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  1. Registriert seit
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    AW: Skoliose - noch jemand betroffen?

    Hallo zusammen,

    ein sehr interessanter Thread, den ich leider gerade nur überfliegen konnte.

    Bei mir wurde bereits bei diesen Untersuchungen beim Kinderarzt festgestellt "schlechte Haltung", welches dieser dann ohne weitere Röntgenaufnahmen oder so als Skoliose abstempelte. Meinen Eltern wurde empfohlen, dass sie mich entweder zur Krankengymnastik schicken oder aber z.B. Ballett. Da ich ein richtiges kleines Prinzesschen war, wollte ich natürlich zum Ballett, habe dort dann mit 3 Jahren angefangen und das auch bis zu meinem sechzehnten Lebensjahr durchgezogen.
    Eigentlich hatte ich nie wirkliche Probleme mit meiner Skoliose und sichtbar ist sie auch nicht, doch durch das Ballett ist sie auch nicht unbedingt besser geworden.

    Inzwischen bin ich 26 und arbeite seit 6 Jahren im Büro. Nach und nach sind die Beschwerden aufgetaucht, jedoch nie so starkt, dass ich krank geschrieben werden musste. Anfang diesen Jahres bin ich mit meinen Rückenschmerzen zum Arzt, der mich röntgen ließ und mir Physiotherapie verschrieb. Ich ging zu 12 Sitzungen, in denen ich jedoch eher massiert wurde, als dass mir Übungen empfohlen wurden um das Leiden (welches glücklicherweise auszuhalten ist) zu lindern. Im Anschluss habe ich dann einen Wirbelsäulenkurs besucht, welcher letzte Woche endete und ich muss sagen, dieser scheint mir tatsächlich ein wenig weiter geholfen zu haben. Ab nächste Woche fange ich mit einem Pilateskurs an und hoffe damit auch weiterhin meine Rückenmuskulatur zu stärken.

    Was für Erfahrungen habt ihr mit einer Berufsunfähigkeitsversicherung gemacht? Mir wird gesagt, dass ich diese nur unter Ausschluß sämtlicher Wirbelsäulenerkrankungen abschliessen kann :-( dies halte ich nicht für sinnvoll, da das der wahrscheinlichste Grund ist, weshalb man in einem Bürojob berufsunfähig wird.
    Könnt ihr mir hierzu Tips geben?
    Meine Skoliose ist ja nun nicht so ausgeprägt, dass ich dadurch wirklich leide (insgesamt hab ich vielleicht einmal im Jahr Probleme damit) und krank geschrieben war ich auf Grund meines Rückens ebenfalls noch nie. Meine Physiotherapeutin meinte sogar, dass die meißten Menschen eine Skoliose haben, wenn auch nur eine leichte.
    Weiß hier jemand einen Rat???

    Danke schonmal im Voraus :-)

    LG Nash

  2. Avatar von sandfloh
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    AW: Skoliose - noch jemand betroffen?

    Hallo nash,

    du fragst nach Erfahrungen mit der BU. Ich habe selbst keine und auch nie einen Antrag gestellt. Aber ich habe einen guten Freund, der Versicherungsfachmann ist. Er kennt meine Erkrankung und hat mir jegliche Illusionen genommen, eine BU zu bekommen.

    Nun ist die Skoliose bei mir auch sehr stark ausgeprägt, schon durch die OP ist das Risiko ungleich größer als bei anderen, wegen des Rückens einmal berufsunfähig zu werden. Obwohl ich sagen muss, dass andere Kollegen in meinem Alter, die keine Vorerkrankung am Rücken haben, häufiger wegen Problemen ausfallen als ich...einer war wegen 'ner abgenutzten Bandscheibe acht Wochen krankgeschrieben, ein anderer bekommt wegen eines Bandscheibenvorfalls schon seit Wochen Infusionen...Ich war nur letztes Jahr das erste Mal seit der OP überhaupt (und die war 1983) wegen des Rückens krankgeschrieben, weil ich gestürzt war und weder lange sitzen noch liegen noch stehen konnte. Aber so wäre es auch jemandem ohne WS-OP gegangen...

    Problematisch ist halt, dass man Arztbesuche, Behandlungen und Krankschreibungen angeben muss, zumindest für einen gewissen Zeitraum rückwirkend. Daran bemisst sich wohl für die Versicherungen auch das Risiko...

    Man hat wirklich die A****karte, wenn man gesundheitlich eingeschränkt ist. Eine Erwerbsunfähigkeitsrente gibt es nicht mehr, die BU kriegt nur, wer kerngesund ist...und wenn ich berufsunfähig bin, dann bin ich auch erwerbsunfähig - als "Sesselpupser" könnte ich dann auch keinen anderen Bürojob mehr machen.

