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  1. User Info Menu

    Im Ton vergreifen...

    Hallöchen!

    Ist eigentlich ein "im Ton vergreifen" am Arbeitsplatz "normal" (also auch, wenn es nur "mal" passiert)?

    Ich kann nur von mir sprechen, dass ich mich noch nie (!) im Ton vergriffen habe und immer höflich bin, auch, wenn ich genervt bin. Klar fluche ich auch mal vor mich hin - aber entweder im Inneren oder aber, wenn es garantiert keiner hört. Aber wenn ich Äußerungen tätigen muss (negative Kritik) dann tu ich das immer überlegt und in einem sachlichen, objektiven Ton.

    Ich finde es anders auch unverschämt. Übertreibe ich? Ist es normal, anzumaulen, bzw. angemault zu werden? Klar sind wir alle Menschen und jeder mault mal - aber im Job? Und damit meine ich auch keine konstruktive Kritik, ich meine wirklich ein Lautwerden.
    "So sehr mich das Problem des Elends in der Welt beschäftigt,
    so verlor ich mich doch nie im Grübeln darüber,
    sondern hielt mich an dem Gedanken, das es jedem von uns verliehen sei,
    etwas von diesem Elend zum Aufhören zu bringen."

    Albert Schweitzer

  2. Inaktiver User

    AW: Im Ton vergreifen...

    Ich sag mal so, wenn mich (in meinem Falle) ein Kunde anmault und sich selber absolut im Ton vergreift biete ich ihm zwei Möglichkeiten an: Entweder das Gespräch umgehend zu beenden oder im gleichen Tonfall mit ihm zu sprechen (schreien).

    Meistens wirkt es, in ca. 30 % der Fälle muß ich aber dann tatsächlich auflegen. Ich bin kein Fußabtreter und sehe mich auch nicht in der Pflicht mich wie einer behandeln zu lassen, egal von wem.

  3. User Info Menu

    AW: Im Ton vergreifen...

    Das meinte ich so auch nicht (Habe auch schonmal einen Kunden die Meinung gedrückt, weil der wirklich, wirklich schlimme Sachen zu mir gesagt hat. D. h. ich habe da immer noch ruhig reagiert, aber doch Drohungen ausgesprochen (Polizei etc.).

    Ich meinte eher Arbeitskollegen untereinander, Chef zum Angestellten etc. pp. - habe mich etwas undeutlich ausgedrückt.
    "So sehr mich das Problem des Elends in der Welt beschäftigt,
    so verlor ich mich doch nie im Grübeln darüber,
    sondern hielt mich an dem Gedanken, das es jedem von uns verliehen sei,
    etwas von diesem Elend zum Aufhören zu bringen."

    Albert Schweitzer

  4. Inaktiver User

    AW: Im Ton vergreifen...

    Zitat Zitat von aqua82
    Ich kann nur von mir sprechen, dass ich mich noch nie (!) im Ton vergriffen habe und immer höflich bin, auch, wenn ich genervt bin. Klar fluche ich auch mal vor mich hin - aber entweder im Inneren oder aber, wenn es garantiert keiner hört.

    genauso ist das bei mir auch!!
    meine kollegen haben noch nie ein schlechtes wort von mir gehört geschweige denn wurden sie von mir angemault oder angeschrien.

    leider werde ich von einem kollegen ständig angeschnauzt, kritisiert und klein gemacht.
    das belastet mich sehr, vorallem weil ich es nicht schaffe dagegen zu halten. auf dauer hilft da nur ein arbeitsplatzwechsel

    ich glaube, daß wenn man immer freundlich und höflich ist, die anderen dieses ausnutzen.

  5. User Info Menu

    AW: Im Ton vergreifen...

    Genau das meine ich. Also hier im Büro herrscht auch mal ein rauher Ton - und bis zu einer gewissen Grenze kann man es ja auch ab - aber ich finde einfach, dass sich so etwas nicht gehört. Punkt. Aus.

