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  1. Inaktiver User

    AW: Ihre schlimmsten Joberfahrungen

    Allergiker oder da wo es tatsächlich Probleme gibt, möchte ich in keiner Weise kritisieren. Dafür habe ich Verständnis. Es gibt immer mehr solcher Probleme und das macht die Arbeit als Koch allerdings nicht attraktiver, da für jede allergische Reaktion der eigene Kopf hingehalten werden muss.
    Alle die tatsächliche Empfindlichkeiten haben können dafür nichts und das ist zu respektieren.

    Noch zur Umschulung. Alles außer mir Ausländer, die teilweise die Sprache nicht verstehen, eine komplett andere Kultur haben, was zu Missverständnissen führt oder andere Essensgewohnheiten haben. Schwierigkeiten gibt es mit den Lehrern. Die guten gingen weg und nach kamen keine, weil kaum noch wer in dem Bereich arbeiten will und somit Ausbilder fehlen. Die Umschulung hat einen sehr schlechten Ruf, man kann trotz Ausbildung zum Koch kaum was, wird als unbezahlte Arbeitskraft selbst in der Umschulung ausgenutz, so dass der Theorieunterricht fast nie war. Immer nur Praxis, wobei die Vorgaben eigentlich andere waren, aber an Vorgaben wurde sich nicht gehalten und der Leiter ist nun entlassen. Was auf dem Plan stand wurde immer anders gemacht. Lehrer wechselten ständig, wollten dort nicht arbeiten und waren immer auf dem Sprung woanders hin, wurden teilweise sehr schlecht behandelt,- bspw. wurde ihnen gesagt, wenn sie Schüler früher gehen lassen, würden sie fristlos entlassen. Und nach spätestens 7-8 Zeitstunden kann sowieso keiner mehr was aufnehmen. Von den Anfangsteilnehmern haben durch Probleme mit schlechten Lehrern, schlechtem Unterricht 85% aufgehört. Immer haben wir zu wenig Lehrkräfte. Auf 4 unterschiedliche Gruppen und Klassen kommt derzeit 1 Lehrer. Manchmal auch 2. 1 Lehrer kann keine 4 Klassen unterrichten, so bleiben alle sich selbst überlassen. Unterricht findet also nicht statt.
    Man steht beim Kochen den ganzen Tag oder läuft. Stehen ist eine Foltermethode und manche Köche, die länger dort arbeiten, haben erhebliche Probleme dadurch mit Gelenken uvm. Durch lange Arbeitszeiten müssen manche Zusatzstoffe nehmen, die ihnen schaden. Allgemein leben Köche eher kurz. Gase beim Kochen mit Gas sind giftig, Induktion ist für Schwangere ungeeignet und kann ebenso nur ungesund sein. Die Anforderungen der Gäste an Essen, Schnelligkeit und Aussehen sind immens. Ich fühle mich nicht in der Lage dazu, vor allem nicht bei dem Gehalt.

  2. Inaktiver User

    AW: Ihre schlimmsten Joberfahrungen

    Ich hab von 2013-2015 auch eine Umschulung gemacht,allerdings zum Fachinformatiker. Ich sags mal so: Hätte ich vorher gewusst,was da abgeht,hätte ich die Umschulung wohl nicht gemacht. Das Problem dort war vielschichtig. Insbesondere daß es eine rein schulische Umschulung war, war im nachhinein gesehen nachteilig. Das erste mal in einem Serverraum war ich erst im abschließenden Praktikum. Bis dahin haben wir alles,was so "Standardarbeiten" eines Fachinformatikers anfällt, immer nur an Rechnern beim Umschulungsträger gemacht. Passenderweise zu jedem Thema immer wieder von vorn,obwohl man die Zeit wirklich hätte besser nutzen können. Will sagen: Wir durften jedesmal vom Urschleim her anfangen,womit das eigentliche Thema der Lektion stets zu kurz kam. Auf deinen Beruf übertragen ist das so,als solltest du -bevor du etwas Neues lernst- immer erst nochmal zeigen,daß du auch ein Frühstücksei hinkriegst und ein Schnitzel braten kannst. Eine gewisse Weile kann man das als "Wiederholungslektion" akzeptieren,aber irgendwann nervts einen nur noch.

