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  1. Inaktiver User

    AW: Als Mutter bei Jobbewerbung auf dem Abstellgleis?

    Es gibt hier eine endlose Diskussionsrunde zum Thema: Kinder ODER Beruf. Und solange wir Frauen selbst darüber streiten, ob es Sinn macht, mit Kind überhaupt arbeiten zu gehen, werden wir auch bei eventuellen Arbeitgebern nicht besser angesehen werden.
    Dann wird Müttern immer der "Geruch" anhängen - sorry, mir fällt kein anderes Wort ein -, sich bei Schwierigkeiten sofort vom Acker zu machen. Und dass Männer einfach die verläßlicheren Partner sind, auch, wenn sie Kinder haben.
    Meiner Meinung nach sind hier die Frauen die Dummen, die arbeiten wollen, sich aber immer an den anderen Frauen messen lassen müssen, die daheim sind. Und ein Chef, der eine Nur-Hausfrau zu Hause sitzen hat, wird sicherlich auch nicht besonders aufgeschlossen sein, zumal er daheim wahrscheinlich immer zu hören bekommt, wie stressig Kind und Haushalt doch sind.
    Und dass eine Berufstätigkeit eine unzumutbare Belastung wäre.

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    AW: Als Mutter bei Jobbewerbung auf dem Abstellgleis?

    In meinem alten Unternehmen sagte der GF zu einer Kollegin die nach der Geburt ihrer Zwillinge nach einem Jahr wieder anfing: "Dass ihr Mann das überhaupt zulässt, bei mir gibt es sowas nicht. Die Kinder abschieben um wieder arbeiten zu gehen- meine Frau ist zu Hause und kümmert sich um unsere Kinder."

    Ich gebe dir Recht, ich denke die Mentalität vieler Frauen ist für einen schnellen wiedereinstieg und Karriere+Kind nicht gerade zuträglich. Ich halte auch nichts von 10 Stunden Fremdverwahrung, bin aber überzeugt, dass in einer modernen Gesellschaft mit unenedlichen Kommunikationsmöglichkeiten abseits von PC und Telefon am Büroschreibtisch, eine flexible Gestaltung des Arbeitsalltags und eine tatsächliche Vereinbarkeit von Familie und Beruf möglich sein MUSS. Ich glaube daran.

  3. Inaktiver User

    AW: Als Mutter bei Jobbewerbung auf dem Abstellgleis?

    Danke, Federfrau!
    Die Männer, die diese Denke unterstützen, müssen auch bedenken, dass sie finanziell ausgebeutet werden.
    Eine berufstätige Frau bringt eben auch Geld ins Haus, schon aus diesem Grund sollte dieses Modell unterstützt werden.
    Und spätestens, wenn die Kinder in die Pubertät kommen, finden sie ein: "Auch auf dem Bauernhof machen die Ferien Spass!" dann auch nicht mehr lustig.
    Ich habe viele Frauen erlebt, die für ihren Arbeitgeber echt kein Gewinn sind.

  4. Inaktiver User

    AW: Als Mutter bei Jobbewerbung auf dem Abstellgleis?

    Zitat Zitat von Federfrau Beitrag anzeigen
    Ich werde jetzt vielleicht statt eines Werksstudenten als geringfügig Beschäftigte eingestellt- super mit Master zu 7€ Stundenlohn.
    Hallo Federfrau,

    ich habe nun schon mehrere Deiner Beiträge gelesen. Erst einmal Glückwunsch, dass Du überhaupt etwas gefunden hast.

    Mir geht es ähnlich wie Dir: BWL-Studium, Auslandssemester, allerdings mittlerweile 18 Jahre Berufserfahrung, Arbeit im Ausland, Kind bekommen, danach schon 5 Jahre lang erfolgreich einen 30-Stunden-Job und Kind "gemanagt". Jetzt infolge Umzugs seit 4 Monaten Arbeit suchend. Geeignete Teilzeitstellen einfach nicht vorhanden. Schreibe Initiativbewerbungen, bewerbe mich auf Vollzeitstellen und biete Teilzeit / Job-Sharing an. Wo ist der angebliche "Fachkräftemangel"?

    Ich hatte ein paar Vorstellungsgespräche, aber die AG denken doch wirklich, ich würde wieder für ein Berufseinsteiger-Gehalt arbeiten? Ich kriege echt die Motten... Nun bewerbe ich mich auf Vollzeitstellen, um zu schauen, ob ich überhaupt eingeladen werde.

    Grüße von Roslyn

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    AW: Als Mutter bei Jobbewerbung auf dem Abstellgleis?

