Liebe Community,
nach längerem Überlegen hab ich mich nun dazu entschieden, euch um eure Meinung zu fragen, ob bei meinem letzten Job alles so richtig verlaufen ist und wie ihr die Sache aus neutraler Sicht beurteilt.
Letzten Sommer hatte ich ein Vorstellungsgespräch bei einer Bank ca. 250 km von meinem bisherigen Wohnort entfernt. Das Gespräch verlief ganz gut und mein zuk. Vorgesetzter fragte mich nach dem Gespräch, ob wir nicht zusammen Mittag essen wollen. Ich sagte zu in der Annahme, das sei ein üblicher "Test" und Teil des Vorstellungsgesprächs. Das Essen war okay mit dem üblichen Small-Talk und ich erzählte ihm, dass ich übernachten werde und erst am nächsten morgen wieder zurückreise. Daraufhin fragte er mich, ob ich nicht auch zusammen mir ihm Abend essen wolle. Um nicht unhöflich zu sein, sagte ich zu. Er betonte beim Essen, dass er mit dem zukünftigen Stelleninhaber bzw. Stelleninhaberin ganz eng zusammenarbeiten wolle, was ich okay fand, da ich annahm, ich könne dann viel von ihm lernen.
Ich bekam den Job, war bei der Vertragsunterziechnung nochmal dort. Es war nichts aussergewöhnliches , auch keine Einladungen.
Mein Vorgesetzter vermittelte mir auch eine Wohnung, was ich sehr nett fand. Er fragte mich, ob ich am Abend der Besichtigung nicht mit ihm zu einem Konzert wolle. Das verneinte ich, weil es mir komisch vorkam, auch nahm ich eine Freundin mit zur Besichtigung, damit ich nicht in irgendwelche verfängliche Situationen komme.
In den zwei Monaten bis zum Arbeitsbeginn rief mich mein Vorgesetzter vier mal von einem Privathandy an. Ich verpasste die Anrufe, rief auch nicht zurück, da mir das komisch vorkam. Wieso ruft er nicht von seienm Telefon auf der Arbeit an? Kurz vor Arbeitsbeginn fand dann ein Gespräch mit ihm bzw. seiner Sekretärin statt, um Kleinigkeiten zu regeln. Er sprach auch meine schlechte Erreichbarkeit an. Er habe war mir mir besprechen wollen, weil er zu meinem Arbeitsantritt im Urlaub sei, was er aber dann doch nicht war.
Am Mittwoch fing ich an. Bereits am Donenrstag fragete er mich, ob er mich am Wochenende an den nahegelgenen "See entführen dürfe". Das verneinte ich mit der Begründung, dass ich erst noch meine Umzugskisten auspacken müsse. Daraufhin erfolgten keine Einladungen auf private Treffen mehr.
Mit wurde eine Einarbeitung zugesagt. Ich bin branchenfremd ( Stelle war in der Rechtsabteilung einer Bank, ich habe keine Bankkenntnisse). Er ließ mir jedoch nur durch seine Sekretärin die Kundenschreiben bringen.
Mein Kollege ( Die Abteilung besteht aus dem Vorgesetzten, dem Kollegen und mir) meinte, der Vorgesetze wolle erst mal sehen, wie ich arbeite, er persönlich würde die Einarbeitung zwar anders machen, aber wolle sich jetzt auch nicht einmischen.
In einem Beurteilungsgespräch nach 6 Wochen meine der Vorgesetzte, fachlich sei meine Arbeiet in Ordnung, aber er wisse noch nicht, ob der Daume nach oben oder unten geht.
Ach muss hinzufügen, dass ich von ihm innerhalb der ersten drei Monate eine Erlaubnis für eine Nebentätigkeit gebraucht habe, dessen Bewilligung von ihm abhing. Diese schob er immer wieder auf mit der Begr, er müsse sich das nochmal überlegen. Eine Woche vor Ende der möglichen Bewilligung teilte er mir mit, dass er diese mir ausstelle, einen Tag später teilte er mir mit, dass er mir kündige mit der Begründung, ich sei nicht teamfähig. sei.
