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    AW: 80% Arbeitszeit auf 4 oder 5 Tage verteilen?

    Warum bist Du denn eigentlich auf Teilzeit gegangen? Bei mir war es aus gesundheitlichen Gründen, ich will weder aufsteigen noch sonst irgendwas groß erreichen, finanziell ist vom AG her sowieso nix möglich. Klar, mehr verdienen wäre nicht schlecht, aber was habe ich davon, wenn ich am Stress kaputt gehe?
    No hell below us, above us only Sky...

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    AW: 80% Arbeitszeit auf 4 oder 5 Tage verteilen?

    Die TE macht auf mich nicht den Eindruck, als strebe sie Karriere und eine leitende Position an, sondern als suche sie eine Arbeit, die zu ihrem Lebensmodell paßt. Typsich weiblich daran ist, daß sie erwartet, daß Abmachungen eingehalten werden, ohne daß man sich dafür gelegentlich auf die Hinterbeine stellen und Köpfe zusammenschlagen muß.
    Genau so ist es -> Lebensmodell. Mehr als Teamleitung muss ich als Karriere nicht unbedingt machen. Auch mit dem anderen hast du recht. Ich bin aber schon auf dem Weg der Besserung, um zu lernen, meine Rechte mehr durchzusetzen. Ehrlich gesagt, teilweise kannte ich meine Rechte gar nicht und bin auch jetzt nicht in allem sicher.

    Warum bist Du denn eigentlich auf Teilzeit gegangen?
    Erstmal bin ich nicht auf Karriere aus, deshalb war mein Traum schon im Studium mal nur 80% zu arbeiten, weil das für mich die perfekte Balance zwischen Arbeit, Freizeit und noch genügend zu verdienen ist. Gearbeitet habe ich aber immer 100%, klar, man fängt als Berufseinsteiger normalerweise nicht in Teilzeit an, normale Stellen sind ja auch Vollzeit ausgeschrieben. Dann ist mir die Stelle angeboten worden, allerdings in einer Niederlassung mit einem Fahrtweg von fast 2 Stunden. Das hätte ich bei Vollzeit nicht gepackt, gebe ich ehrlich zu. Deshalb war meine Bedingung 4 Tage, sonst mache ich den Job nicht. Mittlerweile bin ich in einer nähergelegenen Niederlassung, aber den Vorteil der 80% möchte ich nicht mehr hergeben.

    Es gibt auch durchaus Leute, die Vollzeit in 4 Tagen arbeiten. Oder die sechs Wochen Vollzeit arbeiten und dann eine Woche Gleitzeit nehmen. Mitarbeiter, die unkontrolliert Überstunden auflaufen lassen, erzeugen erstens Papierkram, und zweitens haben sie keine Reserven mehr, wenn wirklich der Hut brennt.
    Leider kann ich nicht zu sehr ins Detail gehen, das wäre mir zu heikel in einem öffentlichen Forum.
    Unser Unternehmen wurde sozusagen mit zwei anderen fusioniert, der Prozess läuft immer noch und deshalb geht vieles drunter und drüber. Es gab Kündigungen, aber keine Nachbesetzungen, so dass einfach Leute fehlen. Wenn keiner da ist, wer soll die Arbeit dann machen? Ich weiß, das ist Sache des Vorgesetzten, aber als "Neue" hätte ich nicht mal so dermaßen auf meine Rechte bestanden, wenn ich alle gekannt hätte.

    Zwei meiner Kolleginnen haben über 200 Überstunden Die hatten sie schon, als ich gekommen bin, weil sie in ihrer alten Niederlassung unkontrolliert Überstunden haben auflaufen lassen und nicht gesagt haben, dass sie jemand brauchen. Nun hat das der BR gemerkt und hat darauf bestanden, dass die Überstunden abgebaut werden. Die fehlen nun auch oft. Dann haben wir zwei Frauen mit kleinen Kindern. Für die ist die Umstrukturierung noch härter als für mich. Auf die nimmt man dann auch Rücksicht in einem guten Team. Aber dann fehlen die auch.

    Das befreit aber auch nicht von der Notwendigkeit, die Details von Stundenverteilung mit dem Chef abzusprechen und sich nicht die Butter vom Brot nehmen zu lassen.
    Das ist richtig, es ist ja auch nicht so, als ob ich alles mit mir gefallen lassen würde. Für die kurze Zeit, in der ich da bin, habe ich relativ viele Forderungen gestellt. Extrawürste könnte man sagen. Aber ich bin auch darauf angewiesen, dass der Chef mitmacht.
    Bis gestern dachte ich ja noch, ich hätte eine 5-Tage-Woche, weil das derzeit von meinen Vorgesetzten jedem im Team so mitgeteilt wurde. Das Thema Stundenverteilung ist derzeit ein ganz heikles Thema bei uns und mein Chef hat neulich einer anderen Kollegin, die auch auf eine 4-Tage-Woche reduzieren will, gesagt, sowas macht er nicht mit. Auf ihren Einwand, bei mir wäre es ja auch gegangen, hat er wohl nichts gesagt. Deshalb bin ich ja erst darauf gekommen, dass da bei mir irgendwas nicht stimmt mit der Logik 5-Tages-Woche-Vertrag.

