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    AW: Als Mutter bei Jobbewerbung auf dem Abstellgleis?

    Ich hatte nie Probleme einen Job zu bekommen, obwohl ich ein Kind habe und alleinerziehend bin. Ich habe mein Kind auch nie in der Bewerbung verschwiegen. Wie sollte das auch gehen, bei zwei Jahren Erziehungsurlaub, oder Elternzeit oder wie das jetzt auch immer heißt?
    Allerdings habe ich mein Kind auch nie selbst zum Thema gemacht bei Vorstellungsgesprächen. Wenn ich darauf angesprochen wurde (was immer geschah ), habe ich gesagt, dass sie in den Kindergarten, Hort, etc. geht und im Notfall auch noch eine Ersatzbetreuung (Oma, Freundin, was auch immer) bereitsteht. Damit war das Problem kein Problem mehr. Jedenfalls habe ich nie einen Job nicht bekommen, weil ich Mutter bin.
    Geändert von Taoline (02.10.2013 um 10:14 Uhr)
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    Man muss sich nicht jeden Schuh anziehen der rumsteht.

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    AW: Als Mutter bei Jobbewerbung auf dem Abstellgleis?

    Ich hatte mal eine Mitarbeiterin, die während eines befristeten Vertrages schwanger wurde. Der Vertrag endete dann.

    Nach der Geburt suchten wir Personal und sie hätte super gepasst - auch vor dem Hintergrund, dass ich damals schon wusste, dass ich das Unternehmen binnen weniger Monate verlassen würde und ich sie für mehr als geeignet hielt, meiner Kollegin in dem Fall eine riesige Unterstützung zu sein.

    Diese Frau hatte ein stabiles Netzwerk an ihrem Wohnort (war nicht das erste Paar in ihrem Freundes-/Kommilitonenkreis mit Kind), ihr Partner promovierte und wäre kurzfristig abrufbar gewesen in Notfällen, das Kind konnte in die Kita der Uni,...

    Mein Chef wollte nicht. Wegen des Kindes. Fachlich und als Teammitglied hielt er viel von dieser Frau.


    Hätte ich etwas erreichen können? So rein rechtlich gesehen? Ich hatte nichts schriftlich, nur Aussagen "durch die Blume".

  3. gesperrt

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    AW: Als Mutter bei Jobbewerbung auf dem Abstellgleis?

    Zitat Zitat von Skunk Beitrag anzeigen
    Mein Chef wollte nicht. Wegen des Kindes. Fachlich und als Teammitglied hielt er viel von dieser Frau.
    Hättest ihn daran erinnern können, dass sein Chef damals ja auch sognädig war und ihm seinen Job gelassen hat obwohl er Kinder bekam. Vielleicht hätte seine Frau helfen können und sich mit der neuen Mitarbeiterin ein paar Euro dazuverdienen können, wenn seine Frau ein paar mal auf die Kinder der neuen aufpasst.

    örks!

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    AW: Als Mutter bei Jobbewerbung auf dem Abstellgleis?

    Zitat Zitat von Promethea71 Beitrag anzeigen

    Ich kenne viele Arbeitgeber die zB im Bereich Assistenz, Sekretariat gerne Mütter mit Kind beschäftigen. Ich selbst habe mal formuliert "wer Kind, Haushalt und Job auf die Reihe bringt kann auch problemlos mein Büro und mich organisieren" und da ist auch was dran. Die meisten meiner Mitarbeiterinnen haben Kinder.
    Ja, für solche Jobs, in denen es hauptsächlich um Zuarbeiten und "Be-Dienen" geht, sind Mütter dann gut genug, gell?

  5. VIP

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    AW: Als Mutter bei Jobbewerbung auf dem Abstellgleis?

    In meinem Job sind eigene Kinder von Vorteil. Wenn man sie gut wegorganisiert...