    Auch der Nicht-technische Unterricht,d.h. sowas wie Wirtschaftslehre oder Fachenglisch war grausam. Warum zu Geier muss man in jeder Fortbildung die üblichen uninteressanten WISO-Themen wie der Aufbau einer Aktiengesellschaft durchkauen ? Und das wochenlang ? Diese -für den kleinen Mann uninteressanten - Themen konnte ich schon im WISO-Unterricht in der Realschule nicht ab, ebensowenig wie in der Berufsschule. Und in der Umschulung wurde das Thema auch nicht interessanter. Der Englischdozent war ein Nigerianer und gerade erst seit 1 Jahr in D. Mit dem haben wir mehr über kulturelle Unterschiede zwischen verschiedenen Ländern reden dürfen. Fachenglisch für angehende Fachinformatiker war jedenfalls nicht möglich...schon weil er keinen blassen Schimmer hatte,was er uns da hätte beibringen sollen. Fazit: 10 Wochen für die Katz. Machen mussten wirs trotzdem,weils im Lehrplan stand und von der IHK so vorgeschrieben war.

    Das Ergebnis war dann entsprechend: Von 10 Teilnehmern sind 4 erstmal durch die Prüfung gerasselt, der Rest hat nur gerade so bestanden. Einen Job haben in dem Beruf dann ganze 2 Leute gefunden. Ich selbst bin zwar jetzt in einer Firma technischen im Support tätig, die Fähigkeiten eines Fachinformatikers braucht man dort aber nur in ganz geringem Umfang.
    Geändert von Inaktiver User (11.06.2017 um 02:35 Uhr)

  3. Inaktiver User

    AW: Ihre schlimmsten Joberfahrungen

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Man steht beim Kochen den ganzen Tag oder läuft. Stehen ist eine Foltermethode und manche Köche, die länger dort arbeiten, haben erhebliche Probleme dadurch mit Gelenken uvm. .........Ich fühle mich nicht in der Lage dazu, vor allem nicht bei dem Gehalt.
    Ach Gottchen.
    Bei mehr Geld wärest Du aber schon in der Lage dazu oder wie ?
    Dann hast Du ein Motivationsproblem und nichts anderes.

    Ich komme aus einer Kaufmannsfamilie und war selber fast 30 Jahre im Einzelhandel.
    Natürlich steht oder läuft man da den ganzen Tag (und schleppt täglich Kisten durch die Gegend, die durchaus auch mal ihre 20 / 30 kg wiegen) und als Teil der Inhaberfamilie auch dann noch, wenn die Angestellten schon ewig im Feierabend sind.
    Mein Opa hat immer gesagt, in Anwesenheit des Kunden rumzusitzen ist respektlos.

    Daß Stehen Folter sein soll, höre ich das erste Mal und ich halte das für totalen Quatsch, zumindest was normales, berufsbedingtes Stehen anbelangt - in chinesischen Folterkellern ist das sicher etwas anderes.
    Anfänger brauchen ein Vierteljahr, bis sie sich dran gewöhnt haben und dann ist es kein Problem mehr.
    Gegen Gelenkprobleme kann man vorbeugen, aber die bekommt auch nicht jeder.

    Mir scheint, Du bist einfach nicht sehr belastbar.
    Kein Problem, kann immer mal vorkommen, aber ist kein Grund, ehrbare Berufe wie den des Kochs hier schlecht zu machen.
    Natürlich gibt es gerade in der Gastronomie wirkliche Schattenseiten, aber die kann man überall nachlesen (auch hier in der BriCom) und von einem erwachsenen Menschen kann man wohl erwarten, daß der sich mit den Rahmenbedingungen seines Berufes auseinandersetzt, bevor er endgültig entscheidet, womit er künftig seine Brötchen zu verdienen gedenkt.

    Wenn ich Dich richtig verstehe, hast Du also nicht vor, künftig als Koch tätig zu werden ?
    Dann hoffe ich nur, daß das eine privat finanzierte Umschulung war und nicht wir Steuerzahler dafür aufkommen mussten.

  4. Inaktiver User

    AW: Ihre schlimmsten Joberfahrungen

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Kein Problem, kann immer mal vorkommen, aber ist kein Grund, ehrbare Berufe wie den des Kochs hier schlecht zu machen.
    Das war nur ein Teil meiner Erfahrung. Die Liste ließe sich noch sehr lang erweitern. Wenn Du das ehrbar findest was da abläuft, haben wir uns nichts mehr zu sagen.

  5. Inaktiver User

    AW: Ihre schlimmsten Joberfahrungen

    Meine Güte, was für eine Dramaqueen.

    So der Gedanke, daß man nicht von einem Unternehmen auf alle schließen kann, ist Dir noch nicht gekommen, kann das sein ?

    Nochmal: Die Arbeitsbedingungen von Köchen kann man überall nachlesen.
    Wenn Du das nicht vor Dienstantritt gemacht hast, ist das einzig und alleine Deine eigene Schuld, da kann der Beruf doch nix dafür.

    Geht es Dir eigentlich hier um eine ernsthafte Diskussion, mit dem Ziel, eventuell doch noch irgendwie mit Deiner Umschulung glücklich zu werden oder möchtest Du nur jammern und Dich im Selbstmitleid suhlen ?
    Sollte Letzteres der Fall sein, kann ich mir in der Tat jegliche weitere Argumentation hier sparen....

  6. Inaktiver User

    AW: Ihre schlimmsten Joberfahrungen

    Ich habe vor Dienstantritt zwei Praktika a 2 Wochen gemacht und wusste nicht was auf mich zukommt, weil es in der Zeit eine Schonbehandlung gab und das Personal ein völlig anderes war.

    Klar gibt es andere Restaurants mit weniger harten Arbeitsbedingungen. Die grundsätzliche Ausbeutung an Stelle von Ausbildung ist allerdings auch dort gegeben gewesen, für Umschüler die nur begrenzte zeit dort sind nochmal verschärft.

    Mit dem Job habe ich abgeschlossen. Lieber würde ich sterben, als den Beruf des Kochs auszuüben, dessen praktische Prüfung ich für aussichtlos halte zu bestehen, nach 0 Punkten in der Zwischenprüfung.

  7. Avatar von BlueVelvet06
    Registriert seit
    26.03.2017
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    6.513

    AW: Ihre schlimmsten Joberfahrungen

    Also dass die Arbeitsbedingungen für Köche nicht gerade toll sind, das weiß man auch, wenn man noch nicht als Koch gearbeitet hat. Auch die TV-Spitzenköche betonen das immer wieder, auch, dass die Anforderungen in der Spitzengastronomie besonders hoch sind. Besonders von jemandem, der bereits ein abgeschlossenes Studium hat, kann man erwarten, dass er sich vor Antritt einer 14.000 teuren Umschulung über das Berufsbild umfassend informiert, da muss ich Ganzanders schon recht geben. Und dass der Beruf des Kochs im Stehen ausgeübt wird, hat er mit vielen anderen gemeinsam, das muss jede Verkäuferin. Dass du Schadensersatz würdest bezahlen müssen, wenn du die Umschulung abbrichst, wusstest du auch, hast du ja unterschrieben. Du zeichnest hier ein Bild von jemandem, der quasi übervorteilt wurde, eine Ausbildung anzufangen, die von vorne herein ungeeignet für ihn war. In Anbetracht deines fortgeschrittenen Alters (Studium) kann man das aber schwer gelten lassen, findest du nicht auch?

    Und die null Punkte in der praktischen Zwischenprüfung können doch nun auch nicht ausschließlich am Ausbildungsbetrieb liegen, oder doch?

  8. Inaktiver User

    AW: Ihre schlimmsten Joberfahrungen

    Das mit der Umschulung war so gar nicht geplant. Ich hatte eine Ausbildung in Sicht, wenn diese finanziell unterstützt werden würde. Die Zusage dazu kam vom Arbeitsamt. Kurz vor Ausbildungsbeginn wurde mir dann gesagt, ich würde einen Bildungsgutschein und keine Ausbildungsförderung bekommen, das wäre ein Missverständnis gewesen. Also war ich komplett am Boden zerstört, die Ausbildung war pase und ich hatte nur die Wahl: Die aus meiner Sicht ungewollte Umschulung machen, oder gar nichts haben. Als ich nach einem halben Jahr merkte, dass die Anforderungen, nicht nur in der gehobenen sondern auch der normalen Gastronomie an handwerkliches Geschick mich komplett überfordern, musste ich weiter in dem Bereich bleiben. Ich hätte erwartet, dass ein Aussteigen bei absoluter Uneignung für den Beruf möglich wäre, war es nicht. Also habe ich nur Hilfstätigkeiten machen können, ohne was zu lernen oder eine Prüfungstauglichkeit zu erlangen.

