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  1. User Info Menu

    2-monatigen Job im Lebenslauf verschweigen?

    Hallo,

    ich habe eine Frage, und würde mich sehr über eure Meinungen freuen.

    Ich habe während meines Studiums Teilzeit bei Firma X gearbeitet. Nach meinem Studium habe ich dann einen Job bei Firma Y, einem sehr bekannten und angesehenen Unternehmen, angenommen. Leider habe ich bereits sehr früh erkannt, dass die Position und die Firma absolut nicht das Richtige für mich waren und habe nach 2 Monaten die Konsequenzen daraus gezogen und die Stelle gekündigt.

    Nach meiner Kündigung bin ich wieder zurück zur Firma X gegangen und arbeite nun seit einigen Wochen dort. Anmerkung: Bei Firma X handelt es sich um einen Betrieb eines Angehörigen, daher konnte ich dort problemlos wieder einsteigen, bis ich etwas neues finde.

    Nun wurde ich von einem Personalberatungsunternehmen zu einem Interview eingeladen. Meine Frage lautet nun:
    -- Soll ich angeben, dass ich 2 Monate bei Firma Y gearbeitet habe? Da Y wie erwähnt ein sehr angesehenes Unternehmen ist, glaube ich, dass der Personaler mir nicht unbedingt Glauben schenken wird, dass ich die Stelle gekündigt habe und nicht umgekehrt.
    -- Oder kann ich, da ich davor und danach bei Firma X gearbeitet habe, die 2-Monatige Erfahrung bei Firma Y verschweigen?

    Mein Bauchgefühl sagt mir, dass Verschweigen einer Lüge gleichkommt und ich die 2-monatige Zeit bei Y deshalb im Lebenslauf erwähnen msus. Bekannte meinen allerdings, dass die Tatsache, dass ich nach 2 Monaten bereits wieder aufgehört habe, ein so schlechtes Licht auf mich werfen würde, dass es besser sei, dies gar nicht erst zu erwähnen.

    Ich freue mich auf eure Meinungen!

    Danke,
    Nivea

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    AW: 2-monatigen Job im Lebenslauf verschweigen?

    Hallo Nivea,

    ich denke, zwei Monate kannst Du ziemlich problemlos verschweigen, wenn Dir das wirklich lieber ist. Dieser Abstecher wirft, das siehst Du schon ganz richtig, mit Sicherheit Fragen auf und wird Dir keine Bonuspunkte im Lebenslauf bringen.

    Die Frage ist, wie gehst Du mit den zwei Monaten im Lebenslauf um? Kannst Du stattdessen schreiben, dass Du zu dieser Zeit schon bei Firma X gearbeitet hast? Sprich, würde man Dir im Zeugnis ein früheres Eintrittsdatum bescheinigen? Das wäre dann allerdings dick gelogen, ich fände es aber im Rahmen, da Du ja wirklich bei X arbeitest und auch vorher da gearbeitet hast.

    Ansonsten hättest Du halt eine zweimonatige Lücke im Lebenslauf, die auch erklärungsbedürftig ist. Denn warum hast Du nicht gleich wieder bei X angefangen nach dem Studium? Gut, im Vorstellungsgespräch könntest Du sagen, Du hättest Dir diese Zeit genommen, um nach einer beruflichen Alternative zu suchen. Aber nachdem sich das länger hinzog, hast Du halt wieder bei X angefangen. Da es ja die Firma eines Verwandten ist, lässt sich das als Notlösung sicherlich verkaufen.

    Also ehrlich gesagt, wenn ich die Möglichkeit hätte, ein im Beginndatum entsprechend vordatiertes Zeugnis zu erhalten, würde ich diese Variante wählen. Ist zwar nicht die Wahrheit, aber für mein Gefühl dicht genug an der Wahrheit, dass es vertretbar ist.

    Viele Grüße,

    Malina
    Du hast mein Klagen in Tanzen verwandelt. (Psalm 30)

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    AW: 2-monatigen Job im Lebenslauf verschweigen?

