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    Raus aus dem Beamtenstatus - rein in die befristete Stelle??

    Hallo,

    ich bin seit fünf Jahre Lehrerin und genauso lange unglücklich in diesem Job, die Einzelheiten tun an dieser Stelle wenig zur Sache. Nun ist ganz in der Nähe meines Wohnortes eine befristete Stelle an einer Uni frei, deren Anforderungen ungefähr zu mir passen und die mich sehr lockt...
    ... allerdings würde das bedeuten, den Beamtenstatus (für immer?) aufzugeben und damit eine Reihe von "Vorteilen" zu verlieren, die gerade in der Familienanfangsphase (Kinder sind knapp 4 und knapp 1) doch sehr bequem sind

    Hat jemand das schon einmal gewagt und gemacht und welche Erfahrungen habt Ihr damit gemacht? Was bedeutet das für meine Altersversorgung, meine Krankenversicherung (derzeit Behilfe und PKV), ...?

    Ich rechne nicht unbedingt damit, dass ich die Stelle bekomme, möchte mich aber bewerben, denn wenn ich es nicht tue, werde ich mich mit Sicherheit darüber ärgern und einer verpassten Chance hinterherweinen!

    Freue mich über Antworten!

    LG Muthase

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    AW: Raus aus dem Beamtenstatus - rein in die befristete Stelle??

    Hallo Muthase,

    ich habe zwar keine eigenen Erfahrungen anzubieten, ich kenne mich allerdings in "Beamtenangelegenheiten" recht gut aus.

    Meine Meinung: wenn du jetzt schon nach 5 Jahren als Lehrerin sagst, dass du unglücklich in deinem Job bist, finde ich es für dein weiteres Leben eine sehr gute Idee, wenn du dich nach einer anderen Tätigkeit umschaust. Ich finde es für dich schrecklich und für deine Schülerinnen und Schüler auch!

    Wenn du aus dem Beamtenverhältnis entlassen wirst, muss dein Dienstherr dich "nachversichern", aber nur für die Hälfte. Das bedeutet, dass für die Hälfte der Dienstzeit die Anwartschaft für die gesetzliche Rentenversicherung erworben wird. Nach meinem Kenntnisstand müsstest du dann die private KV kündigen und dir eine GKV suchen, die dich aufnimmt. Und wenn du sozialversicherungspflichtig arbeiten solltest, wird alles "wie üblich" abgeführt.

    Du bist ja noch in einem Alter (schätzungsweise), in dem du noch Chancen in anderen Arbeitsfeldern haben könntest. Ich würde es an deiner Stelle probieren, denn 40 Jahre Schuldienst können bestimmt eine sehr lange Zeit sein, wenn es einem keinen Spaß macht.

    Liebe Grüße
    Capbreton

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    AW: Raus aus dem Beamtenstatus - rein in die befristete Stelle??

    Dir muss klar sein, dass im Hochschulbetrieb fast ausschließlich befristet wird. Das ist das andere Extrem, und das kann auch nicht jeder.

    Ich kenne mich bei Beamtenregelungen nicht aus, habe sehr früh das Lehramt als Berufswunsch hinter mir gelassen, aber ist es nicht so, dass es da auch Sabbatjahrregelungen gibt?
    Offizielles Schneggla von Garfield_3k

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    AW: Raus aus dem Beamtenstatus - rein in die befristete Stelle??

    Erkundige dich auch mal, ob es dafür eine Beurlaubung gibt. Manchmal werden an der Uni auch in der Didaktik Examinierte mit Unterrichtserfahrung gesucht, d.h. dann Warten auf eine andere Stellenausschreibung.
    Aber du hast recht: Wenn du jetzt schon unglücklich im Beruf bist ... Ob's da mal besser wird?

  5. Inaktiver User

    AW: Raus aus dem Beamtenstatus - rein in die befristete Stelle??

    Aus dem "sicheren" Beamtenstatus raus in eine befristete Stelle! Oh Gott, oh Gott - never ever würde ich das tun!

    Ich sag's mal andersrum:
    Ich bin in einer Zeit geboren, als man den Kindern noch einen Beruf aufs Auge drückte: "Du machst das und das...". Ich bin nicht gefragt worden! Sonst hätte ich mein Leben anders verbracht.

    Dann habe ich Nachwuchs bekommen und das Thema "unglücklich im Beruf" war - zumindest zeitweise - vom Tisch. Danach war ich mit 35 Jahren zu alt für einen Wechsel. Mal im Ernst, wer macht in einem solchen Alter noch eine Lehre und dann kommst du als alter Hase auf den Markt, wer stellt so Jemanden ein?!

    In der heutigen Zeit sind die Leute froh, wenn's nen Job haben und a bissel mehr verdienen als den Mindestlohn ;-)))

    Also habe ich auf meinen ungeliebten Beruf eins draufgesattelt, eine Weiterbildung gemacht.

    Spaß hat's mir nicht immer gemacht!
    Glaubst du im Ernst, an einer Uni würde es dir "mehr Spaß" machen?!
    Ömmm, nicht wirklich?!
    Unbefristet bedeutet immer "auf der Abschussliste"!

    Ich habe gut Kohle gemacht, ich gehe mit 60 Jahren in die Rente.
    Das habe ich mir verdient!

