Hallo liebe Leute, ich schreibe heute für eine Bekannte, die hat ein ziemlich verworrenes Ausbildungsleben hinter sich und weiß nicht mehr weiter.
Sie ist 29 und hat ihr Abi nachgeholt mit Erfolg (2,4) und hat sich danach für Jura entschieden. Sie war aber nicht mit ihren Noten zufrieden und hat sich nach 2 oder 3 Semestern für BWL entschieden. Dort lief es ganz gut, allerdings hat sie sich Sorgen um die Zukunft gemacht. Sie hat sich dann lieber für ein Studium beim Staat entschieden (Bayern), da danach die Verbeamtung einfach verlockender war. Da steckt sie nun fest: Es ist schwieriger für sie als gedacht und sie wird wohl die Abschlussprüfung nächsten Juli nicht schaffen.
Das Studium ist ein FH Studium zum Diplom-Finanzwirt im gehobenen Dienst.
Sie ist völlig fertig und weiß nicht, was sie machen soll. Ich habe leider auch keine Tipps mehr parat. Fällt euch spontan was ein? Anstöße sind manchmal viel wert, dann kann man da ansetzen und weiterdenken.
DANKE
Suse
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28.09.2009, 20:11
Möglichkeiten nach verpatzter Ausbildung
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28.09.2009, 21:03
AW: Möglichkeiten nach verpatzter Ausbildung
Kann sie die Abschlussprüfung evtl. ein Jahr später wiederholen?
Bis Juli ist ja auch noch Zeit, könnte sie "den Turbo" anschmeißen für die nächsten 10 Monate?A reader lives a thousand lives before he dies... The man who never reads lives only one.
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29.09.2009, 09:17
AW: Möglichkeiten nach verpatzter Ausbildung
Es ist so, sie ist so frustriert, die Leute dort sind wirklich dermaßen unfähig, haben keine pädagogische Ausbildung und der Unterricht ist schlecht. Außerdem geht es zack zack zack und sie bräuchte ein bisschen mehr Zeit um zu üben.
Im Moment ist sie im Praktikum, dh. 42 Stunden Woche. Dazu muss sie im Moment noch die Diplomarbeit schreiben. Viel Zeit zum Wiederholen bleibt nicht. Ab Januar bis Juli ist sie dann wieder auf der Uni. Und da kommt dann wieder neuer Stoff dran. Der übrigens bis 1 Woche vor der Prüfung kommt. Sie bräuchte einfach mehr Zeit zum üben. Die Uni ist übrigens fast ganztags.
Sie hat einfach keinen Bock mehr weil sie keinen Sinn drin sieht. Alles Lernen, die ganzen drei Jahre (und sie hat wirklich wie eine Verrückte ständig gelernt) für nichts. Ich kann sie sehr gut verstehen, wenn sie keine Motivation mehr hat. Trotzdem wirft sie nicht alles hin, sondern bleibt dabei, aber bei 0 Motivation wird das auch nicht einfach. Sie hat auch festgestellt, dass es eigentlich nichts für sie ist. Aber wenn sie jetzt abbricht, dann muss sie die Ausbildungskosten zurückzahlen. Das geht also auch nicht wirklich.
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29.09.2009, 09:55
AW: Möglichkeiten nach verpatzter Ausbildung
Sie ist 29, hat zwei abgebrochene Studiengänge und steckt jetzt fest in ihrem dritten Studium.
Die Zwischenprüfung hat sie ja anscheinend bestanden und soweit ich weiß, kann die Abschlussprüfung wiederholt werden, wenn man durchfällt. Mal abgesehen von den finanziellen Konsequenzen würde ich an ihrer Stelle auf jeden Fall versuchen, diese Ausbildung abzuschließen.
Will sie denn nach dem Studium in diesem Bereich arbeiten oder nicht? Oder hat sie andere Pläne?A reader lives a thousand lives before he dies... The man who never reads lives only one.
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29.09.2009, 11:04Inaktiver User
AW: Möglichkeiten nach verpatzter Ausbildung
Also ganz ehrlich: Wer in der Erwachsenenbildung noch einen pädagogischen Ansatz sucht, wird mit guten Grund nicht fündig.Es ist so, sie ist so frustriert, die Leute dort sind wirklich dermaßen unfähig, haben keine pädagogische Ausbildung und der Unterricht ist schlecht.
Vielleicht hat deine Freundin von Anfang an unterschätzt, was auf sie zu kommt und nur auf die Verbeamtung geschielt. Ich denke, sie hat zwei Möglichkeiten, sich auf ihren Hosenboden zu setzen und endlich eine Ausbildung beenden oder ihre Wahl generell noch mal zu überdenken.
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29.09.2009, 11:27Inaktiver User
AW: Möglichkeiten nach verpatzter Ausbildung
P.S. Vielleicht kann dir im Job-Forum eher geholfen werden.
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29.09.2009, 12:35
AW: Möglichkeiten nach verpatzter Ausbildung
Auf dem Hosenboden sitzt sie ständig. Das ist ja das Problem. Sie ist nicht faul. Klar war das im Endeffekt die falsche Wahl. Aber das Problem bleibt ja jetzt bestehen.
Pädagogische Ansätze gibt es durchaus in der Erwachsenenbildung. Wäre ja schlimm wenn nicht. Das ist ein ganz normales Studium, wo man eigentlich von den Dozenten ein Minimum an Erfahrung und pädagogischem Handeln erwarten sollte. Aber bei beidem heißt es meist: Fehlanzeige. Die Dozenten sind i.d.R. ganz normale Beamte, die eine Auszeit von ihrem Bürojob möchten. Ein Beispiel: Letzten Abschnitt hatten sie einen recht jungen, vllt. 23, der mit zittriger Stimme vor ihnen stand und noch nicht einmal genug Fachwissen hatte, um alle fragen richtig zu beantworten. Hinzu kam, dass er, anstatt auf Fragen zu antworten, oft gesagt hatte: Gehen Sie in die Bibliothek, da stehen genug Bücher.
Das ist nur ein Beispiel. Erwachsenenbildung (Uni) bedeutet nicht, dass man keinerlei pädagogische Qualitäten erwarten kann. Natürlich wird erwartet, dass man viel selbst macht. Doch das eine hat mit dem anderen nichts zu tun.
Sie wird sich reinhängen, klar. Sie kann die Prüfung 3 Monate später wiederholen. Wird aber wohl nicht am Vorbeitungslehrgang teilnehmen dürfen, da sie schon 1x zum Landesamt zitiert wurde wegen der schlechten Noten. Dh. sie muss sich in den drei Monaten eine andere Arbeit suchen, um ihren Lebensunterhalt zu finanzieren und nebenher pauken und das alles ohne jegliche Motivation.
Es klingt vllt. nach "ach, die soll sich mal anstrengen", "die soll sich nicht so haben, geht uns doch allen so", "ist halt das falche für sie.." etc. Das ist aber nicht das, wonach ich fragte und es ist auch nicht pauschal richtig so. Ich wollte halt einfach nur Tipps und Anregungen, ob man mit diesen 3 Jahren, in denen sie ja auf jeden Fall viel Wissen angehäuft hat, vllt. noch etwas anderes machen kann.
Z.B. die IHK-Prüfung zum Bilanzbuchhalter. Oder solche Dinge.
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29.09.2009, 12:36
AW: Möglichkeiten nach verpatzter Ausbildung
Vielleicht kann izzie als Moderatorin ja den Strang ins JobForum verschieben, danke für den Tipp.
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29.09.2009, 13:28Inaktiver User
AW: Möglichkeiten nach verpatzter Ausbildung
Ich denke, du unterscheidest nicht zwischen Pädagogik und Didaktik, dann war das von meiner Seite natürlich ein Missverständnis.
Alles Gute für deine Freundin.
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29.09.2009, 13:45
AW: Möglichkeiten nach verpatzter Ausbildung
Izzie ist nicht im Allgemeinen Moderatorin, wer wo moderiert, kannst Du hiersehen.

Ich habe jetzt ins Jobforum verschoben.
Was die erwartete Pädagogik oder auch Didaktik anbelangt: da ist es im Hochschulbereich meistens mau, bisher ist das ja auch kaum ein Einstellungskriterium für Hochschullehrer.Die Ente bleibt draußen.


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