...und das mir. Also: Bisher war mir der feine Unterschied zwischen Kollegen und Mitarbeitern fremd, ich hielt das für im Wesentlichen synonym
Und deshalb jetzt meine Frage an euch: Wen genau darf ich als Kollegen bezeichnen (auch z.B. in einer Rundmail, oder wenn ich ihn vorstelle, gern auch im privaten Bereich), wen als Mitarbeiter, und wie gehe ich dabei mit den unterschiedlichen Hierarchieebenen um? Z.B. bei jemandem, der hierarchisch höher steht, aber kein direkter Vorgesetzter ist (sagen wir, ich bin im Vertrieb tätig, und der andere ist der Leiter vom Controlling)?
Was schreibt man auf die Urlaubskarte an die lieben Kollegen (Mitarbeiter, Chefs und Azubis...) als Sammelanrede?
Ich bin gerade fürchterlich verunsichert, weil ich nie damit gerechnet habe, dass ich im sprachlichen Bereich so eine Fehlstelle haben könnte.
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Ergebnis 1 bis 7 von 7
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09.12.2010, 20:51
Kollege, Mitarbeiter: Sprachliches Problem
Ich habe eine Wassermelone getragen.
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09.12.2010, 21:07Inaktiver User
AW: Kollege, Mitarbeiter: Sprachliches Problem
Ich würde sagen: Mitarbeiter sind die Leute, denen Du vorgesetzt bist. Kollegen sind alle anderen Leute. Bei einer Sammelanrede an beide Gruppen, würde ich von Kollegen sprechen, weil Kollegen sind sie ja irgendwie alle, Mitarbeiter aber nur wenige. Ich schreibe öfter mal Mails an einen großen Mitarbeiterkreis und nenne die Kollegen dann auch immer "Kollegen". Alternativ ginge in unserer Firma auch "sehr geehrte Damen und Herren", aber wir sind da leider ziemlich konservativ.
Wenn ich jemandem eine höhergestellte Person vorstelle, sage ich im beruflichen Umfeld "Das ist Herr Schmidt, der Leiter unseres Controllings". Wenn ich Herrn Schmidt beim Spazierengehen mit meinem Mann treffe, sage ich :"Das ist (mein Kollege) Herr Schmidt, der Leiter unseres Controllings" (Alternativ vielleicht auch einfach "Herr Schmidt arbeitet auch bei XY" - kommt halt auch ein bißchen auf "Herrn Schmidt" an
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LG Tulipali
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09.12.2010, 21:08Inaktiver User
AW: Kollege, Mitarbeiter: Sprachliches Problem
Kollege ist gleichrangig, Mitarbeiter: das sind meine Mitarbeiter - die sind mir unterstellt, ich weise sie an. Also, wenn ich in der Erzählung von mir ausgehe.
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10.12.2010, 12:50
AW: Kollege, Mitarbeiter: Sprachliches Problem
May you be surrounded by friends and family,
and if this is not your lot, may the blessings find you in your solitude.
Leonard Cohen
Entweder man lebt, oder man ist konsequent.
Erich Kästner
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10.12.2010, 12:54Inaktiver User
AW: Kollege, Mitarbeiter: Sprachliches Problem
Ein Kollege ist jemand dessen Arbeit man übernehmen kann und umgekehrt - ein Mitarbeiter steht unter einem in der Hirachie.
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10.12.2010, 13:19Inaktiver User
AW: Kollege, Mitarbeiter: Sprachliches Problem
Allerdings nur im Linienverhältnis.ein Mitarbeiter steht unter einem in der Hirachie.
Jemand, der von der Hierarchiestufe her tiefer als ich eingereiht ist, aber in einer andren Abteilung/Sektion/wasweiss ich tätig ist, der ist nicht mein Mitarbeiter sondern der Mitarbeiter meines Kollegen, nämlich des anderen Abteilungschefs/Sektionschefs/wasweissichchef.
"Kollege" gebrauche ich aber nicht nur gegenüber Leuten, die mir in der Hierarchie gleich gestellt sind, sondern für alle, mit denen ich eng zusammenarbeite. Also auch für Mitarbeitende meiner Chefkollegen oder für Partner aus externen Einheiten von ungefähr gleicher Hierarchiestufe, mit denen ich am einem gemeinsamen Projekt/Auftrag etc. arbeite oder die ich von anderen Arbeitsstellen her gut kenne.
Bei einer Rundmail, die sowohl an die oberste Hierarchie wie an sämtliche Mitarbeitenden geht, würd ich hingegen vermutlich die Anrede wählen: "Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Kolleginnen und Kollegen" So kann sich jeder selbst aussuchen, wovon er sich angesprochen fühlen will.
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10.12.2010, 18:58Inaktiver User
AW: Kollege, Mitarbeiter: Sprachliches Problem
Wir sind ein sehr lockerer Laden, bei uns schreiben wir "liebe alle"



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