Antworten
Seite 3 von 5 ErsteErste 12345 LetzteLetzte
Ergebnis 21 bis 30 von 41
  1. User Info Menu

    AW: Gesundheit oder Job?

    Gesundheit geht vor. Das ist letztlich auch im Sinne des Arbeitgebers und der Kollegen. Ich würde allerdings nicht einfach mich krank melden und Krankmeldungen schicken, sondern mit dem Chef reden, so dass er einschätzen kann, ob und wann ich wieder komme. (Man muss nicht sagen, was man hat und wie lange es voraussichtlich dauert, aber man kann.)

    Wenn der Job an sich zu viel ist: nebenher anderweitig oder intern um andere Aufgaben bewerben ist nicht verboten. Die Begründung kann man sich frei ausdenken.

  2. Inaktiver User

    AW: Gesundheit oder Job?

    Man kann das Ganze auch von einer anderen Perspektive betrachten, denn die Kollegen die sich trotz Krankheit zur Arbeit schleppen, tun den Kollegen die das eben nicht können und wollen keinen gefallen. Von den Chefs und Kollegen wird das nämlich gerne so ausgelegt, der war auch krank und ist trotzdem arbeiten gekommen und der Kollege macht deswegen krank.
    Mein Arzt hat mir das ganz einfach erklärt, sie sind krank und machen nicht krank und die AU schreibe ich aus und ich entscheide, daß sie nicht arbeiten können. So sehe ich das inzwischen auch.

    LG
    Karotin

  3. User Info Menu

    AW: Gesundheit oder Job?

    mit Lungenentzündung zum Arbeitsplatz? Super! Weiter so!

    Absolut auf dem Vormarsch sind Fehlzeiten aufgrund psychischer Symptome, Depressionen, Burn-out sind recht weit vorn.
    Die neue Volkskrankheit. Und wer kommt dafür auf?

  4. User Info Menu

    AW: Gesundheit oder Job?

    Hallo,

    Gesundheit oder Job - das hängt von vielen Faktoren ab. Wer körperlich arbeitet, ist schneller in der Situation, definitiv nicht arbeiten zu können (und muss vielleicht auch in besonderem Maße auf seine Gesundheit achten), als ein "Büroarbeiter". Und in manchen Positionen ist es einfach schwierig, auszufallen, und muss man regelmäßig die Zähne zusammenbeissen.

    Ich komme aus einem Selbständigen-Haushalt und war jahrelang selbst selbständig.

    Ich war zum Glück nie ernsthaft krank. Und bei den üblichen Kleinigkeiten (Erkältung, grippale Infekte usw.) bin ich eben morgens zur Arbeit und habe das Nötigste erledigt (so wie ich es auch von meinen Eltern kannte). Ich hatte Verantwortung - und laufende Kosten, die auch anfielen, wenn ich krank war.

    Jetzt bin ich angestellt in einer Position, in der ein krankheitsbedingter Ausfall für das Unternehmen problematisch wäre. Es gibt keine interne Vertretung für mich, ein Externer könnte nicht von jetzt auf gleich all meine Aufgaben übernehmen. Kranksein heisst auch jetzt - für mich und auch viele Kollegen - üblicherweise nur "früher heimgehen" oder "Home Office".

    Im Fall der Fälle muss es und wird es aber auch ohne mich gehen

    In meinem Unternehmen und auch im entfernteren Bekanntenkreis gibt es einige Burn-Out-Fälle. Ich habe das Gefühl, dass viele Betroffenen sich nicht mehr ganz davon erholen (und labil bleiben) oder über kurz oder lang wieder in die gleiche Spirale nach unten geraten. Ob daran nun das Unternehmen schuld ist, das ihnen zuviel abverlangt, oder die Konstitution des Mitarbeiters zu schwach ist oder der Mitarbeiter einfach ein Mensch ist, der die Grenze nicht dort ziehen kann, wo er sie ziehen sollte - das wird wohl in jedem Fall anders sein.

    Mandelblüte

  5. Inaktiver User

    AW: Gesundheit oder Job?

