Hallo Leute,
ich mache derzeit eine berufsbegleitende 18monatige Fachwirtsfortbildung mit IHK-Abschluss (genaueres möchte ich wg. der Anonymitätswahrung nur per PN mitteilen).
Da ich Quereinsteigerin in meiner Branche bin und ein relativ undefiniertes Nischendasein habe, hab ich lange danach gesucht, um meine Arbeit zum einen mehr mit Wissen zu unterfüttern, und auch meine Jobchancen für die Zukunft zu erhöhen bzw, da ich gerne in meiner Firma bleiben würde, mir evtl weitere Tätigkeitsfelder zu eröffnen (konkret hab ich das aber noch nicht, in welche Richtung das gehen könnte. Die Fortbildung ist daher für mich auch eine Orientierung). Mein Engagement wurde dort positiv aufgenommen und mir wird auch weitgehend "der Rücken freigehalten", also akzeptiert, dass ich meist sehr pünktlich gehe, da ich abends noch 2 Std lernen muss (die Fortbildung läuft als Fernstudium mit 3tägigen Seminaren in 10wöchigen Abständen), und soweit es geht, wird versucht mir praktische Informationen zu dem teils schon etwas trockenen theoretischen Stoff zu geben, wenn ich danach frage.
Soweit so gut, das ganze ist für mich aber nicht zuletzt auch eine psychische Herausforderung. Ich bin in meinem Kurs die Älteste, die meisten sind so zwischen Mitte 20 und Mitte 30. Ich komm mit denen zwar großteils gut klar, aber mir fehlt einfach der Austausch zu meiner speziellen Situation, also wie das so ist, wenn man in der Lebensmitte nochmal lernt. Ich muss(te) ja überhaupt erstmal lernen, wie man lernt.
Und da hab ich mich auch erstmal in das Thema eingelesen, um auch einige Glaubenssätze, die ich so hatte, zu entschärfen. Zum Glück bestätigt die Hirnforschung heute, dass lernen lebenslang möglich ist, die Art des Lernens sich im Laufe des Lebens jedoch ändert. Ich kann mich heute z.B. nicht mehr mit purem Auswendiglernen durch die Prüfung bringen, wie ich das früher in meiner Lehre noch geschafft hab. Ich will das auch gar nicht, denn diese Art der Paukerei hat mir im Grunde die Freude am Lernen versaut (ich denke, so gehts vielen) und ich bin schon froh, dass ich heute den Abstand und nach der Familienzeit auch die Ruhe habe, um aus reinem Interesse zu lernen.
Dann muss ich immer wieder mich damit auseinandersetzen, dass ich in einen ziemlich destruktiven Leistungsdruck komme. Das kommt aus der Erfahrung lange in prekären Arbeitsverhältnissen gewesen zu sein und dass ich folglich auch nicht von meiner Rente werde leben können. Jahrelang mit Hartz aufstocken zu müssen bzw die Sachen, die ich mit der Behörde da erlebt habe, haben bei mir ziemliche existenzielle Ängste hinterlassen, die ich in den letzten Jahren einigermaßen entschärfen konnte, nicht zuletzt durch die Wertschätzung, die mir hin und wieder in meinem jetzigen Job, entgegen gebracht wird.
Ich hab mir jetzt Genusslernen verordnet und das halte ich auch meistens so. D.h. ich lerne, weil mich der Stoff interessiert. Die Prüfung nächstes Frühjahr belastet mich zwar immer wieder, aber ich hab mir jetzt gesagt, die Welt geht nicht unter, wenn ich die nicht schaffe. Denn das Wissen nehm ich ja trotzdem mit.
Natürlich wäre es ärgerlich. Ich finanziere das mit MeisterBafög, d.h. ich zahl das dann noch ne Weile ab, aber gut, das wäre noch verschmerzbar.
Worum geht es mir hier? Ich würde mich gerne mit Menschen austauschen, die ebenfalls in der Lebensmitte einen solchen Schritt gewagt haben, vll sich da auch zeitweise vorkamen wie ein Alien, weil sie weit und breit die einzigen zu sein schienen, die nochmal "von vorn" anfingen bzw nach vielen Jahrzehnten sich mit dem Lernen an sich nochmal auseinandersetzen mussten.