    So schlimm wie bei Dir, winterlachen, ist es bei mir aber bei Weitem nicht. Aber ich hatte auch mal so ein Arbeitsverhältnis. War am Ende 3 Monate krank geschrieben, weil ich 2-4x die Woche Migräne hatte und jeden Tag Kopfschmerzen. Ich komm da auch nicht gegen an - und meine Hemmschwelle ist seit der Zeit in dem "Mobbing-Unternehmen" (2001-2004) ausgesprochen stark gesunken. Da hilft wirklich nur gehen, oder aber gegen an Krachen... Aber wie gesagt: Ich finde, dass sich das nicht gehört, in ein Arbeitsverhältnis Subjektivität mit einzubringen.
    "So sehr mich das Problem des Elends in der Welt beschäftigt,
    so verlor ich mich doch nie im Grübeln darüber,
    sondern hielt mich an dem Gedanken, das es jedem von uns verliehen sei,
    etwas von diesem Elend zum Aufhören zu bringen."

    Albert Schweitzer

  6. User Info Menu

    AW: Im Ton vergreifen...

    Genau das war heute Thema bei uns. Eine Kollegin, die in der Verwaltung tätig ist, beschwerte sich darüber, dass ich sie zu oft in Anspruch nehmen würde. Zugelich beschwerte sie sich auch darüber, dass ein weiterre Kollege sie zu sehr einbinden würde. Diese Kollegin ist im sogenannten Servicecenter und soll uns Kollegen unterstützen.
    Am Freitag habe ich sie gefragt, ob sie eine Sache erledigen könne. Sie lehnte ab und verschob die Erledigung auf Montag. Am Montag konnte sie ebenfalls nicht, gestern war sie ebenfalls mit anderen Dingen beschäftigt. Heute nun habe ich erneut gefragt, ob sie die Sache bearbeiten könne. Sie sagte mit ziemlich harschen Worten zu, die Arbeit zu machen.

    Wie der Teufel es so will, hat sie einen Fehler gemacht, auf den ich sie freundlich hinwies. Sie rannte aus meinem Büro und beschwerte sich prombt bei meinem Vorgesetzten, der dann auch mit ihr in mein Büro kam.

    Ich schilderte den Vorgang mit meinen Worten, sie bestätigte den Sachverhalt. Die Kollegin schnauzte herum und meckerte, ich blieb sachlich und ruhig.

    Im Endeffekt musste die Kollegin sich sagen lassen, dass Service etwas mit Dienstleistung am Kunden zu tun hat. Hier in diesem Falle bin ich der Kunde und sie hat meine Wünsche unverzüglich zu erfüllen. Zudem könne sie dankbar sein, dass ich sie auf den Fehler hingewiesen habe, da er sonst dem Unternehmen viel Geld gekostet hätte.

    Was ich damit sagen will: begegnet mir ein Kollege oder eine Kollegin in einem unangemessenen Ton, bleibe ich ruhig und sachlich. Ist es mir nicht möglich, weil mir die Sache zu Nahe geht, verlasse ich die Situation und beruhige mich erst einmal. Dann gehe ich das Problem erneut an.

    Meine Devise ist es: meine Umwelt kann ich kaum verändern, allerdings kann ich meine Haltung dazu ändern.

    Ein rauher Ton ist nicht gleich einem unhöflichen Ton. Im Ton vergreifen heißt für mich, dass derjenige persönlich wird und versucht, sein Gegenüber kleiner zu machen. Wer lässt sich schon gerne kleiner machen?


    Wenn du denkst, du denkst,
    dann denkst du nur, du denkst,
    denn das Denken der Gedanken
    ist gedankenloses Denken.



  7. Inaktiver User

    AW: Im Ton vergreifen...

    Zitat Zitat von aqua82
    Das meinte ich so auch nicht (Habe auch schonmal einen Kunden die Meinung gedrückt, weil der wirklich, wirklich schlimme Sachen zu mir gesagt hat. D. h. ich habe da immer noch ruhig reagiert, aber doch Drohungen ausgesprochen (Polizei etc.).

    Ich meinte eher Arbeitskollegen untereinander, Chef zum Angestellten etc. pp. - habe mich etwas undeutlich ausgedrückt.

    Achso. Na das kenne ich zum Glück nicht, da wir Familienbetrieb sind, klar gibt es Meinugsverschiedenheiten, die werden sehr offen und direkt geklärt und gut ist.

