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    endjahresgespräch und lohnerhöhung

    hallo zusammen

    ich möchte gerne im laufe des jahres mit meinen chefs (2) das gespräch suchen und im gespräch dann auch eine lohnerhöhung anfragen. nun ja... einfordern?

    frage an euch: wie mache ich das am besten? bzw. effektivsten?

    kurz zu mir: ich bin nächsten märz 2 jahre hier. hier ist eine werbeagentur mit aktuell 6 mitarbeitern, davon 2 chefs. ich bin als beraterin angestellt, mache aber auch einiges an sekretariatsarbeiten, da wir seit gut einem jahr keine sekretärin mehr haben. ich hatte von anfang meine kunden, jobs, projekte, die ich betreute. mal mehr, mal weniger. je nach auftragslage.

    anfang 2009 hatten wir, wie andere auch, ein auftragsloch. ich hatte mich dann zuerst entschieden, weniger zu arbeiten (kein problem von den chefs aus!) und danach sogar für ein studium. in einem komplett anderen bereich.

    im moment (seit sept) sieht es also so aus, dass ich 70% arbeite und die anderen anderthalb tage an der uni bin. ich mache bei meinen 70% die arbeit, die ich vorher bei 100% gemacht hatte. inkl. betreuung einzelner kunden und projekte. ist ein ziemlicher spagat an manchen tagen und es ist ganz klar, dass ich stundenmässig einiges mehr arbeite als nur die 70%.

    was meint ihr? reicht das als argument? grundsätzlich haben wir eine gute stimmung, ein gutes klima. und es, das business, zieht wieder an... diese woche und auch die letzten beiden waren recht "busy". und so wie es aussieht, gehts auch sicher bis weihnachten so weiter.

    also, meine gründe wären:
    - generell gute arbeit (ich weiss auch, dass das die chefs so sehen. zumindest war das im sommer beim letzten gespräch noch so)
    - bald 2 jahre in der agentur
    - gleich viel arbeit bei weniger stunden

    danke für euer feedback!
    lg etoile
    «Mais les yeux sont aveugles. Il faut chercher avec le coeur.»
    «C'est le temps que tu as perdu pour ta rose qui fait ta rose si importante.»
    Antoine de Saint-Exupéry

  2. Inaktiver User

    AW: endjahresgespräch und lohnerhöhung

    hast du eine Art Übersicht, was die von dir betreuten Projekte der Firma eingebracht haben (Umsatz/Gewinn/Renomee)?
    Das könnte auch gut beim Argumentieren helfen.

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    AW: endjahresgespräch und lohnerhöhung

    nein, genaue zahlen habe ich leider nicht. wir werden auch nicht nach zahlen beurteilt (in jahresgesprächen oder so) sondern nach output, bzw. gesamtleistung.
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    AW: endjahresgespräch und lohnerhöhung

    Zitat Zitat von Etoile Beitrag anzeigen
    was meint ihr? reicht das als argument?
    Hallo etoile,

    nee, da wäre ich vorsichtig, denn den Schluss, den Du aus der Situation (weniger Gehalt bei gleicher Arbeit) ziehst, kann nach hinten losgehen: "Sehen Sie es mal von der Situation, dass wir sie zu hoch eingestellt haben. Und Sie arbeiten jetzt ja eigentlich für an das angemessene Gehalt, sie haben letztlich die ganze Zeit zu viel verdient". Oder noch brutaler: "Sie schaffen jetzt in 70% der Zeit die ganze Arbeiten - sagen Sie mal, was haben Sie eigentlich davor in den 30%, für die wir Sie ja bezahlt haben, überhaupt für die Firma gemacht????"


    Gruß, fcl
    What happens in Vegas, stays on Facebook!

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    AW: endjahresgespräch und lohnerhöhung

    Zitat Zitat von Fcl Beitrag anzeigen
    Hallo etoile,

    nee, da wäre ich vorsichtig, denn den Schluss, den Du aus der Situation (weniger Gehalt bei gleicher Arbeit) ziehst, kann nach hinten losgehen: "Sehen Sie es mal von der Situation, dass wir sie zu hoch eingestellt haben. Und Sie arbeiten jetzt ja eigentlich für an das angemessene Gehalt, sie haben letztlich die ganze Zeit zu viel verdient". Oder noch brutaler: "Sie schaffen jetzt in 70% der Zeit die ganze Arbeiten - sagen Sie mal, was haben Sie eigentlich davor in den 30%, für die wir Sie ja bezahlt haben, überhaupt für die Firma gemacht????"


    Gruß, fcl
    Naja, aber es ist ja gängig zu argumentieren, dass man jetzt mehr leistet (aufgrund von mehr Erfahrung oder weil man noch zusätzliche Aufgaben übernommen hat) und deshalb mehr Gehalt möchte. Da könnte der Chef dann ja auch gegenhalten, dass man eben bisher noch nicht richtig ausgelastet war und daher sein Geld noch nicht wert.

    Außerdem schreibt etoile ja, dass sie im Schnitt mehr als die vereinbarten 70% arbeitet. Un der Rest, der an 100% noch fehlt, wird eben durch ein Mehr an Erfahrung und maximalen Einsatz kompensiert, und dafür darf man schon mehr Geld fordern.

    Viele Grüße,

    Malina
    Du hast mein Klagen in Tanzen verwandelt. (Psalm 30)

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    AW: endjahresgespräch und lohnerhöhung

    Zitat Zitat von Fcl Beitrag anzeigen
    Hallo etoile,

    nee, da wäre ich vorsichtig, denn den Schluss, den Du aus der Situation (weniger Gehalt bei gleicher Arbeit) ziehst, kann nach hinten losgehen: "Sehen Sie es mal von der Situation, dass wir sie zu hoch eingestellt haben. Und Sie arbeiten jetzt ja eigentlich für an das angemessene Gehalt, sie haben letztlich die ganze Zeit zu viel verdient". Oder noch brutaler: "Sie schaffen jetzt in 70% der Zeit die ganze Arbeiten - sagen Sie mal, was haben Sie eigentlich davor in den 30%, für die wir Sie ja bezahlt haben, überhaupt für die Firma gemacht????"


    Gruß, fcl
    hallo fcl
    das gehalt, dass ich seit der einstellung verdiene, bzw. nach den 3 monaten probezeit, haben die partner ja selber festgelegt. wenn in knapp 2 jahren anstellung nur pos. feedbacks kommen, kann meine arbeit ja nicht so schlecht sein. zudem habe ich ein mehr an arbeit übernommen: sekretariat und "new business".

    ich bin weder vertraglich noch rechtlich angehalten der firma neue kunden zuzutragen, und mache es trotzdem. und das schätzen die partner. ich mache es auch aus eigenschutz: ich hasse es während der arbeitszeit daumen zu drehen oder stundenlang in der bri.com zu surfen, nur weil ich keine arbeit habe. es ist aber auch nicht lustig, während tagen den neuen und potentiellen kunden hinterherzurennen. hätte ich das gewollt, wäre ich im hotel-sales geblieben...

    und nicht zu vergessen: ich entlaste die agentur ja, indem ich FREIWILLIG meine stunden und somit lohn/sozialabgaben reduziert habe. ich hätte ja einfach zu 100% weiterarbeiten können... und verlange ja nicht, dass man mir nun bei 70% meinen 100%er-lohn ausbezahlt. nur fast...

    vergiss nicht: wir sind keine bank, versicherung, consulting firma etc. sondern eher ein kreativer haufen. wir werden nicht an zahlen gemessen.

    ich denke es ist legitim, dass meine arbeit mit geld honoriert wird. von schönen worten kann ich mir nichts kaufen. und das leben ist teuer hier!!

    @malina:
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    Antoine de Saint-Exupéry

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    AW: endjahresgespräch und lohnerhöhung

    Wenn die Stimmung schon so weit im Eimer ist, dass so eine Aussage kommt, dann wäre es Zeit, zu gehen. Daher käme von mir dann auch eine entsprechende Antwort.

    Zitat Zitat von Fcl Beitrag anzeigen
    Oder noch brutaler: "Sie schaffen jetzt in 70% der Zeit die ganze Arbeiten - sagen Sie mal, was haben Sie eigentlich davor in den 30%, für die wir Sie ja bezahlt haben, überhaupt für die Firma gemacht????"
    "Mir ist neu, dass ich für das Absitzen von Arbeitszeit bezahlt werde, anstatt für Ergebnisse. Die Ergebnisse sind gleich, allein, Ihre Bezahlung ist um 30% geringer. Stellen Sie sich so eine angemessene Mitarbeitermotivation vor?"

    Oder, um es mal positiv zu formulieren:

    "Das Unternehmen hat durch meine Entscheidung, nur noch 70% zu arbeiten, 30% Gehalt gespart. Die Ergebnisse der Arbeit sind jedoch identisch mit den Ergebnissen, für die ich 100% Gehalt bekam. Hier bin ich in Vorleistung gegangen und bitte Sie, eine Anpassung vorzunehmen. Dass Sie nicht 100% für eine 70% Stelle bezahlen möchten, verstehe ich. Es wäre schön, wenn wir uns auf Summe X als Erhöhung einigen könnten."
    Geändert von blackjack21 (27.11.2009 um 11:11 Uhr)
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    AW: endjahresgespräch und lohnerhöhung

    Zitat Zitat von Malina70 Beitrag anzeigen
    Naja, aber es ist ja gängig zu argumentieren, dass man jetzt mehr leistet (aufgrund von mehr Erfahrung oder weil man noch zusätzliche Aufgaben übernommen hat) und deshalb mehr Gehalt möchte.(...) Außerdem schreibt etoile ja, dass sie im Schnitt mehr als die vereinbarten 70% arbeitet.
    Hallo Malina,

    klar. Mir ging es darum, nicht über eine "Gerechtigkeitslücke" zu gegenüber dem Chef zu argumentieren. Das (in der Beschreibung durchaus gerechtfertigte) Argument, ich arbeite nur 70%, aber die Arbeit ist nicht in gleichem Umfang zurückgegangen, zielt genau darauf ab und lädt, den Chef auf dem falschen Fuß erwischt ein, eine patzige Antwort zu geben. Und dann ist der Scherbenhaufen da. Ich würde eher, wie etoil schreibt, über ihre zusätzliche Aktionen, wie neue Kunden gewinnen, argumentieren. Chefs sind bei dem Wort "zusätzlich" eher bereit als über die "Mitleidsschiene". Ich hoffe es ist klarer, worauf ich hinauswollte.


    Gruß, fcl
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    AW: endjahresgespräch und lohnerhöhung

    Zitat Zitat von Fcl Beitrag anzeigen
    Hallo Malina,

    klar. Mir ging es darum, nicht über eine "Gerechtigkeitslücke" zu gegenüber dem Chef zu argumentieren. Das (in der Beschreibung durchaus gerechtfertigte) Argument, ich arbeite nur 70%, aber die Arbeit ist nicht in gleichem Umfang zurückgegangen, zielt genau darauf ab und lädt, den Chef auf dem falschen Fuß erwischt ein, eine patzige Antwort zu geben. Und dann ist der Scherbenhaufen da. Ich würde eher, wie etoil schreibt, über ihre zusätzliche Aktionen, wie neue Kunden gewinnen, argumentieren. Chefs sind bei dem Wort "zusätzlich" eher bereit als über die "Mitleidsschiene". Ich hoffe es ist klarer, worauf ich hinauswollte.
    FCL, es gibt auf jede Argumentation eine doofe Chef Argumentation, wenn er es darauf anlegt. Deine Begründung mit "zusätzlichen Aktionen, neuen Kunden" könnte ein nicht wohlgesonnener Chef ganz lapidar mit "wofür bezahle ich die denn sonst!?! - sicher nicht fürs rumsitzen!" beantworten. Insofern gibtes nicht DEN einen Weg, sondern die richtige Argumentation hängt auch im Wesentlichen vom Geist und der Chemie mit dem Chef ab. Was ist ihm wichtig. Das sollte herausgestellt/betont werden.
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