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  1. User Info Menu

    die Steuern rund um den Job

    Hallo zusammen,

    manchmal werde ich gefragt, und kann keine genaue Angaben machen und das finde ich ziemlich schade und überlegte, Steuer-Fragen rund ums Jobleben hier zum Thema zu machen.

    Meine Fragen wären z.B.

    a) Wie verhält sich das genau, wenn man zwei Mini-Jobs (zwei 450,- Euro - Jobs) hat. Da gibt es doch dieses Steuer-Problem was die Sozialabgaben betrifft, bzw. dann entsteht diese 800 ,- Euro - Sache bezüglich der Sozialabgeben ...??

    b) Dann würde mich interessieren, inwieweit man diverse Job-Zeiteinteilungen haben kann. Wie sieht es z.B. aus mit Mini-Job und Teilzeit (wird kein Problem sein) aber z.b. einen zweiten Teilzeitjob dazu, wenn es zeitlich machbar ist.

    Liebe Grüße, Sonne
    Geld, Glück, Gesundheit, Geld für dieses Jahr! Alles, alles Gute!

  2. Moderation

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    AW: die Steuern rund um den Job

    Zu b) kann ich sagen, ich hatte in der Situation damals zwei Steuerkarten, eine auf Klasse 1, eine auf Klasse 6. Blöderweise hatte ich die Klasse 1 für den schlechtbezahlten Hilfjob an der Uni, und die Klasse 6 für den hochbezahlten Programmierjob, und durfte also bis zum Lohnsteuerjahresausgleich warten, bis ich endlich die zweite Hälfte meines Verdienstes kriegte. (Da ich übers Jahr zusammengerechnet nicht viel verdient hatte, habe ich alles wiederbeommen.)

    m.W. geht das immer noch so: Lohnsteuerklasse
    ** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **

  3. VIP

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    AW: die Steuern rund um den Job

    Du kannst nur dann 2 Minijobs haben, wenn du zusammen nicht über die 450€ kommst. Bist du drüber sind beide Steuer- und Sozialabgabe pflichtig.

    zu deiner zweiten Frage: vieles ist möglich. Ich habe jahrelang meine Jobs an unterschiedlichen Tagen ausgeübt. 20 Stunden an 4 Tagen bei Firma X. 1 Tag in der Woche 6 Stunden Firma Y.
    Meine Freundin arbeitet Teilzeit bis 14 Uhr und gibt 2x die Woche abends Yogaunterricht (Minijob).
    Meine Tante arbeitet Vollzeit und bedient an Fasching und Silvester bei den großen Events für den Gastwirt der die Stadthalle bewirtschaftet (Saisonarbeit).

    Es gibt immer wieder Berichte in TV und Zeitung über Menschen, die täglich in zwei Jobs arbeiten. Z.B. Früh morgens putzen in einer Boutique, dann zur Arbeit in den Kindergarten.
    Immer nur zu meckern auf das blöde Scheißsystem, das ist schön bequem, du bist nicht Teil der Lösung, du bist selber das Problem und feige außerdem, sei nicht so unsportlich, es geht nicht ohne dich, so funktioniert das nicht, es geht nicht ohne dich
    Die Ärzte

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    AW: die Steuern rund um den Job

    Hallo Wildwusel und Xanidae :)

    Danke für eure Antworten!

    @ Wildwusel: danke für den Link, besonders das mit der Lohnsteuerklasse 6. Da es keine Lohnsteuer-Karten mehr gibt, wird man wohl bei jedem Arbeitgeber mitteilen müssen, wie man wo beschäftigt ist?

    @ Xanidae: verschiedene Jobs zu verschiedenen Zeiten - das hört sich gut an. Stimmt - je nach Bedarf der Firma kann es variabel sein.

    Meine Tante arbeitet Vollzeit und bedient an Fasching und Silvester bei den großen Events für den Gastwirt der die Stadthalle bewirtschaftet (Saisonarbeit).
    Wie verhält es sich denn mit der Saison - Arbeit? Ist die immer in einem Mini-Job verpackt? Oder kann das auch nur pro Stunde irgendwas sein? Bspw. wenn ich abends noch etwas kellnern sollte, oder in einer Küche aushelfen, vlt. auch nur zwei Mal in der Woche abends - oder einmal sonntags als Reinigungskraft in einem Hotel ....
    Es gibt immer wieder Berichte in TV und Zeitung über Menschen, die täglich in zwei Jobs arbeiten. Z.B. Früh morgens putzen in einer Boutique, dann zur Arbeit in den Kindergarten.
    Ja, ich habe das auch schon mitbekommen und mich gefragt, wie machen es die Multiobber steuerlich Multi-Jobber: Arbeiten rund um die Uhr - Frontal 21 - ZDFmediathek - ZDF Mediathek

    Danke Sonne
    Geld, Glück, Gesundheit, Geld für dieses Jahr! Alles, alles Gute!

