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  1. Inaktiver User

    AW: Quereinsteigerjobs oder was könnte ich machen?

    Zitat Zitat von Erlan Beitrag anzeigen
    Du sagst selbst, dass du mich als behindert in der Arbeitswelt betrachtest und zeitgleich, dass dies nur mein Eindruck ist.
    Mit dem exakten Lesen scheinst du es nicht so zu haben....

    Ich denke, dass deine Schwierigkeiten keineswegs mit mangelnden Kenntnissen zusammen hängen, sondern mit einer Neigung zu Sprunghaftigkeit und einer gewissen Konfusion. Du willst zuviel - und alles auf einmal.

    Ich glaube nicht, dass sich das dadurch beheben lässt, dass du dir einen anderen Beruf suchst. Auch wenn du etwas fändest, was dir anfangs entspräche - ich denke, deine innere Unruhe würde dich bald wieder weiter treiben.

    Deswegen würde ich an deiner Stelle zuallererst diesen Punkt ins Auge fassen.

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    AW: Quereinsteigerjobs oder was könnte ich machen?

    So habe ich das auch verstanden. Das hat nichts mit mangelnden Kenntnissen zu tun, sondern mit meiner Persönlichkeit. Genau das führt ja zu der Behinderung im Beruf. Und zwar zu einer schlimmeren, als die, die mit Kenntniserwerb lösbar ist. Ich kann im Grunde mit nichts was ich kann, was anfangen.


    Und ich finde es einfacher die Inhalte meines Denkens zu verändern als die Art meines Denkens. Sollte man den Punkt nicht akzeptieren? Der Aspekt hat ja nichts mit der Berufswahl oder den Kenntnissen zu tun, der wird immer da sein. Ich war schon immer unruhig, verfüge über Gedankensprünge, denen andere nicht folgen können, ich mach von allen ein wenig was und ziemlich unstrukturiert und trotzdem glauben alle, ich hätte Ahnung oder sei strukturiert. Dabei kann ich mir nur ein wenig was merken, so dass ich mit der Unordnung zurecht komme. Und ich strukturiere äußerlich, denn innerlich ist Chaos.

    Wenn ich auch nur ansatzweise so schreibe, wie ich denke - kommt immer die gleiche Reaktion - verwirrt, zu unpräzise, zu abstrakt, nicht konkret genug, etc. Und die Anpassungsleistung die ich jedesmal leiste, wenn ich den Mund öffne, ist auch auf Dauer sehr anstrengend. Daneben auch frustrierend. Aber gut damit muss ich leben.

  3. Inaktiver User

    AW: Quereinsteigerjobs oder was könnte ich machen?

    Zitat Zitat von Erlan Beitrag anzeigen
    Und ich finde es einfacher die Inhalte meines Denkens zu verändern als die Art meines Denkens. Sollte man den Punkt nicht akzeptieren? Der Aspekt hat ja nichts mit der Berufswahl oder den Kenntnissen zu tun, der wird immer da sein. Ich war schon immer unruhig, verfüge über Gedankensprünge, denen andere nicht folgen können, ich mach von allen ein wenig was und ziemlich unstrukturiert und trotzdem glauben alle, ich hätte Ahnung oder sei strukturiert. Dabei kann ich mir nur vieles merken, so dass ich mit der Unordnung zurecht komme. Und ich strukturiere äußerlich, denn innerlich ist Chaos.
    Natürlich sollst du das akzeptieren. Sein Denken kann man nicht wirklich ändern.

    Wenn die anderen glauben, du seiest strukturiert und hättest die passenden Kenntnisse, ist das doch prima. Du bekommst Jobs, also reicht es aus, um beruflich erfolgreich zu sein.

    Wo es sinnvoll wäre, Abstriche zu machen, ist der Wunsch nach bedingungsloser Akzeptanz durch andere. Die bekommt niemand hundertprozentig, und wenn man auch noch anders tickt als der Durchschnitt, wird es umso schwieriger.

    Wahrscheinlich wäre dir schon geholfen, wenn du akzeptieren könntest, dass du im Beruf immer nur partiell anerkannt wirst. Als Person mit allen möglichen Facetten wird man bestenfalls im Privatbereich akzeptiert, und auch da nur selten.

  4. gesperrt

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    AW: Quereinsteigerjobs oder was könnte ich machen?

    Erinnert mich an einen Freund von mir - ADHS?


    Dazu muss ich sagen, besagter Freund ist bis heute der einzige Grund, dass ich glaube, dass diese Krankheit tatsächlich existiert und nicht nur ein netteres Wort für
    "Oh, sie parken Ihr Kind gern vorm Fernseher? Schmeißen wir mal Pillen rein, dann geht das" ist.

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    AW: Quereinsteigerjobs oder was könnte ich machen?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Natürlich sollst du das akzeptieren. Sein Denken kann man nicht wirklich ändern.

    Wenn die anderen glauben, du seiest strukturiert und hättest die passenden Kenntnisse, ist das doch prima. Du bekommst Jobs, also reicht es aus, um beruflich erfolgreich zu sein.

    Wo es sinnvoll wäre, Abstriche zu machen, ist der Wunsch nach bedingungsloser Akzeptanz durch andere. Die bekommt niemand hundertprozentig, und wenn man auch noch anders tickt als der Durchschnitt, wird es umso schwieriger.