    Also, es ist einfach ein internes, strukturelles Problem, das sich nicht einfach durch Absprachen mit dem Chef lösen lässt (mein Gefühl). Wie gesagt, jedes Fehlen der einen, wird auf dem Rücken einer anderen ausgetragen. Wir sind zu wenig Leute, aber solange die Personaldirektion keine Neueinstellungen erlaubt, bleibt alles wie es ist.

    Deshalb kann ich nur gucken, dass mein Chef sich doch auf die fixe 4-Tages-Woche einlässt oder zu versuchen, meine Teilzeitvorstellungen anders zu verwirklichen.

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    AW: 80% Arbeitszeit auf 4 oder 5 Tage verteilen?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Gerade Frauen sollten ihre extreme Freizeit-Orientierung ablegen. Wir wollen so wie die männlichen Kollegen bezahlt und beachtet werden, also müssen wir uns auch so verhalten.
    Das hat nichts mit Freizeit-Orientierung zu tun, wobei ich es nicht negativ finde, neben der Arbeit auch andere Dinge im Leben wichtig zu finden. Es gibt einen klaren Vertrag: x Stunden Arbeitsleistung/Woche für yz Euronen pro Monat. Die x Stunden müssen auf die Arbeitswoche verteilt werden. Der Arbeitgeber der TE scheint keine besonderen Bedarfe zu definieren, die eine 4-Tage-Woche unmöglich machen, also ist die Frage legitim, auf wie viele Tage pro Woche die x Arbeitsstunden verteilt werden.

    Es werden wohl die Allerwenigsten grundsätzlich keine Bereitschaft für Überstunden zeigen. Aber Dein Posting lässt bei mir das Gefühl aufkommen, dass Karriere oder auch nur Gleichbehandlung mit Männern nur zu erreichen sei, wenn man allseits flexibel und unter Inkaufnahme von Überstunden alles an der Arbeit ausrichtet. Ist mir zu schwarz-weiß, es ist schon sinnig, sich individuell Gedanken zu machen, wie die Arbeit sich zu den anderen Bereichen des Lebens verhält.

    @ TE, ich würde mich fragen, wie realistisch es ist, dass Du an fünf Tagen/Woche in etwa die durchschnittliche Arbeitszeit arbeiten kannst. Bei Teilzeit ist man schnell dabei, Überstunden aufzubauen. Ist das aber einigermaßen klar, würde ich die 5-Tage-Woche bevorzugen. Mir wäre bei einer 4-Tage-Woche das Leben zu sehr in Blöcken aufgeteilt: 1. Hälfte dolle arbeiten, 2. Hälfte Freizeit. Ich finde die Variante, dass das Verhältnis von Arbeit und Freizeit jeden Tag relativ ausgewogen ist, deutlich entspannter.

    Was passiert mit den Überstunden, die ihr nicht abbummeln könnt?
    Mache das sichtbar, was ohne dich vielleicht nie gesehen werden würde.

    - Robert Bresson -

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    AW: 80% Arbeitszeit auf 4 oder 5 Tage verteilen?

    Was passiert mit den Überstunden, die ihr nicht abbummeln könnt?
    Theoretisch kann man sich die auszahlen lassen. Aber in der Praxis werden die Überstunden eben mitgeschleppt, bis sie abgebaut werden können. Die besagten Kolleginnen bauen derzeit Überstunden von 2011/12 ab...

    Also, Überstunden werden selbstverständlich in Freizeit abgebaut, aber ob das immer zeitnah passieren kann, ist ein wenig die Frage. Meine Idealvorstellung ist es nunmal nicht, Vollzeit zu arbeiten und damit soviele Überstunden anzuhäufen, dass ich das restliche Jahr zuhause bleiben könnte.

  5. VIP

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    AW: 80% Arbeitszeit auf 4 oder 5 Tage verteilen?

    ich frag mich langsam schon was euer Betriebsrat macht.
    Grüßlis
    mkr

    ________________________________

  6. Moderation

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    AW: 80% Arbeitszeit auf 4 oder 5 Tage verteilen?

