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  1. Inaktiver User

    AW: Ihre schlimmsten Joberfahrungen

    Liest sich, als hättest du bei meinem alten AG gearbeitet, Jehane34..die Parallelen sind jedenfalls definitiv vorhanden.

    Zitat Zitat von Jehane34 Beitrag anzeigen
    - chronische Unterbesetzung in der Abteilung - zwei Leute mussten die Arbeit von ursprünglich vier Personen machen
    War bei meinem Arbeitgeber, einem Callcenter, auch häufig so. Wo früher pro Schicht immer mind. 6-7 Leute saßen, waren es irgendwann nur noch 4.

    - grottige bis keine Einschulung.....Resultat: Wir haben uns teilweise überhaupt nicht ausgekannt und wurden dafür regelmäßig zusammengestaucht.;
    Die gabs bei uns zwar, sie reichte aber defintiv nicht aus,weil das Produktportfolio ständig wuchs und durch ständige Softwareupdates die eigentlichen Ursachen für bestimmte Fehler schonmal über Nacht wechselten. Das gleiche Problem,welches am Vortag noch mit Vorgehensweise X gelöst wurde, wurde über Nacht komplett umgekrempelt. Dumm nur,dass davon nur diejenigen erfuhren, die die Software remote auf die Geräte beim Kunden aufspielten. Der Rest machte zwangsläufig Fehler und wurde dafür von denen, die die Änderungen kannten, als Dankeschön zusammengestaucht. Also im Grunde wie bei dir.
    Erschwerend kam hinzu,dass ich dazu neige, bei viel Stress vergesslich zu werden. Wenn mir also ständig jemand im Nacken sitzt, weil ich Sachen falsch mache, dann stresst mich das nur noch mehr, was zu noch mehr Fehlern führt.

    - überlange Arbeitstage, teilweise ohne Vorankündigung.
    Ok...die gabs bei meinem alten AG nicht, dafür hatten wir aber eine 5 Tage-Woche,die sich auf 6 Tage verteilte (d.h. man musst öfters mal Samstags ran). Offiziell *sollte* das gerecht verteilt werden, damit jeder mal Samstags ran muss, aber es war dem Dienstplan schon deutlich anzumerken, wen die Dame, die die Dienstpläne machte, leiden konnte und wen nicht. Sie selbst machte zu dem Zeitpunkt,als ich da aus der Firma ausgeschieden bin, seit Monaten fast nur noch die beliebte Frühschicht (=früher Feierabend) und hatte Samstags fast immer frei, während bei anderen ständig die Spätschicht und Samstagsdienst auf dem Plan stand.


    - extrem hohe Fluktuation: In den fünf Monaten, die ich dort war, sind sieben von 25 Leuten gegangen, fünf davon freiwillig. Der Running Gag unter denen, die schon länger dort gearbeitet haben (wobei ein Jahr schon als lang galt), war, dass jeden Monat einer freiwillig das Handtuch schmeißt. Das hat sich natürlich auch aufs Betriebsklima und irgendwann auf die Motivation ausgewirkt.
    War bei uns auch so. Ich war ziemlich genau 2 Jahre dabei und hab in dieser Zeit ca 25 Leute in der Abteilung kommen und gehen sehen. Meistens sind sie nach 1 Tag Probearbeit gar nicht mehr wiedergekommen. Aber auch die längergedienten Leute hörten zuletzt auf. Allein in den letzten 3 Monaten vor meinem eigenen Ausscheiden sind weitere 7 Leute gegangen.

    Alles zusammen hat bei mir gesundheitliche Probleme verursacht. Ich war viel öfter krank als früher und bin irgendwann einfach kollabiert - heißt, ich hatte einen Nervenzusammenbruch.
    Ja, so in der Art wars bei mir auch. Ich hab die Chance genutzt, einer Neurologin/Psychiaterin zu erzählen, was mich da belastet, was die sofort dazu veranlasste, mich aus dem Verkehr zu ziehen. Fast 4 Monate war ich wegen PTBS und mittelgradigen Depressionen krankgeschrieben. Die Krankschreibung hat mir gut getan,weil ich in dieser Zeit von dem Stress runterkam. Leider hab ich keine Therapie gemacht, was ich heute bereue. Inzwischen hab ich zwar einen neuen Job,aber ich merke, dass ich zunehmend in alte Muster zurückfalle...wenn ich zuviel um die Ohren habe, werde ich stressbedigt vergesslich, was nur für noch mehr Stress sorgt.

    Die suchen alle paar Wochen neue Leute. Weil ihnen nach wie vor die Mitarbeiter abspringen und viele grade mal ein, zwei Monate durchhalten.
    Leider sind gerade die Firmen, die so einen hohen Personalverschleiß haben, ziemlich immung dagegen, selbst erkennen zu können,wo die Ursache für diese Fluktuation liegt. Inzwischen arbeitet die Abteilung in der alten Firma da nur noch mit einer "Notbesatzung". Die haben zum Zeitpunkt meines Ausscheidens schon kaum noch den Dienstplan füllen können und
    seitdem ist auch kein Neuzugang mehr dazugekommen. Wenn da mal ne Grippewelle ausbricht, haben sie ein *echtes* Problem.


  2. Registriert seit
    11.05.2018
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    AW: Ihre schlimmsten Joberfahrungen

    Meine schlimmsten Job- Erfahrungen liegen für mich persönlich ganz eindeutig im Verkauf, ich habe eine Ausbildung als Bürokauffrau beendet, habe damals in diesem Bereich nichts gefunden und habe dann zuerst als Möbelverkäuferin, später Modeberaterin und zum Schluss Delikatessenverkäuferin gearbeitet, nie wieder!!!
    Es war leider alles zusammen, einerseits die sehr schlechte Bezahlung, die NICHT sehr familienfreundlichen Arbeitszeiten (wären ja okay, bei gewisser Bezahlung aber nein es wurden nur "Überstunden als Zeitausgleich" verrechnet, ein Zeitausgleich den man sowieso nie nehmen kann, ständiges Einspringen )

    ...und leider last but not least die Kunden, ich hätte mir nie vorstellen können, wie respektlos Menschen sein können, ich habe Dinge erlebt, die würde mir keiner Glauben, angefangen von kleinen Sticheleien bis hin zu richtigen Beleidigungen (...weil sie es eben können und dürfen, eventuell einen schlechten Tag hatten und es an dir auslassen, du selbst darfst nur lächeln und nichts entgegensetzen.)

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