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  1. Avatar von Panamissy
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    Chronische Rückenschmerzen - wer noch?

    Hallo Ihr Lieben,

    ich hatte ja vor einiger Zeit schon einmal einen Thread hier eröffnet zum Thema Rückenschmerzen und mittlerweile ist es wohl so, dass die Schmerzen chronisch sind. Seit bestimmt schon sechs, sieben Jahren habe ich nun mit immer kürzer werdenden Pausen Schmerzen im unteren Rücken und seit Anfang des Jahres etwa durchgängig. So richtig heftige Schmerzen hatte ich zwar länger nicht mehr, aber dafür ist ein dumpfer Schmerz geblieben, der oft ins Bein ausstrahlt und mich an manchen Tagen wirklich zermürbt... Ich war lange der festen Überzeugung, dass das alles nur psychosomatisch sein könne - und habe mich so sehr unter Druck gesetzt, meine auslösenden Probleme zu bearbeiten, und zu analysieren und hin und her zu drehen, dass das wohl nicht wirklich zur Entspannung beigetragen hat...

    Ich war auch bei zig Orthopäden, ein Chiropraktiker, der sich wirklich Zeit nahm und mich ausführlich untersuchte schickte mich dann tatsächlich zum MRT, wo ein Bandscheibenvorfall in der LWS diagnostiziert wurde. Aber auch er sagte - die Schmerzen müssen nicht zwingend davon kommen. Aber nun sind sie da - seit Monaten wache ich auf und habe nach einer Weile Schmerzen, die den ganzen Tag immer wieder mal "Hallo" sagen und abends mit mir ins Bett gehen. Ich wache nachts auf und mein erster Gedanke ist - tut der Rücken weh? Das heißt, ich habe mich irgendwo auch schon voll auf den Schmerz fixiert - wenn er nicht da ist, fehlt mir ja fast schon was. In Momenten hingegen, wo ich meine Aufmerksamkeit auf anderes lege, wo ich nicht an den Rücken denken kann - lässt er mich auch in Ruhe, ich habe dann keine Schmerzen.

    Kennt das jemand von Euch? Habt Ihr auch chronische Schmerzen und wenn ja, was hat Euch geholfen? Gibt es vielleicht auch jemanden, der/die die Schmerzen auch wieder hinter sich lassen konnte? An bestimmten Tagen komme ich gut damit klar und es schränkt mich nicht wirklich ein, an anderen könnte ich die Wände hochgehen... Euch allen einen schönen Sonntag abend!
    Liebe ist nicht das, was man erwartet zu bekommen,
    sondern das, was man bereit ist zu geben.
    K.Hepburn

  2. Avatar von zio
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    AW: Chronische Rückenschmerzen - wer noch?

    Liebe Panamissy!

    Ich bin eine Rückengeplagte. Und das seit meinem 18. Lebensjahr, jetzt bin ich 52.

    Ich hatte etliche Therapien ausprobiert, irgendwann aufgegeben, weil Linderungen immer nur kurzzeitig anhielten. Zwei Dinge waren bis jetzt die einzigen, die etwas gebracht hatten:

    Barfuß gehen. Klingt doof, aber hat mir wahnsinnig geholfen. Durch das ständige Absatz-Tragen kam es bei mir zu einer dauernden Fehlbelastung im Kreuzbereich, monatelanges barfuß gehen (zumindest morgens und abends daheim bzw. am Wochenende) hat eine erstaunliche Verbesserung gebracht.

    Zweitens: Seitdem ich bedingt durch die Wechseljahre Östrogene creme, sind die Rückenschmerzen merklich weniger geworden. Ich hatte oft schon gelesen, dass der Östrogenspiegel darauf einen Einfluss haben kann bzw. Östrogenmangel sich in Rückenschmerzen äußern kann, doch glaubte ich in meinem Fall nicht, dass das damit zu tun haben könnte, weil ich sie ja bereits in jungen Jahren hatte.

    Doch seitdem ich Östrogen creme, fühlt sich mein Rücken wesentlich besser an und die Schmerzattacken sind merklich seltener geworden.

    Vielleicht hilft Dir das...

    Liebe Grüße
    Zio

  3. Avatar von Panamissy
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    AW: Chronische Rückenschmerzen - wer noch?

