansetzen (bin jetzt 7.SSW)
    Ja. Kann auch ne Woche oder zwei später sein, viel früher würde ich das aber nicht machen.

    - Guten Zeitpunkt suchen, beide müssen zeitlich entspannt sein
    Das würde ich nicht überbewerten. Ich würde sie in dem ersten Gespräch auch nur informieren, "dass". Dann würde ich ihnen zwei, drei Wochen Zeit zum Überlegen geben und dann einen "echten" Gesprächstermin machen, in dem du deine Vorschläge präsentierst. Überforder sie nicht

    - Mein Vorschlag: nach 1 Jahr EZ mit 30 Stunden/ Woche einsteigen. Kompromiss erfragen, ob hiervon auch etwas in Homeoffice (wird im Unternehmen oft gemacht) gewandelt werden kann.
    Gerade die Vorbereitungen für die Sitzungsunterlagen müssen sehr sorgfältig gemacht werden, das mache ich jetzt schon teils in Ruhe von zuhause aus.
    - Vorschlagen, dass auch im Jahr EZ Homeoffice für diese Sitzungsunterlagen machbar wäre, Voraussetzung: Gesundes Kind, gesunde Mutter.
    Klingt für mich gut - ich würde noch mit einbauen, dass deine aktuelle Urlaubsvertretung als EZ-Vetretung für die Präsenzaufgaben gut geeignet wäre. Und dass du in der Zeit, die du noch da bist, entsprechende Vorbereitungen treffen wirst (Formulare vorbereiten, Vorgehensweisen dokumentieren etc.), damit sie die Aufgaben x, y und z auch erledigen kann.
    Damit ist das aus meiner Sicht ein runder Vorschlag.

    Wie „unterwürfig“ muss man in solch einem Gespräch sein, zumal ich erst ein Jahr hier bin?
    Ich glaube, es rechnet auch keiner damit, dass ich jetzt schon Kinder wollte.
    Sollte man es als Kompromiss ein wenig als „nicht geplant verkaufen“?
    Wenn es dir damit besser geht, kannst du das machen, ja. Meiner Meinung nach sollte das nicht nötig sein. Das Kinderkriegen lässt sich immer noch nur von uns Frauen erledigen, und das Zeitfenster dafür hat eine begrenzte Dauer, d. h., früher oder später ist das halt dran. Das ist unternehmerisches Risiko, dafür sind sie Geschäftsführer und bekommen mehr Gehalt als du.
    Ich formulier das jetzt bewusst ein bisschen überspitzt, natürlich sind da mehr Emotionen und andere Aspekte im Spiel. Aber für mein Gefühl machst du dir eh viele Gedanken über Dinge, die eigentlich andere klären müssten

    Alles Gute damit,

    LG nundenn

  5. gesperrt

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    AW: Schwanger als Assistentin der GF | Wie sag ich´s meinen Chefs?

    Fine, wieso bewertest du deine Postition in deinem Job so sehr über?

    Mit der Miiteilung, dass du schwanger bist würde ich noch bis nach dem 4 Monat warten; ganz sachlich würde ich das machen, da es eine völlig normale Angelegenheit ist.

    Alles gute dir und angenehme Schwangerschaft und stress dich nicht überdimensional in deinen Job rein,

    Souvenir

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    AW: Schwanger als Assistentin der GF | Wie sag ich´s meinen Chefs?

    Gedanken über die Dinge, die eigentlich andere klären müssen...

    VOLLTREFFER.. Merke auch gerade wieder, dass sich das durch all meine Lebensbereich zieht.

    Das "Outing" möchte ich nach Möglichkeit schon in der 12. Woche machen, da auch mein privates Netzwerk mit dem Job verbunden ist.
    Nicht übermäßig, aber es könnte schon sein, dass es nach der Verkündung in der Familie auch bei Chef "Toll" ankommt.
    Und das möchte ich vermeiden.

    Bzw. anders herum: Ich will meine SS dann bekannt machen, wenn ich ein gutes Gefühl dabei habe, dass es ruhig alle wissen können.
    Wäre also kein Typ für: Jetzt schon den Eltern sagen, die dann aber bitte noch nichts weiter erzählen sollen.

    Und vor der 12. SSW ist es mir einfach noch zu heiß gestrickt - und ich finde es auch gerade ganz schön, dass nur mein Mann und ich es wissen.

  7. User Info Menu

    AW: Schwanger als Assistentin der GF | Wie sag ich´s meinen Chefs?

    nundenns Vorschlag finde ich gut: zunächst ein kurzes Gespräch mit beiden, dass du Schwanger bist, einige Tage später dann detailliert, wie du dir den Übergang in den Mutterschutz und nach der EZ die Wiedereingliederung vorstellst.

    Der Termin muss auch nicht, wie schon angesprochen, in der 12. Woche sein, sondern ein, zwei Wochen später. Allerdings solltest du darauf achten, dass die Info nicht vorher zu deinen Chefs kommt (selbst wenn, ist das auch nicht dramatisch).

    Auch wenn du einen Anspruch auf deine Stelle hast, solltest du damit rechnen, dass man dich bei der Rückkehr vielleicht nicht mehr an der gleichen Stelle einsetzen möchte. Möglicherweise wird man dir da auch Steine in den Weg legen, deine Schwangerschaftsvertretung so toll finden, dass man dich nicht mehr an der Stelle möchte. Und dann finden sich Wege, wie man dich in eine andere Position drückt. Das kann passieren, muss es aber nicht.

    So oder so: du hast nach der EZ auf alle Fälle deinen Wiedereinstieg in den Beruf, ob deine Chefs auf deine Angebote (Homeoffice etc.) eingehen, wird sich zeigen.... aber das ist nebensächlich. Wichtig sind jetzt dein Kind und du.

  8. User Info Menu

    AW: Schwanger als Assistentin der GF | Wie sag ich´s meinen Chefs?

    @ nundenn: Ich gehe wie gesagt auch davon aus, dass die Präsenzaufgaben nach meiner Rückkehr aus der EZ dann nicht an mich zurückfallen.

  9. Inaktiver User

    AW: Schwanger als Assistentin der GF | Wie sag ich´s meinen Chefs?

    Zitat Zitat von Souvenir Beitrag anzeigen
    Mit der Miiteilung, dass du schwanger bist würde ich noch bis nach dem 4 Monat warten; ganz sachlich würde ich das machen, da es eine völlig normale Angelegenheit ist
    ich dachte man müsste mitteilen, wenn es bekannt ist?

    fine, du gehst zu deinem chef´s und sagst dass du schwanger bist.

    je früher du das tust, desto besser kann die nachfolge oder sonstwas geregelt werden.

  10. Inaktiver User

    AW: Schwanger als Assistentin der GF | Wie sag ich´s meinen Chefs?

    Zitat Zitat von Fine1510 Beitrag anzeigen
    Gedanken über die Dinge, die eigentlich andere klären müssen...
    nicht nur das. sondern gedanken über die dinge, die noch gar nicht da sind.....

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