    Zitat Zitat von Laufrad Beitrag anzeigen
    Vermutlich trauen sich jetzt Leute, die früher bei jedem bisschen "krank" zuhause geblieben sind, das nicht mehr.

    Für uns kann ich nur sagen, hier sind so wenig Leute wie immer krank. Krankenstand war nie ein Problem, ich staune wenn ich lese, wie viele Tage "der Deutsche" im Schnitt krankheitsbedingt fehlt. Ist mir persönlich völlig unbekannt.

    Ja, bei uns ähnlich. Bei einer Person ist es auffällig, dass sie nach einem gehörigen Anschi** deutlich weniger fehlt - und dabei ist sie auch kein bisschen krank.

  6. User Info Menu

    AW: Gesundheit oder Job?

    >Was bedeutet Ihr Job für Sie? Sicherheit, Spaß, Selbstverwirklichung?

    von allem etwas!
    wobei das mit der sicherheit relativ ist, da ich selbstaendig bin.

    >Und haben Sie auch schon auf Kosten Ihrer Gesundheit gearbeitet, sind krank nicht
    >zu Hause geblieben

    ich bin zum glueck eine rossnatur und bin nie krank. aber bei einer leichten erkrankung wuerde ich vom krankenbett aus ein paar befehle weitergeben. mein buero ist in einem business-center und da kann ich im fall des falles auf personal zurueckgreifen.

    gesundheit geht eindeutig vor!

    luciernago
    LEBE LIEBER UNGEWÖHNLICH

  7. User Info Menu

    AW: Gesundheit oder Job?

    Ich bin auch der Meinung, dass Gesundheit im Zweifelsfalle IMMER vorgehen sollte.

    Kenne leider einige Menschen (allerdings vor allem Männer), die irgendwann an Burnout oder Depressionen erkrankt sind, weil sie jahrelang ihre Gesundheit und persönlichen Belange hinter ihren Job gestellt haben.

    Allen Kranken wünsche ich an dieser Stelle gute Besserung!
    Kuriert euch schön aus!
    Liebe Grüße
    Eure eDarling
    -----------------------------
    Mein Motto: Mit Humor und Sarkasmus geht alles leichter!

  8. User Info Menu

    AW: Gesundheit oder Job?

    Ich bin der Meinung, dass man die "leichten Bürojobs" nicht in einen Topf schmeissen sollte. Klar, Bürojobs sind körperlich anspruchsloser, aber wie steht's mit dem geistigen Anspruch?

    Ich arbeite z.B. in einem Beruf, wo vollste Konzentration (und oft auch eine rasche Reaktionszeit) abverlangt wird. Schon ein stärkeres, durch eine Tablette nicht verscheuchbares Kopfweh reduziert meine Konzentrationsfähigkeit und die Fehlerquote steigt.

    Zudem habe ich die Erfahrung gemacht, dass das mit dem "Ich erscheine zwar, arbeite reduziert und geh etwas früher" oft nicht funktioniert, denn: die Auftraggeber sehen mich und schliessen daraus, dass ich mich 100% fit fühle. Dies ist vor allem der Fall, wenn gerade grosse Projekte laufen (in Flautephasen, wo nicht so viel Arbeit anfällt, kann man eher mal den Schongang einschalten).

    Sprich: Gerade in Hochdruckphasen geh ich wirklich erst dann zur Arbeit, wenn ich mich 100% Fit fühle, denn sonst bin ich den Anforderungen (100% Belastbarkeit) nicht gewachsen und nütze der Firma herzlich wenig.

    Dies könnte mit Heimarbeit abgefangen werden, da könnte ich (mangels Störungen) eher gerade soviel arbeiten, wie wirklich geht. Alledings (zum Glück? ) verhält sich mein Arbeitgeber in Sachen "Heimarbeitsplätze" recht restriktiv.

    Es haben sich ja hier viele gemeldet, die selten krank werden. Aber wie handhaben das denn Leute, die häufig krank sind und/oder wirklich an schweren, langwierigen Erkrankungen leiden? Ist ja leider nicht jeder eine Rossnatur ..


