Hallo,
seit 3 Monaten habe ich eine neue Assistentin die mir unterstützend beiseite stehen soll.
Sie kommt aus der Materie, es sind vom Prinzip neue Programme und ähnliche Arbeitsabläufe wie in ihrem vorherigen Job.
Wenn ich sie in neue Arbeitsschritte einarbeite, sitze ich neben ihr und lasse sie die Tätigkeit ausüben und erkläre es ihr natürlich ausführlich eine Woche jeden Tag. In der Regel hat sie sogar dazu noch eine Dokumentationsübersicht von mir über diese Arbeitsschritte, die ich mit ihr zusammen abgehe, (also eine kleine Anleitung wie das Programm etc. zu bedienen ist).
Sie schreibt sich ungern was mit, ich mache sie oft darauf aufmerksam, dass sie sich gewisse Dinge dann notieren sollte, damit sie das am nächsten Tag auch noch weiß und dass ich irgendwann nicht mehr neben ihr sitze- ihre Antwort: Ja aber ich will das auch so können.
Wie oft sollte man gewisse Arbeitstätigkeiten mit Mitarbeitern üben bis sie sitzen sollten?
Wie sollten Mitarbeiter die eingearbeitet werden vorgehen? Notizen machen oder nie Notizen machen? Ich bin langsam am Zweifeln ob ich immer zuviel verlange und finde ihr Einarbeiten ziemlich anstrengend, weil sie oft einiges vergisst.
Ich persönlich mache mir grundsätzlich Notizen zu evtl. neuen Arbeitsabläufen.
Freue mich über Eure Ansichten....
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29.05.2009, 09:27
Einarbeitung von Assistentin-wie oft muss man wiederholen?
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Auch aus Steinen, die einem in den Weg gelegt werden, kann man Schönes bauen
J.W.von Goethe
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29.05.2009, 09:49
AW: Einarbeitung von Assistentin-wie oft muss man wiederholen?
Hallo,
ich bin in der umgekehrten Situation - ich werde gerade eingearbeitet.
Ich schreibe mir (schon immer) alles ganz genau auf, auch wenn man dann nach drei Wochen darüber lächelt, was man sich alles aufgeschrieben hat.
Vor allem, wenn sie am nächsten Tag schon wieder alles vergessen hat.
Die Aussage, sie wolle das so können, ist ja schön und gut, aber vielleicht wäre es hilfreich, wenn sie es erst mal mit Aufzeichnungen könnte und dann ohne.
Drei Monate finde ich für eine Assistenzstelle, zumal sie aus dem Bereich kommt, schon sehr viel. Wenn du da jeden Tag ständig neben ihr sitzt, kommst du doch zu deiner eigenen Arbeit nicht mehr..."Lass dir helfen oder du wirst ertrinken", sagte der freundliche Frosch und hob den Fisch aus dem Wasser.
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29.05.2009, 10:09
AW: Einarbeitung von Assistentin-wie oft muss man wiederholen?
Hi,
bei mir wird mitgeschrieben.
Es dient doch dem Zweck, dass der Betreffende schnell nachschlagen kann und nicht zwangsläufig mich fragen muss.
Das ist selbständig.
Natürlich gibt es auch immer wieder Erklärungen, wenn etwas nicht verstanden wurde oder Zweifel bestehen.
"Ich will das auch so können".
Das freut uns ja auch alle, aber der Wille möge nicht andere beschäftigen.
Die wollen nämlich auch was und können das vielleicht sogar professionell umsetzen.
Eine Methodik hat den Erfolg zum Ziel nichts anderes.
Liebe Grüße,
MatratzeNow, bring me that horizon.
Mein Avatar zeigt Euch Smashie. - Sie wurde nur 3 Jahre alt.
Sie kam als Streuner mit einem Trichter um die Beine, den sie sich dann selbständig ausgezogen hat.
NYC's ACC platzierte sie auf der berüchtigten **Kill List**
Kein Foster - keine Rettung.
Smashie starb am 17.09.2016.
Ihre grünen Funkelaugen gibt's nicht mehr.
Sie war eine sehr liebe, menschenliebende zarte Fee.
Es ist ein Privileg die tägliche **Kill List** zu bekommen.
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29.05.2009, 12:29
AW: Einarbeitung von Assistentin-wie oft muss man wiederholen?
Drei Monate finde ich ja super lang. Ich habe immer mitgeschrieben u. verlange v. Aushilfen o. neuen Kollegen dasselbe. Argumente, das ginge auch so, lasse ich nicht gelten. Wir haben in meinem Büro keine Zeit f. 3-monatige Einarbeitung.
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29.05.2009, 12:36Inaktiver User
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29.05.2009, 13:22
AW: Einarbeitung von Assistentin-wie oft muss man wiederholen?
Hallo CuleySue,
ich finde auch, dass Du sehr viel Zeit in die Einarbeitung investierst.
