Hallo,
ich habe ein großes Problem,
welches mich tagtäglich belastet.
Es geht um meinen job.
Oder besser gesagt, um einen meiner Chefs (ich hab aufgrund unserer Firmenstruktur gleich mehrere). Dieser besagte Mensch raubt mir meine Nerven.
Ich bin eher eine sensible, einfühlsame Person (wenn jm. weint, schießen mir z. B. auch sofort die Tränen in die Augen)
Und weil ich so bin, und immer drauf achte, dass alle so total lieb und höflich miteinander umgehen, lässt mich dieser Mensch emotional Achterbahn fahren. Und da es nun mal mein Vorgesetzter ist, muss ich mich wohl mit seinem Charakter auseinander setzen. Ob ich will, oder nicht.
Ich bin also emotional immer dabei.
Ob nun nun negativ, oder positiv.
Und es ist oft so, dass ich einerseits einen Narren an ihm gefressen hab, weil er beruflich echt was drauf hat, und ich eine Menge lernen kann und will. Sein Humor und seine Sicht der Dinge, seine Akkuratheit sind oberklasse.
Andererseits tut er manchmal Dinge, die mich zur Weißglut treiben. Er ist manchmal extrem fürsorglich. Und in einem anderen Moment, völlig unerwartet ist er so extrem abweisend, dass selbst eine doppelte Ohrfeige weniger schmerzen würde.
Und dieser extreme Wechsel vollzieht sich manchmal in Sekunden und ich fühl mich vor den Kopf geschlagen.
Ich gehe davon aus, dass er, zumindest im Nachhinein weiß, wie abgrundtief sch**** er sich verhalten hat. Dann zeigt er mir wieder, wie fürsorglich er sich um die Belange seiner Mitarbeiter kümmert. Oft ist er damit so beschäftigt, dass er mir gar nicht die Chance gibt, ihn auf die Vorkommnisse anzusprechen.
Im Moment ist es so, dass ich immer wieder wütend und heulend zuhause sitze, weil er mich wie einen Fußabtreter behandelt hat und ich nicht verstehe, warum er mir gegenüber so heftig reagiert. Im Gegenzug werde ich natürlich vor versammelter Mannschaft in den höchsten Tönen gelobt. Und oft bleibt am Ende des Tages nur Verwirrung.
Ich habe ihn oft beobachtet.
Ich weiß, dass er einem extremen Druck ausgesetzt ist.
Manchmal habe ich aber das Bedürfnis, ihn beiseite zu nehmen und zu sagen: "Hey, was Du hier machst, tut in erster Linie Dir selbst nicht gut".
Manchmal tut es mir selber weh, zu sehen, dass
er seinen Job zwar will und echt dafür lebt, aber der Preis, den er dafür zahlt, ist nur all zu offensichtlich.
Zwei mal war es auch schon so, dass er mir mit einer Alkoholfahne gegenüber stand.
Vielleicht mach ich mir zu viele Gedanken.
Ich weiß es nicht.![]()
Antworten
Ergebnis 1 bis 10 von 25
Thema: Er macht mich fertig
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30.06.2009, 09:38Inaktiver User
Er macht mich fertig
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30.06.2009, 10:12
AW: Er macht mich fertig
Hallo Cola09,
es gibt hier auch ein Jobforum. Vielleicht ist die Tatsache, dass Du es als (persönliche) Beziehung wahrnimmst und das Verhalten des Chefs bewertest und beurteilst, anstatt die rein berufliche Sicht, (sachlich, distanziert) zu nehmen und ihn gerne auch mal ablehnst (ist das lieb und höflich?), ob er sich wohl verhält oder nicht, schon ein Hinweis darauf, was bei Dir schief läuft?
Dieser Satz könnte mich schon aggressiv machenUnd weil ich so bin, und immer drauf achte, dass alle so total lieb und höflich miteinander umgehen, lässt mich dieser Mensch emotional Achterbahn fahren.
Wärest Du dann dafür verantwortlich, dass ich diese Emotionen habe?
Nun, vielleicht könntest Du Dir selbst lieb und höflich (vor dem Spiegel zum Beispiel) erzählen, dass Du nicht die Richterin bist, die entscheidet, was lieb und höflich ist und dass lieb und höflich auch wohl nicht das ist, was Dein Chef sein will? Sonst hätte er vielleicht eher Deinen Job?
Eine Kollegin, die darauf achtet, dass "alle" total lieb und höflich sich verhalten, sollte aus meiner Sicht vom Chef mehr Arbeit bekommen, um sich ihr Geld zu verdienen, anstatt das Verhalten der anderen zu kontrollieren, korrigieren, sanktionieren oder was auch immer.