  8. User Info Menu

    AW: Im Ton vergreifen...

    also... unter arbeitskollegen kenne ich das. es gibt einen kollegen, der -meinem gefühl nach- etwas gegen mich persönlich hat. und immer und immer wieder meint er, persönliche kritik üben zu müssen. das habe ich mir nun das verboten - auch in sehr direkten, aber doch noch höflichen worten.

    ein anderer ist als stänker in der firma bekannt - und meint, jeden anblaffen zu dürfen. meinem kollegen (direkt gegenüber von mir) hat das letztens gereicht, er hat den hörer des telefons mitten im gespräch aufgelegt. ergebnis: der stänker hat sich beim geschäftsführer über meinen kollegen beschwert, dieser musste zum rapport. verkehrte welt!
    das gegenteil von gut ist gut gemeint....

    ***der vorwand derer, die andere unglücklich machen, lautet gewöhnlich nur das beste im sinn zu haben***

    ***vertrauen in die freundschaft besteht darin, dass einem die freundschaft wichtiger ist als das, was man erlangen könnte, wenn man sie verrät. ***

  9. Inaktiver User

    AW: Im Ton vergreifen...

    Ich denke, daß ist ein Problem des Führungsstils im jeweiligen Unternehmen.

    Beispiel: In der Firma wo ich bis vergangenen Sommer beschäftigt war, wurde sich (auch von Seiten der GL) untereinander auch angeblafft. Zeigte man sich da sensibel, hieß es "Mei, hier menschelt es halt. Es geht ja immer nur um die Sache" - yep is klar

    In meiner jetzigen Firma wird ein vernünftiger, höflicher und respektvoller Umgang schon bei der Einstellung quasi gefordert und gepflegt - von "oben" bis "unten". Sehr angenehm !!!

  10. User Info Menu

    AW: Im Ton vergreifen...

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Ich denke, daß ist ein Problem des Führungsstils im jeweiligen Unternehmen.

    Beispiel: In der Firma wo ich bis vergangenen Sommer beschäftigt war, wurde sich (auch von Seiten der GL) untereinander auch angeblafft. Zeigte man sich da sensibel, hieß es "Mei, hier menschelt es halt. Es geht ja immer nur um die Sache" - yep is klar

    In meiner jetzigen Firma wird ein vernünftiger, höflicher und respektvoller Umgang schon bei der Einstellung quasi gefordert und gepflegt - von "oben" bis "unten". Sehr angenehm !!!
    Hallo zusammen!

    Interessantes Thema, da ich kürzlich selber einen Strang mit dem Thema "Verbale Entgleisung eines Kollegen - wie damit umgehen?" eröffnet habe. Bei uns im Haus herrscht auch in der Regel ein vernünftiger Umgangston. Deshalb hat mich die Attacke/Anbrüllerei des Kollegen so überrascht! Mein direkter Chef hat ihn dann auch zurecht gewiesen, daß bei uns ein vernünftiger Umgangston herrschen würde. Der besagte Kollege brüllt nun zwar nicht mehr herum, ist aber trotzdem nicht die Höflichkeit in Person.

    Wie Frauclooney auch schon sagt, bin ich auch der Meinung, daß ein respektvoller Umgang Pflicht sein sollte. In der Regel wird der Ton jedoch erfahrungsgemäß immer rauher und unfreundlicher. Ich habe ein oder zwei Kollegen im Hauptsitz der Firma, die grundsätzlich unter Stress unfreundlich sind. Denen sage ich es dann auch, wenn sie sich im Ton vergreifen. Ich denke, so kann man solchen Leuten am besten begegnen, indem man sie mal ganz direkt auf ihr Verhalten hinweist. Wenn es geht, vermeide ich aber den Kontakt mit solchen Leuten. Und: Wie man in den Wald ruft, so schallt es heraus. Daher habe ich meist freundliche Gespräche und äusserst selten Kontakt mit Menschen, die sich im Ton vergreifen.

    Viele Grüße

    Sternenfrau
    Keine Zukunft kann wieder gutmachen, was man in der Gegenwart versäumt.

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