    Die Tatsache, dass ich arbeite hat meinem Mann schon mehrmals entsetze Gesichter bei Vorstellungsgesprächen geführt. Auch Kollegen können nicht verstehen, wenn er mal zuhause bleibt, wenn die Kinder krank sind.
    Jetzt arbeitet er unter der Woche 250km weit weg und wird von den Kollegen ausgelacht, weil er jedes Wochenende heimfährt um bei der Familie zu sein.

    Andererseits gab es beim letzten Auftrag auch eine Kollegin, die alleinerziehend war und die täglich pünktlich gehen konnte, weil ihre Kollegen, alle Väter, ihr das ermöglicht haben. D. h. die haben in Kauf genommen nicht pünktlich gehen zu können, weil sie eine Frau zu Hause haben, die das organisiert, was die Kollegin alleine tun muss.

    Es hängt von der individuellen Einstellung und der Firmenpolitik ab.
    Immer nur zu meckern auf das blöde Scheißsystem, das ist schön bequem, du bist nicht Teil der Lösung, du bist selber das Problem und feige außerdem, sei nicht so unsportlich, es geht nicht ohne dich, so funktioniert das nicht, es geht nicht ohne dich
    Die Ärzte

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    AW: Als Mutter bei Jobbewerbung auf dem Abstellgleis?

    Es ist echt sehr abhängig von der Einstellung des zukünftigen Chefs bzw. der Personalabteilung. Ich habe, als ich letztes Jahr auf Stellensuche mit einem mittelgroßen und einem kleinen Kind (8/2) sehr unterschiedliche Erfahrungen gemacht. Manche haben das nur kurz erwähnt, aber an sich anhand des Lebenslaufs gesehen, dass es vorher ja auch ging, also dann auch zukünftig gehen wird. Andere wiederum haben mir Löcher in den Bauch gefragt und insgesamt eine eher ablehnende Haltung gezeigt. Aber let's face it: das sind die Arbeitgeber, bei denen du als Mutter auch nicht gut aufgehoben bist. Ich habe ein ganz gutes Netzwerk und auch einen flexiblen Vater zu den Kindern und ich habe ja immer gearbeitet bzw. studiert. Trotzdem fand ich es teilweise erschreckend, wie sehr ich mich rechtfertigen muss, obwohl es ja bei mir seit Jahren funktioniert hat. Ich hatte zwischenzeitlich auch überlegt, die Kinder aus dem Lebenslauf zu nehmen, weil es ja auch in meinem Lebenslauf keine Ausfallzeiten wegen der Kinder hatte. Ich habe mich dann aber dagegen entschieden, aus o.g. Gründen. Wer trotz des lückenlosen Lebenslaufs wegen meiner Kinder noch Vorbehalte hat, bei dem bin ich nicht die Richtige. Was ich nicht gemacht habe, ist im Anschreiben die Betreuung meiner Kinder beschrieben. Da gehören knackig auf eine Seite meine beruflichen Kompetenzen rein, da will ich nicht noch drei Zeilen zur Betreuung verschwenden.
    Time is an ocean but it ends at the shore - Bob Dylan

    Und wenn der Wind mal von vorne kommt - leicht nach vorne beugen und einfach weitergehen - S.B.

  7. Inaktiver User

    AW: Als Mutter bei Jobbewerbung auf dem Abstellgleis?

    Ganz ehrlich: im Regelfall sind Kinder kein Pluspunkt. So generell.

    Aber Abstellgleis find ich zu drastisch. Es kommt doch drauf an was man sonst so zu bieten hat, ob man eine von vielen ist - dann kann man auch jemand ohne Kind nehmen - oder ob man super passt und auch persönlich überzeugt, dann wär es ja Quatsch jemand weniger Guten zu nehmen nur weil der kinderlos ist (was sich ja auch ändern kann, und auch ein Mann kann Elternzeit nehmen).

    Ich glaub einfach nicht, dass alle Personaler so denken.

    Meine eigenen Erfahrungen bestätigen das auch nicht: ich hab den Einstieg bei meinem (sehr begehrten) AG geschafft, da war mein erstes Kind grad ein Jahr alt. Und hatte vorher schon woanders neu angefangen, wo es mir aber nicht gefallen hatte.