    Hallo zio! Danke für deine schnelle Antwort! Wow - über 30 Jahre ist lange...kein Wunder dass das Thema Hormone da nicht wirklich aufgegriffen wurde. ich werde auch nochmal zum Gyn gehen und abchecken lassen ob es evtl. da Ursachen bzw. "Verstärker" gibt. ich nehme seit ca. einem Jahr die Pille nicht mehr, nach gut 15 Jahren durchgängig, evtl. lass ich mal nen Hormonspiegel machen...

    Hast Du denn vorher die Pille genommen oder hormonell verhütet?

    denke, irgendwas muss man doch tun können... :-/ aber danke für einen neuen Gedanken :-) umso schöner dass es dir jetzt stellenweise besser geht!

    Das mit dem barfuss laufen mach ich auch immer zuhause, wobei ich sonst auch kaum Absätze trage, und wenn dann recht niedrige, für high heels kann ich mich nicht erwärmen ;-)

    Ich wünsche Dir einen schönen Abend!

  4. Inaktiver User

    AW: Chronische Rückenschmerzen - wer noch?

    Hi Panamissy,
    ich kenne das auch von mir selbst.

    Empfehlen würde ich Dir einen APM Therapeuten und überprüf mal Deinen Schlafplatz und die Matraze und den Lattenrost.

    Und besorg Dir von Nestmann Nemabas als Pulver. Das ist ein Basenkonzentrat und hat sich sehr bewährt bei Schmerzen und macht vor allem die Darmflora nicht kaputt.

    Gute Besserung
    Geändert von Inaktiver User (21.05.2013 um 10:02 Uhr)

  5. Inaktiver User

    AW: Chronische Rückenschmerzen - wer noch?

    Mir geht's ähnlich - mir fehlt rechts der letzte Lendenwirbel (von Geburt an) dadurch entzünden sich bei Belastung die kleinen Wirbelkörper - früher half ab und an eine Spritze und immer wieder einrenken durch Orthopäden - heute gehe ich dreimal die Woche ins Fitnessstudio und trainiere diesen Bereich unter anderem und bin so gut wie schmerzfrei!

  6. Avatar von ilazumgeier
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    AW: Chronische Rückenschmerzen - wer noch?

    Wenn keine schwerwiegende verborgene Ursache vorliegt, haben Rückenschmerzen meist eine verblüffend einfache Ursache: Muskelverspannungen. Manch vermeintlicher (und sogar diagnostizierter) Bandscheibenvorfall lässt sich darauf zurückführen. Die klassischen "Rückenschulen" mit ihrem Muskelstärkungsprogramm greifen hier nicht, weil es darum geht, die fraglichen Muskeln zu lockern und zu dehnen.

  7. Inaktiver User

    AW: Chronische Rückenschmerzen - wer noch?

    Was meinem Partner unerwarteterweise gut geholfen hat, ist die McKenzie-Methode [edit: Direktlink auf Werbe- und Marketingseite entfernt]. Robin McKenzie hat das Buch geschrieben: Behandle deinen Ruecken selbst (Schau mal bei amazon), und es gibt auch McKenzie-Therapeuten.

    Herr L. laboriert schon jahrelang mit seinem Ruecken und fand es an der Zeit, sich mal ernsthaft einzusetzen. Eigentlich zufaellig geriet er an einen McKenzie-Therapeuten und macht seitdem brav und taeglich die Uebungen. Er ist freudig ueberrascht, dass nach all der Zeit echter Fortschritt moeglich ist, was ihn noch extra motiviert, weiter zu turnen. Ich staune ueber ihn.

    Vielleicht ist es einen Versuch wert, zumal die Methode wirklich ziemlich leicht und uebersichtlich und nicht uebermaessig zeitaufwaendig ist.
    Geändert von Lilith (21.05.2013 um 22:48 Uhr) Grund: Direktlink auf Werbe- und Marketingseite entfernt.

  8. Avatar von Panamissy
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    AW: Chronische Rückenschmerzen - wer noch?

    Hallöchen! Erstmal vielen Dank für die Anregungen und Tipps!

    @ Stecher: meinst Du die Akkupunktur-Massage nach Prenzel? Kenne ich nicht, habe aber eben mal gegoogled...
    Die Matratze sollte eigentlich passen, der Lattenrost fliegt demnächst auf den Müll und ein etwas hochwertigerer kommt her. Im Moment habe ich nach dem Aufwachen auch vor allem im Nacken-/Schulterbereich ziemliche Schmerzen und denke, dass es vom Bettlager kommt. Einen Versuch ist's wert

    Inwieweit hat die (Basen-)Ergänzung durch die Tabletten Einfluss auf die Schmerzen?

    @Dharma - gehst Du in ein spezielles Rücken-Fitnessstudio oder in ein normales und stärkst dort die Bauch- und Rückenmuskeln? Ich mache jeden Tag Übungen zuhause, die ich mir in der Kombi selbst zusammengestellt habe, zusammenfassend ist es ein Bauch-/Rücken-/Rumpftraining und merke an den Bauch- und Rückenmuskeln dass sich da was tut

    Ich merke aber eher, dass ich stärkere Schmerzen habe, wenn die Muskeln "erschlaffen", d. h. abends nach dem Hinlegen wird der Schmerz dann intensiver, oder wenn ich nachts wachwerde. Aber ich kann ja nicht ständig in Action sein, damit die Schmerzen wegbleiben und kaum komm ich zur Ruhe und entspanne mich bzw. bringe meinen Körper in eine entspannte Position kommt der Schmerz umso deutlicher... Oder sind das eigentlich Verspannungen?

    Ich werde mir das Buch auf alle Fälle mal ansehen, danke für den Tip Ludivine! War dieser Baustein ein Teil einer "normalen" Physiotherapie, bei der Dein Mann war?

    Ich habe hier in der Nähe eben eine Physiotherapie-Praxis ergoogled, die sowohl McKenzie als auch die APM nach Prenzel im "Repertoire" hat das werde ich doch mal nachverfolgen - danke an Euch!
    Liebe ist nicht das, was man erwartet zu bekommen,
    sondern das, was man bereit ist zu geben.
    K.Hepburn

  9. Inaktiver User

    AW: Chronische Rückenschmerzen - wer noch?

    Zitat Zitat von Panamissy Beitrag anzeigen
    @ Stecher: meinst Du die Akkupunktur-Massage nach Prenzel?
    Ja, die meine ich!

    Ich habe hier in der Nähe eben eine Physiotherapie-Praxis ergoogled, die sowohl McKenzie als auch die APM nach Prenzel im "Repertoire" hat das werde ich doch mal nachverfolgen - danke an Euch!
    Noch genialer!

  10. Inaktiver User

    AW: Chronische Rückenschmerzen - wer noch?

    Zitat Zitat von Panamissy Beitrag anzeigen
    Ich werde mir das Buch auf alle Fälle mal ansehen, danke für den Tip Ludivine! War dieser Baustein ein Teil einer "normalen" Physiotherapie, bei der Dein Mann war?
    Hallo Panamissy, nein, es wurde bei ihm ausschliesslich mit dem McKenzie-Konzept gearbeitet. Er hatte einige Termine, wo geguckt wurde, ob das die richtige Methode fuer ihn ist und um die Uebungen zu lernen. Er bekam 'Hausaufgaben' und das Buch "Behandle deinen Ruecken selbst" wurde ihm leihweise mitgegeben.

    Es ging dann hauptsaechlich darum, die Uebungen regelmaessig ueber einen langen Zeitraum zu machen. Die Schmerzen hatten sich ja auch ueber Jahre aufgebaut. Durch Schonhaltungen und Vermeidung war Gewebe verkuerzt und die ganze Region steif. Besondere Probleme hatte Herr L. damit, dass bei ihm die Schmerzen stark in die Leistengegend zogen.

    Er war wirklich ueberrascht, dass er so schnell eine Verbesserung spuerte. So etwas spornt natuerlich an.

    Ich habe mir selbst das Buch auch durchgelesen, da ich auch sporadisch Rueckenprobleme habe. Aber wie das so ist, wenn man keine akuten Beschwerden hat, ist es immer schwierig mit der Selbstdisziplin. Wobei ich da echt Haue fuer haben muesste, da es wirklich keinen uebermaessigen zeitlichen und koerperlichen Einsatz erfordert.

    Nichts passt natuerlich fuer jeden, aber wenn Du Deine Beschwerden schilderst und anhand der MDT - Mechanische Diagnose nach R.A. McKenzie - YouTube wird, glaub ich, recht schnell deutlich, ob es etwas fur Dich ist.

    @ Lilith: Sorry wegen des Links.

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