Ich würde mal ein Zwischengespräch mit ihr führen und ihr deutlich machen, dass Du von ihr erwartest, dass sie diese und jene Aufgabe bis dann und dann selbstständig und weitgehend fehlerfrei ausführen kann. Ob sie sich Notizen macht oder nicht, wäre mir persönlich egal (ich selbst schreib immer alles mit, wenn ich was erklärt bekomme). Wichtig ist, dass sie es kann. Ich würde auch die Zeit, die Du ihr widmest, sukzessive zurückfahren. Sie muss lernen, alleine klar zu kommen.
Und ich würde je nachdem wie das Gespräch verläuft, auch mal einen Hinweis auf die Probezeit fallen lassen. Nicht um ihr Angst zu machen, sondern um darauf hinzuweisen, dass in dieser Zeit beide Seiten die Möglichkeit haben, herauszufinden, ob man miteinander arbeiten kann.
Viele Grüße,
MalinaDu hast mein Klagen in Tanzen verwandelt. (Psalm 30)
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29.05.2009, 19:42Inaktiver User
AW: Einarbeitung von Assistentin-wie oft muss man wiederholen?
Ich muss auch sagen, dass ich von jemandem, der die Materie kennt, erwarte, dass er/sie nach drei Monaten bereits in der Lage ist, das meisten selbstständig zu erledigen.
Klar werden immer wieder Fragen auftauchen, das tun sie im normalen Arbeitsleben ja sowieso - aber nach so langer Zeit noch daneben sitzen und erklären, finde ich ... sagen wir mal ... suboptimal.Geändert von Inaktiver User (29.05.2009 um 19:42 Uhr) Grund: Wortsalat
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31.05.2009, 14:51
AW: Einarbeitung von Assistentin-wie oft muss man wiederholen?
Hallo,
3 Monate zur Einarbeitung finde ich ok, aber ich bin nicht der Meinung, dass Du als Chefin ständig dabeisitzen musst. Es geht ja auch darum, dass sie selbständig arbeiten kann/soll.
Ich bin als Assistentin branchenfremd eingestellt worden, meine Probezeit dauerte 3 Monate. Mein Chef hat sich am Anfang Zeit genommen, mir einiges zu erklären und ich habe eine liebe Kollegin, die helfend zur Seite stand.
Wenn mir was erklärt wurde, habe ich Notizen gemacht und bei Fragen kann ich jederzeit zu meinem Chef gehen.
Da er aber viel auf Dienstreisen ist, musste ich recht schnell selbständig arbeiten können. 3 Monate intensives Coaching wären da definitif nicht möglich gewesen.
Ich bin aber sowieso der Typ "learning by doing" und wenn ich ständig jmd neben mir habe, fühle ich mich gebremst.
Ist sie denn verständig, wenn Du mal kritische Bemerkungen machst ?
Viel Glück mit ihr.
Marseille
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01.06.2009, 17:49
AW: Einarbeitung von Assistentin-wie oft muss man wiederholen?
Vor 6 Wochen habe ich einen neuen Job begonnen (nach 13 Jahren Familienpause), der nur noch randständig was mit dem von mir erlernten und ehemals ausgeübten Beruf zu tun hat.
In den ersten 3 Wochen habe ich mehr oder weniger mit einer Kollegin zusammen am Schreibtisch gesessen, mir einige Notizen gemacht und sukzessive angefangen, das Erlernte selbständig umzusetzen.
Nun war eine andere Kollegin im Urlaub, und ich habe sie in Teilbereichen bereits vertreten können.
Wenn ich mir vorstelle, daß ich immer noch hinter jemandem herdackeln müsste, wäre ich der Überzeugung, daß der Job ungeeignet ist (oder ich).Keine Sache ist so eilig, als daß sie nicht durch einiges Liegenbleiben noch eiliger werden könnte (Robert Gernhardt)
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02.06.2009, 01:50
AW: Einarbeitung von Assistentin-wie oft muss man wiederholen?
Ich erkläre nur einmal, ob sich die Person etwas mitschreibt oder nicht ist mir egal, aber nach einmal erklären erwarte ich, daß sie/er es alleine schafft (klar dauert alles noch ewig lange), aber für Rückfragen bin ich da, jedoch nicht für wochenlanges mit am Schreibtisch sitzen. Da muß man sich eben selbst durchwurschteln.
Computerprogramme erkläre ich bestenfalls zwei Mal bzw. schicke die Betreffende auf eine Schulung. Wenn es nach 2 Monaten noch nicht sitzt (und zwar schnell und richtig), dann ist die Person da völlig fehl am Platz.
Ich bin selbst Assistentin von Haus aus gewesen und mich könnte man an jede Assistentinnenstelle setzten, ich wurschtel mich alleine durch in kürzester Zeit, das erwarte ich auch von anderen.


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