    Ich wusste dass Köche gesucht werden und ich in meinem alten Berufsbereich nichts finden werde, weil Konkurrenz groß und ich zu alt. Es war ein Versuch, eine Chance, die misslungen ist. Wie gesagt ich bekomme das nicht hin, egal wie viel ich dafür tue, bin daher völlig genervt und werde die Prüfung sowieso nicht bestehen können. Aus meiner Sicht herausgeschmissenes Steuergeld. Die Möglichkeit die Prüfung zu wiederholen besteht, eine Hoffnung aufs Gelingen habe ich nicht.

    Die Nullpunkte liegen am Ausbildungsbetrieb, mir, dem Praktikumsplatz usw. Das ist eine Verkettung von Ursachen. Das eine bedingt das andere. Das Bildungszentrum Grone, wo ich die Umschulung mache, hat einen sehr schlechten Ruf und mir wurde vom Arbeitsamt gesagt, auf Grund des Rufes und der Kenntnisse die dort erworben werden, könne man nur als Küchenhilfe arbeiten danach. Da das Gehalt als Koch schon mies ist, naja egal. Ich will nur jammern, weil ich die Schnauze gestrichen voll habe.
    Geändert von Inaktiver User (11.06.2017 um 12:38 Uhr)

  9. Inaktiver User

    AW: Ihre schlimmsten Joberfahrungen

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    .... Aus meiner Sicht herausgeschmissenes Steuergeld. .....Ich will nur jammern, weil ich die Schnauze gestrichen voll habe.
    14 000 € von anderen Menschen hart erarbeitetes Steuergeld, für nix und wieder nix.
    Rausgeschmissen an jemanden, der überhaupt kein Interesses daran hat, irgendwie beruflich auf die Füße zu kommen, der anscheinend nicht einen Funken Anstand im Leib hat (sonst hättest Du Dich auf diese Posse gar nicht eingelassen ! Jetzt stehst Du genauso ohne alles da, wie wenn Du gar nicht erst die Umschulung angetreten hättest und zusätzlich ist eine Menge Geld vergeudet, die man locker z.B. in die Sprachförderung motivierter, gut ausgebildeter neuer Mitbürger hätte investieren können...) , das ist echt übel.

    Ich bin raus hier, bevor ich mich ernsthaft vergesse.
    Normalerweise hätte ich spontan noch eine Handvoll Ideen gehabt, wie man Dich und die Umschulung zum Koch noch zu einem guten Team hätte zusammenfügen können, aber bei Deinem Unwillen kann ich mir das grad sparen, das ist völlig vergebene Liebesmüh.

  10. Inaktiver User

    AW: Ihre schlimmsten Joberfahrungen

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Jetzt stehst Du genauso ohne alles da, wie wenn Du gar nicht erst die Umschulung angetreten hättest und zusätzlich ist eine Menge Geld vergeudet, die man locker z.B. in die Sprachförderung motivierter, gut ausgebildeter neuer Mitbürger hätte investieren können...) , das ist echt übel.
    Ja und meine Gesundheit ist massiv angeschlagen dadurch. Dadurch haben alle verloren. Statt so etwas wie eine Probezeit, Zwang und finanzieller Druck. Wer mit der Belastung gut arbeiten kann, ich kann es nicht. Vom wollen brauchen wir auch nicht sprechen.

    Aus heutiger Sicht fehler eine Alternative, zu sagen nach einem halben Jahr das wird nichts. Die Möglichkeit hatte ich nicht und das ist nicht meine Schuld, die lasse ich mir auch nicht geben. Die Entwicklung in der Umschulung war ebenso negativ. Am Anfang teils sehr gute Lehrer und vernünftiger Unterricht, ein Lehrer pro Klasse. Nachdem die Beurteilungen über die Umschulung mit einem gut abgeschlossen war, folgte ein starker Wandel. Gute Lehrer ging, schlechte kamen und es waren weit weniger Lehrer als zuvor. Wenn man dann keine Möglichkeit hat, auf diese Entwicklungen reagieren zu können, ist Frustration verständlich. Falls nicht, reagiere ich da meinerseits mit Unverständnis.
    Geändert von Inaktiver User (11.06.2017 um 15:58 Uhr)

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