    Und dann mache ich das, was MIR WIRKLICH Spass macht.
    Den Spass leiste ich mir!

  6. Inaktiver User

    AW: Raus aus dem Beamtenstatus - rein in die befristete Stelle??

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Dann habe ich Nachwuchs bekommen und das Thema "unglücklich im Beruf" war - zumindest zeitweise - vom Tisch. Danach war ich mit 35 Jahren zu alt für einen Wechsel. Mal im Ernst, wer macht in einem solchen Alter noch eine Lehre und dann kommst du als alter Hase auf den Markt, wer stellt so Jemanden ein?!

    In der heutigen Zeit sind die Leute froh, wenn's nen Job haben und a bissel mehr verdienen als den Mindestlohn ;-)))

    Also habe ich auf meinen ungeliebten Beruf eins draufgesattelt, eine Weiterbildung gemacht.

    Spaß hat's mir nicht immer gemacht!
    Glaubst du im Ernst, an einer Uni würde es dir "mehr Spaß" machen?!
    Es tut mir Leid, wenn Du ein Leben lang so wenig Freude an Deinem Beruf hattest. Du kannst aber wohl kaum beurteilen, was der TE Spaß macht oder nicht.

    Übrigens verstehe ich auch nicht, warum man sich mit 35 nicht mehr beruflich verändern können soll.

  7. Moderation

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    AW: Raus aus dem Beamtenstatus - rein in die befristete Stelle??

    Wenn dir dein Job ein Graus ist kann ich dir nur raten ihn aufzugeben - denn unmotivierte Lehrer gibt es schon genug und das haben die Schüler nicht verdient und du hast auch etwas besseres verdient !

    Mein Rat ist: bewirb dich und wenn du die Stelle bekommst, dann sprich mit deinem Dienstherren ob es eine Möglichkeit gibt, dass du für ein Jahr oder länger beurlaubt wirst - die Regelungen sind von Land zu Land und durch aus auch von Behörde zu Behörde unterschiedlich. Vielleicht kannst du dir eine Hintertüre offen halten.
    Freiheit ist, wenn jeder sich auf seine Art zum Deppen machen kann.

    .... und das demnächst auf www.befriendsonline.net/


    Profilbild © edwardbgordon
    Moderation:
    "Rund um den Job", "Mietforum" und "Selbstständige, Freiberufler & Co"

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    AW: Raus aus dem Beamtenstatus - rein in die befristete Stelle??

    Was nutzt einem der Beamtenstatus wenn man 30-40 Jahre völlig unglücklich ist? Sozial ist man da auf der total sicheren Seite aber unglücklich im Alltag, was bringt einem das.

    Ich bin keine Beamtin, wie die meisten Menschen in unserer Gesellschaft, aber ich arbeite gerne in meinem Job und hätte das niemals für einen Beamtenstatus aufgegeben!

    Gut dass Du Dich beworben hast, erst mal sehen wie es da weitergeht, bekommst Du die Stelle nicht, brauchst Du Dir in diesem Step keine Gedanken zu machen aber sehr wohl im Hinblick darauf will ich die nächsten 30 Jahre so leben???

    Es gibt für nichts Garantien im Leben! Mal gewinnt man, mal verliert man...
    Das Leben macht was es will und ich auch!

  9. Inaktiver User

    AW: Raus aus dem Beamtenstatus - rein in die befristete Stelle??

    Wie das mit dem Beamtenstatus aussieht, weiß ich nicht, aber der LG einer Freundin hat es andersrum gemacht. Er hat einen unbefristeten Job aufgegeben um endlich in seinen eigentlich erlernten Beruf "Lehrer" zu kommen. Allerdings war das dann im Rahmen "Geld statt Stellen" ein befristetes Angebot bis an die Somerferien ran und danach sollte der nächste Vertrag kommen. Er hat nach Ablauf der Befristung keinen Anspruch auf Arbeitslosengeld gehabt, war also über die Sommerferien ohne Einkommen.
    Begründung: Er hat eine unbefristete Anstellung zugunsten einer befristeten aufgegeben und damit mutwillig die Arbeitslosigkeit riskiert.

    poca

  10. Inaktiver User

    cool AW: Raus aus dem Beamtenstatus - rein in die befristete Stelle??

    Du lieber Gott im Himmel! Das Leben besteht doch noch - also zumindest für mich und meine 4-Tage-Woche - aus was anderem als arbeiten!!! Das Leben hat insgesamt so viele Facetten, die mich bereichern. Und manches läßt sich im Leben halt nur mit entsprechendem Verdienst verwirklichen. Da simmer dann schnell wieder an dem Punkt mit der Abschussliste / sicheren Arbeitsplatz.

    pffft...

    Und grundsätzlich gilt es doch zu differenzien, was andere Leute gerne hätten/tun würden - und was sie tatsächlich machen. Die finanziellen Auswirkungen und die damit zusammenhängende Verantwortung trägt ja dann die Threaderstellerin! Ob all' die Leute, die vom "ganz großen Glück im Beruf" schreiben, dann tatsächlich soooo glücklich sind, wage ich zu bezweifeln.

    Das Glück ist mal da, und öfters, als einem lieb und recht ist, eben nicht...
    Wenn es mal nicht da ist, ist es doch zumindest angenehm, sich entspannt zurücklehnen zu können...

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