Hallo liebe Forumsmitglieder!
Ich schreibe hier, da mich folgendes etwas stutzig macht und ich gerne Eure Meinungen dazu hören würde.
Es geht um meinen Bruder, der seit letzten Donnerstag starke Rückenschmerzen hat. Er war auch schon zum MRT und da hat sich ein Bandscheibenvorfall L5/S1 herausgestellt, der auf den Ischiasnerv drückt. Heute nun war er deswegen beim Orthopäden und er hat prompt zur Operation geraten. Der Orthopäde hat meinen Bruder gleich noch zum Neurochirurgen geschickt, der neben der Operation zwar andere Methoden vorgeschlagen hat, aber in puncto Operation grundsätzlich nicht abgeneigt war. Lange Rede, kurzer Sinn, es soll nun operiert werden.
Für meine Begriffe geht das aber alles etwas zu schnell. Zur Info nebenbei: Ich selbst bin bandscheibenoperiert, auch an L5/S1, und es hatte damals Monate gedauert, bis eine Operation schließlich unumgänglich war. Ich hatte 24 Stunden am Tag Schmerzen, konnte nicht mehr laufen, Taubheit in den Beinen und im Fuß, Krämpfe im Bein, die nicht mehr weggingen usw. Zuerst wurden andere Maßnahmen versucht, die aber leider keinerlei Erfolg zeigten.
Nun ist es bei meinem Bruder so, dass er Schmerzen hat und nur schlecht laufen kann. Taubheitsgefühle sind keine da und er meinte sogar, dass er gestern gut schlafen konnte, weil die Schmerzen auf einmal weg waren.
Ich mach mir Sorgen, dass hier etwas gewaltig schief läuft. Ich muss dazu sagen, dass meine OP damals nicht so erfolgreich war, es danach zu einem zweiten Bandscheibenvorfall an derselben Stelle kam und ich aufgrund dessen und aufgrund von Osteochondrose in dem Bereich jeden Tag Schmerzen habe, die zum Glück erträglich sind.
Was meint Ihr dazu? Ich weiß, dass man das ohne alles genau zu wissen, schlecht beurteilen kann, aber lieg ich denn da so falsch, dass das alles viel zu schnell geht? Ich halte das für keine gute Idee und es sollten doch erst andere Mittel ausprobiert werden.
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Ergebnis 1 bis 10 von 19
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17.09.2014, 17:29
Empfehlung zur Bandscheiben-OP nach einer Woche Schmerzen
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17.09.2014, 17:32Inaktiver User
AW: Empfehlung zur Bandscheiben-OP nach einer Woche Schmerzen
Warum kann dein Bruder "schlecht laufen"? Nerv eingeklemmt, Fußheberschwäche oder sowas?
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17.09.2014, 17:37
AW: Empfehlung zur Bandscheiben-OP nach einer Woche Schmerzen
Kann ich schlecht sagen. Ich denke, dass hat damit zu tun, dass der Nerv bedrängt wird. War bei mir selbst damals auch so. Er kann schon laufen. Macht aber nur ganz kleine Schritte, weil's im Rücken weh tut.
Ich denke, ich mach mir einfach Sorgen, weil ich selbst ein gebranntes Kind bin
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17.09.2014, 17:45Inaktiver User
AW: Empfehlung zur Bandscheiben-OP nach einer Woche Schmerzen
Ich habe mich mit 35 Jahren an der Bandscheibe operieren lassen, nachdem ich schon 15 Jahre lang immer wieder heftigste Schmerzen hatte. Irgendwann war es denn einfach so brutal, also Kernspin, Diagnose: Massenprolaps! (L4) ehrlich gesagt, das hat man dann als Laie schon gesehen, daß die komplette Bandscheibe raus war, auch konnte ich dann schon schlecht laufen, wobei ich nach Aussage mehrerer Ärzte damals in der Uni-Klinik wohl eine Art "Medizinisches Wunder" war, da ich in dem Zustand eigentlich schon gelähmt sein hätte müssen!!


Nach der Diagnose ist es dann ziemlich schnell gegangen mit der OP und ehrlich, mein erster Gedanke danach war: Warum hast Du das nicht schon viel eher machen lassen?? Jahrelange Irrsinns-Schmerzen, immer wieder.....
Klar hat es dann so ca. 3 Monate gedauert bis ich mich wieder total normal bewegen konnte und komplett schmerzfrei war, aber es ist alles optimal gelaufen!
Die OP ist jetzt 15 Jahre her, ab und an habe ich schon mal Beschwerden, aber kein Vergleich zu den Schmerzen damals. Mit Kranken-Gymnastik, Wirbelsäulen-Training, Massagen und Akkupunktur bin ich fast beschwerdefrei; also man muß schon was dafür tun!
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17.09.2014, 17:48Inaktiver User
AW: Empfehlung zur Bandscheiben-OP nach einer Woche Schmerzen
Ich kann Sandra da nur unterschreiben, bei mir war`s ähnlich.
Dass ich mittlerweile Rollstuhl fahre, hat mit der Versteifungs-OP, die ich gemacht habe (HWS und LWS) nichts zu tun - nur für eventuelle Einwände.
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17.09.2014, 18:19
AW: Empfehlung zur Bandscheiben-OP nach einer Woche Schmerzen
Das kann ich alles gut nachvollziehen. Mein "Problem" ist eben die kurze Zeitspanne, dass er seit Donnerstag Schmerzen hat, davor nur ganz selten leichtere Schmerzen, und dass das alles so schnell entschieden wird, ohne erstmal irgendwelche anderen Wege einzuschlagen. Die Bandscheibe drückt es 2 cm raus, was wohl schon erheblich ist. Ich muss gestehen, ich vergleiche es automatisch mit mir selbst, da waren es über 4 cm. Ich mach mir einfach Sorgen, dass die Preußen hier zu schnell schießen. Ich habe von noch niemandem gehört, bei dem so eine Operation in einer so kurzen Zeit beschlossen wurde, es sei denn, es lagen Blasen- und Darmprobleme vor, das ist aber nicht der Fall.
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17.09.2014, 18:21Inaktiver User
AW: Empfehlung zur Bandscheiben-OP nach einer Woche Schmerzen
Wenn er vorher eher wenig Probleme hatte, finde ich es eigentlich auch ziemlich schnell....
Warum fragt Ihr nicht einen zweiten Orthopäden dazu???
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17.09.2014, 18:23
AW: Empfehlung zur Bandscheiben-OP nach einer Woche Schmerzen
Hab ich ihm schon vorgeschlagen, aber da kämpf ich gegen Windmühlen an. Mein Bruder will im Prinzip nur die Schmerzen so schnell wie's geht loswerden. Na ja, und er ist ja ein erwachsener Mann, also muss er's im Prinzip selbst wissen. Wenn da mein Bauchgefühl nicht wäre
Das kann sich aber genauso gut irren.
Geändert von Confused_27 (17.09.2014 um 18:31 Uhr)
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17.09.2014, 18:29Inaktiver User
AW: Empfehlung zur Bandscheiben-OP nach einer Woche Schmerzen
naja irgendwie verständlich, wer solche Schmerzen kennt, der weiß warum!
Kann er sich nicht in der zuständigen Klinik vom Arzt (Operateur) beraten lassen?
So war das damals eigentlich bei mir, ich hatte erst noch einen Termin beim Arzt in der Klinik, tja und wie gesagt.... "medizinisches Wunder"
Vielleicht operieren die ja dann doch nicht gleich???
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17.09.2014, 18:34
AW: Empfehlung zur Bandscheiben-OP nach einer Woche Schmerzen
Ich weiß nicht, wie das jetzt weitergeht und ob er da erst nochmal mit dem Arzt in der Klinik sprechen muss, aber da hast Du einen guten Punkt, vielleicht sagt er was anderes als der Orthopäde. Ich schätze, da kann man jetzt nur abwarten.



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