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    bleiben oder gehen?

    guten Morgen,

    seit Mitte letzten Jahres habe ich einen neuen Chef und seitdem hat sich vieles im Job zum negativen geändert: hoher Druck, Erwartungen an uns und das Management, aber er selbst hält sich nicht daran, wenig Infos, eine Umorganisation in unserem Team mit 20 Leuten, von der keine einzige Frau profitiert hat und vieles mehr.

    Habe ein Jahr lang gejammert und mir jetzt gesagt, Klappe halten oder etwas ändern.

    Also habe ich mich konzernintern beworben. Donnerstag war das Gespräch, Freitag gab es schon die Zusage (man wollte nicht bis Montag warten, wie vereinbart, weil man sich nach einem Gespräch von einer Stunde so sicher war).

    Und da liegt für mich der Hase begraben. ich habe im Gespräch wahrheitsgemäß geantwortet und nichts übertrieben oder aufgebauscht. von dem Gespräch war man jetzt so begeistert, dass man mir nicht die Stelle, auf die ich mich beworben habe anbietet, sondern eine anspruchsvollere mit Entwicklungsmöglichkeit (auch finanziell). Nur frage ich mich,ob ich das überhaupt will? ein vorteil der aktuellen Stelle ist, dass ich gut verdiene und nach 40 h pro Woche durch die Tür bin....

    Ich habe mir das Wochenende zum Überlegen ausgebeten. Daraufhin rief mich der Vorgesetzte von dem Interviewpartner an, den ich noch von kurzer direkter Zusammenarbeit kenne (die ich nicht unbedingt wiederholen will). Er wollte mich regelrecht überreden, doch zu wechseln, das sei eine so große Bereicherung für das Team.

    GEnau dieser Chef hat mich in dem halben Jahr unserer Zusammenarbeit immer sehr kritisch betrachtet, ich hatte immer das GEfühl, meine Leistung reicht nicht.... Das war allerdings wohl nur mein Eindruck, er hatte mir schon vor 3 oder 4 Jahren einen neuen Job bei ihm angeboten.

    Was tun? die Stelle annehmen? Mir mal etwas zutrauen (das letzte Jahr war nicht gerade eine Hilfe für mein Selbstbewusstsein und ich hatte zuletzt ein Feedbackgespräch, dass absurde Kritik beinhaltete). Darauf bestehen, dass es die Stelle bewirbt, auf die ich mich beworben habe (gleiches Level wie meine heutige Stelle?)

    Irgendwie habe ich zu großen Schiss, an der Herausforderung zu scheitern. Ich bin seit 20 Jahren im Job, habe nicht studiert und trotzdem viel erreicht. Bislang lief alles irgendwie so einfach. bis der neue Chef kam...

    C
    Am Ende wird alles gut und wenn es nicht gut ist, dann ist es auch noch nicht das Ende

    Es ist nicht Deine Schuld, dass die Welt ist, wie sie ist.
    Es wär nur Deine Schuld, wenn sie so bleibt - die Ärzte

    Das leben ist zu kurz für schlechtes Essen (gesehen vor einem Berliner Restaurant)

  2. User Info Menu

    AW: bleiben oder gehen?

    Deine eigentliche Frage kann ich nicht beantworten, weil ich nicht weiß, was Du Dir tatsächlich zutraust.

    Mir fällt aber gewaltig auf, dass Du alle Deine Überlegungen von Deinen Chefs abhängig machst. Ihre Zuneigung oder Abneigung scheint Dir wichtiger als andere zu sein.
    Nach zwanzig Berufsjahren solltest Du wirklich Dein eigenes Können mehr wertschätzen als die Launen von Vorgesetzten.
    Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel

  3. Inaktiver User

    AW: bleiben oder gehen?

    Wenn dein potenziell neuer Chef dich so lange kennt und mehrmals versucht hat, dich abzuwerben, dann ist er davon überzeugt, dass du die Herausforderung händeln kannst. Was hast du denn zu verlieren? Hättest du so viele Überstunden auf der dir jetzt angebotenen Stelle? Wer nicht wagt, der nicht gewinnt ;)

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    AW: bleiben oder gehen?

    @Opelius: wir sind ein kleines Team, somit immer nah am Chef dran. Und du hast Recht, eigentlich sollte mich der Chef nicht so sehr stören bzw. es sollte mir "egaler" sein, ob er mir Zu- oder Abneigung zeigt. Aber genau das bekomme ich seit einem Jahr nicht hin. Und das bekommt auch die Hälfte meines Teams, das sich genauso übergangen fühlt (abgeschnitten von den wichtigen Infos, von den spannenden Projekten und abgespeist mit fragwürdigen Feedbacks) nicht hin. Also kein Einzelschicksal, sondern hier ist ein Profi am Werk der es schafft, seine halbe Truppe wegzuekeln (wäre jetzt die dritte, die geht). Und manchmal glaube ich sogar, es ist sein Plan uns lozuwerden.....

    Ich will dort eigentlich weg, seitdem der neue Chef da ist und die zuvor wirklich tolle Stimmung so zerstört hat. Dann habe ich aber lange gehofft, dass ich ein Sabbatical realisieren kann. Doch auf eine Zu- oder Ablehnung meiner Pläne warte ich jetzt trotz diverser Nachfragen, verbunden mit Hinweis, dass ich schon ein wenig planen (sparen) muss, vergeblich

    @litenprinsesse: tendiere jetzt ziemlich sicher zu "wer nicht wagt, der nicht gewinnt".
    Am Ende wird alles gut und wenn es nicht gut ist, dann ist es auch noch nicht das Ende

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  5. Inaktiver User

    AW: bleiben oder gehen?

    "wer nicht wagt, der nicht gewinnt".

    Genau das, mache es -und da es weiter innerhalb des gleichen Konzerns ist, gehen Dir auch Sabbatical-Ansprüche etc. nicht verloren ...also dann halt 2014?

    Viel Erfolg im Neustart, c-v

  6. Moderation

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    AW: bleiben oder gehen?

    Hallo Cocohasi,

    meine Meinung: Wenn's dir da nicht gefällt, wo du bist, und die andere Stelle kein "Schleudersitz" ist, nimm sie. Sonst sitzt du in zwei Jahren noch auf der frustrierenden jetzigen Stelle und denkst dir, "hätte ich nur". Und je länger du auf einer ungeliebten Stelle, wo du nur auf die falsche Art (nämlich in der Schmerztoleranz) gefordert wirst, versauerst, desto wenige kompetent und selbstsicher wirst du, und desto mehr Probleme wirst du haben, etwas gleichwertiges oder besseres anderswo zu finden.

    Du kannst dir immer sagen, wenn es zu stressig ist, bewirbst du sich nach drei Jahren wieder weg -- drei Jahre ist respektabel.

    Ich habe in deiner Situation, auch mit "gut vorangekommen trotz geringer Qualifikation", das gleiche gemacht, hab mich erfolgreich verändert, und habe es verflucht, wenn ich auf einmal für zeitkritische Sachen verantwortlich war, Teams koordinieren mußte, Entscheidungen treffen ohne alle Informationen zu haben, und Samstag nachmittag das Telefon klingelte, aber es hat sich für mich in jeder Hinsicht gelohnt. Ohne den Wechsel würde ich auf dem alten Job schon lange in innerer Emigration Dienst nach Vorschrift machen.
    ** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **

  7. Moderation

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    AW: bleiben oder gehen?

    Zitat Zitat von cocohasi Beitrag anzeigen
    @Opelius: wir sind ein kleines Team, somit immer nah am Chef dran. Und du hast Recht, eigentlich sollte mich der Chef nicht so sehr stören bzw. es sollte mir "egaler" sein, ob er mir Zu- oder Abneigung zeigt.
    Das seh ich überhaupt nicht so. Der Stil des Chefs bestimmt das Betriebsklima, das ist zwei bis drei Hierarchiebenen nach unten noch fühlbar.
    ** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **

  8. User Info Menu

    AW: bleiben oder gehen?

    Zitat Zitat von wildwusel Beitrag anzeigen
    Das seh ich überhaupt nicht so. Der Stil des Chefs bestimmt das Betriebsklima, das ist zwei bis drei Hierarchiebenen nach unten noch fühlbar.
    Das seh ich auch so. Ich bin nach einigen Erfahrungen zu der Überzeugung gelangt, dass ich unter einem guten Chef nahezu jede Aufgabe gern erledige, während ein schlechter Chef mir auch geliebte Arbeit total vermiesen kann. Von daher entscheide ich heute tendenziell eher personen- als aufgabenorientiert.

    Und wenn beide Personen ihre wenig prickelnden Seiten haben, dann kann man sich immer noch sagen, gut, vielleicht wird es auf der neue Stelle auch furchtbar, aber immerhin anders furchtbar. Das kann durchaus auch mal befreiend sein.

    Gruß,

    Malina
    Du hast mein Klagen in Tanzen verwandelt. (Psalm 30)

  9. User Info Menu

    AW: bleiben oder gehen?

    Mach es. Es klingt doch, als ob es nur besser werden kann, wenn der jetzige Chef so doof ist...
    “Sometimes I think the surest sign that intelligent life exists elsewhere
    in the universe is that none of it has tried to contact us.” (aus Calvin & Hobbes)

  10. User Info Menu

    AW: bleiben oder gehen?

    Hallo ihr Lieben,

    danke für eure RÜckmeldungen - ich habe bereits am Montag beim neuen Job zugesagt! Haupttreiber war der Chef und die Stimmung, die er verbreitet. Ich mag so einfach nicht arbeiten, komme morgens kaum aus den Bett und brauche einfach mal wieder Spaß an der Arbeit.

    ein wenig Schiss habe ich jetzt zwar, weil die neuen Chefs so begeistert sind, dass ich komme und sich ständig neue Dinge ausdenken, die ich übernehmen kann. Aber ich habe mir mal durch den Kopf gehen lassen, wer da arbeitet und glaube, da ist auch ein Unterschied zwischen dem, was die Kolleginnen heute machen und was ich bislang gemacht habe....
    Am Ende wird alles gut und wenn es nicht gut ist, dann ist es auch noch nicht das Ende

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