  5. Moderation

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    AW: die Steuern rund um den Job

    1.) Möglichkeit
    beliebig viele Minijobs bis insgesamt 450,- Euro monatlich

    2.)Möglichkeit
    1 sozialversicherungspflichtiger Job + 1 Minijob (jeder weitere Job ist unabhängig von der Verdiensthöhe sozialversicherungspflichtig

    3.) Möglichkeit
    1 sozialversicherungspflichtiger Job + 1 kurzfristiger Minijob (Einzelheiten hier Minijob-Zentrale - Kurzfristiger Minijob)


    Steuerlich gibt es immer noch die verschiedenen Lohnsteuerklassen, also beim Single 1 und alle weiteren Arbeitsverhältnisse auf 6 - auch im Zeitalter von Elstam.
    Freiheit ist, wenn jeder sich auf seine Art zum Deppen machen kann.

    .... und das demnächst auf www.befriendsonline.net/


    Profilbild © edwardbgordon
    Moderation:
    "Rund um den Job", "Mietforum" und "Selbstständige, Freiberufler & Co"

  6. User Info Menu

    AW: die Steuern rund um den Job

    Hallo Promethea,

    danke für die Antwort!

    Sicherlich macht das ganze System dass hinter der Versteuerung steht Sinn. Ich finde es nur schade, nicht einfach drauflos arbeiten zu können, wenn es joblich / zeitich wie auch immer passt und dass man das alles noch bedenken soll, denn von dem Ergebnis seiner Arbeitsleistung möchte man ja auch was haben.

    Dass man alles in Job-Zeit-Pakete stecken muss ...

    Aber vermutich fehlt mir nur der Durchblick für den ich mich auch vorab entschuldige Aber dann darf ich auch gleich eine Frage noch stellen Vielleicht eine blöde Frage, aber, wie verhält es sich, wenn ich zwei Vollzeit-Jobs nehme? Sagen wir, einen der morgens beginnt 6.30 - 15 Uhr, dann Pause und dann einen, der dann wohl Spätschicht wäre von 15.30 - 23 Uhr.

    Ob das kräftemäßig zu schaffen ist, sei mal dahingestellt, mich würde in dem Fall lediglich die Steuer-Theorie interessieren aber vermutlich muss ich dann für beide Jobs die vollen Abgaben zahlen.

    LG, Sonne
    Geld, Glück, Gesundheit, Geld für dieses Jahr! Alles, alles Gute!

  7. Inaktiver User

    AW: die Steuern rund um den Job

    Guten Morgen,

    wenn man sich ein bißchen in dieses Thema einließt, dann ist es gar nicht so schwer.
    Zu deiner Frage, ob man 2 Vollzeitjobs machen kann, muss man auf das Arbeitsschutzgesetz hinweisen.
    In Deutschland ist es klar geregelt, dass man zwischen 2 Arbeitstagen eine Ruhepause von 11 Stunden haben muss.
    Die Arbeitszeit selbst beschränkt sich auf 10 Stunden am Stück. Bei Bereitschaftsdiensten verhält sich das etwas anders.
    Zudem kann ich mir nicht vorstellen, dass es Arbeitgeber gibt, die sich darauf einlassen, dass du 2 Vollzeittätigkeiten hast, denn jeder Arbeitgeber erwartet ja deine volle Arbeitsleistung.
    Falls ein zusätzliches Einkommen zur Vollzeittätigkeit gewünscht ist, kann man ja zusätzlich einen Minijob ausüben.
    Ich kenne aber auch Leute, die haben 2 Halbtagsjobs.
    Wenn man arbeiten möchte, dann findet sich schon eine Möglichkeit. Vor allem, wenn du bereit bist, auch solche Arbeiten auszuführen, für die sich manche Leute zu schade sind.
    Viele Grüße
    Kathi

  8. Moderation

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    AW: die Steuern rund um den Job

    Zitat Zitat von Sonne_am_Horizont Beitrag anzeigen
    Ob das kräftemäßig zu schaffen ist, sei mal dahingestellt, mich würde in dem Fall lediglich die Steuer-Theorie interessieren aber vermutlich muss ich dann für beide Jobs die vollen Abgaben zahlen.

    LG, Sonne
    Zum Ersten hat Trainerin ja schon alles wichtige ausgeführt.

    Bei den Abgaben müsstest Du zunächst mehr als "voll" bezahlen. Die erste Arbeitsstelle (auch bei zwei Halbtagsstellen) wird mit Deiner für Dich zutreffenden Steuerklasse belastet. Der weitere Job dann mit Steuerklasse 6, d.h. höchste Besteuerung überhaupt.

    Wenn Du dann allerdings Deinen Lohnsteuerausgleich beantragst, werden beide Jobs zusammengerechnet und mit Deinem persönlichen Steuersatz abgerechnet. Das was Du übers Jahr für Job 2 zuviel gezahlt hast, wird zurückerstattet.

