Hallo an alle,
ich bin neu hier und brauche gleich mal euren Rat..... Weiß momentan wirklich nicht mehr weiter. Ich brauche einfach Meinungen von Außenstehenden, die das ganze neutral sehen.
Ich bin 22 Jahre alt und habe nach der Realschule und dem Besuch der einjährigen höheren Handelsschule eine Ausbildung zur Justizfachangestellten gemacht. Relativ schnell habe ich gemerkt dass das nicht das wahre für mich ist. Ich war total unglücklich und unzufrieden, und hatte irgendwie das Gefühl das ich total erdrückt werde. Die ganzen Rechtsgrundlagen und Normen, mit alle dem konnte ich ziemlich wenig anfangen. Ich kam mir zum Teil auch total unterfordert vor, den ganzen Tag nur Akten, immer dieses stumpfe Pc Programm, immer das gleiche eingeben...
Na ja ich habe die Ausbildung dann mit einer guten 3 bestanden. Nach einigem Hin- und Her wurden wir dann alle relativ kurzfristig nicht übernommen.
Wenn ich ehrlich bin fand ich das gar nicht so schlimm, ich hatte irgendwie Aufbruchsstimmung wollte nochmal was anderes machen, aber was wusste ich auch nicht.
Schnell hat mich dann die Realität eingeholt. Es war Ende August und fast alle Ausbildungen hatten schon angefangen und da ich Geld brauchte, habe ich dann einen Job in einer Stadt 100 km weit weg von meiner Heimat angenommen. Wieder als Justizfachangestellte. Befristeter Vertrag, als springkraft.
Im Prinzip war von Anfang an klar dass das ganze scheitern würde, ich war nicht bereit da hinzuziehen, bin jeden Tag gependelt und habe als Springkraft echt nur die super Hivi Aufgaben gemacht Aktendeckel anlegen etc. Ich bin dann in ein richtiges Loch gefallen, Privat lief es auch nicht gut, hatte kaum noch Zeit für Hobbys, Partner etc. bis es schließlich zur Trennung kam. Ich musste dann auch mein Pferd verkaufen, weil ich es zeitlich nicht mehr geschafft habe. Und irgendwie hat mir das den Rest gegeben. Ich habe angefangen schlampig zu arbeiten, minus Stunden zu stempeln etc. Ich weiß ich habe viele Fehler gemacht. Dann kam ich in eine Abteilung wo ich gemobbt wurde.
Ende des ganzen war dann das ich länger krank geschrieben war und schließlich eine Reha gemacht habe, dann sollte ich eine Wiedereingliederung machen. Die wurde dann von meinem AG abgelehnt, es ging so Hin und Her. 100 von Gesprächen auch mit Betriebsrat und Sozialarbeiterin, alles ohne Erfolg.
Ich habe dann einen Auflösungsvertrag mit meinem AG gemacht, im März 2013. Ich hatte das Gefühl dass mich das wieder runterzieht, ich wieder in ein Loch falle, ich irgendwie keine Luft zum atmen habe und mich das alles nur noch unglücklich und unzufrieden macht.
Ich habe dann angefangen in einem Altenheim zu arbeiten als Pflegekraft. Und das hat mir total Spaß gemacht.
Die waren ganz begeistert von mir und haben mir einen Ausbildungsvertrag zu exa. Altenpflegerin angeboten.
Ich war da auch ganz happy mit, nur leider habe ich dann ganz arge Probleme mit meiner Haut (Hände, Gesicht) bekommen. Ich war bei mehreren Ärzten und Hautärzten, das hat aber alles keine Besserung gebracht. Das ist wohl Neurodermites. Wir haben dann verschiedene Handschuhe und Desinfektionsmittel ausprobiert - ohne Erfolg. Ich hatte zum Teil richtig offene Stellen.
Die Ärzte und auch die Schule haben mir von der Ausbildung abgeraten, da das mit der Haut zu 99 % nicht besser wird.
Der Betrieb ist dann auch abgesprungen denen war das zu riskant, das ich am ende dauernd krank bin wegen der haut.
So und nun stehe ich da und weiß nicht was ich beruflich machen soll.
Ich arbeite zur Zeit - in Teilzeit - in dem Altenheim als Pflegekraft. Ist auf Dauer aber nichts. Da zu wenig Geld und auch wegen meiner haut.
In meinen alten Beruf möchte ich nicht zurück, zumal es da auch keine Stellen gibt, die Gericht sparen ja alle Stellen ein.
Ich habe mich auf Stellen bei Rechtsanwälten und in Rechtsabteilungen bei größeren Firmen und Banken beworben. Aber nur absagen bekommen, irgendwie kann niemand verstehen das man freiwillig aus dem öffentlichen Dienst weggeht. Bzw. mit meiner Ausbildung kann niemand was anfangen.
