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  1. Avatar von Eulenkerze
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    AW: Ihre schlimmsten Joberfahrungen

    Mir fällt auch etwas unschönes ein.

    Ich habe früher halbtags im Mobilen sozialen Dienst gearbeitet. Eins Tages, wo ich eigentlich einen entspannten Tag gehabt hätte und nur eine Rollstuhlfahrerin mit Begleitung zum Einkauf hin und später wieder zurück (dazwischen ca. 1 1/2 Stunden Pause) fahren sollte (für einen Freitag sehr angenehm) bekam ich einen Anruf von meiner Chefin. Ich solle mal eben zu einer Apotheke am einen Ende der Stadt fahren und "ein paar Bücher" abholen und zum anderen Ende der Stadt fahren (ca. 7 km). Gesagt getan, als ich bei der Apotheke (in der eigentlichen Pause) ankomme, wundern sich diese, warum ich alleine bin und einen so kleinen Wagen mithabe (einen Transporter). Es war nämlich nicht nur ein paar Bücher, sondern eine ganze Garage voller schwerer Kisten voll mit Büchern. Ich habe dann in dieser eigentlichen Pause eine Tour geschafft, wo ich dann noch von der Dame der Einrichtung die diese Bücher erhalten haben angemeckert wurde, dass die Bücher spätestens gestern hätten eintreffen müssen und es auch inakzeptabel ist, dass die an diesem Tag nicht bis spätestens 12 da sind. Dann habe ich unter Zeitstress die Rollstuhlfahrerin zurückgefahren und dann mithilfe eines Kollegen, der auch auf seine Pause verzichtet hat, die restlichen Bücher in noch 2 Touren abgeliefert. Eigentlich hatte ich Schulterprobleme zu dem Zeitpunkt und durfte nicht schwer heben.

    In dem Betrieb gab es noch viele andere kleinere Sachen ähnlicher Natur, wodurch ich mir doch sehr ausgenutzt kam. So gab es zum Beispiel Personalmangel, aber es wurden nur halbtags Kräfte und Minijobber eingestellt. Da es aber viel mehr zu tun gab hatte jeder der Fahrer 200 Überstunden und mehr und wir wurden trotzdem immer wieder angerufen (vor allem auch für Wochendendarbeit). Ich habe zum Ende einige Monate frei machen können bevor ich meine jetzige Stelle angetreten bin, und wurde trotzdem solange bezahlt.

  2. Inaktiver User

    AW: Ihre schlimmsten Joberfahrungen

    Du lieber Himmel warum macht man das? Gerade bei offiziellen Schulterproblemen hätte ich mich da schlicht geweigert.

  3. Avatar von Eulenkerze
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    AW: Ihre schlimmsten Joberfahrungen

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Du lieber Himmel warum macht man das? Gerade bei offiziellen Schulterproblemen hätte ich mich da schlicht geweigert.
    Ich bin halt einfach zu nett gewesen. Die Bücher waren für einen Bücherbasar für Menschen, die sich keine Bücher leisten können, der an dem Wochenende danach stattgefunden hat. Ich hätte mich schlecht gefühlt mit dem Wissen, das er "wegen mir" nicht stattgefunden hätte.
    Ein bisschen hatte ich das Gefühl das meine Chefin genau wusste, dass ich zu so was nicht nein sagen würde, weil mich sonst mein schlechtes Gewissen plagt.

  4. gesperrt Avatar von Ebayfan
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    AW: Ihre schlimmsten Joberfahrungen

    Er wäre nicht wegen dir ausgefallen, sondern deswegen, weil die Chefin keinen Umzugsunternehmer damit beauftragt hat.

    Ich verstehe echt nicht, warum sich so viele berufsfremd ausnutzen lassen! Hättest du bei der auch das Treppenhaus gestrichen oder die Buchführung erledigt? Gartenpflege oder Fliesen legen wäre auch noch was!

  5. Avatar von Eulenkerze
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    AW: Ihre schlimmsten Joberfahrungen

    Zitat Zitat von Ebayfan Beitrag anzeigen
    Er wäre nicht wegen dir ausgefallen, sondern deswegen, weil die Chefin keinen Umzugsunternehmer damit beauftragt hat.

