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  1. Inaktiver User

    Vernunft, Bauch oder Zukunft?

    Ich bin ein wenig verzweifelt - und ich weiß, das mag nun komisch und evtl. auch arrogant klingen und jeder hat seinen Anteil - auch ich.

    Ich arbeite an zwei Standorten, mein Job ist also zerteilt und das ist alles extrem stressig derzeit.

    Mein geheimes Ziel war immer die Auftragslage so zu pushen, dass ich an einem Ort ganztags arbeiten und den zweiten Ort verlassen kann.

    Nun ist es so, dass ich tatsächlich nun die Möglichkeit habe - aber eigentlich bin ich da gar nicht mehr so glücklich. So schlimm es an meinem zweiten Standort auch ist und so hoch die Fluktuationsrate dort auch ist - was ich dort hoch schätze ist, dass nicht die Jammerer sondern diejenigen, die was tun Gehör finden und geschätzt werden. So etwas habe ich bisher nur sehr selten erlebt.

    Der Standort, an dem ich fest einsteigen könnte - verliert ehrlich gesagt immer mehr an den Sachen, die ich schätze (Freiheit, Experten, etc.) Die sind da wahnsinnig langsam und da sich keiner auskennt, findet auch jeder der laut genug schreit Gehör. Ich bin nicht so der Schreityp.

    Fakt ist, beides zusammen ist dauerhaft belastend - da es sich um unterschiedliche Orte handelt und bei beiden immer alle krank sind oder eben wieder gehen - außer ich.

    Vernunftsmäßig muss ich es wohl annehmen. Auch wenn ich irgendwie gar nicht so glücklich darüber bin (Bauch), wie ich es gedacht hätte.

    Denn es könnte mir bei meinem Notfallplan sich woanders umsehen helfen (Zukunft). Ich habe bei beiden feste Zeiten, komme auch nur mit Handwerkerterminen etc. weg und die kann ich nicht die ganze Zeit haben. Daher wäre es für die Stellensuche eine Entlastung. Ich war schon auf so vielen Vorstellungsterminen verschwitzt und gehetzt - konnte mich schlecht vorbereiten, etc. Kam eben nicht gut an.
    Geändert von Inaktiver User (04.08.2015 um 20:01 Uhr)

  2. Inaktiver User

    AW: Vernunft, Bauch oder Zukunft?

    Kannst Du Dir für Vorstellungsgespräche nicht evtl.Urlaub nehmen?Kann verstehen dass die Situation an zwei Standorten zu arbeiten auf Dauer nicht tragbar ist und würde mich wegbewerben.Vielleicht ändert sich aber auch am ersten Standort noch was,dass sie da doch noch Experten einstellen und die Jammerer wo anders hingegen....

  3. Inaktiver User

    AW: Vernunft, Bauch oder Zukunft?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Denn es könnte mir bei meinem Notfallplan sich woanders umsehen helfen (Zukunft). Ich habe bei beiden feste Zeiten, komme auch nur mit Handwerkerterminen etc. weg und die kann ich nicht die ganze Zeit haben. Daher wäre es für die Stellensuche eine Entlastung. Ich war schon auf so vielen Vorstellungsterminen verschwitzt und gehetzt - konnte mich schlecht vorbereiten, etc. Kam eben nicht gut an.
    Hab ich jetzt nicht verstanden, wo ist der Vorteil, wenn Du bei beiden Standorten nur schwer weg kommst?

    Ist aber auch egal, so kompliziert finde ich das jetzt nicht, Vorstellungstermine zu koordinieren.

  4. Inaktiver User

    AW: Vernunft, Bauch oder Zukunft?

    Da ich derzeit die einzige konstante Kraft an beiden bin und einer immer da sein muss - geht das nur mit 3 wöchiger Vorabplanung mit zwei verschiedenen Ansprechpartnern - das is für den Jahresurlaub ok, für ein Vorstellungsgespräch nächste Woche schwierig. Da gehen nur Handwerker, fahre Freund zum OP oder solche Sachen, etc. Ich brauch da aber schon etwas Vorbereitung, durch die ganzen Urlaubs- und Krankheitvertretungen schieb ich halt mal ein Gespräch zwischenrein. Merkt das Gegenüber aber irgendwie auch...

    Das Wegbewerben ist auch mein Ziel. Ich weiß nur nicht, ob ich als Zwischenziel tatsächlich die Möglichkeit nutzen sollte nur am "Jammerstandort" zu arbeiten. Aber da klagen mir alle zu viel und pfuschen auch irgendwie nur an A rum, aber lassen B-Z eben stehen und wundern sich dann ein halbes Jahr später, dass das nicht berücksichtigt wurde.

    Und es ist wirklich nicht meine Art so über Kollegen zu reden, aber im Moment reichts mir da echt und ich kann es einfach nicht mehr hören bzw. weiß ich nicht mit wem ich über was reden soll, weil keiner so richtig Ahnung hat. Evtl. habe ich die ja auch nicht, aber irgendwer sollte doch im Job grundlegende Fragen beantworten können oder nicht?

    Mir kommt es so vor, als würden alle planlos irgendwas herumschreien, aber keiner, wirklich keiner macht dann auch was. Ich versuchs schon, aber ich habe auch keine Lust, dass nur ich dann mich da reinhänge. Ich fühle mich sehr ausgenutzt.

  5. Inaktiver User

    AW: Vernunft, Bauch oder Zukunft?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Hab ich jetzt nicht verstanden, wo ist der Vorteil, wenn Du bei beiden Standorten nur schwer weg kommst?

    Ist aber auch egal, so kompliziert finde ich das jetzt nicht, Vorstellungstermine zu koordinieren.
    Ich kann jetzt doch nur an einem Standort arbeiten, aber halt bei der gleichen Firma. Bisher waren es zwei...

