Antworten
Seite 1 von 3 123 LetzteLetzte
Ergebnis 1 bis 10 von 21
  1. User Info Menu

    Stirnrunzeln Gekündigt - krank melden -Trost

    Hallo,

    mir wurde mitgeteilt, dass mein Probevertrag nicht verlängert wird. Man nannte mir ganz dubiose gründe, welche meiner Meinung nach kein Kündigungsgrund ist. Meine Vermutung ist, dass, nachdem ich Zoff mit einer Kollegin hatte, diese mich ganz oben angeschwärzt hat und die Firma da nun kurzen Prozess macht (kam schon häufiger vor)

    ich "darf" noch bleiben, damit ich die zeit nutzen kann um was neues zu suchen ( und natürlich, damit die erstmal ersatz finden)
    Es ist mir jetzt natürlich ein grauen da noch hin zu müssen, aber mein vertrag läuft noch bis Oktober.
    Krank machen kann ich jetzt auch nicht für die restlichen 60 Tage. ich bin auch auf ein gutes arbeitszeugnis angewiesen.

    ich kann jetzt nur einfach nicht mehr entspannen. bin dauernd auf jobsuche, am wochenende kreisen die gendanken. ich bin sauer und super traurig zugleich.

    dann fragt die besagte kollegin noch so doof wie es mir geht und was ich denn machen wolle...ob ich mich krank melden will. ich sagte, dass dies nicht meine art ist.

    aber jeden tag schleppe ich mich nur noch so dahin. die arbeit macht keinen spaß, ich bin unkonzentriert und mache viele fehler.

    weiß echt nicht, wie ich das ohne krankmelden die vielen tage noch durchhalten soll.

    fällt es arg auf, wenn man hier und da mal krank ist? jetzt so kurz nach der "kündigung" denke ich schon, aber später?

    :(

  2. User Info Menu

    AW: Gekündigt - krank melden -Trost

    fällt es arg auf, wenn man hier und da mal krank ist?
    Na ja, die Frage, die sich mir stellt: Was soll das bringen? Nach der Krankmeldung ist vor der Krankmeldung. Du wirst jedes Mal einen Grund finden und dem Arzt irgendwas erzählen müssen, die Krankmeldung einreichen, den Arbeitgeber vermutlich auch telefonisch informieren müssen. Ich finde dieses Procedere schon nervig und belastend, wenn ich wirklich krank bin und will mir gar nicht vorstellen, wie ätzend es wäre, wenn ich das auch noch vorsätzlich täte. Zumal einem doch jedes Mal schon der nächste Arbeitsbeginn bevorsteht.

    Außerdem schreibst du, dass du auf ein gutes Arbeitszeugnis aus bist und dich deshalb nicht komplett krankschreiben lassen kannst. Siehst du denn in einer kleckerartigen Serie keine Probleme? Es könnte auch der Eindruck entstehen, dass du dich nur deshalb nicht komplett krankschreiben lässt, weil du nicht ins Krankengeld rutschen möchtest.

    Ich bin sicher, dass es psychologisch noch etwas anderes ist, wenn man "gegangen wird" und nicht selbst geht. Allerdings finde ich diese Spekulationen über das Verhalten der Kollegin und den möglichen Gründen für die Kündigung (oder Nichtverlängerung? Ich habe das nicht so ganz verstanden, was es nun ist...) auch nicht besonders zielführend, weil es dich null weiterbringt.

    Mich würde das herausfordern, jetzt möglichst wenig Schwäche zu zeigen und einen starken Abgang hinzulegen. Wie heißt es so schön? Man sieht sich immer zwei Mal im Leben.

    Abgesehen davon würde ich aber auch mal vorsichtig in mich hineinhorchen, ob es wirklich nur eine fiese Kollegin war oder ob deine Leistung vielleicht auch nicht immer zuverlässig abrufbar war, sondern Stimmungsschwankungen unterworfen. Grundsätzlich finde ich deine aktuelle Situation zwar unangenehm, aber auch nicht so dramatisch, dass man deshalb zwangsläufig nervös wird und seine Arbeit nicht mehr in gewohnter Qualität erbringen kann (du schreibst, du machst Fehler?). Da liegt dann der Gedanke nahe, dass es solche kleineren Tiefs auch vorher schon mal gegeben haben könnte. Wie gesagt, ist kein Angriff und musst du mir auch nicht beantworten. Es geht nur darum, dass du vielleicht auch einen Erkenntnisgewinn aus diesem Erlebnis ziehen kannst.

    Insgesamt kann ich dir nur raten, nicht so sehr mit dem Finger auf andere zu zeigen ("kam schon häufiger vor", "wurde angeschwärzt" etc.), sondern bei dir selbst zu schauen. Blöde Kollegen oder eine schwierige Personalpolitik kann dir immer wieder begegnen. Es kann sich aber lohnen, beispielsweise zu lernen, Konflikte so auszutragen, dass eine Kollegin überhaupt nichts zum Anschwärzen hat.

  3. User Info Menu

    AW: Gekündigt - krank melden -Trost

    Danke für Deine nachricht.
    Ich bin erst seit 3 monaten dort, daher habe ich vorher auch schon fehler gemacht, aber diesmal sind es viele flüchtigkeitsfehler.

    klar nur spekulationen, die ich auch in der firma für mich behalte. aber wenn ich 1+1 zusammenzähle, dann passt das. und genau mit der kollegin muss ich halt zusammenarbeiten.

    aber hast recht, ist schon eine prozedur sich immer krank melden und erklären zu müssen.
    mein arzt wäre da das kleinste problem, der kennt mich.

    ist einfach anstregend und psychisch belastend. ich hab nun ein vorstellungsgespräch für einen job den ich mir gar nicht leisten kann, denke mir, aber zur überbrückung und einfach erstmal da weg.
    nur die investieren in eine schulung und dann will ich da wieder weg, weil ich mit dem job zusätzlich hartz4 beantragen muss.
    bevor ich den jetzigen job gefunden habe, habe ich auch fast 1 jahr gesucht.

    könnte echt dauerheulen

  4. User Info Menu

    AW: Gekündigt - krank melden -Trost

    Oh je, nach deinem letzten Beitrag wird das Bild für mich etwas runder.

    Darf ich vorsichtig fragen, ob dir nicht möglicherweise dein Selbstwertgefühl abhanden gekommen ist und genau das dir nun weitere Probleme bereitet? Wenn man ohnehin angegriffen ist, steckt man nicht selten in einem Teufelskreis aus Entwertung und weiterem Verlust des Selbstwertgefühls fest. Du schreibst, du seist arbeitslos gewesen - das allein tut ja schon nicht gut. Und anstatt nun gestärkt aus einem Arbeitsverhältnis hervorzugehen, geschieht genau das Gegenteil, da du das Gefühl hast, wieder nicht zu reichen.

    Ich würde dir gern etwas Tröstliches sagen, weiß aber auch, dass Worthülsen dir hier nicht weiterhelfen. Niemand wird dir Selbstbewusstsein einreden können, wenn es sich für dich einfach nicht so anfühlt.
    Nur eines: Mach nicht den Fehler, Flöhe husten zu hören. Es kann sein, dass die Kollegin verantwortlich war. Es kann aber auch sein, dass es gänzlich andere Gründe gab. Fakt ist, dass du zumindest fähig genug eingeschätzt wirst, um dich bis Oktober zu behalten und auch zu bezahlen. Für das Drumherum wirst du nicht bezahlt, sondern du erbringst deine Arbeitsleistung und fertig. Kannst du das Kopfkino vielleicht versuchen ein wenig auszuschalten und dich auf deine Tätigkeit konzentrieren?

    Grundsätzlich ist deine Situation doch gar nicht so unkomfortabel: Du hast noch mindestens drei Monate, um dich in Ruhe umzusehen und dir etwas Neues zu suchen. Und du musst auch nicht das Erstbeste nehmen.

  5. Inaktiver User

    AW: Gekündigt - krank melden -Trost

    sieh es als Herausforderung, an Schwierigkeiten zu wachsen!

    Alles hat nämlích auch sein Gutes- nein, das ist ganz und gar nicht zynisch gemeint!

    Sieh zu, dass Du in dieser Zeit noch so viel wie möglich lernen kannst- sei es an Gutem wie an Schlechtem (ich meine damite "Erkenntnisse" .....-in der Firma, von Kolleginnen, über Dich und Deinen Umgang mit schwierigen Situationen....

    und auch, dass Du nicht gleich klein beigibts und die Flinte ins Korn wirfst, wenn Gegenwind kommt.

    Das jetzt ist ein wunderbares Übungsfeld, aus dem Du nur gestärkt und erhobenen Hauptes hervorgehen kannst, wenn Du es willst!!

    Alles GUte wünsceh ich Dir !!

  6. User Info Menu

    AW: Gekündigt - krank melden -Trost

    oha...selbstwertgefühl....joa das ist so eine sache. wurde aufgezogen mit: du kannst nix, du bist zu dumm.

    ich hab realschule und nen wirt...also kann ich eigentlich nicht dumm sein. vll dappisch ;)

    ich bin dort frohen mutes hin, in der hoffnung was passendes gefunden zu haben. ich hab schon einige jobs durch mit arbeitgebern die mobbing betrieben, rumschreiten etc. bei einem musste ich vor gericht, weil kein geld mehr kam, der andere hat sich erhängt.
    hab auch noch 2 selbstständigkeiten hinter mir...

    ja, habe schon einiges durch. bin schon oft auf die nase gefallen und stehe immer wieder auf. nur wie oft noch?
    hab jetzt echt nette kontakte geknüpft und auch eine freundin gefunden.

    da durch die vielen jobs meinen lebenslauf nicht gerade blitzen lassen (hab einige einfach weg gelassen), ich alleine lebe und nicht zum x. mal von hartz4 leben will, hab ich schon das gefühl das 1. beste zu nehmen.
    weil was ist, wenn mich jmd will, ich den aber nicht, weil ich auf eine andere stelle hoffe und die mich dann aber nicht wollen. ist doch nen doofer kreislauf.

    dann hab ich das problem, dass ich eine ausbildung habe, in der ich nicht mehr arbeiten kann, weil ich da seit 15 jahren raus bin (hatte mir keinen spaß gemacht - war 16 und familie sagte "die sind gut mach das" )
    in den beraterischen verkaufsbereich kann ich nicht, da ich 1. keine gute verkäuferin bin und 2. nicht lange stehen kann, ohne gleich rückenschmerzen zu bekommen.

    ihr seht. ein langer rattenschwanz....

    jetzt hoffe ich irgendwie auf eine 30 std stelle, die vll ganz ok ist und dann einen nebenjob mit dem was mir spaß macht....aber das leben ist ja kein wunschkonzert.

    ist schwierig mich als person nur im text wiederzuspiegeln, so dass man sich ein richtiges bild von mir machen kann....da müsste ich noch weiter ausholen und dann wird nen buch draus ;)

    aber danke euch schon mal für den zuspruch. ich werde zusehen, dass ich nicht krank werde und dort erhobenen hauptes gehe.

  7. Inaktiver User

    AW: Gekündigt - krank melden -Trost

    "ich werde zusehen, dass ich nicht krank werde und dort erhobenen hauptes gehe. "

    alles Gute Dir!!

    an Deiner telle würd ich mir UNterstützu8ng holen- wenn Du nicht schon hast-

    was das Forum hier für DIch leisten kann, ist m.E.zu wenig......

    kann Dich verstehen, meine Vita hats auch in sich....

    und gerade deshalb ist wichtig, was ich oben geschrieben habe

  8. Inaktiver User

    AW: Gekündigt - krank melden -Trost

    Wenn das eine Kündigung in der Probezeit ist sollte die Frist kürzer sein. Hast du mal in deinen Vertrag geschaut ?

  9. Inaktiver User

    AW: Gekündigt - krank melden -Trost

    Zitat Zitat von Josephine78 Beitrag anzeigen
    mir wurde mitgeteilt, dass mein Probevertrag nicht verlängert wird. Man nannte mir ganz dubiose gründe, welche meiner Meinung nach kein Kündigungsgrund ist. Meine Vermutung ist, dass, nachdem ich Zoff mit einer Kollegin hatte, diese mich ganz oben angeschwärzt hat und die Firma da nun kurzen Prozess macht (kam schon häufiger vor)
    Aus welchem (tatsächlichen) Grund man dir gekündigt hat, weiß ich natürlich nicht...in der Probezeit braucht es allerdings überhaupt keinen Grund. Du schreibst, dein Vertrag läuft noch bis Oktober...dann ist das vermutlich ein befristeter Vertrag, der einfach nicht verlängert wird?

    dann fragt die besagte kollegin noch so doof wie es mir geht und was ich denn machen wolle...ob ich mich krank melden will. ich sagte, dass dies nicht meine art ist.
    Ich würde mich auch nicht krankmelden. Und dass die Kollegin was mit deiner Kündigung zu tun hat, ist ja letztendlich auch nur eine Vermutung, mit der ich an deiner Stelle sehr vorsichtig umgehen würde...

  10. User Info Menu

    AW: Gekündigt - krank melden -Trost

    Zitat Zitat von Josephine78 Beitrag anzeigen
    ja, habe schon einiges durch. bin schon oft auf die nase gefallen und stehe immer wieder auf. nur wie oft noch?
    Schau mal in meine Signatur.