    Aber, um mal die Strangfrage zu beantworten: Letztendlich geht für mich die Gesundheit vor, und das fängt für mich schon bei der Vorsorge an (sprich: Eine Grippe richtig auskurieren, anstatt sie zu verschleppen und Nebenerkrankungen zu züchten, die Notbremse ziehen, bevor man in eine Depression oder in einen Burnout rasselt, etc)

  9. Inaktiver User

    AW: Gesundheit oder Job?

    Hallo Miriam68,

    die Frage wie Leute mit einer ernsten, oder wie bei mir chronischen Krankheit daß händeln mit dem "Kranksein" kann ich dir beantworten.
    Ich habe eine chronische Erkrankung wissentlich seit 20 Jahren, und ich war immer stolz darauf, daß ich trotz Schmerzen und Beschwerden nicht zu Hause geblieben bin. Ich wollte mir ja nicht nachsagen lassen, daß ich mich auf meiner Krankheit ausruhe etc. Heute kann ich über meine Einstellung nur noch den Kopf schütteln, welch ein quatsch.
    Gebracht hat mir dies auf der Arbeit überhaupt nichts, denn wenn du da bist, ist wie du schon geschrieben hast, 100% Einsatz gefordert, da nimmt keiner Rücksicht, daß es dir nicht so gut geht und du nicht so leistungsfähig bist wie sonst.
    Heute belüge ich mich nicht mehr selbst und gehe zum Arzt wenn es gar nicht mehr geht und kuriere mich zu Hause in Ruhe aus.

    LG
    Karotin

  10. User Info Menu

    AW: Gesundheit oder Job?

    Zitat Zitat von Mandelbluete Beitrag anzeigen
    In meinem Unternehmen und auch im entfernteren Bekanntenkreis gibt es einige Burn-Out-Fälle. Ich habe das Gefühl, dass viele Betroffenen sich nicht mehr ganz davon erholen (und labil bleiben) oder über kurz oder lang wieder in die gleiche Spirale nach unten geraten. Ob daran nun das Unternehmen schuld ist, das ihnen zuviel abverlangt, oder die Konstitution des Mitarbeiters zu schwach ist oder der Mitarbeiter einfach ein Mensch ist, der die Grenze nicht dort ziehen kann, wo er sie ziehen sollte - das wird wohl in jedem Fall anders sein.
    Sorry, auch wenn ich Dein Gefühl nachvollziehen kann, muss ich Dir widersprechen.
    Problem an dieser Stelle ist aus meiner (Betroffenen-)Sicht, die Erwartungshaltung aller Außenstehenden, dass die Erkrankten nach dem Auskurieren wieder so "drauf" sein sollen, wie sie es vorher waren. Allzugerne wird vergessen, dass es aber gerade dieses "Draufsein" war, das krank gemacht hat. Ein Weitermachen wie vorher wäre also völlig kontraproduktiv... für alle.
    Als Betroffener hast Du die Wahl:

    Dein Anders-geworden-sein mit erhobenem Haupt leben und die Kritiker Kritiker sein lassen - das erfordert viel Mut und Kraft, die man oft (noch) nicht hat.

    Das Ganze erklären - auch manchmal schwierig, weil Burn-Out und Depression noch längst nicht gesellschaftsfähig sind.

    Oder weitermachen, wo man zusammengebrochen ist und auf den nächsten Zusammenbruch warten.

    Für mich gibt es an dieser Stelle keine objektiv mögliche "Schuldzuweisung" oder den einen Grund - da sind so viele Faktoren mit unterschiedlicher Gewichtung beteiligt. Man muss gucken, wie und was und dann schauen, wie das Bestmögliche erreicht werden kann. Ideal ist es, wenn alle an einem Strang ziehen, nur passiert das leider selten.

    Bei mir kommt es darauf an. Ansteckendes oder Fieber sind immer NoGo, damit bin ich ja auch ein Risiko für meine Kollegen.
    Ansonsten gucke ich zwischenzeitlich auch hin, was mir mein Körper vielleicht sagen will und ob ich gerade mal wieder auf dem Weg in eine Überforderung bin - und danach entscheide ich.

    schlumbine
    Eigensinn macht Spaß

Antworten
Seite 3 von 5 ErsteErste 12345 LetzteLetzte

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •