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    Arbeitszeiterhöhung = indirekte Gehaltskürzung - einfach so??

    Hallo zusammen,

    ich bekam gestern Post.Hier die Kurzform:

    Aus allgemeinen Spargründen muß die wöchentliche Arbeitszeit von 38,5 auf 39 erhöht werden. Den Vertrag unterschrieben zurück.

    Zum Glück bin ich dort nur geringfügig beschäftigt; mich trifft es nicht so hart.
    Mal eben Dienste übernehmen gilt als "Ehrenamt"

    Mein "richtiger" Arbeitgeber sieht das ganz anders: er zahlt den höchstmöglichen Tarif, Urlaubsgeld; Weihnachtsgeld, geregelter Urlaub und ich kann nach 10 Jahren an einer Hand abzählen, das ich einspringen mußte.



    Bei meinem Mann wurde die Arbeitszeit im Laufe der letzten Jahre stumpf von 35 auf 40 erhöht; teilweise mit Ausgleich, später dann ohne. Zusätzlich fallen wöchentlich 5-10 Überstunden an. Sie werden ab 180 Stunden bezahlt; ich muß nicht erwähnen, das diese bereits vor 5 Jahren erreicht waren????
    Einigen Mitarbeitern wird auch mal eben der Urlaub/freie Tage gestrichen...

    In beiden Firmen steigt die Fluktuation kontinuierlich,selbst mehr als 30 Jahre dort Beschäftigte kündigen, aber es interessiert keinen

    Warum macht ein Arbeitgeber so etwas? Die Sparmaßnahmen gehen doch nach hinten los!?!
    simplemind
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    AW: Arbeitszeiterhöhung = indirekte Gehaltskürzung - einfach so??

    Zitat Zitat von Simplemind66 Beitrag anzeigen
    Aus allgemeinen Spargründen muß die wöchentliche Arbeitszeit von 38,5 auf 39 erhöht werden. Den Vertrag unterschrieben zurück.
    Ein schwieriges Thema. 38,5 Std./Woche hört sich nach einem Betrieb an, der an Tarifvertrag gebunden ist. Sollte dies so sein, kann die Arbeitszeit nicht einfach nach oben verändert werden.
    Falls ein Betriebsrat vorhanden, sollte sich dieser der Angelegenheit annehmen!
    Also ohne Beratung mit dem Betriebsrat, der Gewerkschaft oder einem Anwalt für Arbeitsrecht würde ich so einfach nichts unterschreiben.

  3. Moderation

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    AW: Arbeitszeiterhöhung = indirekte Gehaltskürzung - einfach so??

    zu 1) der Vertragsänderung muss der AN zustimmen, ohne seine Zustimmung kann der Arbeitsvertrag nicht zu seinem Nachteil verändert werden. Ich würde nicht unterschreiben.


    zu 2) weil die meisten Arbeitgeber nur kurzfristig rechnen und nicht langfristig und es schlicht verdrängen wieviel teurer unzufriedene und ständig wechselnde Arbeitnehmer sind im Gegensatz zu motivierten und zufriedenen Arbeitnehmern, denen etwas an Arbeitgeber und Kunden liegt und die Erfahrung in ihrem Job und ihrem Unternehmen haben.

    Den meisten ist nicht klar, was sie durch ständige Neueinarbeitung und unmotivierte Arbeitnehmer verlieren. Da hilft es nur, wenn die guten Mitarbeiter sich bei den guten Arbeitgebern konzentrieren und deren Firmen entsprechend florieren und die anderen in die Insolvenz gehen.

    Ist aber ein sehr langfristiges Ziel.
    Lassen Sie mich niemals in den gewöhnlichen Fehler verfallen, zu meinen, dass ich verfolgt werde, wann immer mir widersprochen wird. Ralph Waldo Emerson

    Freiheit ist, wenn jeder sich auf seine Art zum Deppen machen kann.

    Profilbild © edwardbgordon
    Moderation:
    "Rund um den Job", "Mietforum" und "Selbstständige, Freiberufler & Co"

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    AW: Arbeitszeiterhöhung = indirekte Gehaltskürzung - einfach so??

    @ Marionett

    einen Betriebsrat gibt es leider nicht.

    Ich bin nicht sicher, ob es sinnvoll ist, sich bei 400€ um monatlich 5,10€ zu streiten. Sicherlich sind es im Jahr ca 60€.

    Es ist wohl auch nicht sinnvoll, für die Summe einen Anwalt zu befragen, das rechnet sich nicht.

    @Promethea

    Es handelt sich um einen "Gemeinnützigen Verein", der sich ständig vergrößert, aber in meinen Augen die ursprüngliche Aufgabe vernachlässigt. Als Arbeitgeber ist der Ruf völlig ruiniert.
    An den Tarifvertrag ist er angelehnt, soweit ich weiß.

    Es bleibt riskant, nicht zu unterschreiben....