    Deswegen kannst du eigentlich sehr stolz auf dich sein, dass du das immer geschafft hast. Und es sollte dich auch zuversichtlich machen können. Ich finde, dass in jedem Ende immer auch eine Chance steckt, hast du dir nicht schon mal gedacht, dass es vielleicht auch von deiner Seite nicht das Richtige bei dieser Arbeitstelle für dich ist?

    In jedem Neuanfang im Leben ist immer auch die Chance auf eine Verbesserung und auf ein Fortkommen, eine Weiterentwicklung enthalten. Das solltest du nicht vergessen, sondern dein Augenmerk darauf richten. Wenn man dich dort nicht weiter beschäftigen will, dann IST es nicht das Richtige für dich. Dann auf zu neuen Ufern!


    Wie wäre es denn, wenn du mal was ganz Entgegengesetztes tun würdest? Was, was niemand jetzt von dir erwarten würde? Du selbst am allerwenigsten.
    Du könntest doch jetzt erst richtig aufdrehen, die Energie, die Angst und Sorge und den Schock der versteckten Kündigung dafür verwenden, dich nochmal richtig zu empfehlen. Ziel: möglichst gutes Zeugnis.

    Ich kenne das, wenn man so entmutigt ist, wenn das eigene Selbstbewußtsein so angegriffen ist, welches ohnehin angeschlagen ist. Wenn man immer wieder so niedergeschlagen wird und man das Gefühl hat, es ist immer wieder dasselbe, ich muss ja irgendwie auch nicht so gut sein, wie nötig. Dann kann man sich damit vergraben, immer weniger für sich einfordern und froh sein, dass man überhaupt einen Job bekommt.
    Es gehen dann aber soviel Kraft, Energie und so viele gute Eigenschaften und Fähigkeiten von dir verloren!
    Die hast du, auch wenn du sie im Moment nicht mehr fühlen und zeigen kannst.

    Man kann aber auch genau das Gegenteil davon tun.
    Probiere doch mal aus, dir zu sagen: na, wenn ihr hier sowieso nichts mehr von mir haltet, dann kann ich ja auch nichts mehr verlieren. Jetzt zeige ich euch mal, was ich wirklich kann. Hänge dich noch mal voll rein in den Job, als hätte man dir gesagt, dass du der Mitarbeiter des Monats geworden bist und einen unbefristeten Vertrag mit Gehaltserhöhung bekommst.

    Ich habe das auch mal so gemacht, meine Probezeit wurde damals verlängert, und siehe da: es hat geklappt. Sicher, deine Probezeit wurde nicht verlängert, aber es ist noch viel Zeit, wenn du das Ruder herumreißt, dann kann ein Arbeitgeber sich auch noch anders entscheiden.
    Und wenn nicht, dann hast du wenigstens ein gutes Zeugnis und vor allem: noch eine gute Zeit und ein gestärktes, statt geschwächtes Selbstbewußtsein.

    Lass dich nicht hängen, glaub an dich und zeig, was du kannst und wer du bist.

    Und such dir privat Unterstützung!
    Freunde, Familie, Therapeut, Beratungsstelle, wie auch immer.
    Und bewirb dich, was das Zeug hält.
    Auch für die Bewerbungen wäre eine völlig andere Arbeitseinstellung im jetztigen Job kolossal hilfreich. Die Power, die du dann hättest, könntest du auch im Bewerbungsgespräch zeigen - was ja auch wieder mehr Chancen gibt. Deine Selbstdarstellung könnte sich dadurch ändern: nicht mehr die Gekündigte, die um einen Job und Lebensunterhalt bettelt, sondern die, deren Fähigkeiten im jetzigen Betrieb leider einfach keinen Raum bekommen haben. Die, die einen Job sucht, in der ihre Fähigkeiten benötigt werden. Bedenke, dass immer zwei Seiten suchen, also nicht nur der Arbeitgeber sondern auch du als Arbeitnehmerin suchst etwas passendes für dich.

    Strecke dich wieder hoch, richte dich zu deiner vollen Größe auf und nimm die Schultern zurück: du bist kein Niemand, sondern hast sehr viel zu bieten. Darauf kommt es an. Darauf kannst du dich auch jetzt schon fokussieren, im "alten" Job.

    Vielleicht denkst du mal darüber nach?

    Herzliche Grüße,
    E.
    Man muss nur immer einmal öfter aufstehen als man umgefallen ist.
    "Ihr sollt immer denken: Ich werde es schaffen" Dalai Lama


Antworten
Seite 1 von 3 123 LetzteLetzte

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •