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  1. User Info Menu

    AW: Gesundheit oder Job?

    Ich liebe meinen Job. Man koennte sagen ich habe ein Hobbie zum Beruf gemacht. Wenn ich die noetige Software haette wuerde ich dasselbe auch zu Hause tun. Die Kollegen sind fantastisch. Die Bezahlung fast schon unverschaemt aber ich nehme es gerne :D

    Es hat zwar in der Industrie Entlassungen gegeben aber vor allem in Nordeuropa scheint es noch einen Arbeitnehmersmarkt zu geben.

    Und wenn ich krank bin? Dann bin ich halt krank. Wenn ich die Wahl habe mich mit starker Erkaeltung zur Arbeit zu schleppen und Kollegen anzustecken und zu Hause zu bleiben ist es klar was ich tue. Sollte ich doch zur Arbeit kommen wuerde mein Chef mich warscheinlich sowieso nach Hause schicken. Uebringes, mein Chef bleibt auch zu Hause wenn es nicht anders geht. Wenn ich nur etwas krank bin gehe ich natuerlich zur Arbeit. Dafuer mag ich meine Arbeit auch viel zu viel.

    Carolly

  2. User Info Menu

    AW: Gesundheit oder Job?

    Bei uns schleppt man sich auch mit Lungenentzündung oder frischoperiert an den Arbeitsplatz (beides tatsächlich geschehen - bei zwei männlichen Kollegen). Warum? Weils 50 Euro Lohnabzug pro Tag gibt, an dem man nicht auf der Matte steht - nach einer oder zwei Wochen zuhause mit gelbem Zettel gerade mit Familie natürlich problematisch. Nicht rechtens? Natürlich nicht! Argument der GL: Wem es nicht passt, der kann ja gehen. So motiviert geht man doch gerne zur Arbeit, jeden Tag aufs neue.
    Kein Wunder dass der Krankenstand in unserer 160-Personen-Firma bei 1.2 Tagen je MA liegt. Und ja, der Betriebsrat hat das auch abgesegnet.

  3. Inaktiver User

    AW: Gesundheit oder Job?

    Wieso wird gleich immer angenommen, die Leute schleppen sich mit dem Kopf unterm Arm zur Arbeit? Gibt es Belege dafür, dass *mehr* Leute krank zur Arbeit kommen, aus Angst vor ihrem Arbeitsplatz?

    Es gibt schließlich auch noch andere denkbare Gründe, warum der Krankenstand geringer geworden ist:

    - kränkelnde Leute haben gar keine Arbeit mehr
    - die Medikamente sind wirksamer geworden
    - Präventionsmaßnahmen greifen, z. B. Rückenschulen
    - Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz nützt etwas
    - Leute sind gesundheitsbewusster
    - Leute sind schneller wieder gesund, weil sie gleich zu Hause bleiben, statt ihre Krankheit zu verschleppen (also genau das Gegenteil von dem vermuteten "ein bisschen krank und trotzdem arbeiten")
    - Grippeimpfung
    - mehr Arbeitsplätze im Bürobereich, weniger in gesundheitsgefährdenden Bereichen
    - Ärzte sind vorsichtiger mit Krankschreibungen
    - ...

  4. Inaktiver User

    AW: Gesundheit oder Job?

    Hallo elinborg,

    du führst einleuchtende Gründe auf, die den Krankenstand drücken könnten und es wahrscheinlich auch tun zu einem gewissen Prozentsatz. Trotzdem ist es meine Erfahrung, dass sich die Leute nicht gleich krank schreiben lassen so wie früher. Man hat einfach Angst um den Arbeitsplatz. Das mag nicht für alle Branchen gelten aber doch für sehr viele.

    LG, nelda

  5. Inaktiver User

    AW: Gesundheit oder Job?

    nelda, das mag ja sein.

    Ich denke das auch, wenn ich diese Meldungen sehe und höre, aber andererseits ärgere ich mich auch über diese Einseitigkeit in der Wahrnehmung. Die Arbeitswelt hat sich ja in vielerlei Weisen geändert.

    Die Arbeitgebervertreter sagen nun: Endlich haben die Leute eingesehen, dass sie nicht einfach blau machen können, sondern für ihr Geld arbeiten sollen.

    Die Arbeitnehmervertreter sagen: Das liegt daran, dass sich keiner mehr traut, krank zu sein.

    In einem Zeitungskommentar las ich: Solche Erhebungen eignen sich nicht, um damit Politik zu machen. Das finde ich richtig. Solange man nicht zuverlässig weiß, wie solche Veränderungen zustande kommen, sollte man sie nicht benutzen, um die eigene Meinung zu "untermauern".

    Aber nun haben wir ja, Schweinegrippe sei dank, eh Weisung, bei Grippesymptomen brav zu Hause zu bleiben und die Familie gleich mit.

  6. Inaktiver User

    AW: Gesundheit oder Job?

