Nachdem ich nun endlich einen neuen Job hatte, bin ich ihn nach nur knapp 5 Tagen wieder los.
Den Grund kenne ich nicht. Was ist passiert?
Letzten Donnerstag bekam ich den langersehnten Anruf und die schriftliche Bestätigung: am 10. beginnt mein neuer Job. Also habe ich meinen bisherigen Chef darüber informiert, dass ich nicht erst mit Ablauf der Befristung gehen möchte, sondern dass ich bereits ganz kurzfristig gehen möchte, wiel ein neuer AV winkt. Cheffe war einverstanden und am Freitag haben wir einen Aufhebungsvertrag gemacht.
Ich war happy wie noch nie. Die Stelle war wie für mcih geschaffen, eine sehr nette Projektleiterin, höhere Bezahlung, weniger Fahrtkosten. Einfach toll!
Also fing ich am Montag an, war pünktlich zur Stelle. Zuerst musste ich ja noch meinen neuen Arbeitsvertrag unterschreiben. Dann ging es zu den neuen Kollegen. Wir waren uns meiner Meinung nach sofort grün. Die Arbeit ging mir flott von der Hand.
Mittwoch konnte ich ein neues Büro beziehen, weil die Kollegin das Unternehmen verlassen hat. Donnerstag bekam ich mein Diensthandy. Heute wurden mir die Visitenkarten gebracht. Erste Erfolge im Job hatte ich auch bereits gehabt. Dann waren wir noch zusammen zur Frühstückspause.
Um elf wurde ich zur Projektleitung zitiert: zum Einstieg fragte die Projektleiterin, wie es mir so gefällt und wie meine Eindrücke sind. Ich schilderte ihr, wie wohl ich mich fühle und wie gern ich hier arbeite. Das Team ist super, auf Fragen bekomme ich sofort verbindliche Antworten. Alles Bestens.
Tja, und dann eröffnet sie mir, dass sie mit dem Team gesprochen habe. Kein einziger aus ddem Team wolle mit mir zusammenarbeiten. Ich würde das Projekt gefährden.
Könnt ihr euch vorstellen, wie ich mich gefühlt habe? Ich war baff und bin es noch immer. Mir gegenüber hat keiner auch nur den Hauch einer Andeutung gemacht - im Gegenteil. Mir wurde gesagt, alle seien froh, dass ich da bin und dass die Zusammenarbeit so Klasse funktioniert.
Ich bin noch immer total fertig und weiß nicht, was ich sagen soll.
Mein Mann hat eine Vermutung geäußert, die logisch erscheint. Im letzten Job wurde ich gemobbt hoch drei, der Chef hat mitgemacht. Deshalb hatte er mich wohl auch so schnell gehen lassen. Mein Mann vermutet nun, dass ein gespräch zwischen der neuen und der alten Leitung stattgefunden hat.
Auf jeden Fall bin ich ge****t.
Hat einer von euch so etwas schon einmal erlebt? Was kann ich jetzt tun?
Antworten
Ergebnis 1 bis 10 von 144
Thema: Sprachlos bin ...
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14.07.2006, 18:23Inaktiver User
Sprachlos bin ...
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14.07.2006, 18:49Inaktiver User
Re: Sprachlos bin ...
Wie wär's mit dem Gang zum Arbeitsgericht?
DAS ist ja wohl der Oberhammer, was dir jetzt passiert ist.
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14.07.2006, 18:52Inaktiver User
Re: Sprachlos bin ...
Was soll ich da machen, Mackie? Immerhin ist Probezeit, da kann jederzeit ohne Angabe von Gründen gekündigt werden. Deutsche Rechtsprechung
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14.07.2006, 18:54Inaktiver User
Re: Sprachlos bin ...
Dann weiß ich auch nichts.
Dann hilft wohl nur Augen zu und durch und wieder bewerben.
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14.07.2006, 18:56Inaktiver User
Re: Sprachlos bin ...
Ich hasse es!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Als Arbeitnehmer bist du nur noch Kollege A****.
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14.07.2006, 19:00Inaktiver User
Re: Sprachlos bin ...