Mein Freund baut mich moralisch immer wieder auf und ich kann auch inhaltlich über die Themen mit ihm reden, und ich habe auch eine gute Freundin, mit der ich mich austauschen kann, die jedoch aus einem anderen Bereich kommt. Also ich habe zum Glück die soziale Einbindung, die mir das Gefühl der Geborgenheit gibt. Das war für mich bei der Entscheidung auch nicht unerheblich. Denn dass die Motivationslöcher und Selbstzweifel kommen werden, das war mir klar.
Falls hier Leute sind, die ähnliches gemacht haben (wovon ich ausgehe): wie war bei euch die Entscheidungsfindung, wie ging es euch während der Fort- Weiter- oder Ausbildung? Was hat es euch gebracht? (nicht nur fachlich, sondern auch menschlich? )
Tut mir leid, wenn das jetzt etwas wirr rüber kommt, aber ich habe ein Mitteilungsbedürfnis darüber, wie es mir mit der Sache geht und gleichzeitig ein Austauschbedürfnis, wie es anderen in einer ähnlichen Situation geht bzw ging und gleichzeitig möchte ich natürlich öffentlich nicht zu sehr ins Detail gehen. Ist immer so ein Spagat *ächz*![]()
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24.03.2013, 09:44
Fortbildung mit 50, Erfahrungen?
Geändert von Amelie63 (24.03.2013 um 09:49 Uhr)
Grüße
A.
Wenn man bedenkt,wie oft ich in diesem Leben schon falsch abgebogen bin, ist es ein Wunder, dass ich mich überhaupt noch auf diesem Planeten befinde.
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24.03.2013, 09:49Inaktiver User
AW: Fortbildung mit 50, Erfahrungen?
Ich finde das klasse - mit 50 ist man doch heute auch noch nicht alt.
Ich werde 51 und habe viele Freunde und Bekannte die weitaus jünger sind...
Du wirst ja noch 20 Jahre arbeiten müssen und da finde ich so eine Fortbildung richtig gut. Zudem ist es ja so, wir lernen doch unser ganzes Leben und den Geist fithalten müssen wir auch.
Viel Glück....
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24.03.2013, 09:57
AW: Fortbildung mit 50, Erfahrungen?
Danke Dharma

ja, das sage ich mir auch. Auch, dass aufgrund des eintretenden Fachkräftemangels die Chancen auf dem Arbeitsmarkt für und "Alte" teilweise anscheinend wieder besser werden. Auch, weil wir die geburtenstarken Jahrgänge sind und es in meiner Generation viele gibt, die das gleiche Problem mit der Altersabsicherung haben wie ich, folglich sich nochmal was überlegen müssen, was sie in der zweiten Lebenshälfte tun.Ich finde das klasse - mit 50 ist man doch heute auch noch nicht alt
Einerseits ist das also bei mir eine existenzielle Notwendigkeit, andererseits finde ich es auch toll, praktisch nochmal ein Leben führen zu können, in dem das nun zu tragen kommt, was in der ersten Lebenshälfte aufgrund von Abhängigkeiten, anderen Prioritäten (Kind) und persönlichen Unzulänglichkeiten nicht gelebt werden konnte.
Aber noch ist das nicht die Regel. Ich könnte mir vorstellen, dass das in 10 Jahren auch schon ganz anders aussieht, also dass da mehr in meinem Alter in solchen Kursen sitzen. Im Moment ist das aber noch eher die Ausnahme und deshalb schreibe ich hier, wo die Ausnahmen vielleicht zu finden sind
Aber danke für deinen Zuspruch. Tut gut
Grüße
A.
Wenn man bedenkt,wie oft ich in diesem Leben schon falsch abgebogen bin, ist es ein Wunder, dass ich mich überhaupt noch auf diesem Planeten befinde.
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24.03.2013, 10:08
AW: Fortbildung mit 50, Erfahrungen?
Ich denke das auch, dass es in Zukunft anders aussehen wird und das Alter der Schulbankdrücker steigen wird.
Ich reihe mich in diesen Thread mal ein, obwohl ich noch nicht in diesem Prozess bin, aber damit beginnen werde. Morgen fängt bei mir der erste Kurs an, der zwar noch nicht direkt mit meinem Umstieg zu tun hat, aber ich hoffe, ich komme dadurch wieder ins Lernen rein.
Das ist meine größte Angst, dass ich tatsächlich schon "verstaubt" bin. Ich bin 52 und es kommen Lerngebiete auf mich zu, die ich bis jetzt nicht mal ansatzweise gebraucht hatte.
Ich hatte zwar neben den Kindern auch immer wieder Ausbildungen gemacht, aber das ist inzwischen ca. 15 Jahre her und auch da habe ich bemerkt, dass ich das Erlernte verstehen muss, um es behalten zu können.
Reines Auswendiglernen (z.B. Gesetzestexte) waren für mich die Hölle. Mir ist aber bewusst, dass solche Vorgehensweisen immer wieder mal sein werden müssen, Gebiete, die ich vorerst nicht verstehen kann und mir durch Auswendiglernen erarbeiten muss, um sie irgendwann mal doch zu verstehen. Ist schwer zu erklären.
Liebe Grüße
Zio
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24.03.2013, 10:16
AW: Fortbildung mit 50, Erfahrungen?
Zio, meine Beobachtung ist, dass die "jungen Hüpper" viel unbedarfter lernen. Ok, die sind auch noch näher am Stoff dran und im lernen drin. Aber es ist vermutlich auch so, dass die in ihrem Alter gar keinen Anlass dazu haben, drüber nachzudenken, was sie da grad machen. Erstmal sind die ja in bester Gesellschaft und dann ist das nunmal das übliche, sich in dem Alter auf die nächsten Karrierestufen entsprechend vorzubereiten.
Das geht bei denen auch einher mit dem suchen/finden des zukünftigen Lebenspartners und Planen des Hausbaus
Diese Selbstverständlichkeiten sind in unserem Alter halt schon abgearbeitet bzw i.d.R. nicht (mehr) relevant. Ich sehe es daher so, dass ich eine ganz andere Motivationsgrundlage brauche. Ich habe ja auch nicht so die "Sicherheit", dass sich das hinterher in nem besseren und höherbezahlten Job umsetzt. Mir gehts vor allem darum, meine Grundlage zu unterfüttern und meine Möglichkeiten zu erweitern.
Ich hab da leider aber auch öfters so ein Bild im Kopp, dass die Jungen mit einer solchen Fortbildung ihre Möglichkeiten tatsächlich erweitern, während ich damit vll grad mal meinen Status Quo erhalten kann. Und das frustriert mich dann schon etwas
Die Frage nach der Motivation ist daher, so wie ich das empfinde, in unserem Alter eine andere als bei den jungen. Siehst du das ähnlich?
Andererseits bin ich richtig froh, dass ich diesen ganzen Quark, mit dem die jungen sich so nebenher noch beschäftigen müssen, nicht habe: also die ganzen Liebesdramen, Partymachen müssen usw ;) Aber das geht bei denen alles - neben dem Lernen. Irgendwie bewundernswert
Grüße
A.
Wenn man bedenkt,wie oft ich in diesem Leben schon falsch abgebogen bin, ist es ein Wunder, dass ich mich überhaupt noch auf diesem Planeten befinde.
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24.03.2013, 10:24
AW: Fortbildung mit 50, Erfahrungen?
Nicht unbedingt. Meine Ausgangslage ist eine andere, ich möchte das lernen, weil mich der Beruf interessiert und ich unbedingt in dieser Sparte arbeiten möchte. Dass ich finanziell mich dadurch verbessere, wäre eine Illusion. Mir gehts hauptsächlich darum, dass ich jetzt in meinem Alter die Möglichkeit habe, das zu jobben, was ich möchte. Ich habe jahrzehntelang einfach gejobbt, um Geld zu verdienen.
Das muss ich jetzt nicht mehr unbedingt, die Kinder sind draußen, mein Haus ist schuldenfrei und ich kann mich auf dieses Abenteuer einlassen. Diese Chance hatte ich früher nicht, da waren zu viele Verpflichtungen, die ich beachten musste.
Deswegen möchte ich dieses Alter und die damit verbundene Freiheit nutzen, denn so eine Chance kommt wahrscheinlich nur einmal.
Liebe Grüße
Zio
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24.03.2013, 10:24
AW: Fortbildung mit 50, Erfahrungen?
Ich habe große Hochachtung vor dir und deiner Leistung.

