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  1. Inaktiver User

    Frage Für den Job nach Deutschland ziehen?

    Hallo zusammen,

    Ich arbeite bei einer renommierten Airline am Flughafen Zürich, aber seit wir vor einem halben Jahr einen neuen Chef bekommen haben, scheint das Team langsam aber sicher auseinanderzufallen. Letzte Woche hat bereits die dritte Person gekündigt... Ich arbeite bereits seit über 5 Jahren in diesem Team, komme aber aus diversen Gründen keinen Schritt weiter, auch wenn ich bisher immer sehr engagiert war und meinen Job im Grunde genommen sehr gern mache. Doch durch die Vorkommnisse in den letzten Monaten schwindet langsam aber sicher auch meine Euphorie, da die Grundstimmung bei uns im Moment sehr schlecht ist. Auf der anderen Seite denke ich, dass es gerade jetzt Leute braucht, die noch motiviert sind und versuchen das Team zusammenzuhalten. Wenn ich Perspektiven aufgezeichnet bekommen würde, dann hätte ich auch die nötige Motivation dazu.

    Eigentlich möchte ich aber die Airline wechseln, und es kommt für mich nur eine in Frage, für die ich mir vorstellen könnte in einer höheren Position zu arbeiten. Leider fliegt diese Zürich im Moment noch nicht an. Man rechnet damit, dass sie unsere Station in 2-3 Jahren ins Streckennetz aufnehmen. Ich möchte unbedingt zu dieser Airline und würde natürlich am liebsten von Anfang an dabei sein, wenn sie nach Zürich kommt (neues Team, neue Herausforderung, höhere Position).

    Nun überlege ich mir jedoch, der Airline schon früher beizutreten, doch dafür müsste ich nach Deutschland ziehen, genauer gesagt nach München, Frankfurt oder Düsseldorf. Wäre dann nur blöd, wenn ich dann dort wäre und sie Zürich dann widererwarten doch früher ins Streckennetz aufnehmen In dieser Branche geschehen Veränderungen manchmal schneller als erwartet.
    Ein Umzug nach Deutschland wäre natürlich auch mit einem grossen Aufwand verbunden, und ich müsse mich hier von vielem trennen, unter anderem auch von meiner schönen Wohnung, die mir ans Herz gewachsen ist und die ich lange gesucht und schlussendlich gefunden habe. Der Lebensstandard in der Schweiz ist doch ziemlich hoch, und eigentlich geht es mir ja gut. Ich bin einfach im Job unglücklich, möchte aber auch nichts überstürzen, was ich eventuell dann später bereuen muss. Es ist also, wie so oft im Leben, ein "Gambling" und im Grunde genommen ein Luxusproblem und Jammern auf hohem Niveau.

    Was würdet ihr mir raten? Unter dem neuen Chef noch etwas durchhalten, versuchen das Team wieder zu motivieren und die höhere Position doch noch intern zu erreichen oder lieber in Deutschland bewerben in der Hoffnung dann rechtzeitig zurückzusein für den grossen Moment? Ob die mich dann überhaupt nehmen ist eine andere Frage...

    Danke für euere Meinungen und liebe Grüsse,

    Marisa
    Geändert von Inaktiver User (03.12.2011 um 21:42 Uhr)

  2. Inaktiver User

    AW: Für den Job nach Deutschland ziehen?

    .... die allwissende Glaskugel hervorholend und hineinschauen.....

    Die sollst/mußt unbedingt/darfst keinesfalls.......



    Was für dich gut und richtig ist, weißt nur du - hier kann dir das keiner beantworten. Denn niemand hier hat so sehr dfen Über- und Einblick in dein Leben, deine Persönlichkeit, deine Sorgen, Ängste, Freuden und Erwartungen wie du es hast. Ein Umzug hat ja außer Auswirkungen auf den Beruf noch ganz viele andere Aspekte.

    M. E. sollte deine Frage besser lauten, wie komme ich zu einer für mich guten Entscheidung auf Basis von Argumenten und Gründen, die für mich richtig sind. M. E. solltest du mal dein Posting sortieren, also quasi nochmals schreiben und zwar geordnet nach allen möglichen Kriterien, die für dich wichtig sind. Also ungefähr:
    Für Den Umzug nach Deutschland spricht....
    Für den Verbleib in Zürich spricht.....

    Ich gehöre zu den Leuten, die immer an allem über die Vorteile entscheiden. Nur wenn das nicht funktioniert, schaue ich auf die Nachteile.

  3. Inaktiver User

    AW: Für den Job nach Deutschland ziehen?

    Danke für deine Antwort, Sternensammlerin! Du hast natürlich Recht, was meinen Beitrag betrifft, den ich einfach aus dem hohlen Bauch geschrieben habe. Ich bin im Moment sehr unschlüssig, doch nur ich kann entscheiden, was langfristig das Richtige ist. Vielleicht gibt es ja auch noch eine dritte Option, die ich bis anhin noch nicht richtig in Betracht gezogen und geprüft habe ("Alternativ"-Airline, bis die richtige kommt).

    Lieber Gruss,

    Marisa

  4. Inaktiver User

    AW: Für den Job nach Deutschland ziehen?

    Das aus dem Bauch schreiben ist gut und richtig - die besten Entscheidungen werden so getroffen. Aber der Kopf glaubt das erst, wenn er auch nachvollziehen kann, was der Bauch da so ausheckt. Deswegen der Hinweis, deine Gedanken, die gut und richtig sind, zu sortieren, auch um zu sehen, ob du alle Argumtente gefunden hast.

    Du bist doch nicht nur berufstätig, sondern - zumindest nebenbei - auch noch Mensch, so dass sich ein Umzug auch auf so viele andere Dinge beziehen wird. Und die Gedanken fehlen in dem Posting völlig.

  5. Inaktiver User

    AW: Für den Job nach Deutschland ziehen?

    Ja, genau, ich bin auch noch Mensch, und eigentlich ist es ziemlich schlimm, dass dieser Aspekt bei uns in der Firma total untergeht. Neben enormem -ich würde schon sagen ungesundem- Wachstum der Airline, herrscht bei uns intern ein ziemlicher Konkurrenzkampf, und ich habe mich lange versucht rauszuhalten, da Karriere für mich eigentlich nie der Mittelpunkt meines Lebens war.

    Ich habe mich immer als jemanden mit gesundem aber nicht übermässigem Ehrgeiz gesehen, aber in diesem Team hat man langsam gar keine andere Wahl mehr als sich nur über den Job zu profilieren, denn alle anderen Qualitäten, die man mitbringt, werden nicht gesehen oder als nicht so wichtig betrachtet. Deshalb habe ich auch das Gefühl auf einem "toten Pferd" zu sitzen, wie es in einem anderen Beitrag treffend formuliert wird.

    Ich möchte beruflich weiterkommen, denn es macht mir Spass zu lernen, in dem was ich tue besser zu werden und mich persönlich weiterzuentwickeln. Es ist ein Teil meines Lebens, aber es ist nicht alles. Ich denke, dass ich mir über kurz oder lang ein neues Team suchen werde, sei es nun hier in Zürich oder in Deutschland. Manchmal brauchen Dinge wohl einfach Zeit, Geduld und Durchhaltevermögen. Ich denke, wenn ich mir über mein Ziel genau im Klaren bin und dies auch formulieren kann, fällt es mir auch wieder leichter durchzuhalten und darauf hinzuarbeiten.
    Geändert von Inaktiver User (03.12.2011 um 23:18 Uhr)

  6. User Info Menu

    AW: Für den Job nach Deutschland ziehen?

    Im Augenblick sind die Dinge, die an Überlegungen im ersten Posting geäußert werden, keine "Optionen", sondern reine Wunschvorstellungen. Denn niemand "tritt einem Unternehmen bei" wie einem Verein. Man bewirbt sich auf eine Stelle (wie bei Airlines ziemlich sicher eine ganze Reihe anderer Leute auch! Airlines sind nämlich begehrte Arbeitgeber...) und kommt dann ins ganz nrormale Bewerbungverfahren mit Zu- oder auch Absage. Branchenerfahrungen sind natürlich von Vorteil, aber noch lange keine Garantie für eine Zusage.

    Die zweite Wunschvorstellung ist ebenso von Unsicherheiten begleitet. Kein Mensch kann und wird vermutlich garantieren, dass Du nach Zürich zurück versetzt wirst, wenn die Airline irgendwann Zürich anfliegen wird. Das Risiko, dann erst mal auf Dauer an einem ungeliebten Ort festzusitzen, ist groß.

