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  1. Administrator Avatar von BRIGITTE Community-Team
    Registriert seit
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    Beiträge
    9.690

    Ihre schlimmsten Joberfahrungen

    Liebe Userinnen und User,

    mittlerweile haben die meisten von uns bereits mehr als einen Job im Leben ausgeübt. Die einen waren besser oder haben Spaß gemacht, die anderen einfach nur schrecklich. Uns interessiert Ihre schlimmste Joberfahrung, die Sie gemacht haben. Das kann ein Studentenjob, eine Praktikumserfahrung oder ein ehemaliger Job sein.

    Freundliche Grüße
    Ihr BRIGITTE Community-Team

    P.S. Wenn viele interessante Beispiele zusammenkommen, möchten wir gerne einen kleinen Artikel zum Thema zusammenstellen. Daher kurz der Hinweis an alle Teilnehmer: Es ist möglich, dass Sie später dort mit Ihrem Usernamen zitiert werden (wir sagen selbstverständlich Bescheid, wenn es einen Artikel gibt).
    Das BRIGITTE Community-Team ist Ihr Ansprechpartner bei Fragen, Wünschen oder Problemen rund um die Community. Schreiben Sie uns gerne eine PN oder eine E-Mail.

  2. gesperrt
    Registriert seit
    10.04.2015
    Beiträge
    2.175

    AW: Ihre schlimmsten Joberfahrungen

    Hallo

    Da ist mir sofort einer eingefallen.

    Ich bin mal Pizza Taxi gefahren als ich mich auf das Abitur vorbereitete. Um eben etwas nebenher zu verdienen. Der Koch/Bäcker war sehr nett, auch der, der vorne an der Imbisstheke die Laufkundschaft bediente. Die Kollegen waren auch gut, aber die Chefin? Oh Graus!

    Man sagte mir schon gleich am ersten Tag: "Wenn Chefin etwas sagt, auf keinen Fall widersprechen" und "Am besten mit der Chefin gar nicht sprechen, sie mag nicht mit ihren Angestellten kommunizieren"

    Ich war wohl verwundert, aber ließ es auf mich zukommen.

    Nach einer Woche ohne sie m Betrieb (sie war in Urlaub als ich anfing) durfte ich sie kennenlernen. Sie kam rein, schmiss mir einen Besen zu: "Fegen - draussen - alles!" Das mit einem Gesicht und in einem Ton, der wirklich nichts zuließ ausser jetzt sofort zu kündigen oder eben zu fegen.

    Zwei andere unterhielten sich über den Wareneinsatz und dass etwa szu Neige ging, von ihr hörte ich nur: "Haltet die Fresse" in extrem laut gebrüllt.

    Einer meiner fahrenden Aushilfskollegen war schwul und sein Freund kam eines abends ihn abholen.
    "Bist du etwa so eine schwule....." ich mag das gar nicht hier scheiben, was sie von sich gab. "Kannste gleich zu Hause bleiben, sowas will ich hier nicht haben, die Gäste kriegen noch AIDS"

    Dazwischen fanden viele andere Aussagen bzw. Schreiereien statt. Ich hatte nach drei Wochen die Nase voll und die Nerven blank. Ich blieb dann auch zu Hause. So etwas unverschämtes ist mir allerdings danach nie wieder begegnet. Die hat im Ürbigen auch noch in der Küche geraucht!

    Ich bin schon sehr gespannt, was andere zu berichten haben.


  3. Registriert seit
    21.04.2014
    Beiträge
    11.602

    AW: Ihre schlimmsten Joberfahrungen

    Einen kurzfristigen Job bei einer Gebäudereinigung- übrigens eine der großen, bundesweit arbeitenden Läden. Sie bieten auch "Unternehmensberatung" an. Kann ich aber nicht empfehlen- sie sollten erstmal im eigenen Laden damit anfangen.

    Wenn man die Arbeit wirklich "richtig" machen wollte- also so putzen, dass es sauber ist- dann kam man mit der Zeit nie aus. Ich hatte eine...etwas vernachlässigte Putzstelle übernommen und musste erstmal "Altdreck" beseitigen. Die Zeit, die man länger gearbeitet hat, bekam man nicht bezahlt- nur, wenn man vorher "Mehrarbeit" bei der Objektleitung beantragt hatte. Die genehmigte aber keine Mehrarbeit, aus Prinzip nicht- war "von oben her" nicht gern gesehen.

    Unsere Stunden mussten wir wöchentlich an die Objektleiterin schicken, die diese willkürlich runterkürzte- je weniger Stunden ihr Personal brauchte, umso mehr Provision bekam sie. Das erste Gehalt sollte nach 6 Wochen - Lohnzahlung immer zum 15.ten- kommen. Kam aber nicht. Nun ja, das Lohnkonto müsse erst eingerichtet werden, das könne schon mal 3-4 Monate dauern...so lange müsste ich halt "überbrücken".

    Die Putzlappen, Putzmittel etc. wurden zugeteilt- und es wurde von mir verlangt, mit ein und demselben Lappen ( in einer Schlachterei!!) die Produktionsräume, die Aufenthaltsräume und die Toiletten zu putzen. Eine Woche lang mit dem gleichen Lappen- der trocknet ja über Nacht
    Ich hab mir meine eigenen Lappen etc. mitgebracht und mich bitterböse bei der Firmenzentrale beschwert. Per Einschreiben.
    Interessierte nicht.

    Schlußendlich hab ich dann gekündigt- leid tuts mir nur für die vielen, vielen Mitarbeiter, die sich nicht wehren können- weil sie einfach den Mumm dazu nicht haben ( können), weil sie auf diesen Job angewiesen sind. Für mich war das nur ein 2monatiger Überbrückungsjob, ich war zu den Zeit Saisonarbeiterin und musste nur 2 Monate rumkriegen, zudem war mein Job in dieser Zeit ein "Zubrot", wir konnten auch nur vom Gehalt meines Mannes leben.

    Ich habe dann ein ellenlanges Protokoll an die Innung geschrieben- aber ich befürchte, das hilft auch nichts.

  4. Inaktiver User

    AW: Ihre schlimmsten Joberfahrungen

    Spontan fallen mir zwei Sachen ein.

    1. ich war mit dem Studium fertig und habe direkt danach einen Aushilfsjob für knapp zwei Monate angenommen. Am Ende des ersten Monats stellte ich fest, dass meine steuerlichen Abzüge sehr hoch waren. Nach langem Hin und Her kam heraus, dass mich die Angestellte des Steuerberaters für jeden einzelnen Arbeitstag an- und wieder abgemeldet hatte. (ich bin mittlerweile selber ausgebildete Personalverrechnerin und versteh bis heute nicht, wie eine langjährige (!) Kraft auf so eine depperte Idee kommen kann).

    2. Relativ bald danach habe ich bei einem mittelgroßen Unternehmen zu arbeiten begonnen. Im Vorstellungsgespräch klang alles toll, den Arbeitsvertrag bekam ich erst am ersten Tag vorgelegt. Die mündlichen Vereinbarungen (Überstundenausgleich durch Zeitausgleich, Arbeitsbereich, unbefristetes Dienstverhältnis...) galten plötzlich nicht mehr, die Firma war überfordert, weil so viele Neue gleichzeitig eingestellt wurden. Dementsprechend wurde ich plötzlich in einem Bereich eingesetzt, in dem ich nie zu arbeiten begonnen hätte, weil ich genau wusste, das ist nichts für mich. Trotzdem versuchte ich mein Bestes, suchte das Gespräch mit dem Chef, wie er meine Leistung sieht etc.
    Der Vertrag war auf vier Monate befristet, auf Nachfrage erklärte man mir, dass das nur eine Formsache sei (in Ö darf die Probezeit nur maximal 1 Monat betragen, daher wird gerne anfangs befristet, um de facto eine erweiterte Probezeit zu haben). Nur wurde ich am letzten Tag dieser Befristung zum Chef gebeten, er bedankte sich für meine Arbeit und erklärte mir, ich brauche am nächsten Tag nicht mehr zu kommen.
    Aber auch diese Angelegenheit hatte etwas Positives: vor etwa einem Jahr stellte sich heraus, dass in dem Bereich, in dem ich eigentlich hätte arbeiten sollen, sehr viel schief gelaufen ist (möchte nicht ins Detail gehen) und derzeit ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen diesen Chef.

  5. gesperrt Avatar von Ebayfan
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    AW: Ihre schlimmsten Joberfahrungen

    Als gelernte technische Zeichnerin und Maschinenbaustudentin schickte mich eine Zeitarbeitsfirma in den Semesterferien zu einem Architekten, der eine Bauzeichnerin als Urlaubsvertretung angefragt hatte. Das passte ja so gar nicht. Von dem Fach hatte ich doch keine Ahnung. Nach einer Woche kündigte er deshalb den Vertrag.

    Die Zeitarbeit wollte mich deswegen rauswerfen. Auf meinen Protest hin, durfte ich dann ein paar Tage bei denen Peronalakten sortieren (erstaunlich, was da so drin stand!), danach fanden sie dann einen anderen Kunden für mich. Der Job passte ganz gut, nur hatten sie dem Kinden verschwiegen, bis wann ich dort arbeiten wollte. Er brauchte jemanden für 4 Wochen, ich hatte aber schon fest Urlaub gebucht (dafür ging ich ja überhaupt arbeiten). Man wollte mich dann nötigen, bis Auftragsende dazubleiben und es gab so richtig Stress und Ärger. Der Kunde war ziemlich sauer, dass der Arbeitsplatz eine Woche unbesetzt blieb, was ich gut verstehen konnte. Aber deswegen sage ich keine Flugreise ab.

    Nie wieder Zeitarbeit!


  6. Registriert seit
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    AW: Ihre schlimmsten Joberfahrungen

    Zitat Zitat von Ebayfan Beitrag anzeigen
    in den Semesterferien zu einem Architekten
    Oha ... bei dem Stichwort fällt es mir ein.
    Ebenso Architekt - passte in den Semesterferien zu meinem derzeitigen Studium.
    Im Büro residierte die Gattin desselben.
    Wir Angestellten oder auch Studenten erledigten Zeichnungs- und sonstige Arbeiten, die auch soweit ich mich erinnere ok waren.

    Aaaber - man durfte zwar reden, der Inhalt der Gespräche wurde allerdings ausschließlich durch selbige Gattin vorgegeben.
    Auch initiierte diese das Gespräch, und nur nach Ansprache durch die Dame durfte man antworten.

    Nix mit Plauderei untereinander ... sie war gar nicht weit davon entfernt, uns in der dritten Person anzureden. Es handelte sich hier nicht etwa um eine ältere Dame, sondern um das Modell Emporkömmling im Sinne von: Ich habe einen reichen Architekten geheiratet, und nun bin ich selber wer!

    Nun ja ... ich war jung und brauchte das Geld, und auch diese Semesterferien gingen vorbei.
    Um aus dem Rahmen fallen zu dürfen, müsste man erst mal im Bilde sein!!

  7. gesperrt Avatar von Ebayfan
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    AW: Ihre schlimmsten Joberfahrungen

    Eine Gattin hatte meiner nicht vor Ort, aber wir arbeiteten statt in einem normalen Bürogebäude in einem Einfamilienhaus; ein Büro im Wohnzimmer, eins im Schlafzimmer - extrem seltsam für mich. Ich hatte bis dahin nur in großen Unternehmen mit professioneller Ausstattung gearbeitet. Dunkel wars irgendwie und so improvisiert.


  8. Registriert seit
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    AW: Ihre schlimmsten Joberfahrungen

    Vor Jahren fing ich mit einem befristeten Vertrag in einem großen Verein (sozial ausgerichtet) an zu arbeiten. Nach ca. 3 Monaten wurde mein Kind krank und es musste ins Krankenhaus, da es erst 3 Jahre alt war, zog ich dort mit ein. Schnell war klar, dass es nicht nur ne Grippe ist.
    Am dritten Tag des KH-Aufenthaltes bekam ich abends gg. 21:30 Uhr einen Anruf des stellv. Geschäftsführers, der mir mitteilte, dass mir mit diesem Telefonat fristlos gekündigt würde, Post sei heute raus. Man könne sich nicht leisten, mir jetzt 6 Wochen Lohnfortzahlung zu leisten.
    Diese Sache wurde dann auf dem Rechtsweg geklärt.