Wer bitte soll das Team sein??? Was haltet ihr davon? Zwischenzeitlich vermute ich, das er das hinauszögern der Erlaubnis dazu nutzen wollte, dass ich "zugänglicher" werde. Das habe ich zum damaligen Zeitpunkt nicht kapert.
Was haltet ihr davon
Was soll man in solch einer Situation oder danach tun? Beschwerde beim Vorgesetzten hat keine Sinn, da er mit diesem sehr gut kann!
Hinzufügen muss ich, dass ich ein hundsmisearables Zeugnis bekommen habe, das ich niemanden vorzeigen kann.
Antworten
Ergebnis 1 bis 10 von 20
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01.04.2015, 14:09
Chef will sich privat treffen, nach Ablehnung Kündigung
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01.04.2015, 14:18
AW: Chef will sich privat treffen, nach Ablehnung Kündigung
Das traurige ist einfach, dass er am längeren Hebel sitzt, wenn er mit den Vorgesetzten bzw. den Personen, an die du dich dort wenden könntest, sehr gut kann und diese auf jeden Fall auf seiner Seite stünden. Probieren würde ich es vielleicht trotzdem. Ich mein, du hast nichts zu verlieren, gekündigt bist du schon.
Nur noch eine kurze Frage: Wirst du quasi gekündigt, indem du nach der Probezeit nicht übernommen wirst?
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01.04.2015, 14:19
AW: Chef will sich privat treffen, nach Ablehnung Kündigung
Weia- so wie du das beschreibst siehts arg nach
aus......manche Typen nutzen die heutige Arbeitssituation wirklich aus,dass einem nur übel werden kann. Aber mal ehrlich: SO nen "Job" braucht keine.....ich würde eher putzen gehen als mit sonem A....zu tun haben zu wollen.
Mir geht grad das Messer inne Tasche auf,echt....
Haks einfach ab,aber gegen ein solche Beurteilung kannste schon noch vorgehen, finde ich.....oder hat DER so viel Freihand,dass er machen kann wie er will? Umso schlimmer....
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01.04.2015, 14:19Inaktiver User
AW: Chef will sich privat treffen, nach Ablehnung Kündigung
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01.04.2015, 14:22Inaktiver User
AW: Chef will sich privat treffen, nach Ablehnung Kündigung
ach so, wenn es natürlich innerhalb der probezeit war, hat sich die klage erübrigt.
du kannst aber durchaus einen anwalt mit der durchsetzung eines guten zeugnisses beauftragen. ist ein anschreiben und kostet sicher nicht viel.
ärgert den arbeitgeber aber immens
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01.04.2015, 14:25
AW: Chef will sich privat treffen, nach Ablehnung Kündigung
Gibt es einen Betriebsrat dort? Dann wende ich sofort an diesen.
Ein gutes Zeugnis (was dir nicht schadet) kannst du einklagen.Nur die Ruhe ist die Quelle jeder großen Kraft.
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01.04.2015, 14:27Inaktiver User
AW: Chef will sich privat treffen, nach Ablehnung Kündigung
Schon bei der ersten Anfrage hätte ich abgewiesen.. da kann man schon einiges voraussehen... ich zumindest
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01.04.2015, 14:34Inaktiver User
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01.04.2015, 14:34
AW: Chef will sich privat treffen, nach Ablehnung Kündigung
Es ist relativ leicht, jemanden nach der Probezeit nicht zu übernehmen - insofern wirst Du wahrscheinlich schlechte Karten haben, dagegen vorzugehen (wirst ja bestimmt auch nicht dort bleiben wollen, nehme ich an).
ABER: Zumindest um ein ordentliches Zeugnis würde ich mich kümmern. Daher empfehle ich Dir, Dich an einen Fachanwalt für Arbeitsrecht zu wenden.
Woher wusstest Du damals, dass es seine Privatnummer war?
Tut mir leid, dass Du an einen solchen Chef geraten bist - das ist einfach unter aller Kanone!Lebe, wie du, wenn du stirbst, wünschen wirst, gelebt zu haben.
Christian Fürchtegott Gellert (1715-69)
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01.04.2015, 15:01


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