Hallo liebe Bricomler,
ich bin seit einiger Zeit in meinem Job nicht mehr zufrieden. Sprich: Langeweile und Unterforderung und keine Aussicht auf Besserung (die Arbeitsatmosphäre ist allerdings prima und der Grund, warum ich seit Jahren ausharre. Ich kenne da nämlich leider auch ganz anderes..). Allerdings gehe ich jetzt stramm auf die 40 zu und mich gruselt bei dem Gedanken, dass das jetzt so bleibt bis zur RenteDa hilft mir leider auch das gute Arbeitsklima nicht weiter...
Daher meine Frage: denkt ihr, dass es sich lohnt, gravierende Laufbahnänderungen in Angriff zunehmen wie z. B. ein Fernstudium oder ähnliches, die mich in eine ganz andere Position oder Ausrichtung brigen würden? Oder ist der Zug dafür abgefahren? Ich habe auch keine richtige Vorstellung, wie Unternehmen bzw. Personalchefs zu "alten" Neuanfängern stehen.
Ich würde mich freuen, wenn ihr vielleicht aus eigener Erfahrung erzählen könntet.
Liebe Grüße von
Forumsbri
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Thema: Zu alt für Jobveränderungen?
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06.11.2008, 12:17
Zu alt für Jobveränderungen?
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06.11.2008, 12:28
AW: Zu alt für Jobveränderungen?
Es ist nie zu spät, etwas Neues zu beginnen und alles ist besser, als im Althergebrachten zu verbleiben. Such dir doch was, was dir Spaß machen würde, find raus, was dafür notwendig ist und geh es an.
Ich hab es so gemacht - es war hart, aber es hat sich gelohnt.Wer dir die Flügel stutzt, der hat das Fliegen nie gelernt. Blieb immer nur am Boden und wäre doch so gern geflogen.
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06.11.2008, 17:55Inaktiver User
AW: Zu alt für Jobveränderungen?
was ist deine Ausbildung - udn wo willst du hin?
Ich würde jetzt nicht als Buchhalterin auf Marketing umlernen - aber Änderungen der Ausrichtung sind sicherlich noch möglich und richtig für dich. Du hast ja noch über 25 Jahre im Job!
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06.11.2008, 18:03
AW: Zu alt für Jobveränderungen?
Ich denke auch, man müsste erst mal wissen, was Du denn machst, bevor man einen vernünftigen Rat geben kann. Grundsätzlich ist es natürlich immer leichter, sich vorwärts (also im selben Bereich) zu qualifizieren, als quer.
Mir ist jetzt auch nicht ganz klar, ob Du generell mit dem Beruf unzufrieden bist, oder nur konkret mit der Arbeit, die Du in dem Job aktuell machst und der mangelnder Perspektive dort.schlechte Technik
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schlechte Laune
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06.11.2008, 20:09Inaktiver User
AW: Zu alt für Jobveränderungen?
???
Zitat von Forumsbri
Also zu Alt finde ich Dich mit Mitte bis Ende 30 noch nicht !!!!
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06.11.2008, 20:35
AW: Zu alt für Jobveränderungen?
Naja, zu alt ist schon relativ. Für eine Karriere als Primaballerina oder Pianistin ist Mitte/Ende dreißig wohl schon etwas zu alt
Zitat von Inaktiver User
. Papst hingegen kann man auch mit fast 80 Jahren noch werden (gut, die Grundlagen dafür müssen wohl auch früher geschaffen werden).
Insofern kommt es wirklich darauf an, woher man kommt und wohin man will. Eine weitere Rolle spielt die Frage, ob der neue Job möglichst schnell existenzsichernd sein muss oder ob z.B. der Ehemann der Hauptverdiener ist, so dass gewisse Spielräume vorhanden sind und ggf. auch eine längere Ausbildung finanziell überbrückt werden kann.
Generell bin ich auch immer dafür, auf Vorhandenes aufzubauen, statt sich aus einer Sinnkrise heraus komplett neu zu orientieren. Es gibt eigentlich fast immer Elemente aus dem bisherigen Job, die sich zur Basis eines neuen Jobs machen lassen (z.B. ein fundiertes Fachwissen).
Aber um konkretere Tipps zu geben, bräuchten wir wohl mehr Input.
Viele Grüße,
MalinaDu hast mein Klagen in Tanzen verwandelt. (Psalm 30)
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06.11.2008, 21:28
AW: Zu alt für Jobveränderungen?
Ich hab mit 37 nochmal erfolgreich umgeschult auf Buerokauffrau, bin ausserdem auch noch gelernte Hotelfachfrau .. habe auch noch eine nicht abgeschlossene 2-jaehrige Ausbildung als Fremdsprachenkorrespondentin an einer staatlich anerkannten Privatschule vorzuweisen ... habe lange im Verkauf gearbeitet.
