Ich würde erstmal deutlich ergründen- so für mich- obs nicht der Norden an sich ist, mit dem Du Dich schwer tust....wenn Du aus Süddeutschland stammst, dann ist die Umstellung sicher immens.
Ich bin Norddeutsche, stamme aus Niedersachsen, bin immer hier geblieben - weiß aber von etlichen Freundinnen, die nach Süddeutschland gezogen sind, dass sie sich sehr, sehr schwer getan haben in den ersten Jahren.
Die Mentalität ist einfach komplett anders.
Wenns der Norden an sich ist, dann wird Dir kein Job so wirklich gefallen (können...)....
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Ergebnis 11 bis 20 von 84
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23.04.2015, 18:40
AW: Neuer Job und unglücklich! Kündigen nach nur ein paar Wochen?
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24.04.2015, 08:54
AW: Neuer Job und unglücklich! Kündigen nach nur ein paar Wochen?
Liebe Sasapi,
ich sehe es eigentlich genauso und wahrscheinlich steigere ich mich auch deswegen so sehr hinein.
Das Problem ist, als ich es letzte Woche mit meinem Freund besprechen wollte, dass 2015 mein letztes Norddeutsches Jahr ist, ist er einfach nur ausgetickt. Ich würde nur an mich denken, es dreht sich immer alles um mich. Ok .. Danke fürs Gespräch!
Er will "jetzt" noch nicht umziehen, eine Fernbeziehung will er aber auch nicht mehr und ich wollte damals unbedingt in den Norden....
Ja, kann alles sein. Aber nun habe ich meine Meinung nun mal geändert. Es ist schwierig. Wenn es nach mir gehen würde, dann wäre ein Umzug die beste Wahl, auch wenn ich nicht weiß, wie es unten weiter geht.
Aber gut, diese "Beziehungsprobleme" haben hier erstmal nichts zu suchen. Die grundsätzliche Frage war, ob ich nach ein paar Wochen schon aufgeben soll / darf / kann.
Und ich weiß nun für mich, dass ich es kann. So sehr ich hier auch Menschen enttäuschen werde, aber es geht nicht. Ich fühle mich einfach nicht wohl hier. Allerdings habe ich auch beschlossen, dass ich mich nicht kündigen lassen will. Also arbeitslos mag ich nicht sein / werden. Ich muss die Backen zusammen pressen und schauen, dass sich was ergibt. Fakt: Mit meinem Freund rede ich nicht mehr über meinen Job. Geht ihn nichts an
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24.04.2015, 09:11Inaktiver User
AW: Neuer Job und unglücklich! Kündigen nach nur ein paar Wochen?
Naja... die einen machen Rauchpause, die anderen tummeln sich in der Bri und machen auf diese Weise Pause, ohne zu stempeln. Wo ist das Problem?
Du fühlst dich nicht wohl im Norden. Da wird es schwer werden, einen Job zu finden, in dem du dich wohl fühlst. Weil's nämlich drumherum nicht passt.
Das hat sich vor kurzem noch ganz anders angehört: Da wolltest du dich nach der Probezeit kündigen lassen...
Auweia! Natürlich geht der Job den Partner was an. Schließlich verbringst du einen großen Teil deiner Zeit dort - und deine momentane Unzufriedenheit wirkt sich ja ganz offensichtlich auch auf euere Beziehung aus.
Aus allem, was ich hier von dir lese, ziehe ich den Schluss: Du bereust deinen Umzug in den Norden, du fühlst dich weder im Job noch in der Beziehung wohl... da musst du ansetzen. Und nicht an der fehlenden Gleitzeit (die haben schließlich Kassiererinnen bei Aldi, Polizisten im Schichtdienst, Zugbegleiter oder die Männer vom Winterdienst auch nicht - und nicht alle sind todunglücklich).Geändert von Inaktiver User (24.04.2015 um 09:18 Uhr)
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24.04.2015, 09:22
AW: Neuer Job und unglücklich! Kündigen nach nur ein paar Wochen?
