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  1. Inaktiver User

    Stirnrunzeln Kündigungsgrund Burn out?

    Hallo an alle,

    wenn ich aufgrund 2 -jährigem Burn out meiine Arbeitsstelle
    selber kündige, bekomme ich dann eine Sperre vom Arbeitsamt
    oder kann ich mir vom Arzt den Grund bescheinigen lassen?

    Hintergrund meiner Frage: Ich leide seit 2 Jahren aufgrund der
    Situation am Arbeitsplatz unter ständigen Magenbeschwerden, Migräne,
    Schlafprobleme, massive Stimmungsschwankungen, Selbstmordgedanken und habe mir schon Hilfe von verschiedene Seiten
    gesucht, Hausarzt, Coach, Familie, Beratungsstelle was aber leider
    immer nur kurzfristig Besserung brachte. Zweimal stand ich
    in dieser Zeit kurz vor einem Jobwechsel, welcher sich dann wieder
    zerschlagen hat, Bewerbungen bisher ohne Erfolg versendet,
    momentan stehe ich total neben mir und kann nicht mehr abschalten,
    meine ARbeit leidet, mein Privatleben, meine Eltern sind überfordert mit meinen Sorgen..., einen Partner der mich stützt habe ich nicht...

    Würde mich über Antworten von euch freuen, die schon ähliche
    Erfahrungen gemacht haben udn vielleicht einen Weg aus der Krise fanden, denn wenn ich KÜndige, risikiere ich das finanzielle Disaster
    und noch mehr Angst...

    Danke für Rückmeldungen
    peperomia

  2. User Info Menu

    AW: Kündigungsgrund Burn out?

    Burnout ist eine Krankheit.
    Du solltest Dich zu einem entsprechenden Facharzt überweisen lassen und krankschreiben lassen.
    Eine Freundin von mir war ein Jahr krank und zuletzt in einer Kurmaßnahme. (6 Wochen).
    Über das Jahr hatte sie therapeutische Termine bei einem Therapeuten und die Fachärztin war Psychologin.

    Es ist eben meist nicht nur die Arbeit, sondern ein Mischmasch aus Beziehungskonstellationen, Eltern etc etc.

  3. Inaktiver User

    AW: Kündigungsgrund Burn out?

    Hallo :-).

    hat denn deine Freundin danach wieder einen "guten" Job gefunden?
    Ich gebe zu, dass ich total Angst habe, als depressiv, nicht leistungs- und arbeitsfähig abgestempelt
    zu werden und dann meinen Chancen auf eine bessere Arbeitsstelle schwinden, wenn ich so lange
    krank geschrieben bin. Irgendwie kann ich nicht loslassen, ich will ja arbeiten gehen, will mich einbringen,
    darf auch gerne stressig sein, im positiven Sinne halt..,

    vor meinem momentanen Arbeitgeber war ich zehn Jahre lang in einer anderen Branche tätig,
    und mir ging es sehr gut zu der Zeit, leider zu gut, ich hatte dann "Langeweile" und wollte mich
    weiterbilden, habe dann ein anderes Fach studiert, und jetzt sitze ich in der Krise fest,
    und trauere meinem früheren Leben und Arbeitsplatz hinterher (vorher Dienstleistungsbereich,
    jetzt Soziale Einrichtung)...

    In meiner zehnjährigen Arbeitszeit (vor dem Studium) war ich eine geschätzte, beliebte, respektierte
    Kollegin, die ihre Arbeit gerne und mit vollem Einsatz gemacht hat, und nun erlebe ich jede Woche
    und das seit drei Jahren, dass 80 % von meiner Arbeitszeit dafür verwendet wird mit Frust umzugehen
    und ich ständig nicht nur das Gefühl habe, sondern auch die Bestätigung, dass die aufgewendete Energie
    verpufft, positive Rückmeldungen, Lob, Feedback kommen so gut wie nie, dafür reden die Kollegen ständig
    in die Arbeit mit rein, niemand hält sich an Absprachen, fast monantlich wird die Organisation umgestellt,
    teilweise wird mit mir geredet als wäre ich Azubi im 1. Lehrjahr, die Hoffnung das es je anders wird, habe ich aufgegeben, was ich heute tue, hat morgen schon keinen Wert mehr,...usw.

