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  1. Administrator

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    Mein Job frisst mich auf

    Arbeiten bis spät in die Nacht, ständig unter Zeitdruck, keine Zeit für Freunde – und immer ein schlechtes Gewissen. Was aber sollen wir tun, wenn der Job das ganze Leben beherrscht?

    Haben Sie ähnliche Erfahrungen im Job gemacht?

    Eine angeregte Diskussion wünscht
    das Brigitte.de-Team

    Der Strang bezieht sich auf den Artikel "Mein Job frisst mich auf" aus der aktuellen BRIGITTE 23/2006 (Erscheinungstermin 25.10.2006).
    Das BRIGITTE Community-Team ist Ihr Ansprechpartner bei Fragen, Wünschen oder Problemen rund um die Community. Schreiben Sie uns gerne eine PN oder eine E-Mail.

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    AW: Mein Job frisst mich auf

    Klingt wie meiner ... und hat den Punkt erreicht, an dem es nicht mehr geht. Nur arbeiten, in einem Umfeld, das die Gesundheit kaputt macht und immer nur Druck Druck Druck ... das hält niemand ewig aus. Darum muss man sich irgendwann den Gedanken gefallen lassen: Und was ist mit DIR? Wo bleibst DU? Was kriegst du für deine n Einsatz? Dann kriegt man zu oft die Antwort: nichts. Denn kein Gehalt der Welt kann aufwiegen, was man verliert.

    Das Schlimmste dabei ist, dass es kaum noch anders wird. So gut wie jede Firma reduziert Personal, belastet die übrigen immer mehr, aber keiner macht sich real die Mühe, sich um die Mitarbeiter zu kümmern. Sind ja genug andere da, wenn der eine ausfällt, gibts halt den nächsten, macht ja nichts ...

  3. Inaktiver User

    AW: Mein Job frisst mich auf

    Momentan noch nicht. Aber unsere Firma ist auf dem besten Weg dazu.
    Immer mehr Arbeit, immer weitere viele kleine Aufgaben, die unbedingt erledigt werden müssen. Personalbestand bleibt natürlich gleich.
    Und der Chef glaubt aus irgendeinem Grund, wir hätten unglaublich viel Leerlauf, sodaß wir weitere Aufgaben übernehmen können. Dabei sieht er allmonatlich die Stundenabrechnungen aller Mitarbeiter.
    Wenigstens gibt es bei uns keine unbezahlten Überstunden, ein Umstand, über den man heutzutage dankbar sein muß.

  4. Inaktiver User

    AW: Mein Job frisst mich auf

    Der Einstieg in meinen derzeitigen Job hat mich fast kaputt gemacht. Wenn das Kollegenteam nicht so gut wäre, wäre ich lieber in die Arbeitslosigkeit gegangen.

    Warum? Ganz einfach:
    10 Tage vor Arbeitsaufnahme haben wir als Neueinsteiger unsere erste Teamsitzung gehabt - auf einem Sonntagnachmittag. Den darauffolgenden Dienstag haben wir mal eben schnell mehrere Infoveranstaltungen für neue Teilnehmer durchgeführt. Das war ja ersteinmal halb so wild.

    Der erste Arbeitstag begann gleich mit einem vollen Terminkalender, deshalb fiel uns auch gar nicht auf, dass wir weder Raum noch Einrichtung desselben hatten.

    An unserem zweiten Arbeitstag startete auch gleich eine neue Maßnahme, für die wir verantwortlich sind. Wir sind sowohl für die Verwaltung als auch für die Durchführung der Maßnahme verantwortlich. Allerdings war der uns zugewiesene Raum die reinste Rumpelkammer. Dort standen zwar Tische und Stühle und ein Telefon, aber an die Tische kamen wir nicht unfallfrei heran. Der gesamte Raum war voll mit Kartons, alten Geräten und Maschinen und defekten Möbeln. Wir hatten nichts, wo wir unsere Taschen abstellen konnten. Am dritten Arbeitstag haben wir uns dann einen Weg freigeschaufelt, um an die Tische heranzukommen. Dabei stellten wir fest, dass wir eine Spüle und einen Kühlschrank im Raum hatten. Beides konnte alleine laufen, ihr versteht was ich meine?

    Insgesamt haben wir mehr als 4 Wochen ohne PCs gearbeitet, umgeben von Gerümpel und Müll. Dann haben wir eigenmächtig den Müll rausgeschmissen und den Chef genötigt, Rechner anzuschaffen. Nun hat jeder seinen eigenen neuen internetfähigen Rechner, dazu Monitore von Anno Tuck. Mittlerweile können wir mit unserem Telefon auch aus der Nahzone heraus telefonieren und somit auch die Teilnehmer erreichen, die in der Nachbarstadt leben.

    Wer von Euch hat im Jahre 2006 noch den Schriftverkehr per Hand gemacht? Wir haben sogar Abmahnungen von Hand geschrieben und sämtlichen Listen per Hand erfasst und gepflegt.

    Heute habe ich mir ein Herz gefasst und die Rechner in unserem Büro miteinander vernetzt, damit wir nicht immer mit einem Datenstick die Daten austauschen müssen. Wir arbeiten mittlerweile den dritten Monat dort.

    Zusätzlich zu den äußeren Missständen kommt der alltäglich Stress, den man mit Randgruppen hat. Unser Klientel kommt hauptsächlich aus der neuen Unterschicht.

    Wie gesagt, wäre das Team sich nicht einig, hätten wir alle schon längst das Handtuch geworfen - zumal der Stress halt nicht im Büro bleibt.