    Ich denke ich suche mir was anderes. Im 400€ Bereich findet sich sicherlich etwas nettes für mich...nur was?
    simplemind
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  5. Moderation

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    AW: Arbeitszeiterhöhung = indirekte Gehaltskürzung - einfach so??

    1. ja es ist sicherlich am schlauesten, sich einen neuen AG zu suchen, beim dem du dich wohlfühlst

    2. Treberhilfe Berlin ?

    3. "riskant" ist es erstmal nicht, es klingt jedenfalls so, als hätte der Verein mehr als 10 Angestellt und dann gilt das Kündigungsschutzgesetz und das Nichtakzeptieren eines schlechteren Vertrags ist kein Kündigungsgrund. Allerdings scheint mir, das Arbeitsverhältnis ist eh nicht durch und durch harmonisch, daher zurück zu 1.)

    Liebe Grüße
    promethea
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    AW: Arbeitszeiterhöhung = indirekte Gehaltskürzung - einfach so??

    Och Berlin...dat wär et...nee, leider nix


    Das doofe ist ja; die Arbeit an sich macht wirklich Spaß. Die Kollegen (soweit ich mit ihnen zu tun hab) sind nett und die Klienten mal so/mal so; eben schwierige Lebensphasen.

    Hach ich weiß auch nicht; ich hör mich mal um; ich hab ja noch ein paar Überstunden und Resturlaub; da habe ich auch einen Zeitpuffer.


    Mich fuxxt ja das es "Nur 17 cent die Stunde" ausmacht; aber aufs Jahr gesehen sind es eben 60 Euro!
    simplemind
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  7. Moderation

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    AW: Arbeitszeiterhöhung = indirekte Gehaltskürzung - einfach so??

    Zitat Zitat von Simplemind66 Beitrag anzeigen
    Warum macht ein Arbeitgeber so etwas? Die Sparmaßnahmen gehen doch nach hinten los!?!
    Zynisch gesagt, der geistige Horizont vieler AGs reicht bis zur nächsten Quartalsabrechnung. Ob der Laden in drei Jahren tot ist oder sich nur nach den Fjorden sehnt kommt in ihrer Welt nicht vor.

    Oder der Laden steht kurz vor der Pleite und interessiert sich nur noch dafür, wie er die nächste Rechnung überlebt...

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    AW: Arbeitszeiterhöhung = indirekte Gehaltskürzung - einfach so??

    Komisch ist dabei: der "Laden" existiert seit 20 Jahren, investiert über eine Million in ein neues (Prestige-) Projekt und spart am Personal/streicht immer weiter zusammen und verheizt die MA und ruiniert nebenbei den Ruf komplett.

    Ich versteh es einfach nicht.

    Heute rief die Chefin höchstpersönlich an zwecks einspringen.

    Leider kann ich nicht.....
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    AW: Arbeitszeiterhöhung = indirekte Gehaltskürzung - einfach so??

    Ich habe gerade den Strang wieder gefunden und kann ein Update liefern:

    Minijob: Ich bin immer noch in der Firma (11Jahre) bekomme 19€ /Std. und habe die Tätigkeit intern gewechselt. Das Prestigeobjekt ist immer noch nicht umgesetzt....

    Hauptjob: weitergebildet und in eine Führungsposition gewechselt. Höhen und Tiefen erlebt (mehr Tiefen, wegen echt mieser/keiner Einarbeitung) aber mittlerweile angekommen.

    Gatterich: Nach 28 Jahren den AG gewechselt und ist glücklich.
    Alte Firma ist frisch vom Ami aufgekauft; das heißt es wird nicht schöner für die verbliebenen Ex Kollegen.
    simplemind
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    AW: Arbeitszeiterhöhung = indirekte Gehaltskürzung - einfach so??

    Zwar schon lange her, aber trotzdem:

    Zitat Zitat von Simplemind66 Beitrag anzeigen
    Komisch ist dabei: der "Laden" existiert seit 20 Jahren, investiert über eine Million in ein neues (Prestige-) Projekt und spart am Personal/streicht immer weiter zusammen und verheizt die MA und ruiniert nebenbei den Ruf komplett.

    Ich versteh es einfach nicht.
    Das liegt doch auf der Hand: Solche AG bauen auf dies

    Zitat Zitat von Simplemind66 Beitrag anzeigen
    Ich bin nicht sicher, ob es sinnvoll ist, sich bei 400€ um monatlich 5,10€ zu streiten. Sicherlich sind es im Jahr ca 60€.

    Es ist wohl auch nicht sinnvoll, für die Summe einen Anwalt zu befragen, das rechnet sich nicht.
    und dies ...

    Zitat Zitat von Simplemind66 Beitrag anzeigen
    Das doofe ist ja; die Arbeit an sich macht wirklich Spaß. Die Kollegen (soweit ich mit ihnen zu tun hab) sind nett und die Klienten mal so/mal so; eben schwierige Lebensphasen.

    Genau so funktioniert das seit Jahrzehnten im Gesundheitswesen.
    Deine Schritte müssen nicht groß sein, sie müssen dich nur in die richtige Richtung führen. (Agent Simmons)

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