Ich bin Dipl. -Kauffrau, habe viele Jahre Erfahrung in der gehobenen Personalberatung. Ich möchte gerne in den Sozialen Bereich wechseln, insbesondere interessiert mich Paar- und Familienberatung. Wie kanni ch dahin kommen, wer kann mit etwas empfehlen. Wie kann ich an eine Hospitation in einer Beratungsstelle kommen?
Kann mir jemand Tips geben?
Vielen Dank.
Antworten
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19.03.2010, 11:36
Quereinstieg im sozialen Bereich
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20.03.2010, 09:37
AW: Quereinstieg im sozialen Bereich
Paar- und Familienberatung wird mit ein bisschen Hospitation nicht gehen und da wirst Du auch keinen finden, der Dich einstellt. Wage ich mal so einfach zu behaupten! Schon allein aus Verantwortungsgefühl den Familien gegenüber, die Beratung suchen.
Ich habe auch meine Zweifel, ob es reicht, eine familientherapeutische Zusatzausbildung zu machen. Seriöse Institute verlangen eine pädagogische oder psychologische Grundausbildung und Erfahrung - und während der Ausbildung supervidierte Beratungen. Solch eine Ausbildung ist auch nicht in einem Jahr zu haben, wenn sie Hand und Fuß haben soll.
Grüße
skam"So ist es besser, Genossenes zu bereuen als zu bereuen, dass man nicht genossen habe." (Casanova)
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20.03.2010, 09:50Inaktiver User
AW: Quereinstieg im sozialen Bereich
Quereinstieg heißt für dich was? Ohne Ausbildung wechseln?
Oder überlegst du eine weitere Ausbildung zu machen und möchtest mal mit einer Hospitation reinschnuppern, um dich dann weiter zu entscheiden?
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20.03.2010, 10:28
AW: Quereinstieg im sozialen Bereich
Ich möchte ersteinmal "reinschnuppern" bevor ich mich dann für eine Ausbildung entscheide. Mir ist durchaus bewusst, dass gerade Beratung eine verantwortungsvolle Aufgabe ist, für die man sich qualifizieren muss. Was ist denn Eure Erfahrung mit den Ausbildugnen an den Instituten für Paar- und Familientherapie, die kann man auch ohne psychologisches oder pädagogisches Studium abolvieren.
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20.03.2010, 10:31
AW: Quereinstieg im sozialen Bereich
Das ist mir völlig klar. Ich möchte nur erstmal hospitieren, bevor ich mich für eine Ausbildung entscheide. Allerdings habe ich wenig Lust nochmal ein komplettes Studium zu absolvieren, gerade Psychologie ist äußerst langwierig und nur ein geringer Teil umfasst mien Interessensgebiet. Daher würde ich gerne möglichst eine zielgerichtete, aber natürlich qualifizierende Ausbildung finden.
Wie seid Ihr denn in den Bereich gekommen?
Grüße und Danke für die Antwort
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20.03.2010, 11:55Inaktiver User
AW: Quereinstieg im sozialen Bereich
Ich mache gerade nebenher eine Fortbildung zur "Mediatorin für Schule und Jugendhilfe", die nächste Qualifikation ist Mediator B.M., damit hättest du evtl. auch bessere Chancen in diesen Bereich einzusteigen. Allerdings ist der Stand von Mediatoren bisweilen noch immer schwierig, leider. ABER
...ich zitiere meine Vorschreiberin...
Genau das!Seriöse Institute verlangen eine pädagogische oder psychologische Grundausbildung und Erfahrung - und während der Ausbildung supervidierte Beratungen. Solch eine Ausbildung ist auch nicht in einem Jahr zu haben, wenn sie Hand und Fuß haben soll.
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20.03.2010, 11:57Inaktiver User
AW: Quereinstieg im sozialen Bereich
Wenn ich das jetzt mal so krass sagen darf:
Aber ich meine, dass die Personen, die sich in einer Notsituation befinden und daher Rat und Hilfe bei einer Beratungsstelle suchen, schon einen Anspruch darauf haben, dass sie dort auch fachlich kompetentes Personal finden.
Es ist schon schwer genug, sich überhaupt mit seinen Problemen an eine Beratungsstelle und damit an jemand völlig Fremden zu wenden.
Wenn ich damit rechnen müsste, dort jemandem gegenüber zu sitzen, dem sein alter Job zu langweilig geworden ist und der deshalb dann mal ein paar Seminare in "seinem Interessengebiet" besucht hat, um jetzt Beratungen zu machen - ehrlich, das wäre für mich ein Grund, dort nicht hinzugehen.
Sorry, aber es hat schon seinen Grund, dass Leute, die sowas machen (dürfen), eine entsprechende langwierige Ausbildung durchlaufen müssen..."Wenig Lust, ein komplettes Studium zu absolvieren"...
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20.03.2010, 12:54
AW: Quereinstieg im sozialen Bereich
Schon klar. Hast du dir mal überlegt, warum Psychologie "äußerst langwierig" ist? Weil du viel wissen und verstehen musst, um "dein Interessengebiet" überhaupt genug durchdringen zu können, um kompetent darin zu arbeiten. Gerade Paar- und Familientherapie sind sehr verantwortungsvolle Tätigkeiten, wo man nicht einfach "mal schnell" reinkommen kann. Deine Aussage, dass das Studium mit Paar- und Familientherapie ja kaum zu tun hat, ist eine blinkende rote Warnlampe für mich: Du verstehst dein "Wunschgebiet" bisher noch gar nicht.
Dann mach halt einen Heilpraktiker für Psychotherapie und such dir eine Therapieausbildung für Nicht-Psychologen. Aber beschwer dich nicht, wenn du dann im "sozialen Bereich" nicht ernst genommen wirst.Daher würde ich gerne möglichst eine zielgerichtete, aber natürlich qualifizierende Ausbildung finden.
Gruß
BlauerHimmel
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20.03.2010, 13:36Inaktiver User
AW: Quereinstieg im sozialen Bereich
Gerade diese beiden Punkte führen dazu, dass im "Beratungs"bereich immer mehr unqualifizierte Stümper herumfuhrwerken, am besten noch unter der Bezeichnung "Coach"
Ich würde im Bedarfsfall jedenfalls nicht zu jemandem gehen, der seine Kenntnisse aus ein paar Kursen an profitorientierten Schulen gewonnen hat.
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20.03.2010, 17:28
AW: Quereinstieg im sozialen Bereich
Man kann natürlich alles machen - eine Kurzausbildung, was auch immer. Nur wird man damit keine Festanstellung in irgendeiner sozialen Einrichtung bekommen. Man kann sich damit selbständig machen - und muss dann halt schauen, wie man an Kunden kommt. Und obwohl viele Familien und Paare einen Beratungsbedarf haben, so ist doch noch lange nicht jeder bereit und/oder in der Lage, die Sitzungen aus der eigenen Tasche zu bezahlen.
Ich habe selber u.a. eine familientherapeutische Ausbildung und habe auch eine Zeitlang in diesem Bereich gearbeitet. Aber jemanden mal zuschauen zu lassen im Rahmen einer Hospitation, weil jemand Interesse hat und vorher, bevor er sich dafür entscheidet, mal reinschnuppern will - also, das hätte ich nie gemacht. Beratung ist ein sehr persönlicher und sensibler Prozess und keine Peepshow für Interessierte!
skam"So ist es besser, Genossenes zu bereuen als zu bereuen, dass man nicht genossen habe." (Casanova)


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