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  1. User Info Menu

    Keine Motivation mehr

    Hallo ihr,

    ich habe ein großes Problem mit meiner Arbeit:
    Ich kann mich zu nichts mehr aufraffen. Ich habe eigentlich richtig viel zu tun, bin für viele Dinge verantwortlich, aber es gibt inzwischen viel zu oft Tage, an denen ich kaum was mache, im Internet rumdaddel, Löcher in die Luft gucke... kaum zuhause, überfällt mich dann die Panik, wie ich meine Arbeit so überhaupt noch halbwegs schaffen soll.
    Ich weiß, dass ich dringend den Job wechseln muss, weil vieles an den Rahmenbedingungen liegt und ich mich inzwischen langweile und mir keine Aufgabe mehr wirklich Spaß bereitet. Es kann aber noch dauern, bis der Jobwechsel klappt.
    Habt ihr ein paar Tipps für mich, wie ich mich aus dem Sumpf wieder befreien und den Arbeitgeber am Ende wenigstens mit Anstand verlassen kann?
    Mit dem Vorgesetzten reden ist im übrigen keine Option. Er ist hinlänglich für seine Fähigkeit, Probleme einfach zu ignorieren und auszusitzen, bekannt.

    Freue mich auf eure Antworten!

  2. Moderation

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    AW: Keine Motivation mehr

    Du solltest Dir vielleicht klar machen, dass Du Geld für das Arbeiten bekommst und nicht dafür, dass Du Dinge liegenlässt und Dich stattdessen anderweitig beschäftigst.

    Vielleicht kannst Du Dir Deine Tagesarbeit in einzelne Blöcke aufteilen und Dich zwischendurch mit einer kleinen Abwechslung belohnen.
    Islabonita

    Moderation im Freundschaftsforum, Umgangsformen, Familiensache, Mietforum und in Rund um die Bewerbung - ansonsten normale Userin

  3. User Info Menu

    AW: Keine Motivation mehr

    Hallo bureau,

    würde es ähnlich handhaben wie von Islabonita bereits vorgeschlagen: Teil dir deine Aufgaben/Arbeit auf und setze dir für jeden Tag ein bestimmtes Ziel. Was muss bis wann erledigt werden? Was hat Priorität etc.?
    Vielleicht fällt es dir leichter, wenn du einen konkreten Überblick hast und kannst so eins nach dem anderen abarbeiten. Gegen kleine Pausen zwischendurch ist natürlich nichts einzuwenden, allerdings sollte deine Arbeit nicht darunter leiden - selbst wenn du über kurz oder lang eine neue Arbeitsstelle anstrebst, macht es wohl keinen guten Eindruck, wenn bei deinem Wechsel ein Berg an unerledigter Arbeit zurückbleibt.
    Vielleicht gibt es auch die Möglichkeit, einen Kollegen/eine Kollegin um Hilfe zu bitten bzw. vielleicht gibt es größere Aufgaben/Projekte an denen du mit einem Kollegen zusammen arbeiten kannst?
    Ansonsten bleibt dir nur, dich schon jetzt nebenher nach anderen Jobs umzusehen. Sobald du da etwas gefunden hast, ist die Zeit an deinem jetztigen Arbeitsplatz ja absehbar und das macht das Ganze dann wahrscheinlich auch noch mal ein bißchen "erträglicher".

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    AW: Keine Motivation mehr

    Danke, ihr.

    Mach ich alles. Das schlechte Gewissen ist da, die Vernunft ist da. Ich mache mir Arbeitspläne. Ich unterteile alles in kleine Häppchen. Allein: Es hilft oft nichts mehr. Es gibt Tage, da läuft es gut, ja. Aber es häufen sich die Tage, an denen ich da sitze wie in Watte gehüllt und nur in Zeitlupe arbeiten kann, ohne den Ausstieg aus dieser Schleife zu finden.
    Kommunikation unter uns Kollegen und auch mit dem Chef findet kaum statt. Eigene Projekte initiieren ebenso wenig.

    Und was sicher auch eine große Rolle spielt: Ich habe für diesen Job damals mein Zuhause verlassen. Die meisten meiner Freunde: weit weg. Hier: nur zwei Leute, die ich manchmal wochenlang nicht sehe. Mein liebstes Hobby und bester Ausgleich: dafür gibt es hier keine Möglichkeit. Und zu allem Überfluss ist jetzt auch noch mein Freund in meine alte Heimat gezogen. Ich fühle mich seit Jahren von meinem Leben abgeschnitten wegen dieses Jobs.

    Bewerbungen schreibe ich seit über einem Jahr; dazu spreche ich immer wieder Leute aus meinem Netzwerk an. Getan hat sich bislang noch nichts. Langsam fang ich echt an zu verzweifeln...

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    AW: Keine Motivation mehr

    Hallo bureau,

    warscheinlich hast Du deshalb auch gar keine Motivation für Deinen Job. Wenn Deine Freunde weit weg und Du noch nicht einmal dein Hobby ausüben kannst.
    Versuche Dir doch wieder einen Job in Deiner alten Heimat zu suchen. Evtl. etwas anderes zu machen, falls sich in Deinem Beruf nicht so schnell was ergibt! Hauptsache Du hast Dein Umfeld wieder!

    LG Plutonia

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    AW: Keine Motivation mehr

    Ich denke, der erste Schritt wäre, diesem umfassenden Gefühl der Unzufriedenheit auf die Spur zu kommen. Das läuft nur über eine umfassende Bestandsaufnahme, die ALLE Lebensbereiche umfasst - Job und Privatleben. Vor schnellen Zuschreibungen "Der Job ist es!" warne ich, in der Regel und nach meinen Erfahrungen aus nunmehr 20 Jahren Beratungsarbeit kann ich nur zusammenfassend sagen, dass es so einfach meistens nicht ist.

    Eine umfassende Bestandsaufnahme hat auch den Vorteil, dass sich so ganz oft leichter die Stellschrauben identifizieren lassen, mit denen eine Veränderung der Situation zum Besseren eingeleitet werden kann.

    Viele Grüße

    Sabine Kanzler
    "So ist es besser, Genossenes zu bereuen als zu bereuen, dass man nicht genossen habe." (Casanova)

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