    Dochdochdoch, ich kenne schon Kollegen, die sich sterbenskrank schleppen. Das ist dann übrigens für alle Beteiligten nicht mehr heldenhaft. Und danken tut es eh einem keiner, wenn es hart auf hart kommt.

    Ich finde es jedenfalls nicht toll, in einem hoch-industrialisierten Land mit Krankenschutz (gibbet so nicht in jedem Land) einen grippalen Kollegen neben mir zu haben.

  7. Inaktiver User

    AW: Gesundheit oder Job?

    Sugarnova, ich finde das auch nicht schön und bin strikt dagegen, dass man sich krank zur Arbeit schleppt. Ich habe auch nicht gesagt, dass das niemand macht. Klar machen das Leute.

    Trotzdem wäre es doch, rein theoretisch, möglich, dass der Gesundheitszustand der Menschen besser wird, oder dass durch die Verteilung der Arbeit die "gesünderen" Leute erwerbstätig sind.

    Ich meine, es werden doch so viel Maßnahmen ergriffen, um Sucht, Übergewicht und schlechte Arbeitsbedingungen zu bekämpfen. Wenn dann immer nur stereotyp das Argument mit der Angst um den Arbeitsplatz kommt, kann das ja nur heißen, das ist alles für die Katz.

    Und dann - wenn sich Leute mit Infekten immerzu zur Arbeit schleppten, dann müsste daraus, wenn das so schlimm wäre, ja ein höhere Krankenstand folgen, denn
    a) wird auf diese Weise aus einer Erkältung möglicherweise eine Lungenentzündung und
    b) werden die Kollegen angesteckt
    oder aber
    c) a) eskaliert und der Arbeitnehmer wird gekündigt; statt dessen wird jemand Robusteres eingestellt -> Krankenstand sinkt wieder

    Sollte es aber so sein, dass man, wenn man ein Kombipräparat einwirft und arbeiten geht, statt bei Kamillentee im Bett zu bleiben, man dann trotzdem wieder gesund wird - nun ja, dann kann das Vorgehen so falsch nicht gewesen sein.

    Ich hatte auch schon Situationen, da bin ich mit einem dicken Hals aufgewacht, hatte aber unaufschiebbare Termine. Da habe ich ein eigentlich total unempfohlenes Präparat genommen und den Tag doch überstanden. Ohne die Kollegen zu beschmusen, versteht sich.

    Und außerdem sind doch die meisten Fehlzeiten auf orthopädische Erkrankungen oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen zurückzuführen. Mit einem Bandscheibenvorfall fehlt man ganz rasch mal ein paar Monate, von einer Bypass-OP ganz zu schweigen. Und das hat ja nun mit den üblichen Infekten weniger zu tun.

    Hier wird auch auf andere Ursachen hingewiesen:

    "Das Thema" zum Nachhören: Krankmeldungen auf Rekordtief | hr-info | hr

  8. Inaktiver User

    AW: Gesundheit oder Job?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Und außerdem sind doch die meisten Fehlzeiten auf orthopädische Erkrankungen oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen zurückzuführen. Mit einem Bandscheibenvorfall fehlt man ganz rasch mal ein paar Monate, von einer Bypass-OP ganz zu schweigen. Und das hat ja nun mit den üblichen Infekten weniger zu tun.
    Absolut auf dem Vormarsch sind Fehlzeiten aufgrund psychischer Symptome, Depressionen, Burn-out sind recht weit vorn.

    Wobei ich denke, dass es zu vereinfachend wäre zu behaupten, dass die Arbeit/Angst um den Arbeitsplatz die Ursache dafür sind. In den Studien (siehe z.B. Homepage WDR 5) geht man eher davon aus, dass dies multikausal ist: Höhere Mobilität, veränderte private Umstände, Überforderung aufgrund einer hohen Anzahl von Wahlmöglichkeiten bzw. eines hohen Maß an Flexibilität...

  9. Inaktiver User

    AW: Gesundheit oder Job?

    elinborg, kann doch sein, dass es BEIDES ist - sowohl verbesserte Gesundheitsvorsorge, ALS AUCH schlicht die Angst, im Job schlecht dazustehen.

    Mein Freund ärgerte sich letztens tierisch über eine Kollegin, die über seine Grippe Witze gerissen hat - mit fast 39 Fieber wäre er wahrscheinlich gar nicht in der Lage, auf die Mail angemessen zu antworten. Selbige Kollegin ist bekannt dafür, sich NIEMALSNIE krankzuschreiben, und rennt mittlerweile nur noch wie ein Gespenst durch die Firma.

  10. User Info Menu

    AW: Gesundheit oder Job?

    mein arbeitsplatz bedeutet mir auch sicherheit und lebensqualität. das gute ist ich kann mein rückenleiden am arbeitsplatz durch schwimmen ausgleichen. ich arbeite als fachangestellter für bäderbetriebe (bademeister) und kann wenn nicht viel los ist schwimmen gehen und was gutes für meine seele und gesundheitheit tuen


    [...]

    Geändert von Rotfuchs (05.10.2009 um 11:06 Uhr) Grund: Werbelink entfernt

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