Hallo,
Ich wusste ehrlich gesagt nicht, wohin dieser Post am besten passt, aber ich hoffe, hier richtig zu sein und mich ein bisschen ausheulen zu können, da es eigentlich niemanden gibt, mit dem ich darüber sprechen könnte …
Hab vor 2 Jahren in eine neue Firma gewechselt, wurde dann nach kurzer Zeit einem Kollegen zugeteilt, der mich eingeschult hat und mit dem ich seither sehr eng zusammen arbeite. Leider habe ich mich auch sofort in ihn verliebt, allerdings versucht, meine Gefühle so gut wie möglich zu unterdrücken.
Nach dem ersten spannenden Jahr in der Firma ist nun ziemliche Routine eingekehrt und ich spiele schon seit längerem mit dem Gedanken, noch eine Ausbildung zu machen. Eigentlich war mein Kollege – wir verstehen uns sehr gut und ich lerne nach wie vor viel von ihm – einer der Hauptgründe, warum ich noch dort bin.
Jetzt habe ich leider erfahren, dass er gekündigt hat und mit seiner Freundin ins Ausland zieht. Das Ganze ging irgendwie ziemlich schnell und er wird nur noch 2 Wochen bei uns arbeiten. Obwohl er schon öfter darüber gesprochen hat, dass er nicht mehr ewig in der Firma bleiben will, hat mich diese Nachricht mehr getroffen als gedacht. Ich laufe seither mit einem richtigen Kloß im Magen rum und weiß gar nicht, wie ich die Arbeit ohne ihn schaffen soll. Außerdem gibt es dann auch niemanden mehr, mit dem ich mich wirklich gut in der Firma verstehe. Ehrlich gesagt fühlt es sich wie richtig fieser Liebeskummer an, ich vermisse ihn jetzt schon und die Tatsache, dass wir uns wahrscheinlich nie wieder sehen werden, macht es nicht gerade besser.
Ich weiß im Moment gar nicht, wie ich mit der Situation umgehen soll (habe jetzt aber auch nicht vor, ihm meine Gefühle zu gestehen, keine Sorge!) und bin noch stärker am Zweifeln, ob der Job überhaupt der Richtige für mich ist … Ab April hätte ich außerdem die Möglichkeit, eine neue Ausbildung zu beginnen und bin natürlich gerade schwer am Überlegen, ob nicht jetzt der perfekte Zeitpunkt für eine Neuorientierung wäre.
Hat jemand von euch schon mal eine ähnliche Situation erlebt? Geht der "Liebeskummer" schneller vorbei, wenn man mit der Person nie in einer Beziehung war?
Vielen Dank für's Lesen :)
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22.02.2015, 11:43
Arbeitskollege, Liebekummer, Kündigung
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22.02.2015, 11:58
AW: Arbeitskollege, Liebekummer, Kündigung
Nein, unerfüllte Liebe kann ein Leben lang einem die Sinne vernebeln.Geht der "Liebeskummer" schneller vorbei, wenn man mit der Person nie in einer Beziehung war?Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel
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22.02.2015, 12:17Inaktiver User
AW: Arbeitskollege, Liebekummer, Kündigung
Calide,
sieh die neue Situation als Chance, dich auf dich zu besinnen. Du warst ja offenbar nur wegen des Mannes noch in der Firma, hast eigentlich ganz andere Pläne. Setze diese jetzt um !
Ob dein Liebeskummer schneller vorbeigeht als nach einer Beziehung ? Schwer zu sagen, aber in Fällen wie dem deinen besteht die Gefahr, dass der Mann auf einen Sockel gestellt und total verklärt gesehen wird. Denn du konntest ja nie testen, ob er auch im täglich gelebten Leben der tolle Typ ist, als der er sich in der Firma präsentiert bzw. als den du ihn siehst.....
Gruß Elli
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22.02.2015, 13:07
AW: Arbeitskollege, Liebekummer, Kündigung
Schließe mich sowohl Opelius als auch Elli an.
Letztlich bedeutet Liebe (zumindest ein gutes Stück weit) die Entscheidung lieben zu wollen,
sowie Liebskummer eben die, leiden zu wollen.
Man kann sich da rein fallen lassen (in letzteres auch gern, wenn man sonst nix hat, woran man sich (erfolglos) abarbeiten kann), man kann aber auch sagen- nö, ich kaprizier mich jetzt auf andere und womöglich gesündere und gewiss nützlichere Dinge.
Von daher möchte auch ich dich bestärken dir einen neuen Wirkunsgkreis zu suchen, der erstens kognitive Kapazitäten bindet und umlenkt, und dich zweitens aufgrund des veränderten Umfeldes nicht mehr stets an deine unerfüllte Liebe erinnert.
Alles gute für dich
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23.02.2015, 20:42
AW: Arbeitskollege, Liebekummer, Kündigung
Vielen Dank für eure aufmunternden Antworten,
ich denke, dass ihr alle recht habt. Liebeskummer ist, wie Spooks so schön schrieb, eben auch eine Entscheidung – auch wenn dieses kleine "Was-wäre-wenn" bestimmt noch eine zeitlang in meinem Hinterkopf spuken wird.
Habe mich am Wochenende noch länger mit meinem Arbeitskollegen unterhalten – vor allem über unsere Zusammenarbeit – und obwohl er mir sehr viel positives Feedback gegeben und mich dazu ermutigt hat, mich in der Firma weiter hoch zu arbeiten, bin ich dennoch der Meinung, dass es Zeit wird, neue Wege zu gehen.
Ob das bereits im April sein wird oder ob ich versuche, die Ausbildung nebenher zu machen, steht noch in den Sternen.
Calide


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