Nein, ich hab mich da an der hierzulande doch plusminus üblichen 40 Stunden = Vollarbeitszeit orientiert. Und wenn man während längerer Zeit dies quasi verdoppelt, so muss man entsprechend, um auf einen normalen Schnitt zu kommen, diese eben irgendwo anders wegnehmen.
Die Tatsache, dass sie bloss eine Woche Urlaub macht, scheint auch niemanden zu stören?
Weil für manche Leute auch Hobby, Familie, Freunde, Ehrenamt, Haushalt und nicht zuletzt Ruhe integraler Teil des Lebens sind. Und der Tag für niemanden mehr als 24 Stunden hat.Wenn Arbeit nicht nur Arbeit ist, sondern ingetraler Bestandteil des eigenen Lebens und auch irgendwie Hobby ist, wieso sollte dann nch 40 Stunden Schluss sein?
gruss, barbara
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17.04.2014, 06:26
AW: 70 Std.-Woche - ist das normal als Selbständige?
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17.04.2014, 07:29Inaktiver User
AW: 70 Std.-Woche - ist das normal als Selbständige?
Für manche, für andere nicht oder sie sind einfach besser organisiert.
Wenn die Freundin damit zufrieden ist, ist es doch ihre Sache.
Mich nerven diese Forderungen, dass man weniger arbeiten soll einfach nur. Bekomme ich auch öfters zu hören. Meistens von Festangestellten in Jobs, die sie unglücklich mache.
Ich liebe meine Arbeit und komme mit 60-70 Stunden die Woche super zurecht. Und auch im Urlaub arbeite ich etwas.
Ich stehe um 4 Uhr morgens auf, arbeite ein paar Stunden, dann gibt es zwei Stunden Sport, eine Stunde wird der Haushalt erledigt und eine Stunde geht für eine Pause drauf.
Damit bin ich um 18 Uhr fertig und mit bleiben noch weitere 6 Stunden für Freunde, Familie, Haustiere, Sport, Ruhe, Garten ...
Das ist grob mein Tagesplan auch fürs Wochenende. Das Schöne ist eben, dass ich Dinge hin- und herschieben kann. Mal wird ein Tag bis spät in die Nacht gearbeitet, dafür kann ich mir den anderen frei nehmen ...
Wo da der Stress und das mit bevorstehende tot umfallen sein sollen, verstehe ich nicht.
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17.04.2014, 07:30Inaktiver User
AW: 70 Std.-Woche - ist das normal als Selbständige?
Du schläfst nur vier Stunden?
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17.04.2014, 07:35
AW: 70 Std.-Woche - ist das normal als Selbständige?
Na Hauptsache, die Freundin der TE stört´s nicht.

Mir wäre das auch zu kurz. Wir haben vor fast 30 Jahren mit der Selbständigkeit angefangen. Zuerst als Einzelkämpfer, dann lange Jahre in einer Partnerschaft. Das war in Bezug auf Urlaub toll. Wir konnten als Familie zusammen fahren, den Haupturlaub ganz klassisch drei Wochen im Sommer und noch eine Woche im Herbst verbringen.
Die Kurzurlaubswochen zum Skifahren oder Frauenwoche aufg Mallorca kamen noch dazu. Sehr praktisch, wenn da zwei Chefs sind.
Als wir noch alleine waren, bin ich mit Kind an die See gefahren und mein Mann hat uns am Wochenende besucht. Was für ihn noch stressiger war. Nach zwei Jahren ist er dann lieber zu Hause geblieben und hat sich dort erholt. Mit zwei Mitarbeitern konnten wir Betriebsferien machen. Je größer die Firma dann wurde, desto unmöglicher wurde es. Die Mitarbeiter murrten, die Kundenstruktur änderte sich und die Betriebsferien waren Geschichte.
2008 kam dann die große Wende, die Partnerschaft wurde aufgelöst und Essig ward´s mit den langen Urlauben. Ich, die immer groß getönt hatte "Unter 3 Wochen ist das kein richtiger Urlaub!" musste wieder ganz kleine Brötchen backen.