    Wahrscheinlich wäre dir schon geholfen, wenn du akzeptieren könntest, dass du im Beruf immer nur partiell anerkannt wirst. Als Person mit allen möglichen Facetten wird man bestenfalls im Privatbereich akzeptiert, und auch da nur selten.
    Ich wurde noch nie von allen anderen bedingungslos akzeptiert. Ich war immer schon ein Außenseiter. Von daher ist das nicht mein Ziel. Das wäre tatsächlich illusorisch. Mir würde manchmal eine Person, die mich akzeptiert durchaus genügen. Und das ist schon schwer genug. Gottseidank wurde ich das von meiner Ursprungsfamilie...

    Manchmal habe ich eine innere Anspannung durch das ganze Anpassen, so dass ich irgendwie den Wunsch verspüre das irgendwo auch mal komplett rauszulassen. Nur außer mir, erträgt das keiner. Das ist schon mit Frust und Schmerz verbunden.

    Wahrscheinlich sollte ich weiterhin das machen, was ich gelernt habe. Und für alle Facetten verschiedene Möglichkeiten finden - statt 1 für 1. Manches im Beruf, manches beim engen Freundeskreis, manches mit Bekannte X, manches mit Y, manches allein, etc. Vielleicht sind meine Ansprüche tatsächlich zu hoch.

    Meine erste Quereinsteigerbewerbung, die ich gestern aus Spaß geschrieben habe, wurde auch gleich abgelehnt.

    ADHS? Na da würde Vieles zutreffen, nur dass ich mich wahnsinnig gut auf das was ich gerade tue konzentrieren kann und zwar so sehr, dass ich Zeit und Raum vergesse, und Essen und Duschen, wenns spannend ist. :)

  6. Inaktiver User

    AW: Quereinsteigerjobs oder was könnte ich machen?

    Zitat Zitat von Erlan Beitrag anzeigen
    Manchmal habe ich eine innere Anspannung durch das ganze Anpassen, so dass ich irgendwie den Wunsch verspüre das irgendwo auch mal komplett rauszulassen.
    Hast du für dich Möglichkeiten gefunden, diese innere Anspannung ein wenig zu reduzieren? Sport, Meditation? Was tut dir gut?

    Zitat Zitat von Erlan Beitrag anzeigen
    Wahrscheinlich sollte ich weiterhin das machen, was ich gelernt habe. Und für alle Facetten verschiedene Möglichkeiten finden - statt 1 für 1. Manches im Beruf, manches beim engen Freundeskreis, manches mit Bekannte X, manches mit Y, manches allein, etc.
    Das klingt sehr vernünftig.

    Zitat Zitat von Erlan Beitrag anzeigen
    nur dass ich mich wahnsinnig gut auf das was ich gerade tue konzentrieren kann und zwar so sehr, dass ich Zeit und Raum vergesse, und Essen und Duschen, wenns spannend ist. :)
    Prima! Sich konzentrieren zu können ist eine sehr wichtige Eigenschaft.

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    AW: Quereinsteigerjobs oder was könnte ich machen?

    Ich habe sehr lange Tai Chi deshalb gemacht - leider herrscht dort Sommerpause. Normalerweise mache ich es dann selbst bei mir im Wohnzimmer oder im Garten. Im Moment ist die Anspannung jedoch so groß, dass ich von innerer Unruhe getrieben werde...Da muss ich schon verstärkt nach weiteren Möglichkeiten suchen, um das abzubauen.

    Bzw. bin ich gerade in den letzten Tagen dabei auch zu merken, dass es gut ist, sich nicht nur auf eines zu fixieren. Evtl. führt das auch zum Spannungsabbau.

  8. Inaktiver User

    AW: Quereinsteigerjobs oder was könnte ich machen?

    Klingt gut, Erlan!

  9. Inaktiver User

    AW: Quereinsteigerjobs oder was könnte ich machen?

    @ Erlan: hast du denn schon mal so ein Orientierungs- bzw. Stärken-Schwächen-Seminar gemacht?

    Ich denke, du solltest verinnerlichen, dass manche Fähigkeiten und Interessen ihren Platz im Beruf und andere ausschließlich in der Freizeit haben.

    Es ist mir aus deinen vorherigen Postings auch nicht so ganz klar geworden, warum du jetzt mit einer beruflichen Veränderung den "grossen Wurf" landen willst, ohne dabei konkrete Vorstellungen zu haben, WAS du eigentlich machen willst. Also was das konkrete Ziel dahinter ist.

    Und ADHS kann durchaus bedeuten, sich stundenlang mit Sachen zu beschäftigen. Nur eben nicht mit denen, die einen voran bringen. Eine Art Ausweichtätigkeit also.

  10. User Info Menu

    AW: Quereinsteigerjobs oder was könnte ich machen?

    Natürlich habe ich das schon mal gemacht. Das ist allerdings auf Menschen angelegt, die ein Ziel haben, also das was du auch bei mir vermisst. Ich werde nie nur ein Ziel haben oder etwas was die Mehrzeit als konkretes WAS bezeichnen kann. Daher bringt mich sowas eher zum Zweifeln...soviel zu Orientierungsseminaren...

    Ich will nicht den großen Wurf landen - weil es den gar nicht gibt. Mir ist es ehrlich gesagt ziemlich egal WAS ich arbeite - mir ist es nur wichtig, dass ich das WIE möglichst frei gestalten kann und daraus ergibt sich dann eher mein WARUM ich das mache. Falls das verständlich ausgedrückt ist, z.B. glaube ich dass ich mit einer bildhaften Darstellung oder einer Vereinfachung von bestimmten Dingen besser und übersichtlicher arbeiten kann, ob ich da nun was in der Pädagogik oder sonst wo mache, ist mir egal.

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