    2 Monate ist doch gar nichts, und dass du erst 2 Monate später da fest angefangen hast ist doch wirklich nicht schlimm und kaum erklärungsbedürftig. Gibt doch X Gründe warum du da für 2 Monate nicht gearbeitet hast. Kannst erst noch im Urlaub gewesen sein, ausgeruht haben oder konntest erst 2 Monate später da anfangen, da kann ja wohl keiner was sagen. Wenn es 6 oder mehr Monate¨wären ok, aber so. Ich würde diesen Arbeitgeber weglassen, verschweigen nenne ich das nicht. Im Januar gibt's auch neue Lohnsteuerkarten, also Nachfragen wird es sicher nicht geben. Ausserdem ist das doch im Lebenslauf oft kaum auffällig. Wenn Studium bis Januar, du Mitte Januar da angefangen hast und Mitte März aufgehört und wie beim vorigen angefangen hast sowieso nicht. Das Einzige, was etwas brisant sein könnte wäre die fehlende Berufserfahrung. Da fragt man eher mal nach Kleinigkeiten. Arbeitest du schon ein paar Jahre, dann fragt da auch (kaum) (k)einer wegen 6 Monate nach....

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    AW: 2-monatigen Job im Lebenslauf verschweigen?

    Zitat Zitat von Alemanita
    Ich würde diesen Arbeitgeber weglassen, verschweigen nenne ich das nicht.
    Na ja, es ist vorsätzliches Verschweigen eines Beschäftigungsverhältnisses und wenn es hart auf hart kommt, könnte das Ärger geben. Wenn man ein Risiko eingeht, sollte man sich auch dessen bewusst sein. Die Versuchung, den Lebenslauf zu frisieren sehe ich auch, die Gefahr der Entdeckung würde ich als gering einstufen

    Es könnte allerdings eine falsche Interpretation liefern: Alle Bewerbungen sind gescheitert und dann als letzter Strohhalm bei einem Bekannten eingestiegen - Warum sind die Bewerbungen denn gescheitert? Hier sollte man die 2-Monate zum Beispiel als Urlaub ("Trip war ein Lebenstraum von mir und das war die letzte Chance, mal 2 Monate am Stück Urlaub zu machen") verpacken.

    Gruß, fcl
    What happens in Vegas, stays on Facebook!

  5. Inaktiver User

    AW: 2-monatigen Job im Lebenslauf verschweigen?

    Nach dem Studium erst mal 2 Monate "arbeitslos" zu sein, ist doch nicht schlimm. Und dann hat sich wieder die Möglichkeit geboten, bei Firma X anzufangen.
    Mir dort später das Zeugnis türken zu lassen, über die Gesamtzeit, würde ich allerdings nicht.

    Man weiß nie, wie und wo man Kollegen von Y wiedertrifft ....
    Ein weg lassen ist nicht schlimm, eine dicke Lüge schon !

    Ich habe auch mal einen - aus einer Notsituation heraus (Kündigung)angenommenen Job innerhalb 2 Monaten gekündigt, weil ich was besseres gefunden habe. Der erscheint in meinem Lebenslauf auch nicht.

    Bei 22 Jahren Berufstätigkeit kann man sich auch mal eine Lücke von 2 Monaten leisten.

    Ich würde mir aber von Firma Y ein Zeugnis über die 2 Monate austellen lassen - dann hast Du notfalls auch einen Beleg, daß DU gekündigt hast.

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    AW: 2-monatigen Job im Lebenslauf verschweigen?

    Zitat Zitat von Fcl Beitrag anzeigen
    Na ja, es ist vorsätzliches Verschweigen eines Beschäftigungsverhältnisses und wenn es hart auf hart kommt, könnte das Ärger geben. Wenn man ein Risiko eingeht, sollte man sich auch dessen bewusst sein. Die Versuchung, den Lebenslauf zu frisieren sehe ich auch, die Gefahr der Entdeckung würde ich als gering einstufen

    Es könnte allerdings eine falsche Interpretation liefern: Alle Bewerbungen sind gescheitert und dann als letzter Strohhalm bei einem Bekannten eingestiegen - Warum sind die Bewerbungen denn gescheitert? Hier sollte man die 2-Monate zum Beispiel als Urlaub ("Trip war ein Lebenstraum von mir und das war die letzte Chance, mal 2 Monate am Stück Urlaub zu machen") verpacken.

    Gruß, fcl
    Na ja, also das finde ich jetzt total übertrieben, nach 2 Monaten nach dem letzten Strohhalm zu greifen. Und gerade 2 Monate mit Urlaub erklären zu wollen, finde ich total unnötig. Das geht dann tatsächlich ins Lügen und man weiss tatsächlich nie, ob man mal damit konfrontiert wird. Dann tu ich das lieber als Orientierung nach Studium ab, als grosser Urlaub, mal abgesehen davon, dass ich nicht glaube, dass da genau nachgehakt wird. Ich war ein Jahr mal auf Reisen unterwegs und da reichte 1 Satz, was ich da gemacht habe.
    Und auch ohne 20 Jahre Berufserfahrung kann man sich ne "Lücke" von 2 Monaten erlauben.