  5. User Info Menu

    AW: Mein Job frisst mich auf

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Arbeiten bis spät in die Nacht, ständig unter Zeitdruck, keine Zeit für Freunde – und immer ein schlechtes Gewissen. Was aber sollen wir tun, wenn der Job das ganze Leben beherrscht? Haben Sie ähnliche Erfahrungen im Job gemacht?
    Klar - warum hat mir mein Chef ein nettes, Notebook gekauft, dass so groß ist, dass man damit perfekt im ICE arbeiten kann? Warum hat mir mein Chef ein Handy in die Hand gedrückt, und damit ich das immer dabei habe, gehen alle Telefonate bis rund 3 Minuten aufs Haus?

    In der Woche geht es meist von 8:30 bis 18:30, freitags ist konsequent um 15:30 Schluß. Seit dem ich akzeptiert habe, dass ich in der Woche kein Privatleben habe, geht es mir deutlich besser.

    fcl
    What happens in Vegas, stays on Facebook!

  6. Inaktiver User

    AW: Mein Job frisst mich auf

    Kommt mir alles bekannt vor. Dienst von 7 bis 19 h, bei Mittagspause wird man doof angeguckt. Erinnert man mal dezent an seine Überstunden, wird einem nahe gelegt, sich doch anderswo nach Arbeit umzusehen. Entlastung nicht in Sicht, meine Überstundenanzahl ist noch zu gering. Ist man krank, gibt es ein "Gespräch", ob man keine Lust mehr zum Arbeiten hätte.

    Ergebnis: Nervosität, Schlaflosigkeit, Unruhezustände, Stressakne und als Gipfel 6 Tage Migräne vor 2 Wochen. (Und ich hatte schon zurück gefahren gegenüber dem letzte Jahr.)

    Mein Fazit: LMAA, jetzt endgültig. Ich feiere jetzt erst mal jeden Tag eine Überstunde ab. Der Rest des Tages läuft "entspannt". Was in 7 Std. nicht geschafft wird, bleibt "leider" liegen. Bin mal gespannt, wann ich dafür "zum Gespräch" geladen werde. Zum Glück ziehen die meisten Kollegen inzwischen mit, die meinten lange Zeit, sie müssten sich auf diese Weise behandeln lassen, aber inzwischen sind sie auch am Ende ihrer Kräfte. Chef versteht die Welt nicht mehr, aber wen kümmert das? Meine Gesundheit und mein Leben gibt mir keiner zurück!

  7. Inaktiver User

    AW: Mein Job frisst mich auf

    Chef versteht die Welt nicht mehr,
    Logisch wo es doch immer so einfach war, das Personal bis zum Umfallen arbeiten zu lassen, ohne eine besondere Gegenleistung gewähren zu müssen. Die Rendite ist doch immer wichtig..
    Geändert von Inaktiver User (21.10.2006 um 21:18 Uhr)

  8. Inaktiver User

    AW: Mein Job frisst mich auf

    Jip, er frisst und frisst und frisst.

  9. User Info Menu

    AW: Mein Job frisst mich auf

    Nach über 2 Jahren permanentem Druck, inzenierten Schikanen, Personalkürzungen....... spiel ich nicht mehr mit. Loyalität gegenüber meinem Arbeitgeber ja, aber ich habe auch Verantwortung für meine Mitarbeiter, meine Familie und mich selbst. Es wird mich meinen Kopf kosten, aber meine Seele werd ich für die Profitgier meines AG nicht mehr verkaufen.

    Natürlich wird sich nichts ändern, auch nach mir werden sie kommen, oft mit der Hoffnung etwas änder zu können. Sie werden "gegangen" wenn sie verbraucht sind oder gehen von selbst, desillusioniert und kaputt.

    Alle müssen sparen, ich auch. Nach diesem Gastspiel mit hinreichendem Blick hinter die Kulissen werd ich versuchen die "Billigheimer" zu meiden.
    Ich weiß das es auch anders geht, aber ich werde es nicht mehr ändern können.

  10. User Info Menu

    AW: Mein Job frisst mich auf

    Kenn ich auch, arbeiten bis zum Umfallen und einen Tritt, wenn man nicht mehr kann.

    Ich habe regulär an jedem zweiten Wochenende zu arbeiten. Das ist ganz normal. Doch dann wurde ich gefragt ob ich nicht an meinem freien WE einspringen könnte. Und zwar am Donnerstag vor besagtem WE. Was der Vorgesetzte nicht erwähnte, ich kann garnicht gezwungen werden sowas mitzumachen, die Dienstpläne sind verbindlich, er ist selbst in der Pflicht,wenn er niemanden findet.
    Aber sowas fand ich erst durch ein berufsbezogenes Forum heraus.

    Zwei Wochen später, der Freie Tag, den ich für das Einspringen bekommen sollte, wurde kurzfristig gecancelt....und dann wurde ich wieder "überredet" einzuspringen.
    Dazu muss ich sagen, ich war ja noch in der Probezeit.
    Ich wollte doch unbedingt das es funktioniert.

    Aber fünf Wochen am Stück arbeiten??? Das kann es doch auch nicht sein....

    bin zur Leitung und hab mich beschwert.
    Tja, der Erfolg war sehr nett...eine Woche später hatte ich die Kündigung.
    Ohne Angabe von Gründen, aber in dem Kündigungsgespräch wurde mir gesagt, "ich hätte meine Arbeit nicht mehr so fröhlich gemacht, wie zu Beginn"....


    iss ess denn zu fassen????
    Wenn das Leben mir Hefepilze schenkt....backe ich Brot.... ;)

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