    Bei der Sozialversicherung ergibt sich zwischen beiden Jobs kein Unterschied.
    Moderatorin in
    *Gesundheit* und *Frauengesundheit*
    *Fasten* und *Welchen Nutzen haben Diäten?*
    *Haushalt - Tipps und Tricks*


  9. Moderation

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    AW: die Steuern rund um den Job

    Alles wesentlich ist schon geschrieben worden.

    Und weshalb sollte man für zwei Jobs wenig Steuern und Versicherung zahlen, als wenn man nur einen Job mit mehr Verdienst hätte ?


    Hinsichtlich der Steuerklasse 6 gibt es ein Missverständnis. Der Steuersatz in Deutschland ist ja progressiv. Sprich mit jedem Euro, den ich mehr verdiene habe ich auch einen höheren Einkommensteuersatz. Der Grundfreibetrag von rd. 8.000 Euro ist steuerfrei. Danach startet er mit 14 % und steigt dann auf schlussendlich 45 %. Je besser ich verdiene, desto mehr muss ich auch abgeben und zwar nciht nur prozentual, sondern mit steigendem Steuersatz.

    Die Steuerklasse "1" berücksichtigt in ihrer Berechnung den Grundfreibetrag und ergibt somit einen niedrigeren Steuersatz. Die Lohnsteuerklasse "6" enthält diesen Grundfreibetrag nicht (weil der ja bereits im ersten Arbeitsverhältnis berücksichtigt wird) und startet deswegen mit einem höheren Steuersatz.

    Wenn man jetzt ein ganzjähriges Gehalt erhält, dass über dem Grundfreibetrag liegt und zusätzlich noch ganzjährig mit Steuerklasse 6, dann ist die gesamte Lohnsteuerzahlung durchaus angemessen. Denn wenn man nur ein einziges Gehalt auf Steuerklasse 1 hätte, wäre bei einem höheren Gehalt auch ein höhere Steuer zu zahlen.

    Fiktives Beispiel (keine realen Steuersätz, die habe ich gerade nicht vorliegen)

    1) ein Gehalt von 30.000 Euro wird mit 30 % versteuert. Also Lohnsteuer 9.0000 Euro

    2) zwei Gehälter: 1. Job 20.000 Euro mit 25 % Steuersatz, also 5.000 Euro
    2. Job mit 10.000 Euro - nach dem geltnden Steuerrecht schlussendlich mit 4.000,- Euro zu besteuern.

    Im ersten Moment hat man das Gefühl - dann lohnt der zweite Job ja gar nciht, weil er "so hoch besteuert wird" - aber wenn man in nur einem Job die 30.000 verdient, dann erscheinen einem die 9.000 Euro Steuer gar nicht so hoch. Denn im ersten Job profitiert man nur insoweit von Lohnsteuerklasse 1 - weil der Verdienst niedriger ist und sich somit der Grundfreibetrag stärker auswirkt.



    Geld zurück durch die Einkommensteuererklärung bekommt man in der Regel dann, wenn man höhere Werbungskosten als 1.000 Euro hat, wenn man ander Abzüge (Sonderausgaben, außergewöhnliche Belastungen, haushaltsnahe Dienstleistung oder Spenden usw) hat oder wenn man im Laufe des Jahres unterschiedlich hoch verdient hat.
    Freiheit ist, wenn jeder sich auf seine Art zum Deppen machen kann.

    .... und das demnächst auf www.befriendsonline.net/


    Profilbild © edwardbgordon
    Moderation:
    "Rund um den Job", "Mietforum" und "Selbstständige, Freiberufler & Co"

  10. Inaktiver User

    AW: die Steuern rund um den Job

    Interessant wäre auch zu erfahren, warum die TE diese Frage beantwortet haben möchte.
    Vermutlich um das Einkommen aufzubessern.
    Da kommt in mir die Frage auf, warum immer mehr Menschen in Deutschland einen Zweitjob annehmen müssen.
    Tendenz steigend.
    Es ist ja mehr als offensichtlich, dass es unsere Regierung verpasst hat, die Löhne in den letzten Jahren anzupassen.
    Wir haben hier ein Grundproblem, das nur die Politik richten könnte.
    Jetzt nach 10 Jahren, gibt Steinbrück zu, dass es ein Fehler war, mit der Agenda 2010 den 400 Euro Jobs und Leiharbeit ein zu großen Rahmen gegeben wurde.
    Übrigens habe ich in einem TV-Bericht gesehen, dass mittlerweile viele deutsche Firmen ihre Außenstellen im osteuropäischen Raum wieder zurück nach Deutschland verlagern, weil dort die Löhne ebenso gestiegen sind und sich auch die Transportkosten nicht mehr rentieren.
    Ich frage mich, woher kommt denn diese Gleichgültigkeit von uns Deutschen, dass wir alles mit uns machen lassen.
    Natürlich kommt jetzt die Antwort, jeder könne sich ja weiterbilden, aber man muss sich auch mal vorstellen, wenn die Hälfte der Niedriglohn- und Hilfsarbeiter eine Weiterbildung macht und diese Stellen dann fehlen. Keine Fensterputzer, keine Reinigigunskräfte, keine Friseuere mehr usw.....

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