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Thema: Jobwechsel?

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    Jobwechsel?

    Zu diesem Thema wäre ich dankbar, Eure Meinungen zu erfahren:

    Ich bin seit über 16 in einer der Niederlassungen einer großen Handwerksfirma angestellt als Sekretärin. Nun soll plötzlich der Sitz der Niederlassung zum Jahresende in einen Ort 150 km entfernt verlagert werden.
    Das würde für mich einen täglichen enormen Fahrzeitaufwand ( hoch frequentierte und unfallbelastete Autobahn) bedeuten - insbesondere natürlich im Winter.
    Man käme mir allerdings mit einem Firmenauto und Arbeitzeitverkürzung entgegen.
    Ich habe jetzt intensiv mit der Suche nach einem neuen Job vor Ort begonnen.
    Das Problem: Hier gibt es in kleinen und mittelständischen Firmen im kaufmännischen Bereich nur absolut unterbezahlte Jobangebote. So würde ich ca. 500- 800,00 € brutto im Durchschnitt zu meinem bisherigen Verdienst weniger erhalten.
    In den größeren Firmen gibt es keine freien Stellen und wenn doch, werden diese innerbetrieblich besetzt oder nur auf Empfehlung. Es gibt hier im Süden Brandenburgs auch nicht wirklich viele namhafte Unternehmen bzw. Industrie o.ä. Eben nur sehr viele Kleinstfirmen.

    Umziehen kann ich auch nicht, da wir uns ein Haus gebaut haben und dieses noch abzahlen. Mein Mann hat ja auch seinen Job hier.

    Nun nähert sich für mich auch noch die "magische 50", so dass die Aussicht auf einen wenigstens nahezu fair bezahlten interessanten Job als Sekretätin/Assistentin nochmals verringern.

    Was würdet Ihr an meiner Stelle machen? Ich bin ja kompromissbereit, was das Gehalt angeht. Aber diese Größenordnungen? Oder soll ich die Fahrerei auf mich nehmen? Ich glaube aber nicht, dass ich das lange durchhalten würde und meine eh schon knapp bemessene Freizeit komplett drauf geht (auch bei Reduzierung der Arbeitszeit) - dafür fahre ich dann ja auf der Autobahn.

    Für Eure Antworten vorab schon mal vielen Dank. biggy

  2. Inaktiver User

    AW: Jobwechsel?

    warum willst du es nicht erstmal probieren- vielleicht stellen sich deine befürchtungen was die fahrerei betrifft als garnicht so schlimm heraus?

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    AW: Jobwechsel?

    An deiner Stelle würde ich erstmal das Angebot annehmen und in Ruhe nach einem passenden und auch gut bezahlten Stelle zu suchen. Denn gekündigt ist dann schnell aber vorerst hast du deinen Job weiterhin und wirst gut bezahlt. Fahrerei hin oder her. Suche in Ruhe und vielleicht ergibt sich etwas.
    Ich kann dir von mir nur sagen, ich bin beim Amt beschäftigt und total unglücklich obwohl ich erst seit dem 01.02.2011 hier arbeite. Mein Mann sagte die ganze Zeit ich solle Geduld haben und siehe da diese wurde belohnt (oder fast) jetzt ist hier eine interessante Stelle ausgeschrieben und ich habe mich darauf beworben und so wie es aussieht bekomme ich sie auch. Zumindest bin ich voller Hoffnung.
    Also ich drücke dir ganz fest die Daumen.
    Schokolade ist besser als Sex:
    Sie befriedigt auch wenn sie weich ist und schreit nicht wenn man in die Nüsse beisst.......!
    Manche Menschen bauen zu viele Mauern und zu wenig Brücken.(Isaac Newton)

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    AW: Jobwechsel?

    Kannst Du nicht verhandeln, dass Du nur 1 oder 2 x die Woche anwesend bist und an den anderen Tagen von zu Hause aus arbeitest ?
    Oder frag nach einer Dienstwohnung und Du pendelst nur am WE ?

    150 km einfach finde ich sehr viel (ich fahre 55 km einfach), und auf Dauer ist das bestimmt anstrengend.

  5. Inaktiver User

    AW: Jobwechsel?

    Ich bin 6 Monate lang einfache Strecke 150 km zu einem -zugegebenermaßen gut bezahlten- HORRORJOB gependelt. Nach dem halben Jahr war ich seelisch und körperlich am Ende. Es hat mehrere Monate gebraucht, bis ich wieder halbwegs normal war.

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    AW: Jobwechsel?

    Hier noch eine Möglichkeit: nimm dir eine Zweitwohnung am Arbeitsort. Das ist nicht so sehr teuer, weil du die Kosten absetzen kannst. Zudem brauchst du bei Firmenwagenbenutzung nur die km zur nahen Zweitwohnung zu versteuern. Musst ja nicht die ganze Woche in der Zweitwohnung verbringen, bei 150km kannst du ja ein, zwei Nächte auch zuhause verbringen.

  7. Moderation

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    AW: Jobwechsel?

    Ich würde auch nicht ohne Not einen gut bezahlten Job aufgeben. Insbesondere wenn du dich ansonsten in der Firma wohl fühlst.

    Vielleicht führt die Arbeitszeitverkürzung ja auch dazu, das du nur noch vier statt fünf Tage arbeitest ? Und bis zum Winter ist die Arbeit vielleicht so umorganisierbar, dass du teilweise von zuhause aus arbeiten kannst.

    Bei 16 Jahren Beschäftigung und jetzt dem Angebot von Firmenwagen und Arbeitzeitverkürzung gehe ich davon aus, dass ihr ein gutes Betriebsklima habt und du dort gerne arbeitest und man dich als Arbeitnehmerin schätzt - ob und wie das bei einer neuen Firma aussähe weiß man nicht.
    Freiheit ist, wenn jeder sich auf seine Art zum Deppen machen kann.

    .... und das demnächst auf www.befriendsonline.net/


    Profilbild © edwardbgordon
    Moderation:
    "Rund um den Job", "Mietforum" und "Selbstständige, Freiberufler & Co"

  8. Inaktiver User

    AW: Jobwechsel?

    Zitat Zitat von biggy44 Beitrag anzeigen
    So würde ich ca. 500- 800,00 € brutto im Durchschnitt zu meinem bisherigen Verdienst weniger erhalten.
    Ich würde auch erst mal gucken, wie sich dass mit der Fahrerei gestaltet.

    Alleerdings sind 500 brutto weniger netto meist gigantisch weniger dramatisch. Das würde ich also auch prüfen.

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    AW: Jobwechsel?

    Danke erstmal für Eure Meinungen.
    Also es ist so, dass ich eigentlich diesen Job gern mache - also vom Aufgabengebiet und der Verantwortlichkeit und es ist schon abwechslungsreich. Auch bekomme ich seitens der Firmenleitung schon einiges an Anerkennung - man kommt mir ja schon sehr entgegen.

    Allerdings ist das Betriebsklima seit ca. 2 Jahren innerhalb der Niederlassung nicht so besonders - ich habe eigentlich immer sehr viel ertragen eben weil die Firma insgesamt schon recht gut aufgestellt ist (und des Gehaltes eben). Auch die Organisation des Umzuges ist alles andere als professionell in meinen Augen und die allgemeine Arbeitsorganisation meines Chefs .

    Ja, ich hatte auch schon überlegt, dort zu übernachten - mein Mann lehnt das aber kategorisch ab.

    Dazu käme noch die Doppelbelastung: Es muss ungefähr 6-12 Monate eine neue Sekretärin am neuen Standort eingearbeitet werden. Meine Arbeit schaffe ich nicht in 3 Tagen + Heimarbeit, da ich zur Zeit auch noch eine Teilzeitkollegin habe, die dann natürlich nicht mehr mit dabei ist. Ich müsste also den 1,5 - fachen Job machen, pendeln und eine Kollegin einarbeiten.
    Ich glaube, nach spätestens 6 Monaten reihe ich mich in die Liste der "Burn-Out" Kranken ein.

    Es ist echt richtig blöd - ich kann momentan eigentlich an nichts anderes denken.
    Mein Chef denkt gar nicht daran, sich jetzt im Juli schon mal um eine neue Sekretärin zu bemühen, damit diese vielleicht schon mal in einer anderen NL eingearbeitet werden kann. Egal nun, ob ich bleibe oder nicht.

    Wenn alles rundum stimmen würde, bräuchte ich diese Überlegungen glaube gar nicht anzustellen - diesen Job zu behalten. Aber das tut es eben nicht.
    Anfangs war ich auch der Meinung, erst mal zu fahren - mal sehen wie es wird. Inzwischen tendiere ich dazu, es nicht zu tun. Ich kann mir meine Entscheidung bis zum Schluss offen halten laut Firmenleitung.

  10. User Info Menu

    AW: Jobwechsel?

    Ich wuerde mich wahrscheinlich gegen die neue Stelle entscheiden.

    Der Fahrtweg ist einfach zu lang. Es geht zuviel von der sowieso schon knappen Freizeit ab. Die Belastung fuer die TE ist mit der taeglichen langen Fahrt auch zu hoch.

    Ein Zimmer in der Stadt nehmen ? Macht das Sinn, allein in einem kleinen Zimmer zu wohnen, wenn man muehsam ein Eigenheim mit viel Platz gebaut hat ?

    Ausserdem moechte der Mann es auch nicht, was ich verstehen kann. Ehrlich, ich haette auch Angst um meine Ehe, wenn aus ihr ploetzlich eine Wochenendbeziehung wird.

    Setzt euch beide hin mit spitzem Bleistift, rechnet die Ausgaben durch und schaut wo ihr was einsparen koennt. Sollte es auch mit dem geringeren Gehalt reichen, dann wuerde ich wechseln.

    Das ist aber nur MEINE Meinung. Letztlich musst du das allein entscheiden. Ich drueck die Daumen, dass du das richtige tust. :-)

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