Das Problem ist, dass bei denen locker eine Stunde zusammen kommt und die verbringe ich definitiv nicht im Internet. Aber das ist auch nur eine neue Munition gewesen, mit der ich herum geworfen habe. Das stört mich nicht wirklich, es gibt andere Dinge die gravierender sind.
Btw zum Thema Ambivalenz: Gerade ist mir nun doch nach SOFORT kündigen
@GuteLaune: Nun die Frage an dich, wenn ein Umzug aktuell "nicht drin" ist. Würdest du einen neuen Job suchen, in der Hoffnung das er besser ist oder würdest du die Situation aussitzen, um deinen Lebenslauf nicht zu versauen?! (Alles mit den Gedanken im Hinterkopf, dass die Lösung nur ein paar hundert km entfernt ist - wenn es denn die Lösung ist ... *hust*)
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24.04.2015, 09:47Inaktiver User
AW: Neuer Job und unglücklich! Kündigen nach nur ein paar Wochen?
Ich würde mir zuallererst mal Gedanken darüber machen, ob der Job wirklich so unerträglich ist - oder ob deine generelle Unzufriedenheit nicht vielleicht andere Ursachen hat. Es sind meiner Ansicht nach nämlich wirklich Lappalien, die dich stören - die anderen gehen zum Rauchen raus, du hast keine Gleitzeit....Glaub mir: Mein Job ist auch nicht immer vergnügungssteuerpflichtig! Aber ich mache im Großen und Ganzen das, was ich immer machen wollte, die Vorteile überwiegen.
Bemüh dich um mehr Gelassenheit. Führ einige Zeit Protokoll: Was tust du wann, was machst du gerne, was nicht so gerne, wo fühlst du dich über- und wo unterfordert? Wo liegt das Problem bei dir (fehlendes Fachwissen), wo liegt es woanders? Das hilft dir, die Situation sachlich zu beurteilen. Derzeit wirkt alles, was du sagst, sehr emotional.
Auf der Basis einer sachlichen Einschätzung kannst du dann anfangen, dich aus ungekündigter Position heraus auf eine neue Stelle zu bewerben.
Ich weiß nicht, wie alt du bist und wie viel Berufserfahrung du hast. Ich persönlich finde es nicht schlimm, wenn Berufsanfänger öfter mal die Stelle wechseln. Aber irgendwann kommt der Punkt, da wirkt es im Lebenslauf nicht so gut, wenn jede Beschäftigung nur ein paar Monate dauert.
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24.04.2015, 10:19
AW: Neuer Job und unglücklich! Kündigen nach nur ein paar Wochen?
Ich denke, du hast noch nicht den für dich richtigen Job gefunden. Du bist ja relativ frei, hast keine Kinder, also kannst du noch durchstarten.
So wie es für mich klingt, bist du jemand, der die Arbeitswelt aktiv mit gestalten möchte und könnte und sich nicht vor Veränderungen fürchtet. Du gehörst in ein Unternehmen, was damit etwas anfangen kann.
Ich arbeite in einem öffentlichen Unternehmen. Diese Stelle suchte ich mir vor 15 Jahren, weil mein Kind mich mal brauchte am Abend, ich also Feierabend benötigte, der dort sicher gestellt ist. Aber ... ich wurde gewarnt von damaligen Kollegin der alten Firma. "Animosa, für ein öffentliches Unternehmen bist du viel zu aktiv! Das ist nichts für dich!!!" Ja, ich habe gelitten ohne Ende und Kräfte gelassen - unvorstellbar! Ich habe mich nebenberuflich fortgebildet und mir wurden noch Steine in den Weg gelegt. Ich hätte noch eine Geschichte dazu zu bieten.
Das lasse ich aber jetzt. (Ich schreibe irgendwann sowieso alles richtig nieder, das steht fest, weil es auch mit der Vereinbarkeit Kind und Beruf zu tun hat.)
Ich rate dir, geh deinen Weg! Wenn es schwer ist für dich, ein anderes Unternehmen zu finden, finde heraus, woran das liegt. Du bist wahrscheinlich Mitte 30 und hast noch gute Möglichkeiten. Nutze diese! Du kannst dich fortbilden, wenn die Unternehmen an speziellerem Fachwissen interessiert sind.
Bevor du dich in Depressionen wiederfindest, solltest du handeln. Aber nimm nicht jeden Job an, das führt auch nur in diese Richtung der Verzweiflung. Überlege dir gut, was du unternehmen möchtest.Nur die Ruhe ist die Quelle jeder großen Kraft.
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24.04.2015, 10:30
AW: Neuer Job und unglücklich! Kündigen nach nur ein paar Wochen?
Vorab: Ich danke euch ganz herzlich für die Zeit, die ihr euch nehmt und meine komplizierte Situation versucht zu verstehen. Es ist immer schwer, sowas übers Internet zu machen. Euch hier in meiner Nähe, zusammen an einem Tisch, dass wäre was! Ich bin sehr aktiv, aber mir fehlt immer jemand, der mir dann doch in den Popo tritt!
animosa: Ich werde im Mai 34 Jahre alt und habe keine Kinder. Ist auch nicht geplant, dass die kommen werden. Von daher steht mir alles offen. Im Moment überwiegt einfach die Verzweiflung, weil ich nicht weiter weiß und ich habe sogar schon über eine Umschulung zur (Achtung!) Tierpflegerin nachgedacht *tocktock*
Aber aber aber ....
Nochmals Danke, ich melde mich wieder <3
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24.04.2015, 11:07
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24.04.2015, 11:10
AW: Neuer Job und unglücklich! Kündigen nach nur ein paar Wochen?
Hallo Suzana81,
ich glaube auch, dass du das Thema nur "mehrdimensional" angehen kannst, d.h. in Abstimmung mit allen anderen Lebensbereichen.
Fangen wir mal an:
Frage: Bist du grundsätzlich "zu Hause" in deinem Job?
Was hält dich davon ab, bis Juli zu warten und zu schauen, wie sich die Arbeit dann anfühlt? Was hält dich davon ab, konstruktive Änderungsvorschläge einzubringen und somit aktiv an einer Verbesserung mitzuwirken?
Wie eng muss euer Kontakt berufsbezogen sein? Kannst du innerlich auf Distanz gehen und berufliche Ebene von der persönlichen Ebene trennen?
Wie sieht eure weitere Beziehungsplanung aus? Bastelt ihr an einer gemeinsamen Zukunft? Sollen Kinder eine Rolle spielen? Welche Auswirkungen hätte das auf deine und seine Berufstätigkeit? Du schreibst, dass du wieder in den Süden zurück möchtest - mit oder ohne deinen Partner?
Also: Meiner Erfahrung nach gibt es den idealen Job nicht. Irgendwas ist immer. Man kann Stressoren identifizieren, auf die man Rücksicht nehmen sollte. Andererseits: wenn die Arbeit halbwegs Spaß macht, nimmt man auch andere Nachteile in Kauf. Die Planung der beruflichen Tätigkeit und deren Rahmenbedingungen kann man immer nur im Zusammenhang mit dem "großen Ganzen" sehen und bewerten, d.h. es sollte abgeglichen werden mit den anderen Lebensbereichen wie Partnerschaft, Familie, Hobbies etc.. Wenn man weiß, wofür, nimmt man auch schon mal Nachteile in Kauf.
Heißt: Ich an deiner Stelle würde einen Gesamtplan erstellen. Was ist mit Partnerschaft? Geht's mal zurück in den Süden (dann könnten dir die Kontakte, die dir die jetzige Stelle ermöglicht haben, auch wieder helfen)? Sind Kinder geplant (wie familienfreundlich ist der Arbeitgeber?)? Wie viel Geld braucht ihr? Und davon die folgenden Schritte abhängig machen. Viel Erfolg!Geändert von FraumitSonnenschirm (24.04.2015 um 12:08 Uhr) Grund: Ergänzung
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24.04.2015, 11:10



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