    Der dritte Wunsch, eine Führungsposition einzunehmen...es gilt das Gleiche wie vorher. Man bewirbt sich intern oder man bekommt das Angebot. Voraussetzung ist auf jeden Fall, dass die Vorgesetzten es einem zutrauen.

    Meiner Erfahrung nach setzen die hier geäußerten Überlegungen für die berufliche Zukunft an der falschen Stelle an und sie bieten so kaum eine solide Entscheidungsgrundlage.

    Viele Grüße

    Sabine Kanzler
    "So ist es besser, Genossenes zu bereuen als zu bereuen, dass man nicht genossen habe." (Casanova)

  7. Inaktiver User

    AW: Für den Job nach Deutschland ziehen?

    Zitat Zitat von skam Beitrag anzeigen
    Meiner Erfahrung nach setzen die hier geäußerten Überlegungen für die berufliche Zukunft an der falschen Stelle an und sie bieten so kaum eine solide Entscheidungsgrundlage.

    Viele Grüße

    Sabine Kanzler
    Sehr hilfreicher Ansatz, wenn gesagt wird, was alles nicht geht, ohne dass eine Alternative oder ein Weg vorgestellt wird. Auweia......

    Oder ist das ein Lockversuch, um an Mandanten zu kommen? Du wirst schon wissen, warum du immer mit Klarnamen "unterschreibst".

  8. User Info Menu

    AW: Für den Job nach Deutschland ziehen?

    Ja, ich weiß, warum ich mit Klarnamen unterschreibe: Weil ich denjenigen, die wissen wollen, auf welchem Hintergrund ich poste, die Möglichkeit geben möchte zu überprüfen, ob sie meine Hinweise für relevant halten oder nicht.

    Anonyme Foren haben den Nachteil, dass jeder sich die Identität aufbauen kann, die er für sich haben will. Ich kann hier auftreten, als ob ich eine Leitungsfunktion in einem internationalen Konzern hätte und schon eine Menge an Mitarbeitern eingestellt hätte. Ich kann schreiben, als ob ich ein Supertherapeut mit einer fundiertn Ausbildung wäre. Ich kann so tun, als ob ich studiert, promoviert und wer weiß was sonst noch hätte und mit all diesen Behauptungen so tun, als ob ich "Experter" zu den gestellten Fragen wäre. Nichts davon muss stimmen, nichts lässt sich nachprüfen.

    Aus diesem Grund poste ich mit Echtnamen. Dann kann jeder slebst schauen und entscheiden.

    Wenn Marisa mehr wissen will, dann kann sie ja fragen, nicht wahr?
    "So ist es besser, Genossenes zu bereuen als zu bereuen, dass man nicht genossen habe." (Casanova)

  9. Inaktiver User

    AW: Für den Job nach Deutschland ziehen?

    Also schlicht und einfach Werbung, aber keine gute, wenn es nur Andeutungen gibt und die Lösungen nur gegen persönliche Beratung.

    Hier gibt es sehr viele sehr kompetente User, die ohne Hinweis auf ihre Position, ihren Namen oder ihre Geldeinnahmequellen ihr Wissen weitergeben. Und die so schreiben, dass man mit den Antworten etwas anfangen kann, sie reflektieren und in eigenes Denken und Tun integrieren kann.

    Und gefragt hat Marisa, nicht wahr? Als Antwort wären vielleicht noch Gegenfragen hilfreich, um sie selbst zum Nachdenken anzuregen, aber einfaches Darstellen, dass es so nicht geht, ist m. E. no-go - auch für einen Coach.

  10. User Info Menu

    AW: Für den Job nach Deutschland ziehen?

    Habe ich geschrieben, dass sie nur im Rahmen einer persönlichen Beratung fragen kann? Nein, nicht!

    Natürlich kann sie hier fragen. Um weitergehend zu antworten ist es mir aber wichtig zu sehen, ob sie meinen Argumenten zustimmt, dass sie das Problem m.E. am falschen Ende aufdröselt - weil sie auf das, was sie als Grundlage für ihre Entscheidung voraussetzt, überhaupt keinen Einfluss hat.

    Dass es hier viele kompetente User gibt - habe ich etwas anderes behauptet?
    "So ist es besser, Genossenes zu bereuen als zu bereuen, dass man nicht genossen habe." (Casanova)

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