Nun bin ich in Spanien seit mehr als 4 Jahren, arbeite halbtags im Buero (bei guter Bezahlung fuer spanische Verhaeltnisse), mache dort die vorbereitende Buchhaltung fuer einen Fotografen, der auch ein supernetter Chef ist (Buchhaltung wollte ich nie machen
) .. und jetzt denke ich mir taeglich:
Fuer mich haben sich die Strapazen der letzten Jahre auch gelohnt .. heute bin ich 43 Jahre und wenn man arbeiten will, dann findet man auch noch in dem Alter einen tollen Job.
Ein bisschen Glueck und der richtige Riecher, das gehoert auch irgendwo dazu. Ich kann es dir nur raten. Tu es, wenn du meinst es geht so nicht mehr
Ich geniesse es jedenfalls, taeglich zur Arbeit zu gehen, ein Gefuehl, was ich so schon ewig nicht mehr hatte ...
Alles Gute !!Geändert von eli65 (06.11.2008 um 21:33 Uhr)
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07.11.2008, 08:49
AW: Zu alt für Jobveränderungen?
Erst einmal danke für eure Antworten. Es stimmt allerdings, meine Angaben sind sehr vage. Hier also mehr:
Ich arbeite als Sekretärin und habe ursprünglich eine kaufmännische Ausbildung sowie eine Übersetzerprüfung, bei der das Verfallsdatum aber quasi schon überschritten ist.
Ich arbeite aber in einem Bereich der da eigentlich nicht wirklich zu mir passt (Zahlen und Finanzen). In diesem Bereich kann man zudem auch nur dann eigenständig arbeiten, wenn man wirklich fundiert in der Materie steckt. Und dafür habe ich eigentlich schon die falsche Ausbildung. Und selbst wenn das kein Hindernis wäre - denn ich traue meinem Arbeitgeber zu, dass er mir da einige Hürden aus dem Weg räumen würde, weil man mir möglicherweise auch zutraut, dass ich in der Lage wäre, mich mit dieser eher fremden Materie zu befassen - würde mich diese Richtung einfach nicht glücklich machen. Ich tendiere eben eher zu Sprachen, Texten, organisatorischen Dingen, Umgang mit Menschen. Aber im Moment bin ich regelrecht blockiert und weiß nicht, wie ich mich neu orientieren kann bzw. soll.
Liebe Grüße
Forumsbri
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08.11.2008, 07:11Inaktiver User
AW: Zu alt für Jobveränderungen?
Guten Morgen,
ich finde diese Entscheidung relativ schwierig, mich beschäftigt ähnliches auch schon länger.
Ich habe aus diversen Gründen mein Studium/Ausbildung/Fortbildung in eine juristische Richtung durchgeführt. Habe einen sehr guten Job und vor kurzem auch innerhalb meines Tätigkeitsfeldes auch nochmal in einem völlig anderen Aufgabengebiet begonnen (was mir sehr, sehr gut tut).
Ich bin 35.
Aber meinem Wunschberuf "Tierärztin" trauer ich bis heute mal mehr mal weniger nach.
Und ich bin zu sehr ratio, dass ich mir einen derartigen Umschwung nochmal vorstellen kann.
Nun bin ich aber auch nicht unglücklich, ich mache halt nur etwas im Büro, was mir eigentlich nicht so liegt, habe da aber auch durch die Änderung entsprechend Ausgleich geschaffen.
Vielleicht wäre das was für dich ? Die Stelle wechseln, bspw. in einen Bereich, wo mehr mit Menschen gearbeitet wird.
Und ein Fernstudium/Aus- und Weiterbildung die fachähnlich ist, würde ich immer sehr, sehr gut finden. Auch mit 40, 50, was auch immer.
Je mehr man sich qualifiziert, desto größer die Erfolgschancen auf Änderung.
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10.11.2008, 13:59
AW: Zu alt für Jobveränderungen?
Also ich glaube, dich schickt der Himmel (oder so,... fiel mir jetzt einfach grad so ein). MIr geht es nämlich ganz ähnlich wie dir. Ich bin aber noch älter und seit Jahren überlege ich, was ich ändern kann, wie ich das ändere und was ich mich traue. Heraus kommt fast nichts.
Weitere Hilfen von anderen die etwas gewagt haben wären einfach schön. Ich hätte fast das gleiche wie du gepostet, aber dann habe ich das gelesen und hoffe, hier die Motivationen zu bekommen.
Ist das okay, dass ich mich hier mit einklinke und wir uns gemeinsam "beraten" lassen?
Dann schreibe ich noch im Detail was bei mir so los ist.
In Kürze jetzt: Auch ich bin aus dem Büroberuf, ich wollte das eigentlich nie wirklich machen und bin doch da gelandet. 3 Kinder bekommen, lange (schöne!!) Familienpause gemacht, nie mehr so richtig eingestiegen, nur Teilzeit. ....
Ich würde gern was mit Menschen machen, oder schreiben, Organisieren kann ich auch...
Siehst du Ähnlichkeiten?
Ich trete auf der Stelle und das mit Mitte 40. Nochmal anfangen, würde ich jetzt fast wagen, aber wie geht das wirklich, mich mit 18jährigen auf die Schulbank setzen?
... Erstmal viele Grüße, von Gwendolynja


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