    Ist das verboten bei 2 Monaten Beschäftigungsverhältnis?
    "Na ja, es ist vorsätzliches Verschweigen eines Beschäftigungsverhältnisses und wenn es hart auf hart kommt, könnte das Ärger geben". Also was für Konsequenzen könnte das geben? Dann müsste ich ja JEDE noch so doofe Beschäftigung angeben (meine Liste würde nicht aufhören, da ich auch erstmal gejobbt habe, bis ich was "Richtiges" gefunden habe). Ich habe nie darüber nachgedacht, das erwähnen zu MÜSSEN.

    Also wenn es wirklich so ist, wie ich in der Bri-Com lese, ist mir der deutsche Bewerbungsprozess noch viel unsympathischer.

    Sehe es auch eher wie Lorelei.

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    AW: 2-monatigen Job im Lebenslauf verschweigen?

    Hallo Alemanita,

    Zitat Zitat von Alemanita
    Na ja, also das finde ich jetzt total übertrieben, nach 2 Monaten nach dem letzten Strohhalm zu greifen.
    Nach 2 Monaten Suche bei einem Bekannten einsteigen. Wenn man das möchte, kann man das direkt machen. Die Interpretationshoheit, wie das jemand so nett mal nannte, liegt auf Seiten des Arbeitgebers und Personalverantwortliche sind meist risikoscheu und habe oft eine Fantasie, die nicht wohlwollend bezeichnet werden kann.

    Und gerade 2 Monate mit Urlaub erklären zu wollen, finde ich total unnötig.
    Wenn im Gespräch nachgebohrt wird (schließlich kann man ja nicht etwas erzählen, was eigentlich im Lebenslauf stehen sollte), schriftlich im Lebenslauf würde ich keine nachweisbar falschen Angaben machen.

    Also was für Konsequenzen könnte das geben? Dann müsste ich ja JEDE noch so doofe Beschäftigung angeben
    Naja, eine Kündigung in der Probezeit vor kurzem dürfte jetzt nicht ganz bedeutungslos für den neuen Arbeitgeber sein. Die Konsequenz ist recht einfach: Der Arbeitgeber könnte den Arbeitnehmer als Lügner/Betrüger einstufen, was für das weitere Arbeitsverhältnis nicht positiv ist. Direkte, formale Konsequenzen dürften nicht ins Gewicht fallen.

    Gruß, fcl
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    AW: 2-monatigen Job im Lebenslauf verschweigen?

    Zitat Zitat von Fcl Beitrag anzeigen
    Hallo Alemanita,



    Nach 2 Monaten Suche bei einem Bekannten einsteigen. Wenn man das möchte, kann man das direkt machen. Die Interpretationshoheit, wie das jemand so nett mal nannte, liegt auf Seiten des Arbeitgebers und Personalverantwortliche sind meist risikoscheu und habe oft eine Fantasie, die nicht wohlwollend bezeichnet werden kann.
    Die zwei Monate Leerlauf müssen nicht bewerbungsentscheidend sein, aber sie können eben Fragen aufwerfen. Ich würde denken: da hat jemand vergeblich nach einem besseren Job gesucht, und als das Geld knapp wurde, den Spatz in der Hand gewählt.

    Und die Interpretation muss nicht mal negativ sein. Sie erklärt auch, warum jetzt ein neuer Wechsel angestrebt wird. Und immerhin tut die Bewerberin was.

    Gruß,

    Malina
    Du hast mein Klagen in Tanzen verwandelt. (Psalm 30)

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    AW: 2-monatigen Job im Lebenslauf verschweigen?

    Zitat Zitat von Malina70 Beitrag anzeigen
    Die zwei Monate Leerlauf müssen nicht bewerbungsentscheidend sein, aber sie können eben Fragen aufwerfen. Ich würde denken: da hat jemand vergeblich nach einem besseren Job gesucht, und als das Geld knapp wurde, den Spatz in der Hand gewählt.
    Hallo Malina,

    genau darum ging es mir: Wenn ich corriger la fortune (was auch eine Wertung meinerseits darstellt ) im Lebenslauf betreibe, sollte man aufpassen, wie man es begründet. Sonst kann der Schuss schnell nach hinten losgehen. Beispielsweise würde ich aufpassen, nicht zu erwähnen, dass man ein einem Bekannten eingestiegen ist (man muss es ja nicht betonen).