    Nur ist der Standort noch schlimmer, als der zweite, so dass ich da trotzdem nicht glücklich werden würde.

    Der einzige Vorteil für Gespräche wäre, die Fahrtzeiten fallen weg und das macht flexibler - so wie bei dir.

    Ich weiß ja nicht wo du arbeitest, wenn du aber z.B. in einer unterbesetzten Notaufnahme arbeitest, und da trudelt einer ein, kannst du nicht einfach ne halbe Stunde früher gehen und den Patienten verbluten lassen. Und wenn der potentielle Arbeitgeber aber nicht zeitlich verschieben will, weil Personalabteilung auch dabei und die Kombi nun mal nur am Dienstag um 13.00 Uhr kann, wird das leider schwierig.

    Dann stell dir noch zwei Notaufnahmen an anderen Orten vor, pünktlich musst du aber da sein, weil dein Ablösedienst pünktlich gehen will. Wird leider doch etwas schwierig. Krankmachen geht nicht, da ab ersten Krankheitstag Attest.

    Da wird die Koordination ein wenig schwieriger.

    In meiner Branche warten die nicht auf dich, nur weil sie dich einladen wollen - selten wird mal was verschoben (es wurde oft auch schon einfach dann abgelehnt statt mir einen Alternativtermin zu geben) und auch da kann ich halt nicht so oft früher gehen und später anfangen, so dass ich das alles etwas knapper bemessen muss als der Durchschnitt mit nem 9 to 5 Job oder mit Gleitzeit.

    Trotzdem konnte ich ein paar organisieren, das war aber extrem mühsam und aufwendig. Und alle gingen nur, indem ich mich angepasst habe. Wenn ich z.B. von 7 bis 19.00 Uhr inkl. Fahrtzeiten unterwegs bin und die potentielle Stelle nun mal auch nicht ums Eck ist, wird es auch in der Mittagspause schwierig. Und verhungert komm ich halt auch nicht so super rüber.., Ich weiß nicht, wie das bei dir so ist.

    Ich bin dann halt schon gestresst, wenn ich mich auf dem Parkplatz 6 Minuten vorher umziehen muss, dafür dann aber weder Pause noch Zeit hatte den Text zu lernen, weil dann auch nur: KOmmen Sie doch morgen vorbei - geht.
    Geändert von Inaktiver User (04.08.2015 um 21:39 Uhr)

  6. Inaktiver User

    AW: Vernunft, Bauch oder Zukunft?

    Aber Du hast doch nicht mehrere Vorstellungsgespräche pro Woche? Viele Firmen legen die Termine doch meist schon außerhalb der Kernarbeitszeiten. Wenn dann was nur mitten am Tag geht, nimmst Du halt mal einen Tag Urlaub.

  7. Inaktiver User

    AW: Vernunft, Bauch oder Zukunft?

    Bei mir werdens leider immer 2-3 in einer Woche oder wochenlang nichts. Ich hatte, seitdem ich angefangen habe mit dem Bewerben, ca. 6 Einladungen und die alle zeitlich innerhalb von 3 Wochen. Das ist nicht besonders lustig.

    Einmal hab ich abgelehnt, da Befristung aufgrund von Mutterschutz, einmal wurde ich in die zweite Runde eingeladen, dann abgelehnt, denen war ich zu unflexibel mit ner Kündigungsfrist von 6 Monaten und das bei nem befristeten Jahresvertrag von denen. Aufhebungsvertrag hab ich einfach realistisch auf die Hälfte geschätzt.

    Zwei haben sich noch nicht gemeldet nach dem Gespräch.

    Und dann habe ich noch zwei Absagen erhalten, weil ich nicht zum gegebenen Termin um 13.00 Uhr in zwei Tagen kommen konnte.

    Also ich bekomme häufig Einladungen zu tollen Arbeitszeiten. Ich kann halt nicht jede Woche mit heute brauch ich spontan Urlaub ankommen. Daher wars bisher immer Handwerker, Wasserrohrbruch, Freund OP - also was was länger dauert und dann eben wochenlang nicht mehr vorkommt, weil die Handwerker fertig oder die OP gut verlaufen.

    Mit Urlaub wäre es schon ideal - aber im Moment muss ich das noch mit zwei Ansprechpartnern klären - verschiedenen, an verschiedenen Standorten, die unterschiedliche Ansprüche haben und der Rücklauf für Antworten dauert 2-3 Wochen. Für ein Gespräch nächste Woche wird das etwas schwierig. Ich bin da leider in n er etwas doofen Situation.

    Daher meine Überlegung das Angebot am schlimmen Standort, aber nur am schlimmen Standort zu arbeiten, anzunehmen, auch wenn es kein Traum ist, um dann so zu handeln, wie du vorgeschlagen hast. Einfach mal problemlos einen Tag Urlaub nehmen.

    Das müsste stressfreier zugehen, denn weniger Ansprechpartner, weniger Planung, evtl. ist dann der Rücklauf bzgl. Urlaub schneller und ich kann nächstes Jahr woanders arbeiten.
    Geändert von Inaktiver User (04.08.2015 um 22:01 Uhr)

  8. Inaktiver User

    AW: Vernunft, Bauch oder Zukunft?

    Ich würds annehmen, dir eine Weile ein entspannteres Alltagsleben machen - bei Gejammer stellst du auf Durchzug, du machst deinen Job und der Rest ist dir wurscht, der Job muss einem nicht immer komplett ausfüllen - und daneben die Stellensuche systematisieren und intensivieren.

    Du wirst mit nur einem Standort wesentlich mehr Ressourcen haben für die Stellensuche und für dich selbst, also deine eigenen Interessen, Hobbies etc., die auch wichtig sind im Leben.

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