Ja, es ist wirklich gemein.
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14.07.2006, 19:03Inaktiver User
Re: Sprachlos bin ...
Hallo Citronella,
erstmal ein
und ganz viel trost von mir.
Was hast du eigentlich danach gesagt, als sie dir das offenbart haben?
In die alten Firma zurückkehren, wird wohl eh nichts, denk ich mir mal.
Leider ist die Rechtsprechung wirklich so, ich bin auch schon mal während der probezeit gekündigt worden und letztes jahr sogar meiner Freundin. Im Nachhinein waren wir beide froh, da die Firmen nicht gerade toll waren ( im nachhinein betrachtet). Aber ich weiß selbst noch, dass es ein ungeheuerer schock war, da es für mich auch keine anzeichen gab..
Machen kannst du leider nichts, außer deine Wunden lecken. Ich weiß zwar nicht, ob ein Gespräch mit dem Vorgesetzten noch hilft, wenn du erstmal die kündigung verdaut hast, ist aber vielleicht eine Option. Du hast zwar nicht unbedingt, das Recht die genauen Gründe zu erfahren, aber vielleicht kommt doch was raus? Oder man kann in ruhe über das ganze reden. Aber ich seh schon, irgendwo auch ein Dilemma.
Also nochmals
von mir
Ich drück dir die Daumen dass du schnell was neues bekommst.
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14.07.2006, 21:11
Re: Sprachlos bin ...
Liebe Citronella,
ja, leider haben Chefs heutzutage nicht immer so viel Mum, die Wahrheit zu sagen. Also mach Dir nicht so viel einen Kopf darum. Auch wenn Du es zum momentanen Zeitpunkt nicht hören willst, eine Kündigung ist auch immer eine Chance. Beim Jobfinden hat mir geholfen, so schnell wie möglich vom alten Job Abstand zu gewinnen, weil den Job kriegst Du nicht wieder.
Sei ganz lieb gedrückt von einer, die auch schon mal arbeitslos war und Deine Tipps hier im Forum schätzt.

Wolkenspiel
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14.07.2006, 21:45
Re: Sprachlos bin ...
Hallo Citronella.
da hat es dich aber voll getroffen
. In kenne einen Fall aus dem Ende der Internet-Blase - gekündigt, vor dem ersten Arbeitstag. Machen kannst Du nicht viel, ist halt die Probezeit: kurze Kündigung ohne Angabe von Gründen.
Wenn man jemanden 'loswerden' will, dann hält man beim Gehen noch die Türe auf. Bei uns gab es 'mal einen ähnlichen Fall, ein neuer Gruppenleiter ist auf eine Mauer des Schweigens und Blockens gestoßen. Was war passiert? Er wurde von der Leitung als die 'Superkraft' vorgestellt, die alles besser könne als die Anwesenden. Vielleicht bist Du der Spielball zwischen Mitarbeitern und Leitung geworden.
Mein Mann hat eine Vermutung geäußert, die logisch erscheint. Im letzten Job wurde ich gemobbt hoch drei, der Chef hat mitgemacht. Deshalb hatte er mich wohl auch so schnell gehen lassen. Mein Mann vermutet nun, dass ein Gespräch zwischen der neuen und der alten Leitung stattgefunden hat.
Kopf hoch!
fcl
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14.07.2006, 21:56Inaktiver User
Re: Sprachlos bin ...
Ersteinmal vielen Dank für eure aufmunternden Worte. Vom Kopf her ist mir bewusst, dass man in der Probezeit jederzeit fliegen kann. Was mich halt stutzig macht, ist das hinterhältige. Mir gegenüber haben alle Friede, Freude, Eierkuchen gejubelt und hintenherum dann der Stoß ins Kreuz oder Tritt in den Hintern oder wie immer du das nennen willst.
Gerade eben habe ich einen lieben anruf eines gewesenen Teilnehmers erhalten. Er hat sich noch einmal für meine Hilfe bedankt, immerhin habe ich ihn durch die Prüfungen geboxt. Gerade heute kann ich solche Worte gut gebrauchen.
Euch allen noch ein schönes WE.



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