    Gruß, fcl
    What happens in Vegas, stays on Facebook!

  10. Inaktiver User

    AW: 2-monatigen Job im Lebenslauf verschweigen?

    Zitat Zitat von Fcl Beitrag anzeigen
    Nach 2 Monaten Suche bei einem Bekannten einsteigen. Wenn man das möchte, kann man das direkt machen. Die Interpretationshoheit, wie das jemand so nett mal nannte, liegt auf Seiten des Arbeitgebers und Personalverantwortliche sind meist risikoscheu und habe oft eine Fantasie, die nicht wohlwollend bezeichnet werden kann.
    Ein Haar in der Suppe findet man immer, wenn man will. Das gerade unterscheidet doch einen guten Personaler vom Schema F Personaler. Schema F sucht das Haar und freut sich, wenn er eines gefunden hat. Mit dem guten personaler rede ich nur begrenzt über meine Vergangenheit, es sei denn, die hat Auswirkungen auf die Zukunft und auf das, was ich für das potentielle Unternehmen leisten kann. Letztlich ist es doch egal, ob ich in der Schule dreimal sitzen geblieben bin und mit 18 zwei Jahre arbeitslos, wenn mein Weg ansonsten gut ist und für die Position gut geeignet ist, dann gilt es herauszustellen, was ich eben besser als andere kann. Und warum ich der geeignete bin. Lücken im Lebenslauf handeln von Schwächen, aber es sollte um die Stärken gehen. Leider fokussieren sich viel zu viele Menschen immer destruktiv auf Schwächen. Pessimismus ist Destruktiv. Was vielen Menschen fehlt, sind die Visionen. Und die Idee, wie sie sie erreichen können. Wenn jemand an meiner QUalifikation zweifelt, weil ich zwei Monate Leerlauf im Lebenslauf habe, dann ist das der falsche Job für mich. Denn sowas verbuche ich unter Kleinkarriert und Erbsenzähler.
    Glaub mir, es gibt auch andere Personaler, die meiner Sichtweise folgen. Die gilt es zu finden. Lass die Erbsenzähler mal weiter erbsen zählen.

    Zum Thema:
    Entweder Malinas Version oder offensiv dazu stehen. Dann aber gut begründen, weshalb Du gegangen bist und darlegen, dass Du kein Jobhopper bist (denn Unternehmen suchen Kontinuität).

    Wenn im Gespräch nachgebohrt wird (schließlich kann man ja nicht etwas erzählen, was eigentlich im Lebenslauf stehen sollte), schriftlich im Lebenslauf würde ich keine nachweisbar falschen Angaben machen.
    Aber umgekehrt geht das. Ich habe in meinem Lebenslauf auch Arbeitslosigkeit und die ein oder andere Lücke. Daher habe ich meine knapp 20 Berufsjahre nur mit Jahreszahlen versehen und keine Monate dazu geschrieben. Wen es interessiert, der kann ja die Zeugnisse lesen. Aber so sind Lücken nicht sofort erkennbar und doch auf Nachfrage gut erklärbar. Wichtig nur, wenn nachgefragt wird, dann auch ehrlich Antworten und nicht das Gefühl vermitteln, "ertappt" zu sein. Denn das erwarten Personaler oft, die sich schon freuen, ein "Geheimnis" entdeckt zu haben. Dem kann man aber mit einem direkten, ehrlichen und begründetem Satz ganz schnell den Wind aus den Segeln nehmen.

    Also, ich bin ein Fan von Wahrheit. Allerdings kann man Wahrheiten ja in unterschiedlichem Licht darstellen..
    So war ich beispielsweise jetzt sieben Monate arbeitslos. Das entlockte dem ein oder anderem Berater dann eine kritische, mitunter provokante Nachfrage, ob ich nicht vermittelbar sei. Darauf habe ich dann ebenso leicht arrogant geantwortet, dass ich es mir leisten kann, mir die Zeit zu nehmen um meinen zukünftigen Weg ausführlich zu eroieren und diverse Franchise-Konzepte zu sondieren, ebenso, wie mit verschiedenen Unternehmen zu sprechen, um das Unternehmen zu finden, zu dem ich am besten passe. Solche Entscheidungen trifft man eben nicht ad hoc.
    Und schon war das Thema vom Tisch..
    Geändert von Inaktiver User (05.12.2008 um 12:55 Uhr)

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