    So langsam wächst in mir eine totale Abneigung gegen meine Chefs, Kollegen und Schüler und ich schäme
    mich gleichzeitig dafür, ich will einfach wieder eine Arbeit habe, die ich gerne mache, wo ich mich darauf freuen
    kann und nicht am Sonntag abend Panikanfälle bekomme, wenn ich nur an Montag morgen denke...

    Freue mich über Austausch mit Betroffenen...

  4. User Info Menu

    AW: Kündigungsgrund Burn out?

    In der heutigen Zeit würde ich niemandem raten eine sichere Stelle selbst zu kündigen, es sei denn derjenige hat einen neuen Job. Den zu finden ist aus einer bestehenden Beschäftigung allemal leichter, als aus Arbeitslosigket heraus.

    Ich an deiner Stelle würde mich mit Hochdruck auf die Suche nach einem neuen AG begeben inkl. Arbeitsamt. Gegenüber dem derzeitigen AG ist manchmal auch eine lmaA-Einstellung zu empfehlen, besonders wenn man sich entschieden hat zu wechseln. Ich weiß, ist manchmal leichter gesagt als getan.

  5. User Info Menu

    AW: Kündigungsgrund Burn out?

    peperomia,

    das ist eine ganz blöde situation, auch eine unglückliche ... ich kenn' das ein bisschen. ich hatte seinerzeit das "glück", nach einer kur (wegen burnout und erschöpfung und einem todesfall im engen freundeskreis, der mir den rest gegeben hat) noch 2 jahre im ungeliebten job zu sein und dann einen aufhebungsvertrag mit feiner abfindung angeboten zu bekommen. hab' ich natürlich angenommen.

    was mir zu deiner situation einfällt: kannst du nicht, mit der erfahrung aus deinem jetzigen job und dem studium, irgendwie wieder zurück in deinen vorherigen job?


  6. gesperrt

    User Info Menu

    AW: Kündigungsgrund Burn out?

    Zitat Zitat von Inspirom Beitrag anzeigen
    In der heutigen Zeit würde ich niemandem raten eine sichere Stelle selbst zu kündigen, es sei denn derjenige hat einen neuen Job. Den zu finden ist aus einer bestehenden Beschäftigung allemal leichter, als aus Arbeitslosigket heraus.

    Ich an deiner Stelle würde mich mit Hochdruck auf die Suche nach einem neuen AG begeben inkl. Arbeitsamt. Gegenüber dem derzeitigen AG ist manchmal auch eine lmaA-Einstellung zu empfehlen, besonders wenn man sich entschieden hat zu wechseln. Ich weiß, ist manchmal leichter gesagt als getan.
    Grundsätzlich stimme ich zu, möchte aber zu bedenken geben, dass irgendwann der Punkt da sein, an dem man eben nicht mehr arbeitsfähig ist. Die Frage ist deshalb, ob man sich einen Gefallen tut wenn man risikiert, total auszufallen.

    Ich habe Anfang des Jahres bei einem meiner Kunden miterlebt, wie ein junger Mann - der sehr kompetent und einsatzwillig war - aufgrund von Schicken des Chefs und einiger Kollegen und völliger Überarbeitung den Löffel schmiss. Kurz gesagt er kündigte, nachdem ihm auch sein Hausarzt Überarbeitung oder Burn-Out (das weiss ich nicht genau) bescheinigte. Aufgrund der Bescheinung bekam er beim Arbeitsamt auch keine Leistungssperre.

    Ich hatte damals meine Bedenken ähnlich der Deinen geäussert. Aber er zog es trotzdem durch und .. blühte alleine durch die Entscheidung wieder auf.

    Keinen Monat später hatte er einen zeitlich befristeten Job in dem er sehr zufrieden war (Arbeit, Chef und Kollegen ok). Weil er eine lange Reise geplant hatte, hat er das Angebot den Vertrag in ein unbefristetes Arbeitsverhältnis zu ändern, abgelehnt. Er hat aber das Angebot nach seiner Reise dort wieder anzufangen.

    Der einzige Haken an diesem Job war und ist ... eine Anfahrt von ca. 45-60 Minuten.

    Bei ihm hatte ich den Eindruck, dass er, als er den Druck los war, aufblühte und erst dann auch wirklich in der Lage war, einen positiven Eindruck bei Bewerbungsgesprächen zu hinterlassen.

  7. Inaktiver User

    AW: Kündigungsgrund Burn out?

    Danke für eure Beiträge...

    ...auf der einen Seite ist mir bewußt, dass es total leichtsinnig wäre,
    jetzt alles hin zu werfen ohne feste Zukunftsperspektive, an so einem Job hängt
    ja nicht nur das Geld dran...
    ...auf der anderen Seite, signalisiert mir mein Körper/Geist genau das, was SpezialEdition
    über ihren Kunden schreibt: das er erst wieder aufblühte und Erfolg beim Bewerben hatte,
    als er gekündigt hatte, dies sehe ich z.Zt. auch für mich,
    ich stecke fest, zum Bewerbungen schreibne fehlt mir momentan total die Energie und gute Laune,
    dass kommt bestimmt bei den Empfängern nicht wirklcih positiv an...

    Und was "erschwerend" dazu kommt: mein "alter" Arbeitgeber (bei dem ich "glücklich" war) hat mir jahrelang
    nach meiner KÜndigung immer wieder die Tür aufgehalten und Jobangebote zur Rückkehr gemacht,
    und ich habe aus falsch verstandener Loyalität meinem aktuellen AG gegenüber die Tür zugehauen,
    was mir jetzt total Leid tut und meine Niedergeschlagenheit noch verstärkt.

    Zeitweise muss ich mich auf der Toilette "einsperren" weil mir die Tränen aus lauter "Heimweh" nach meinem
    alten Job runterlaufen...obwohl ich ja selbst mit Schuld dran bin an meiner Misere...

    Meine Gedanken fahren tag- und nacht Achterbahn: Ständig die Frage: Kündigen oder nicht?

    Innerlich stehe ich vor dem Abgrund, springen oder nicht? Entweder fall ich ins bodenlose (Hartz IV)
    oder ich schaffe es endlich mir selber wieder in die Augen sehen zu können, denn irgendwie muss
    ich ja jeden Tag den Kollegen, Chefs, Schülern und mir selber was vorspielen, zu dem ich innerlich
    gar nicht stehe, was verstärkend noch dazu kommt: ich "darf" mir fast täglich von meinen direkten Vorgesetzten anhören, wie über andere Kollegen abwertend und abfällig geredet wird (da fielen dann auch schon Schimpfwörter "der ist ein A... und der ist sowieso "zu doof" zum Arbeiten usw.) ich stehe dann total hilflos und geschockt daneben, und habe keine Ahnung was ich sagen soll, denn ich muss ja im gleichen Momentan damit rechnen, dass auch über mich so hintenrum geredet wird. Dann wird auch von meinen Chef immer betont, dass der und der Kollege ja mal dringend "ausgetauscht" werden müsste, wer bitte schön, möchte in so einem Klima arbeiten??? Und zur Anmerkung, dies sind alles studierte Leute..., mir persönlich wurden auch schon "Dinge" unterstellt, die ich nicht der Wahrheit entsprachen, nur damit "man" einen Grund hatte, mich zum Geschäftsführer zu zitieren, der zum Gllück, dann auf "meiner Seite" stand...



    Gruß
    peperomia
    Geändert von Inaktiver User (08.12.2010 um 14:53 Uhr) Grund: Ergänzung (musste noch was los werden:-)

  8. User Info Menu

    AW: Kündigungsgrund Burn out?

    Kannst du denn nicht beides kombinieren, den mentalen Befreiungseffekt, den SpecialEditition beschreibt und vorerst den Job weiter machen, aber "innerlich kündigen", nur noch Dienst nach Vorschrift machen und parallel nach einem neuen Job suchen? Ich empfehle zwar üblicherweise Loyalität mit dem AG, aber in einem Fall wie deinem ist auch mal erlaubt den AG noch etwas "bluten" zu lassen.

    Wenn das alles so ist wie du beschreibst, müsstest du nicht mal ein schlechtes Gewissen haben. Chefs und Kollegen bräuchtest du nichts mehr vorzuspielen (ich meine deine abweichende Meinung solltest du nicht mehr unterdrücken, einen Burn-out solltest du auf keinen Fall erwähnen). Schüler solltest du allerdings möglichst nicht leiden lassen, ich denke die gehören eher zur Klientel?

    Notwendig wäre natürlich, dass du genügend mentale Stärke entwickelst, dich ein Stück weit gegen Chefs und Kollegen aufzulehnen und das durchzustehen? Kannst du die Stärke aufbringen, nach einer "inneren Kündigung"? Ich denke, gegenüber deiner jetztigen Situation hast du wenig zu verlieren.

  9. Inaktiver User

    AW: Kündigungsgrund Burn out?

    Zitat Zitat von Margali62 Beitrag anzeigen
    Burnout ist eine Krankheit.
    Du solltest Dich zu einem entsprechenden Facharzt überweisen lassen und krankschreiben lassen.
    Eine Freundin von mir war ein Jahr krank und zuletzt in einer Kurmaßnahme. (6 Wochen).
    Über das Jahr hatte sie therapeutische Termine bei einem Therapeuten und die Fachärztin war Psychologin.
    @Peperomia,
    was spricht dagegen, Dich krank schreiben zu lassen ?

    Das kombiniert alles:

    - der Druck ist weg
    - Du kriegst Geld
    - bist nicht arbeitslos, d.h. kannst Dich aus ungekündigtem Arbeitsverhältnis bewerben.

    Zu Deiner Frage: Ich denke, Du hättest gute Chancen, bei Eigenkündigung nicht gesperrt zu werden, wenn Dein Arzt Dir ein Attest ausstellt.

    Aber Du hast wieder neuen Druck, nämlich die Arbeitslosigkeit.

    Das kannst Du vermeiden.

  10. User Info Menu

    AW: Kündigungsgrund Burn out?

    Liebe Peperomia,

    wenn Du noch nicht "krank geschrieben" bist, solltest Du Dir einen Arzt suchen, der das tut. Ich war mal in einer ähnlichen Situation, und als der medizinische Dienst auf der Matte stand, hat der Doc den Schwanz eingezogen. Wenn der Arzt Dich krank schreibt, hast Du mindestens ein Jahr Anspruch auf Krankengeld.

    Sollte sich bis dahin Deine berufliche und gesundheitliche Situation nicht gebessert haben, wirst Du meines Wissens von der Krankenkasse "ausgesteuert" (so heißt das wohl), d.h. von der Krankenkasse bekommst Du kein Geld mehr.

    Danach kannst Du aus gesundheitlichen Gründen selber kündigen, ohne eine Sperre zu riskieren. Die Arbeitsagentur hat ein Formblatt, welches der Arzt ausfüllen muss. Dieses Formblatt beinhaltet in etwa, dass Dir aus gesundheitlichen Gründen dieser Arbeitsplatz nicht zugemutet werden kann.

    Ich weiß, dass diese Prozedur Dein eigentliches Problem natürlich nicht löst, aber Du hast erst mal Aufschub, Zeit zum Durchatmen und zur Neuorientierung, evtl. therapeutische Maßnahmen etc., und Du fällst finanziell nicht in ein allzu großes Loch.

    Geh doch einfach mal zu "Deiner" zuständigen Arbeitsagentur und erkundige Dich. Und frage explizit nach erwähntem Formular. Freiwillig rücken die das nicht raus ;) Und nimm am besten eine vertraute Person mit.

    Ich habe diese Prozedur hinter mir, ist allerdings schon 5-6 Jahre her. Inwiefern sich Gesetze / Bestimmungen geändert haben, weiß ich aktuell nicht.

    Ich drücke Dir ganz fest die Daumen, und : Nix über´s Knie brechen !!

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