    Ich verstehe echt nicht, warum sich so viele berufsfremd ausnutzen lassen! Hättest du bei der auch das Treppenhaus gestrichen oder die Buchführung erledigt? Gartenpflege oder Fliesen legen wäre auch noch was!
    Deswegen stand das "wegen mir" auch in Gänsefüßchen, weil ich sehr wohl weiß, dass der Basar nicht wegen mir ausgefallen wäre.
    Und auch wenn sie wen hätte organisieren können (wie die Jahre zuvor) war es keineswegs berufsfremd, weil meine Firma jedes Jahr diese Bücher transportiert hat (ist eine große Firma mit vielen Tätigkeitsbereichen). Ich weiß nicht warum du gleich einen "Ton" anschlagen musst, der ziemlich herablassend mir gegenüber ankommt. Ich habe nie behauptet, dass ich sonstwas für meine Chefin gemacht hätte.

  6. Avatar von Unendlichkeit
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    AW: Ihre schlimmsten Joberfahrungen

    Ich habe mal in einer Firma mit einer etwas "außergewöhlichen" Chefin gearbeitet.

    Um die Adventzeit rum, kam ein Vertreter in der Firma vorbei und brachte uns eine Ladung Adventskalender mit Schokoinhalt ins Büro. Soweit, sogut. Wir haben uns sehr gefreut über die kalorienreiche Abwechslung und haben angefangen, die Türchen zu öffnen und zu naschen. Das hat die Chefin mitbekommen und uns einen langen, unhöflichen Vortrag gehalten, dass es gar nicht geht, die Türchen nicht am jeweils richtigen Tag zu öffnen Und nächstes Jahr bekommen wir eben keinen Kalender mehr, wenn wir nicht damit umgehen können

    ... auf fachliche Nachfragen meinerseits, wurde ich immer nur mit der Aussage "machen sie keine Diplomarbeit draus" aus ihrem Büro komplimentiert ...
    "...es gibt höchstens hoffnungslose Menschen, aber nie hoffnungslose Situationen..."
    Sprichwort auf Oxtorne


  7. Registriert seit
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    AW: Ihre schlimmsten Joberfahrungen

    Ich bekam einen neuen Arbeitsplatz in einer großen Kanzlei im Sekretariat. Der erste Eindruck war gut, aber schnell spürte ich die schlechte Stimmung unter den Mitarbeitern, es war aber nicht durchschaubar, was die Ursache oder der Auslöser sein konnte.

    Wenn die Frau, mit der ich das Büro teilte, schlechte Laune hatte, konnte man nur alles falsch machen. Auch wenn nichts falsch war, sie fand immer etwas und so kam es auch schon einmal vor, dass man 30 fehlerfreie Briefe rot durchgestrichen zurück bekommen, weil beispielsweise eine eingerückte Zeile um 0,3 cm "zu weit eingerückt war". Inhaltliche Fehler oder Schreibfehler gab es keine und es gab auch nirgendwo eine Vorschrift/Norm, nach der meine gelieferte Arbeit als falsch beurteilt werden konnte.

    So ging es auch mit anderen Sachen und auf einmal wurde ich zum Chef gerufen und mir vorgeworfen, ich hätte Arbeiten nicht ausgeführt, ein Mitarbeiter hätte sich über mich beschwert. Ich hatte nichts dagegen zu setzen, außer meine Antwort, das stimmt nicht – nur was ist das schon ohne Beweise Wert?

    Einige Tage später gab mir eine andere Mitarbeiterin Unterlagen zur Verwahrung – und ich solle nicht darüber sprechen. Als wir uns ohne Zuhörer im Büro begegneten, erzählte sie mir, dass schon öfter bei ihr Unterlagen spurlos verschwunden waren und sie deswegen schon mehr als eine Nacht durchgearbeitet hat, um alles wieder neu zu machen. Sie hatte einen Verdacht, konnte aber nichts beweisen.

    Zeitgleich sprach mich die langjährige Putzfrau an, wie es mir denn in dem neuen Job ergehe und als ich merkte, sie wollte mir etwas erzählen, aber nicht im Büro, verabredete ich mich mit ihr nach außerhalb und erfuhr, dass keine meiner Vorgängerinnen länger als 6 Monate auf diesem Job waren. Auch erzählte sie von den Vorkommnissen. Irgendwie kam mir das alles bekannt vor, das erlebte ich auch gerade!