Und siehe da: es geht doch. Übers Jahr verteilt verlängerte Wochenenden und zweimal eine Woche reichen auch. Ich fühle mich erholt und freue mich wieder auf die Arbeit. Die Regenerationszeit scheint kürzer zu werden oder wie sagt man auch: im Alter braucht der Mensch weniger Schlaf?
Aber trotzdem, eine Woche im Jahr wären mir jetzt viel zu wenig. Nur ich weiß, dass es halt Zeiten gibt, da muss man da durch. Wenn es keine Dauereinrichtung bleibt, finde ich das völlig in Ordnung.Moderatorin in
*Gesundheit* und *Frauengesundheit*
*Fasten* und *Welchen Nutzen haben Diäten?*
*Haushalt - Tipps und Tricks*
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17.04.2014, 07:36
AW: 70 Std.-Woche - ist das normal als Selbständige?
Da hast du schon recht. Aber das ist sehr relativ.
Als wir vor vielen Jahren Klassentreffen hatten, fast alle beruflich richtig am rödeln, aufbauen, übernehmen etc. waren, ging es damals auch schon um die wöchentliche Stundenzahl, und wir hauten uns unsere Wochenarbeitszeiten gegenseitig um die Ohren, die sich bei vielen irgendwo um die 65 Stunden eingependelt hatten.
Bis sich eine meldete mit den Worten: 65 Stunden? Davon träume ich!
Gespannte Blicke: Sie war mittlerweile mehrfache Mutter geworden, mit Mann im Aussendienst, dafür einem mit zu versorgenden Schwiegervater.
Ich hätte, wie viele meiner Klasse, nicht tauschen wollen und sehe seither solche Diskussionen mit anderen Augen.
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17.04.2014, 07:39Inaktiver User
AW: 70 Std.-Woche - ist das normal als Selbständige?
Ja, ich gehöre zu den Menschen, die tatsächlich mit 4 Stunden Schlaf auskommen (ohne gesundheitliche Probleme). Dazu genügt es bei mir, wenn ich mich Mittags 20 Minuten hinlege.
Aber 6 Stunden reicht nachweislich für die überwältigende Mehrheit der Menschen. Damit blieben dann immer noch jeden Tag 4 Stunden Freizeit.
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17.04.2014, 09:00Inaktiver User
AW: 70 Std.-Woche - ist das normal als Selbständige?
Ich habe auch beobachtet, dass die Frage, wie viel Schlaf man braucht, entscheidend dazu beiträgt, wieviel Stunden Arbeit einem guttun. Da ich mich mit acht Stunden Schlaf am wohlsten fühle (ich bin überhaupt kein Nachtmensch), muss ich das in meine Tagesplanung einbeziehen. Eine 70-Stunden-Woche käme schon deshalb nicht in Frage.
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17.04.2014, 09:10Inaktiver User
AW: 70 Std.-Woche - ist das normal als Selbständige?
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17.04.2014, 09:24
AW: 70 Std.-Woche - ist das normal als Selbständige?
Wie ist das eigentlich in der Landwirtschaft, also nicht der industrialisierten? den - gsd - noch vorhandenen Mittelbetrieben oder Nebenerwerbs-Bauern, die Leuten wie mir unvegane und vegane Produkte von glücklichen Äckern, Feldern& Ställen liefern? Für meine Großeltern war übriges Urlaub auch etwas, das sie nur vom Hörensagen kannten, aber das war in unserem Dorf in den 50-er Jahren normal
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17.04.2014, 09:40Inaktiver User
AW: 70 Std.-Woche - ist das normal als Selbständige?
Das kenne ich auch noch so. "Verreisen" war höchstens als Pilgerreise üblich, das hatte dann den Anstrich von etwas Nützlichem
Eine Fahrt nach Einsiedeln, Altötting etc. war damals etwas ganz Besonderes.
Ansonsten gab es Feste im Dorf, bei denen man ausspannte.
Was sicher auch eine Rolle spielte: Diese Menschen verrichteten eine wenig "entfremdete" Arbeit in einer meist sehr schönen Umgebung und in in frischer Luft.



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