Ich beschäftige mich beruflich mit Menschen im Job und verzweifele manchmal an der Einstellung der um die 50-jährigen, die meinen, sie wären zu alt und hätten keine beruflichen Perspektiven mehr und Fortbildung würde doch nichts mehr bringen. Diese Einstellung gibt es quer durch alle Bildungslevel und bei Mann und Frau. Dabei hat ein/e 50-jährige/r aus heutiger Sicht noch 17 Berufsjahre vor sich - so viele wie er seit seinm 33. Lebensjahr erlebt hat. Das heißt, dass du noch reichlich Zeit hast, das Erlernte in die Praxis umzusetzen.
Ich habe selbst habe Vergleichbares im sehr kleinen gemacht. Mit 51 habe ich den Motorradführerschein gemacht und mußte trotz über 30 Jahren Autofahren Theorie und Praxis wiederholen und die Prüfungen machen. Als "alte Frau" zwischen 17-jährigen Küken wurde ich seltsam angeschaut. Ich habe für keine Prüfung oder Examina so viel gelernt wie für diesen Führerschein. Der Prüfer bei der Theorie fragte mich mit Blick auf meinen Ausweis, was ich mir in meinem Alter noch beweisen wolle. Aber ich habe es geschafft und hinterher auch Anerkennung aus der Umgebung erhalten, denn zugetraut hat mir das auch kaum jemand. "In deinem Alter.....".
Viel Erfolg und viel Freude beim Genusslernen. Allein der Ausdruck zeigt schon wie richtig deine Haltung und dein Vorgehen ist.Der Sinn des Lebens ist das Glück.
Und wenn das Glück dich verlässt, lauf hinterher.
Kranich-Frain-Schlamperl-Sternensammlerin-Lebensliebe+Sonnenkranich-?
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24.03.2013, 10:30
AW: Fortbildung mit 50, Erfahrungen?
Genau da habe ich eine andere Haltung - du hast noch mindestens ein Drittel des Berufslebens vor dir. Es wird sicher nicht jeder Arbeitgeber diese Einstellung haben, aber es werden immer mehr. Nicht zuletzt auch der Arbeitskräftemangel wird dir dabei helfen. Wenn du deine positive Haltung bewahrst, wirst du auch Erfolg haben - und die 17 Jahre Berufsleben, die du bis zur Rente noch vor dir hast, reichen aus, um einen entsprechenden Weg zu gehen.
Mein Spruch: du bekommst das, was du im Kopf hast. Wenn du zweifelst, hast du Zweifler um dich herum. Wenn du den Erfolg für dich siehst, wirst du ihn bekommen. Das ist Arbeit im Kopf, aber klappt sehr häufig bis immer.Der Sinn des Lebens ist das Glück.
Und wenn das Glück dich verlässt, lauf hinterher.
Kranich-Frain-Schlamperl-Sternensammlerin-Lebensliebe+Sonnenkranich-?
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24.03.2013, 10:37
AW: Fortbildung mit 50, Erfahrungen?
stimmt Lebensliebe. Deshalb bin ich da auch sehr aufmerksam. Und dass ich jetzt diese Fortbildung mache zeigt mir, dass ich da auch schon einiges in meinem Kopp umdrehen konnte (zum Glück ist der rund, so können sich Bilder und Gedanken drehenMein Spruch: du bekommst das, was du im Kopf hast.
) Manches ist aber noch in Arbeit. Deswegen empfinde ich die Fortbildung ja auch neben der fachlichen als psychologische Herausforderung.
Ich habe keine Ahnung, wie es außerhalb von meinem Wirkungskreis aussieht, weil ich keine Leute in meinem privaten und beruflichen Umfeld habe, die so was schon gemacht haben. Sonst würde ich mich sicher auch ein Stück sicherer fühlen.
Darum bin ich froh, wenn ich hier von Leuten lese, die da mehr Einblick in die Entwicklungen auf dem Arbeitsmarkt haben, dass solche Sätze wie "was willst du dir noch beweisen" oder "ich hab doch eh keine Perspektiven mehr" überholt sind.
Respekt für den Motorradführerschein
Grüße
A.
Wenn man bedenkt,wie oft ich in diesem Leben schon falsch abgebogen bin, ist es ein Wunder, dass ich mich überhaupt noch auf diesem Planeten befinde.
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15.09.2013, 10:35
AW: Fortbildung mit 50, Erfahrungen?
Guten Morgen zuammen,
ich muss hier grad mal eine kleine Zwischenbilanz ziehen.
Inzwischen bin ich soweit in der Fortbildung fortgeschritten, dass wir die Studienbriefe und Präsenzseminare Rückwärts zählen können
. Prüfungstermine sind Mitte April.
Ich habe einige ziemliche psychische Durchläufe hinter mir, aber inzwischen rechne ich mir sogar reale Chancen aus die Prüfung schaffen zu können. Dazu wars für mich aber schon wichtig, mich mit etwaigem "Scheitern" und dem damit verbundenen "Gesichtsverlust" innerlich auseinanderzusetzen.
Die Kontaktseminare sind für mich anstrengender als die Lernerei. Inzwischen hab ich da für mich aber einigermaßen eine Balance gefunden und wie ich für mich dort am besten sorge.
Das Problem: Solche Fortbildungen sind einfach auf den sog. "Führungsnachwuchs" ausgerichtet und dieser "Führungsnachwuchs" sitzt da dann auch mit entsprechenden Selbstbewusstsein. Die allermeisten kennen ihre Perspektiven und wissen, wohins auf dem Treppchen geht bzw wohin sie wollen.
Für mich gibt es dieses Treppchen nicht, aber ich glaube, ich hätte mich da auch, als ich noch 25 und blond war, nicht wirklich wohlgefühlt. Diese Art von Lebensstil, den diese jungen Leute haben, den hatte ich einfach noch nie. Nervig finde ich diese teilweise vorhandene Arroganz gegenüber mir "Alten". Sie ist von anderer Art als ich sie aus jungen Jahren kenne. Da gehts so nach dem Motto "wir sind erfolgreich, uns gehört die Welt, was für dich ja nicht mehr gilt".
Angesichts dessen, dass ich noch mehr Berufsjahre vor mir habe wie die hinter sich haben, finde ich das ziemlich unangemessen.
Auch nicht meine Welt ist es, dass die heute alle an der Onleine hängen. Da wird auch während der Probeklausuren noch das Zeug zusammengegoogelt. Angeblich ist das während der Prüfung dann nicht möglich, sonst käme ich mir ja wirklich blöd vor, dass ich noch lerne und damit riskiere durchzufallen
Gut, die ganzen privaten Dramen und Veränderungen, die sie haben, da beneide ich die jungen nun wirklich nicht drum. Da bin ich einfach froh, dass ich das hinter mir habe. Bewundernswert, wie die trotzdem noch ihren ganzen Stoff reinkriegen bei dem Stress. Nun gut, das ist wohl der Vorteil der "Jugend"
Ich muss vermutlich schon mehr lernen als die Leute, die das Schulwissen noch präsenter haben. Aber das macht mir nichts, so lang ich merke, dass es trotzdem vorwärts geht. Das Motivationsproblem ist insofern nicht mehr das Thema, weil ich ja nun schon den Großteil hinter mir habe und nun in der heissen Phase angekommen bin, in der es um Vertiefung des Wissens geht.
Allerdings hatte ich in den letzten Monaten soviel nervenaufreibendes in meinem Job, dass ich jeden und jede bewundere, die in einem Unternehmen sitzen, das eine Organisation hat, und die daher einschätzen können, wo sie stehen und wo sie noch hin können. Das fehlt mir komplett und ich bin es auch leid, mich bzw mein Aufgabengebiet ständig "selbst erfinden" zu müssen. Fazit: die Fortbildung zeigt mir bisher immer mehr die Mißstände meiner derzeitigen beruflichen Situation auf. Aber gleichzeitig bekomme ich auch immer mehr Selbstbewusstsein dahingehend, dass ich gelassener auf meine berufliche Zukunft gucken kann. Auch wenn sie nicht in Form von "Treppchen steigen" besteht.Geändert von Amelie63 (15.09.2013 um 10:39 Uhr)
Grüße
A.
Wenn man bedenkt,wie oft ich in diesem Leben schon falsch abgebogen bin, ist es ein Wunder, dass ich mich überhaupt noch auf diesem Planeten befinde.


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