Seit 9 Monaten bin ich im Krankenstand, es begann mit einem Totalzusammenbruch und danach kamen noch einige andere Beschwerden dazu. Zuviel für hier...
Anfang Dezember muss ich in ein orthopädisches Krankenhaus. Nun zwingt mich mein Arbeitgeber zum Vertrauensarzt, kein Facharzt.
Der eigentliche Grund dafür ist vermutlich ein Versuch mich loszuwerden.
Muss ich zu dieser Untersuchung und was kann es für Folgen haben,
sind die Krankmeldungen meiner Fachärztin evtl. aufgehoben???
HILFE, es ist ein unglaublicher Druck.
Antworten
Ergebnis 1 bis 10 von 11
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17.11.2009, 18:10
Vertrauensarzt, kann der AG anordnen?
Es gibt Wichtigeres im Leben, als beständig dessen Geschwindigkeit zu erhöhen.
Mahatma Gandhi
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17.11.2009, 18:15Inaktiver User
AW: Vertrauensarzt, kann der AG anordnen?
Hallo Camila!
Anordnen ist sicher nicht das richtige Wort, aber der AG kann bei Deiner KK eine Überprüfung Deiner AU beantragen.
Das tut er im Allgemeinen aber nur während der Lohnfortzahlung, jedenfalls ist das bei uns so.
Wenn der Vertrauensarzt Dich gesundschreiben sollte, ist damit die AU-Bescheinigung des Arztes hinfällig.
Aber wenn Du ins Krankenhaus eingewiesen bist, wird er das eher nicht tun.
Bist Du sicher, dass es nicht die KK ist, die Dich zum Vertrauensarzt schickt? Das ist durchaus üblich, die zahlen auch nicht gern.
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18.11.2009, 15:37
AW: Vertrauensarzt, kann der AG anordnen?
Danke für Deine Antwort,
ich habe heute entschieden zu einem Fachanwalt für Arbeitsrecht zu gehen, ich brauche Sicherheit.
Grüße
CamilaEs gibt Wichtigeres im Leben, als beständig dessen Geschwindigkeit zu erhöhen.
Mahatma Gandhi
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18.11.2009, 15:44Inaktiver User
AW: Vertrauensarzt, kann der AG anordnen?
Nach 6 Wochen ist der AG ja raus aus den Zahlungen - aber der Arbeitsplatz ist leer und kann erstmal nicht besetzt werden.
Nach 12 Monaten bist du auch für die Krankenkasse hmmm zu teuer oder so und dann wird sowieso eine Übergangsrente gezahlt.
Ob das noch nach 12 Monaten passiert oder später weiß ich nicht genau -da ändert sich ja oft etwas.
Gegen diese Vorladung kannst du jedenfalls nichts einwenden und mußt du ja auch nicht, wenn du wirklich krank bist!
Du wirst "ausgesteuert" bei deinem AG und bei der KK - dein AG kann wieder jemanden einstellen. Und du wirst erst wenn du wieder fit bist so langsam wieder arbeiten können. Wiedereingliederung beginnt meist mit 2 Stunden am Tag.
Wieso du deswegen zu einem Anwalt gehen willst verstehe ich nicht so ganz.
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18.11.2009, 16:44Inaktiver User
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20.11.2009, 10:20
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20.11.2009, 11:27Inaktiver User
AW: Vertrauensarzt, kann der AG anordnen?
So kann man das nicht sehen, dass jeder Arzt feststellen wird dass und wie schlimm Camila krank ist. Das kann nur jemand schreiben der sowas noch nie mitgemacht hat. Ich habe eine chronische Krankheit und musste deswegen zu drei Gutachtern, jeder von denen hat was anderes geschrieben von ganz schlecht bis eingebildete Kranke, obwohl meine Diagnose 100% steht.
So sieht die Realität aus, und Vertrauensärzte sind mit besonderer Vorsicht zu genießen, wess Brot ich ess des Lied ich sing, so handhaben es auch viele Gutachter.
LG
Karotin
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20.11.2009, 13:04
AW: Vertrauensarzt, kann der AG anordnen?
Offenbar steht die Diagnose nicht 100%, sonst gäbe es ja nur gleich lautende Beurteilungen. Und wenn es unterschiedliche Meinungen gibt, wirds halt schwierig. Vor allem, wenn davon abhängt, ob jemand bezahlen soll oder nicht. Wenn Deine Krankheit privatsache wäre, würde das niemanden interessieren. Aber wenns ums Geld geht, schaut man eben sehr genau hin.
Nunja, Du wirst schon Deine Gründe haben. Allerdings, wenn ich als Arbeitgeber jemanden zum Vertrauensarzt schicken würde, wäre perse schon ein grober Anfangsverdacht vorhanden - sowas handelt man sich nicht mal eben so ein.
Wenn derjenige dann mit einem Arbeitsrechtler antwortet, kann ich gut eins und eins zusammenzählen. Seine Tage bei uns wären gezählt.Deutschland schafft sich ab.. - Zeit für Veränderung!
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20.11.2009, 13:09Inaktiver User
AW: Vertrauensarzt, kann der AG anordnen?
Nunja - als AG würde ich nach 9 Monaten Krankheit auch gern wissen wollen ob mein MA vorhat mal wieder zurück zu kommen oder nicht!
Immerhin ist der Arbeitsplatz besetzt durch dich, obwohl er seit Monaten "leer" ist und deine arbeiten wohl auf andere MA aufgeteilt wurden - je nachdem was du beruflich machst!
Wenn du vorhast zurück zu gehen, würde ich den Anwalt weg lassen. Frag bei der KK nach.
Wie kam es zu dem Zusammenbruch? Und in welchem Zusammenhang steht die orthopädische Klinik dazu?
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20.11.2009, 13:52
AW: Vertrauensarzt, kann der AG anordnen?
es geht hier um verschiedene dinge, zum einen gibt es einen orthopädischen befund und dies wird nun in einem krankenhaus weiter abgeklärt und zum anderen hatte ich einen zusammenbruch wegen burnout, panik...usw.
heftig und noch immer nicht überwunden, ich war auch einige zeit in einer psychosomatik und bin in behandlung.
beim anwalt bin ich inzwischen gewesen, es brachte mir klarheit.
dieser arbeitgeber will mich schlicht und ergreifend mit allen mitteln loswerden. es hat eine zu lange vorgeschichte, diese möchte ich aber hier nicht weiter ausführen.
es gab in der gesamten zeit eine vertretung für mich und in der nächsten woche werde ich diesen vertrauensarzt aufsuchen, mit meiner krankenhauseinweisung.
übrigens kann einem auch während einer krankheit gekündigt werden.
danke für eure gedanken
camilaGeändert von camila (20.11.2009 um 13:55 Uhr)
Es gibt Wichtigeres im Leben, als beständig dessen Geschwindigkeit zu erhöhen.
Mahatma Gandhi


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