    Vielleicht schreiben hier auch noch ein paar entlassene Brigitte-Redakteurinnen. Mich interessiert, wie der Unternehmenswandel gegenüber der Belegschaft kommuniziert wurde.

  9. Avatar von Divino
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    AW: Ihre schlimmsten Joberfahrungen

    Das schlimmste, das mir widerfahren ist, war die direkt kommunizierte, aber dennoch als "nicht ausgesprochen" deklarierte Anweisung einer Geschäftsführung, die mir unterstellten Mitarbeiter des Unternehmens trickreich verschleiert aktiv um Teile ihres Gehaltes zu betrügen.

    Meiner offen kommunizierten Weigerung, dieser Anweisung nachzukommen, folgten diverse äußerst grobe Unschönheiten, die mich zeitweilig einen Großteil meiner Energie kosteten und am Ende ein recht langwieriges Gerichtsverfahren nach sich zogen. Was im Vergleich zu der eigentlichen Anweisung jedoch Peanuts war. Das schlimmste war die Anweisung selbst und die Art und Weise, wie sie mir zugetragen wurde. Hinterrücks und niederträchtig, kaltschnäuzig und abgebrüht.

  10. Avatar von Ladiesbesttoy
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    74

    AW: Ihre schlimmsten Joberfahrungen

    Das schlimmste, das mir widerfahren ist, war die direkt kommunizierte, aber dennoch als "nicht ausgesprochen" deklarierte Anweisung einer Geschäftsführung, die mir unterstellten Mitarbeiter des Unternehmens trickreich verschleiert aktiv um Teile ihres Gehaltes zu betrügen.
    Bei mir war es nicht verschleiert und auch nicht betrügerisch sondern in der Richtung das ich gleich am ersten Arbeitstag vom Jungmanager instruiert wurde einen Mitarbeiter abzumahnen und einen anderen möglichst aus Altersgründen abzuservieren.
    Dazu wurde mir dann auch erzählt wie schlecht alle meine Mitarbeiter wären und was sie so "schlimmes" schon gemacht hätten. Der eine würde seine Utensilien manchmal vergessen oder Anweisungen nicht befolgen.
    Nun ich stellte fest, dass meine Mitarbeiter nicht schlecht waren sondern sie wurden von der Geschäftsführung schlecht gemacht. Der Bude ging es zu meiner Zeit auch nicht gut und dies ist soweit ich erfahren habe auch jetzt noch so. Untereinander waren sich einige auch nicht grün.

    Der Jungmanager kam ab und an vorbei mal rasiert mal unrasiert mit 3 Tagebart um so seine Lässigkeit zu unterstreichen. Mir sind solche Typen die ständig mit wechselnden Gesichtswuchs eher suspekt und unreif (Kachelmann lässt grüssen).

    Der zweite GF auf der kaufmännischen Seite war eher von der Sorte "Arbeit geh weg jetzt komm ich". Wenn er mal fliegen musste zur Unterstützung von dringenden Geschäften, verschob er das gerne. Zudem hatte er die unangenehme Art sich an eigene Aussagen nicht mehr zu erinnern. Die Fehlbesetzung der beiden Posten kam zustande weil der Haupt GF, der mich eingestellt hatte, wegen schwerer Krankheit aus der Firma ausschied. Ich hab ihn bei Arbeitsbeginn leider nicht mehr gesehen. Mit den lapidaren Worten der kommt nicht mehr war das Thema durch.

    Schliesslich und endlich wurde ich am Ende der Probezeit gekündigt ohne Begründung, hätte aber befristet für 3 Monate mit einem ungünstigeren Vertrag weiterarbeiten dürfen. Ich verzichtete dankend, allein schon wegen des miserablen Arbeitsklimas.
    Auch konnte ich nicht nachvollziehen, warum man jemand kündigt und dann noch weiterbeschäftigen möchte. War es Mitleid, Ausbeutung pur oder das schlechte Gewissen? Mein Zeugnis musste ich Anwaltlich eintreiben lassen.
    Gesendet von einem 10 Pfennig Münztelefon

    Als Gott die Männer schuf, versprach er, dass ideale Männer an jeder Ecke zu finden sein werden und dann machte er die Erde rund.

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