    Zitat Zitat von mkr Beitrag anzeigen
    Eigentlich nicht wenn man seine Rechte kennt.
    Das wollen wir ja hier erreichen
    ** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **

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    AW: 80% Arbeitszeit auf 4 oder 5 Tage verteilen?

    ich frag mich langsam schon was euer Betriebsrat macht.
    Frag ihn Was machen denn andere BR`s? Merken die immer von allein, dass irgendwas nicht so günstig läuft oder muss der AN das nicht auch mal sagen? Bei uns hat sich bis jetzt keiner offiziell beschwert.

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    AW: 80% Arbeitszeit auf 4 oder 5 Tage verteilen?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Um Akzeptanz zu bekommen, muss ich anwesend sein.
    Das ist zwar eigentlich etwas OT hier, aber ich muss es doch kommentieren: genau oben genanntes ist meines Erachtens der absurde Wahnsinn, der in vielen Unternehmen und Jobs abläuft. Nur, wer Präsenz zeigt, arbeitet vermeintlich gut und genug, zeigt vermeintlich genug Engagement. Das ist Blödsinn. Es gibt, soweit ich gelesen habe, sogar Studien, die besagen, dass jemand, der 80% oder 85% arbeitet, genauso effizient und mit genauso viel Output arbeite wie jemand, der nominell 100% arbeitet. Schon weil man nicht immer durchgehend 100% Leistung bringen kann, aber jemand, der z. B. an 5 Tagen je 6 Stunden da ist diese oft effizienter nutzt als jemand, der 8 Stunden da ist. Und wenn ich so in der Praxis schaue - ich schaffe in den 32 Wochenstunden an den 4 Tagen, die ich da bin, genauso viel Arbeit weg wie meine Kollegen in 37,5 Stunden an 5 Tagen.

    Die ein oder andere Überstunde machen wir alle mal und da scheu ich mich auch nicht - für mich war die Umstellung auf 4 Tage die Woche allerdings wirklich ein Segen in einem Unternehmen wo ich a) in meinem Bereich keinerlei Aufstiegsmöglichkeiten habe und aber b) auch in 85%-Teilzeit noch gut verdienen kann und es mir wie es halt so üblich ist c) eh nie einer dankt, wenn ich Stunde um Stunde da absitze um präsent und damit vermeintlich motivierter zu sein.

    Und von wegen "Freizeitorientierung ablegen" - meine langen Wochenenden geben mir so viel, dass ich in meiner Arbeitszeit deutlich weniger gestresst und genervt bin als vorher. In meinen Augen ein Gewinn für mich UND das Unternehmen. Auch wenn man es da natürlich sieht wie anderswo: "Beförderungen und sowas kannst Du dann vergessen - ich weiß schon, dass das rechtlich nicht so sein darf, aber das muss man realistisch sehen..." (ungefährer O-Ton Chef damals als ich mein Recht auf Teilzeit anmeldete... aber dachte ich nur *muahaha, welche Berförderung???")

    Es wird - im Gegenteil zu Deiner Meinung - meines Erachtens mehr als Zeit, dass mehr Unternehmen in Deutschland die Vorteile flexiber Arbeitszeiten schätzen lernen. Davon profitiert nämlich nicht nur der Mitarbeiter und dessen Familie. Viele viele Präsenzstunden allein sind nicht das seligmachende Allheilmittel.
    Geändert von Eteterfon (10.08.2013 um 14:55 Uhr)
    “Sometimes I think the surest sign that intelligent life exists elsewhere
    in the universe is that none of it has tried to contact us.” (aus Calvin & Hobbes)

  9. gesperrt

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    AW: 80% Arbeitszeit auf 4 oder 5 Tage verteilen?

    Zitat Zitat von Tabea57 Beitrag anzeigen
    Hi Gwendolyn,

    ich arbeite genau wie Du 33 Stunden und habe die auf 4 Tage verteilt.
    Meine Frage an Dich: Wieso kriegst Du weniger Urlaub???
    Ich habe zwar auch "nur" 24 Urlaubstage, aber da bei mir die Woche 4 Tage hat, sind das - genau wie bei der 5-Tage-Woche - 6 Urlaubswochen. Also alles paletti.
    Bei Krankheit habe ich ebenfalls keinen finanziellen Ausfall. Bekommst Du ein festes Monatsgehalt? Dann dürfte Krankheit auch nicht zu weniger Geld führen.

    Die Vorteile liegen für mich auf der Hand: ich arbeite nur eine halbe Stunde pro Tag mehr, habe weniger Kosten für Sprit und einen freien Tag in der Woche mehr - ein toller Luxus!
    Bei mir sind die 30 Stunden auf 5 Tage verteilt und es für mich eher Luxus, mittags schon nach Hause zu gehen, wenn alle anderen noch weiterarbeiten müssen , so hab ich die Nachmittage frei für alles mögliche.... Kosten sind egal, da Jobticket.

    Firefly

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