Bei dieser Frage steht für mich auf alle Fälle fest: Gesundheit ist mir wichtiger als der Job. Denn die Gesundheit gibt es nur einmal, einen Job kann man öfter bekommen.
Auch in der heutigen Zeit sollte die Gesundheit an oberster Stelle stehen. Bei mir ist es jedenfalls so. Wenn ich krank bin, dann gehe ich zum Arzt und bleibe zuhause zum gesundwerden. Ich habe das auch mal anders gehalten, habe gearbeitet bis zum Umfallen, habe mich krank ins Büro geschleppt, hatte Gewissensbisse, wenn ich doch mal zuhause geblieben bin. Ich war ein richtiger Workaholic. Und was ist passiert? Nach einer falschen Beschuldigung meiner Person und einer unerfreulichen "Restarbeitszeit" wurde ich von jetzt auf gleich nach Hause geschickt. Der Job war weg und egal wie gut ich vorher gearbeitet habe, es hat keine Rolle gespielt.

Seitdem bin ich geläutert und habe die Prioritäten vertauscht. Ich arbeite wieder, auch wieder in schlechten Verhältnissen. Aber bevor ich mich wieder gesundheitlich ruiniere, bin ich lieber öfter krank, schon weil der Job und meine Kollegen mich krankmachen. Im Moment ist mein Job nur die Zeit, in der ich mein Geld verdiene um meine kostbare Freizeit finanzieren zu können. Und ich denke, weil ich gerade diese Einstellung auch austrahle, wird mir mein Chef wohl nicht androhen, mir zu kündigen. Denn ich würde mich damit nicht einschüchtern lassen.