Nun ist es so das ich gerne eine 2. Ausbildung machen würde, aber wenn ich realistisch bin wird es wohl sehr schwer etwas zu finden. Ich dachte an etwas wie Kauffrau im Gesundheitswesen oder Kauffrau im Groß und Außenhandel. Aber ob das dann das richtige ist?
Eine Idee war es jetzt sich bei den Firmen erstmal um ein Praktikum zu bewerben und so vielleicht an eine Ausbildungsstelle zu kommen und allgemein bessere Chancen zu haben etwas zu finden?! Aber ob das klappt?
Oder doch in einen ganz anderen Bereich gehen?
Ach ich weiß doch auch nicht. Ich momentan einfach angst das aus mir nichts mehr wird, das ich auf ewig nur solche hilfsjobs machen muss :( weil ich nichts finde...
Sorry das der text so lang geworden ist.
liebe grüße![]()
Antworten
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01.08.2013, 10:07
große Probleme mit der beruflichen Zukunft... 22 und immer noch keinen Plan
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01.08.2013, 10:16
AW: große Probleme mit der beruflichen Zukunft... 22 und immer noch keinen Plan
Nur ganz Kurz:
Wenn dir die Zeit im Altenheim soviel Frede bereitet hat,
würde ich genau dort anknüpfen.
Ein Kauffrauen-Beruf weiß ich aber nicht ob es das wahre ist... wenn die die Büroarbeit so erdrückt hat. Ich habe mal in der Verwaltung eines Krankenhauses gearbeite... Dort bekommt vom eigentliche Krankenhaus kaum was mit, es ist wirklich nur ein Büro-Job wie jeder andere auch.
Was mir spontan einfiel, vor allem da du ja bereit bist nochmal eine Ausbildung zu machen:
Ergotherapeutin, Logopädin, was ind ie Richtung?
Da bist du wirklich Nahe am Menschen, führst aber keine pflegerischen Tätigkeiten durch, di edeiner Haut schaden könnten.
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01.08.2013, 11:19
AW: große Probleme mit der beruflichen Zukunft... 22 und immer noch keinen Plan
Vielen Dank für die Antwort.
An die Richtung Ergo. bzw. Logo. habe ich auch schon gedacht. Problem ist halt, das es da kein Geld für gibt und man ja bei den meisten Schulen auch noch Schulgeld bezahlen muss.
Ich bin mir nicht sicher ob die komplette kaufmännische Richtung nichts für mich ist. Ich weiß aber auch nicht ob meine erste Ausbildung mit einen typischen kaufmännischen Beruf vergleichen kann.
Zumal das Jahr an der Höheren Handelsschule mir schon gut gefallen hat.
Deswegen die Idee mit dem Praktikum. Allerdings weiß ich auch nicht wie Chancen stehen überhaupt einen Praktikumsplatz zu finden.
Irgendwie scheint das mit dem öffentlichen Dienst wie ein Brandmal zu sein. Ich scheine schon von vorn herein raus zu sein.
liebe Grüße
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12.08.2013, 16:01
AW: große Probleme mit der beruflichen Zukunft... 22 und immer noch keinen Plan
Da bist du echt in einer sehr unglücklichen Situation. Du erinnerst mich an mich. Ich habe erst eine Ausbildung zur Bürokauffrau gemacht, dann im kaufmännischen Bereich gearbeitet, weil ich Geld verdienen wollte/musste, dann habe ich noch ein Studium gemacht (Studienabschluss mit 28 Jahren) und anschließend wieder im kaufmännischen Bereich gearbeitet (allerdings nicht studienrelevant). Ich bin 33 und habe meinen Traumberuf auch noch nicht gefunden. Mit 22 Jahren bist du definitiv noch nicht zu alt, um deinen "Traumberuf" gefunden zu haben.
Zurück zu deiner Situation: Kannst du dir ein Coaching leisten? Bei der Deutschen Angestellten-Akademie (DAA - Ihr Partner für Weiterbildung und Umschulung) kosten 90 Minuten Bewerbungs- und Veränderungscoaching (zumindest hier wo ich wohne) 55 Euro. Oder du stöberst mal im Internet, was es so für mögliche Berufe für dich gibt und welche Voraussetzungen sie haben.
Bezüglich des Praktikums: Versuche dich doch mal initiativ für Praktikas zu bewerben. Bei einer Online- oder E-Mail-Bewerbung hast du (fast) keine Kosten. Du musst nur Zeit investieren.
Willst du mal ein typisches Bewerbungsanschreiben hier reinstellen? (Anonymisiert natürlich)
Lg,
Meredyth.Geändert von xanidae (12.08.2013 um 21:09 Uhr) Grund: Kommerziellen Link entfernt


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