Hallo,
seit wenigen Tagen bin ich hier angemeldet und erhoffe mir Tipps wie ich an mir "arbeiten" kann.
Zurzeit befinde ich mich noch in einer Berufsausbildung (meine zweite) und bin 31 Jahre jung/alt.
Innerhalb dieser Ausbildung absolviere ich ein Praktikum von 10 Monaten. Wenn alles wie geplant läuft, werde ich übernommen ...
Klingt doch an sich gut, oder?
Ja, leider klingt alles gut, ist es aber nicht. Aufgrund meines sehr geringen Selbstbewusstseins mache ich Fehler, (zwischenmenschlich) die einfach nicht sein müssten. Mir fällt es z.B. sehr schwer mich zu konzentrieren, weil ich 99% des Tages Angst habe etwas falsch zu machen.
Wie kann ich an meiner Persönlichkeit arbeiten?
Diese Angst schlägt mir so langsam auf die Gesundheit. Ich leide unter Magen-Darm Problemen (Schmerzen), habe Haarausfall/Haarbruch und meine Haut spinnt.
Habt ihr Tipps wie ich im Berufsalltag "ruhiger" werden kann? Ich bin immer so schrecklich nervös.
Vorher habe ich am Menschen gearbeitet, nun eher im Büro.
Danke, fürs lesen und für jeden Tipp.
Grüße.
Patientia.
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Ergebnis 1 bis 7 von 7
Thema: Wie "arbeite" ich an mir?
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06.04.2013, 14:28
Wie "arbeite" ich an mir?
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06.04.2013, 15:27Inaktiver User
AW: Wie "arbeite" ich an mir?
Liebe Patientia,
dass man in einem neuen Job erstmal noch unsicher ist und Angst hat, Fehler zu machen, ist eigentlich ganz normal. Mit der Zeit gibt sich das, und es reißt einem ja auch niemand den Kopf ab, wenn man am Anfang noch dreimal nachfragen muss.
Wenn man sich aber so unsicher fühlt, dass man total blockiert ist, ist das natürlich nicht so toll. Hattest Du diese Unsicherheit in Deinem ersten Beruf auch? Darf ich fragen, warum Du eine zweite Ausbildung angefangen hast, ist das jetzt etwas, was Du unbedingt machen wolltest?
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09.04.2013, 20:17Inaktiver User
AW: Wie "arbeite" ich an mir?
Patienta,
mach Dir bitte gar keinen Stress.
Fehler sind normal. Ich ertappe mich fast jeden Tag dabei, wo ich etwas hätte besser machen können. Das gehört dazu.
Zwischenmenschliche Fehler sind auch normal. Es gibt fast 6 MRD. Menschen auf dieser Erde. Woher sollst Du wissen wie Du mit wem wie umzugehen hast ?
Und ganz ehrlich ? Selbst die "Experten" haben doch auch keine Ahnung. Schau Dir doch mal an, was für Fehler beim Bau des Berliner Flughafens passiert sind und der gekündigte Projektmanager läuft bestimmt immer noch des Erhobenes Hauptes rum, wetten ?
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10.04.2013, 13:39
AW: Wie "arbeite" ich an mir?
Wie lang mahcst du denn schon das Praktikum? Wenn du erst am Anfang bist, ist es ganz normal, dass du noch sehr unsicher bist. Immerhiin kommt alles auf einmal: neues Umfeld, neue Kollegen, neue Aufgaben. Das sollte sich aber nach 1-2 Monaten einpendeln. Wenn du außerhalb auch Probleme hast, könntest du ja mal überlegen, ob du nicht mit einem Experten darüber reden willst.
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10.04.2013, 14:10
AW: Wie "arbeite" ich an mir?
Ich denke, ein Mentor oder Coach würde dir sehr helfen. Jemand, der dir Gutes will und dir sagen kann, "falsch", "richtig", "verbessern, und zwar so". Ohne Feedback ist es sehr schwer, zu sehen, was man gut gemacht hat und was nicht. Kannst du zur Einarbeitung so was kriegen?
Was auch hilft, setz dir kleine Schritte. "Ich mache heute das, und das, und das. Es ist egal, ob es gut ist, oder Schrott, es muß *fertig* werden. Und *dann* gebe ich es zum Review zu einem erfahrenen Kollegen."
Fachliches Selbstbewußtsein baut man auf, indem man über Jahre feststellt, daß man fast immer alles fast richtig macht. Das dauert. In der Zwischenzeit "gibt es nichts Gutes, außer man tut es." Also, erst mal tun. Denn was nicht getan ist, fällt bestimt durch.** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
** ansonsten niemand besonderes **
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12.04.2013, 14:52
AW: Wie "arbeite" ich an mir?
[QUOTE=wildwusel;21396326]Ich denke, ein Mentor oder Coach würde dir sehr helfen. Jemand, der dir Gutes will und dir sagen kann, "falsch", "richtig", "verbessern, und zwar so". Ohne Feedback ist es sehr schwer, zu sehen, was man gut gemacht hat und was nicht. Kannst du zur Einarbeitung so was kriegen?
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Seh ich wie Wildwusel......ich hatte mal einen Coach da war ich auch 30.....hat mir sehr geholfen.
Schau mal unter Persönlichkeitstrainings in deiner Region
LGHast du eine Mutter, dann hast du immer Butter. Mutter ist die beste Frau." - Helge Schneider, Buttersong


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17.04.2013, 13:35
AW: Wie "arbeite" ich an mir?
Hallo Patientia,
ich kann deine Situation sehr gut verstehen, da ich jahrelang genauso gedacht und gehandelt habe. Bei mir lag es wohl an der strengen Erziehung und dass ich immer Angst hatte etwas falsch zu machen. Mittlerweile hab ich das ganz gut in den Griff bekommen.
Ich hab viel darüber gelesen und vor allem das Buch Sorge dich nicht, lebe! von Dale Carnegie hat mir sehr weitergeholfen.
Aber der beste Tipp darin war für mich folgender. Denke immer daran was das Schlimmste ist, das passieren kann und finde dich ggf. damit ab. Wenn du das akzeptierst wirst du merken, dass "dieses Schlimmste" oft gar nicht so wild ist.
LG


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