    Zitat Zitat von Federfrau Beitrag anzeigen
    Kinder sind ein K.O Kriterium vor allem in Positionen wo eine höhere Qualifizierung vorausgesetzt wird.
    Ich habe Wirtschaftswissenschaften und Sprachen studiert, zwei Auslandssemester hinter mir, habe befristet im International Office im Projektteam gearbeitet, ein Kind bekommen und stehe nun vor dem Scherben meiner beruflichen Karriere. Man könnte sagen selber schuld, wer im befristeten Job ein Kind bekommt dem ist nicht zu helfen. Meine Gedankengänge damals waren aber folgende: erster Job nach dem Studium für 2 Jahre ist super, danach will ich mich woanders hin weiterentwickeln, ein Kind will ich aber nicht erst mit Mitte- Ende 30, einen neuen Job antreten und direkt nach der Probezeit schwanger werden fand ich irgendwie auch unpassend. Also habe ich das Kind dazwischen geschoben.
    Ich bin jung, extrem belastbar, manage alles alleine, da mein Mann Karriere macht- habe aber die Kindsgroßeltern sowie eine wahnsinnig flexible Tagesmutter vor Ort. Einer Beschäftigung mit 30h/Woche + möglichen Überstunden stände nichts im Weg, zumal der Mann die AZ flexibel gestalten kann. Aber: es gibt für Akademiker so gut wie keine Teilzeitstellen. Die werden ganz clever mit Werksstudenten besetzt. Am Telefon wird das so kommuniziert: Studenten in höheren Fachsemestern haben meist eine ähnliche Kompetenz wie Berufseinsteiger mit Abschluss. Sie sind in der Lage sich schnell in komplexe Zusammenhänge einzuarbeiten und sind billiger als jede Teilzeitkraft. Letztendlich erfolgt jede Einarbeitung im kaufmännischen Bereich on the job, Erfahrungen sind ein Plus, aber sein wir ehrlich- jedes Unternehmen hat seine eigenen Prozesse und man lernt sich eh immer neu ein, egal wieviele Jahre man auf dem Buckel hat.
    Ich werde jetzt vielleicht statt eines Werksstudenten als geringfügig Beschäftigte eingestellt- super mit Master zu 7€ Stundenlohn. Aber ich hoffe damit beweisen zu können, dass ich Job und Kind unter einen Hut bekomme und die Lücke von 4 Monaten in meinem CV schließen zu können.
    Hallo Federfrau,

    Mist, dass es so läuft / gelaufen ist bei dir. Mit dem jetzigen Wissen hättest du es vielleicht anders gemacht, oder? Viele fangen ja einen Job an und werden dann schnell schwanger, was zwar dem AG gegenüber "unfair" erscheint, aber verdenken kann man es ja ihnen nicht... Ich musste mir übrigens auch sogar von einem älteren, kinderlosen Kollegen sagen lassen, dass ich ja "jetzt nur sehr kurz dagewesen wäre" als ich nach 2 Jahren im Betrieb schwanger wurde. Manchmal ist es einfach nur zum , was man sich als Frau so anhören muss.

    Als ich nach der EZ wiederkam, hatte ich leider eine neue, ziemlich ätzende Chefin, weshalb ich mich dann nebenher umgeschaut habe. Mit ähnlichem Ergebnis wie bei dir (hab auch einen ähnlichen Hintergrund wie du). Teilzeitstellen für Akademiker gibt es so gut wie keine bzw. die wenigen, die ich gefunden habe (zumeist im ÖD) waren dann auch noch befristet. Am Ende hat sich das Problem zum Glück anders gelöst (Chefin wurde gegangen), sodass ich in meinem Job geblieben bin.

    Hast du dann mal versucht, dich auf Vollzeitstellen zu bewerben? Also evt. vorher nachfragen, ob die Stelle auch mit 30 h (ist ja nicht soo weit von Vollzeit entfernt) zu besetzen wäre oder halt erst im Gespräch die Karten auf den Tisch legen (ich kenne immerhin eine Mutter, die damit erfolgreich war)?

    7€ Stundenlohn mit Master ist echt bitter. Ich drücke dir die Daumen, dass du was besseres findest...

  6. Inaktiver User

    AW: Als Mutter bei Jobbewerbung auf dem Abstellgleis?

    Hallo,
    das kann ich nur bejahen. Ich war über 2 Jahre arbeitslos, bis ich jetzt wieder einen Job gefunden habe. Meine Kinder sind schon 13 und 15. Obwohl ich auch glaube das es daran liegt, wenn man länger aus dem Job raus war. Wünsche dir ganz viel Glück!!!

  7. User Info Menu

    AW: Als Mutter bei Jobbewerbung auf dem Abstellgleis?

    ich sehe eigentlich kein Problem dabei, sich mit Kind neu zu orientieren aber man muss Vollzeit anfangen. das bedeutet noch lange nicht dass man sein Kind 10h "fremdverwahrt" und dieses Wort ist schon ganz schlimm. man muss beide Elternteile zu gleichen teilen einbeziehen ( und nicht selbstverständlich den Herrn der Schöpfung Karriere machen lassen) und sich für Notfälle ein Netz aus Familie oder anderen Babysittern schaffen. dann geht das! und dann werden Frauen auch irgendwann zu gleichen Bedingungen eingestellt!

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