Du bist auf der Arbeit.
Ich denke, DAS ist DEINE Baustelle.Ich bin also emotional immer dabei.
Ob nun nun negativ, oder positiv.
An die Moderation:
Kann man das hier nicht ins Jobforum verschieben?
Grüße
-ND-Das Glück gehört denen die sich selber genügen." Aristoteles
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30.06.2009, 10:57Inaktiver User
AW: Er macht mich fertig
Hallo Cola,
ND, schließe mich an.
Cola, es ist NICHT deine aufgabe. und es ist absolut NORMAL, dass im job auch mal tacheles geredet wird. immer mit samthandschuhen, nee, das funktioniert nicht. Dass dabei allerdings die höflichkeit gewahrt werden sollte, versteht sich.
ich vermute mal, du bist noch recht jung und es ist dein erster Job? deine wichtigste aufgabe: lernen, die Bürotür zuzumachen. und gut ist. dann soll dein chef halt zicken, passt schon. und wenn du mit seiner art nicht umgehen kannst, ändern wirst du ihn nicht können, also lernen, damit umzugehen oder gehen. salopp gesagt ....
Grüße!
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30.06.2009, 11:06Inaktiver User
AW: Er macht mich fertig
Du machst dir allerdings zu viele Gedanken.
Und dieses "alle sollen lieb zueinander sein" gewöhnst du dir am besten wieder ab. Dieses Verhalten allein sorgt schon für Aggression bei anderen.
Und was dein Chef macht oder nicht macht - geht dich nichts an. Wenn er unfair zu dir ist, dann sag ihm das unter vier Augen.
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30.06.2009, 11:08
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30.06.2009, 11:43Inaktiver User
AW: Er macht mich fertig

Vielen Dank.
Ich denke nicht, dass ich jm. sanktioniere oder kontrolliere.
Aber wie bemerkt, das Mindestmaß an Respekt kann man doch generell erwarten. Und da tritt er immer wieder gewaltig über die Grenze.
Und das bekomme ich emotional nicht gebacken.
Also ist gehen doch die bessere Lösung.
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30.06.2009, 11:58
AW: Er macht mich fertig
Ich verschiebe mal ins Jobforum, da passt der Strang sicherlich besser hin.
Die Ente bleibt draußen.
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30.06.2009, 12:02
AW: Er macht mich fertig
Du solltest Dir auch ganz schnell abgewöhnen, alles persönlich zu nehmen. Manche Leute erscheinen auch abweisend, weil sie gerade mit den Gedanken ganz woanders sind, sehr konzentriert an etwas arbeiten o.ä.
Vielleicht ist er aber auch abweisend, weil Du manchmal "zuviel" bist. So persönlich, wie Du die ganze Situation nimmst, könnte ich mir das auch vorstellen, das ist für andere Menschen ganz schön anstrengend.
Die Ente bleibt draußen.
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30.06.2009, 12:06
AW: Er macht mich fertig
Edelherb hat es milde ausgedrückt. Ich sag es gern direkt:
Ich lese aus Deinem Verhalten keinen Respekt heraus. Ich finde Dein Verhalten gegenüber Deinem Chef respektlos und Du überschreitest nach meinem Dafürhalten einige Grenzen. Auch wenn Du das nicht so siehst (sehen kannst, ansehen willst, in Betracht ziehst oder überhaupt für möglich hältst)
-ND-Das Glück gehört denen die sich selber genügen." Aristoteles
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30.06.2009, 12:08
AW: Er macht mich fertig
Mach das bloß nicht "ihn beiseite nehmen"....Ich habe ihn oft beobachtet.
Ich weiß, dass er einem extremen Druck ausgesetzt ist.
Manchmal habe ich aber das Bedürfnis, ihn beiseite zu nehmen und zu sagen: "Hey, was Du hier machst, tut in erster Linie Dir selbst nicht gut".
Manchmal tut es mir selber weh, zu sehen, dass
er seinen Job zwar will und echt dafür lebt, aber der Preis, den er dafür zahlt, ist nur all zu offensichtlich.
Er ist dein Chef - ob das was er macht ihm gut tut oder nicht ist überhaupt nicht deine Angelegenheit.
Nimm es mir nicht übel aber du klingst etwas unprofessionell...
Es geht im Job nicht darum dass eine kuschelige Wohlfühlatmosphäre herrscht, es geht in erster Linie um Leistung.
Versuche dich emotional besser abzugrenzen von den Menschen mit denen du arbeitest, das nennt man "Rollendistanz".


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