    Meinen jetzigen Job (interne Veränderung) hab ich aufgrund meiner (drei) Kinder bekommen, weil meine kinderlose Chefin meinte, jemand der drei Kinder großgezogen hat muss gute Nerven haben und kann sich durchsetzen. Sie sagt das heut noch oft, wenn das Chaos tobt und sie immer hektischer wird, das merke man dass ich nicht so schnell aus der Ruhe zu bringen wäre.

    Und die letzte Kollegin die wir eingestellt haben stand kurz vor der Hochzeit und Kinder sind zu erwarten. War aber trotzdem kein Grund, trotz mehrerer Bewerbungen, sich nicht für sie zu entscheiden.

    Wir haben so viel Mütter die bei uns arbeiten, da geht man mittlerweile davon aus dass das alles klappt. Und man kann sich eben auch nicht leisten gute Leute zu verlieren oder gar nicht erst zu bekommen, nicht mal als einer der beliebtesten AG in Deutschland.

  8. Inaktiver User

    AW: Als Mutter bei Jobbewerbung auf dem Abstellgleis?

    Vor ein paar Jahren teilte ich mir mit einer Frau eine Stelle, die ein einjähriges Kind hatte. Eingewöhnungszeit in der Kinderbetreuung inklusive. Da ich selbst mehrfache Mutter bin, hatte ich großes Verständnis für Fehlzeiten, wir hatten (auch schon vor ihrer Schwangerschaft) ein freundschaftliches Verhältnis und klare Absprachen. Wenn sie mich morgens um 6:30 Uhr anrief und mir sagte, ihr Kleiner sei krank, sprang ich ein und arbeitete dann eben den ganzen Tag. Einerseits bekam ich diese Stunden bezahlt und mir machte meine Arbeit richtig Spaß, meine Kinder waren schon aus dem Haus.

    Irgendwann war dann klar, dass sie die Firma wegen Umzugs verlässt. Mein Chef hat mich dann in die Neueinstellungs-/Bewerberinnengesprächsphase mit einbezogen. Ich kann mich an eine junge Frau erinnern, Kind gerade ein Jahr geworden, sie wollte/musste wieder arbeiten gehen. Ihr Mann oft auf Dienstreise, keine Großeltern, Kind ist gerade in die Kita gekommen.

    Obwohl die Frau hervorragende Zeugnisse hatte, einen sehr kompetenten Eindruck auf Chef und mich machte, habe ich mich gegen sie ausgesprochen.
    Über ein Jahr hatte ich mein Berufsleben nach meiner früheren Kollegin mit Kind gerichtet, dass wollte ich nicht mehr. Das Kind war sicherlich nicht weniger oder öfter krank als meine Kinder im Kleinkindalter. Aber ich wollte "einfach" nur noch meine Arbeit, zu meinen Arbeitsvertragsbedingungen machen.
    Damals habe ich mit Erschrecken festgestellt, wie egoistisch ich als Mutter/Arbeitnehmerin bin. Jetzt im Nachhinein kann ich aber trotzdem sagen, dass die Entscheidung damals richtig war. Und ich habe verstanden, dass Personaler so entscheiden - auch wenn es schofelig ist. Ständige "Unruhe" im Team zu haben, Ausfallzeiten irgendwie deckeln zu müssen ist total anstrengend. Bei uns lief es problemlos, wie mag es sein, wenn Kolleginnen/Team nicht mit machen und sich immer beschweren, die Arbeit liegen bleibt, alle unzufrieden sind...

  9. User Info Menu

    AW: Als Mutter bei Jobbewerbung auf dem Abstellgleis?

    Ich wohne nicht in Deutschland, bei uns bekommt man 4 Monate Mutterschaftsgeld, das war´s danach, und wenn man nicht weiterarbetiet, gibt´s nicht mal Kindergeld. Die meisten kommen auch nach den 4 Monaten zurück (ich auch + Jahresurlaub). Da man nicht so lange draussen ist, spielt es keine Rolle. Man ist fordernder bei den Zeiten, das stimmt, aber notfalls arbeitet man wie´s die Firma will, bis man was Flexibleres findet. Hier gibt es aber auch Kitas mit laangen Öffnungszeiten. Ich arbeite erst seit drei Wochen, und mein Baby ist mit 6 Monaten noch nicht krankgewesen . Im Notfall könnte ich von zu Hause arbeiten, aber es ist so organisiert, dass es nicht nötig wäre. Karriere kann ich aber vergessen Solange ich reduziert arbeite, das schon. Eine Kollegin mit zwei kleinen Kindern arbeitet ganztags, fängt an von zu Hause zu arbeiten, bringt die Kínder zum Kindergarten und Krippe und kommt dann ins Büro. Manchmal arbeitet sie sogar nachts die Stunden nach. Meine verkürzte Zeit und ihre eher Umständlichen stören aber nicht die Arbeitsabläufe. Ich bin aber auch keine Führungskraft, Fachkraft sagen wir mal. Wir haben Glück, dass unsere Chefs auch kleine Kínder haben .


    Ne Freundin sucht gerade mit Baby nen Job (ihre Firma hat gerade zugemacht). Wäre auch kein Problem. Da hier fast alle schnell wieder arbeiten und es hier Betreuungsmöglichkeiten gibt sind Kínder keine Abschreckung.

  10. User Info Menu

    AW: Als Mutter bei Jobbewerbung auf dem Abstellgleis?

    Kinder sind ein K.O Kriterium vor allem in Positionen wo eine höhere Qualifizierung vorausgesetzt wird.
    Ich habe Wirtschaftswissenschaften und Sprachen studiert, zwei Auslandssemester hinter mir, habe befristet im International Office im Projektteam gearbeitet, ein Kind bekommen und stehe nun vor dem Scherben meiner beruflichen Karriere. Man könnte sagen selber schuld, wer im befristeten Job ein Kind bekommt dem ist nicht zu helfen. Meine Gedankengänge damals waren aber folgende: erster Job nach dem Studium für 2 Jahre ist super, danach will ich mich woanders hin weiterentwickeln, ein Kind will ich aber nicht erst mit Mitte- Ende 30, einen neuen Job antreten und direkt nach der Probezeit schwanger werden fand ich irgendwie auch unpassend. Also habe ich das Kind dazwischen geschoben.
    Ich bin jung, extrem belastbar, manage alles alleine, da mein Mann Karriere macht- habe aber die Kindsgroßeltern sowie eine wahnsinnig flexible Tagesmutter vor Ort. Einer Beschäftigung mit 30h/Woche + möglichen Überstunden stände nichts im Weg, zumal der Mann die AZ flexibel gestalten kann. Aber: es gibt für Akademiker so gut wie keine Teilzeitstellen. Die werden ganz clever mit Werksstudenten besetzt. Am Telefon wird das so kommuniziert: Studenten in höheren Fachsemestern haben meist eine ähnliche Kompetenz wie Berufseinsteiger mit Abschluss. Sie sind in der Lage sich schnell in komplexe Zusammenhänge einzuarbeiten und sind billiger als jede Teilzeitkraft. Letztendlich erfolgt jede Einarbeitung im kaufmännischen Bereich on the job, Erfahrungen sind ein Plus, aber sein wir ehrlich- jedes Unternehmen hat seine eigenen Prozesse und man lernt sich eh immer neu ein, egal wieviele Jahre man auf dem Buckel hat.
    Ich werde jetzt vielleicht statt eines Werksstudenten als geringfügig Beschäftigte eingestellt- super mit Master zu 7€ Stundenlohn. Aber ich hoffe damit beweisen zu können, dass ich Job und Kind unter einen Hut bekomme und die Lücke von 4 Monaten in meinem CV schließen zu können.

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