    Dieses aufschlussreiche Gespräch ließ mich noch mehr beobachten und als ich eine ganz wichtiges Dokument gestalten und schreiben sollte, fotografierte ich jede einzelne Seite vor dem Speichern und erstellte auch Fotos vom Speichervorgang selbst. Das tat ich auch mit anderen Arbeiten.

    Wenige Tage später kam das, womit ich gerechnet hatte: Es wurde behauptet, ich hätte die Arbeit nicht ausgeführt, sie wäre auch nicht auf dem Zentralrechner. Unter dem gespeicherten Namen war die Datei in der Tat nicht zu finden.

    Als ich am nächsten Tag fristlos gekündigt werden sollte, druckte ich vor dem Gespräch meine Fotos aus und legte diese als Beweis vor. Damit hatte keiner gerechnet und ich deckte die Lügner und Intriganten auf. Die Kündigung wurde zurückgezogen.

    Als ich einen neuen Job hatte, machte ich zur Bedingung in der „alten“ Firma, dass diese mich kündigen, damit ich im Falle eines Falles keine Nachteile in Sachen Arbeitslosengeld habe. Ich nahm vorher noch meinen Jahresurlaub, denn meine Nerven und mein Magen haben sehr gelitten. Das war das Schlimmste, was ich in ca. 30 Jahren Berufserfahrung erlebte.


  8. Registriert seit
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    AW: Ihre schlimmsten Joberfahrungen

    1. Arbeitstag im neuen Job. Bin aufgeregt und voller Vorfreude. Werde im Verwaltungsgebäude vorgestellt, alle sind freundlich und wünschen mir viel Glück in der neuen Firma. Als letztes gehen wir dann in mein zukünftiges Büro. Empfangen werde ich in einer eiskalten Atmosphäre. Ich werde vorgestellt, man gibt sich die Hand und ich soll mich laut Abteilungsleiter schon mal an meinem Schreibtisch einrichten. Er verlässt das Büro und ich sitze dort an meinem neuen Arbeitsplatz in eisiger Stille. Meine neuen Kolleginnen schweigen mich komplett an, und auch untereinander wird nicht ein Wort gesprochen. Ich werde immer unsicher, unbehaglicher. Um irgendwie ins Gespräch zu kommen, sage/frage ich das es nett wäre, wenn sie mich die ersten Tage bei Pausen usw quasi an die Hand nehmen würden, da ich so ja auch leichter mit den anderen ins Gespräch käme. "wir machen keine Pause, aber wenn Sie unbedingt wollen, zeige ich Ihnen die Küche". Sprachs und brachte mich ohne viel Worte in die Küche. Da sie extrem genervt wirkte, habe ich mich bedankt und gesagt, das sie ruhig wieder an die Arbeit gehen könnte, da ich den Rückweg sicherlich alleine finden würde. Zack war sie auch wieder weg. Ich habe dann meine Laugenstange gegessen und bin wieder ins Büro. Es war Freitag kurz vor 10 Uhr. Bis 13 Uhr fiel kein Wort mehr. Dann war Feierabend und ich habe wie die anderen meine Sachen gepackt und wollte mit ihnen zusammen das Büro verlassen, als ziemlich zickig kam "Sie müssen nicht auf uns warten". Dies war also der erste Arbeitstag im neuen Job, auf den ich mich so gefreut hatte....

  9. Avatar von chincat
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    AW: Ihre schlimmsten Joberfahrungen

    Auweia, wie furchtbar. Bist du noch in dem Laden?


  10. Registriert seit
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    AW: Ihre schlimmsten Joberfahrungen

    leider ja. Ich halte die Augen auf, aber als Vollzeit, im Büro, in einer ländlichen Gegend ist es nicht so einfach etwas neues zu finden. Aber ich habe die Hoffnung, das sich auch für mich mal was neues, gutes ergibt. Ist es denn heutzutage so vermessen zu hoffen, das man einen Job findet, den man auch gerne macht bzw zu dem man gerne fährt und nicht mit Widerwillen?

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