    Da kann man nur versuchen, soweit wie möglich für sich selbst zu sorgen, den Rücken zu stärken und auf sich Acht geben...

    sandfloh
    Ist das Leben nicht schön!?


  3. Registriert seit
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    AW: Skoliose - noch jemand betroffen?

    Hallo sandfloh,

    danke für deine Antwort...ja, leider wurde auch mir die Illusion einer BU-Versicherung genommen, ebenfalls durch einen guten Bekannten, der in der Versicherungsbranche tätig ist und sich auch bei anderen Versicherungsunternehmen erkundigt hat, ob es anderswo gegen einen Risikoaufschlag möglich sei. Fehlanzeige :-(

    Naja, so muss ich weiterhin meinen Rücken stärken und einfach darauf hoffen, dass ich niemals berufsunfähig werde und für diesen Fall einfach selber vorsorgen.

    LG Nash


  4. Registriert seit
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    AW: Skoliose - noch jemand betroffen?

    Hallo allerseits,
    habe mit großem Interesse den strang gelesen. Warum bin ich nicht schon eher darauf gestoßen ?
    Kurz und klein: Skoliose diagnostiziert mit 12 Jahren. Gipsbett, Glisonschlinge (o.ä.), Korsett, Krankengymanstik, Sobernheim und vieles mehr, was die 60er Jahre so an Folterinstrumentarium hergaben. 1974 dann die Korrektur/Versteifung der BWS nach HARRINGTON in Tübingen bei Dr. Zielke (kennt den eigentlich noch jemand?), woanders wurde in Deutschland damals noch gar nicht nach der Methode operiert. Seitdem GdB 80, aber lange Jahre weitestgehend beschwerdefrei und glücklich. Ich habe trotz der Einschränkung immer Sport betrieben und zwar auch Sportarten, von denen jeder meinte: Das geht nicht ! Tennis, Squash, Surfen, Fechten, Jazzdance, Boxen, Tanzen, aber eben auch lange, lange ergänzend Krafttraining zum Aufbau der Rückenmuskulatur. Auch meine beiden Kinder habe ich auf natürlichem Wege, und nicht per Kaiserschnitt, geboren. Ich habe einfach an das Gesetz der Schwerkraft geglaubt....Heute bin ich knapp 50 Jahre alt und langsam merke ich den Zahn der Zeit. Mein Arzt meinte neulich, meine LWS sei ja nu leider aufgrund der Beanspruchung noch 30 Jahre älter...
    Aber solange ich mit Skoliose lebe, misstraue ich dem Urteil der Orthopäden und häufig genug lag ich damit richtig. Deshalb die Frage an die Experten: wer kennt sich mit der Therapie von Spätfolgen der Skolisose nach OP aus ? Wer kennt einen versierten Arzt oder ein entspr. Zentrum (Bad Wildungen?), die 1. angemessen diagnostizieren und dann auch noch 2. eine passende Behandlung vorschlagen können ???? Und ich möchte nicht hören: Da kann man nichts mehr machen!!!!!
    Liebe Grüße
    Krikri

  5. Avatar von 1952
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    AW: Skoliose - noch jemand betroffen?

    Hallo Krikri,

    ja mit Orthopäden haben wir auch sehr schlechte Erfahrungen gemacht. Inzwischen haben wir einen guten Facharzt gefunden, allerdings müssen wir dafür einen Weg von 450 km zurücklegen.

    Mit Spätfolgen nach Skoliose OP kenne ich mich nicht aus kann aber hierzu das Forum empfehlen.
    Ansonsten gibt es auch sehr viel Informationen im Skoliose-Info-Forum, schau mal rein.

    Alles Gute und Grüße
    1952
    „Sei gut zu Deinem Leib, damit Deine Seele Lust hat darin zu wohnen“
    Teresa von Avila

    "Natürlicher Verstand kann fast jeden Grad von Bildung ersetzen, aber keine Bildung den natürlichen Verstand"
    Arthur Schopenhauer

  6. Avatar von sandfloh
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    AW: Skoliose - noch jemand betroffen?

    Hallo Krikri,

    noch eine im Bunde !!

    Dr. Zielke kenne ich auch, in meinen ganzen Skoliose-Unterlagen habe ich noch einen Artikel aus dem "stern" von 1974 (?) über ihn, als er noch in Tübingen war. Ich bin 1979 in der WWK von ihm untersucht worden. Ich stand auch auf der Warteliste dort, aber ich fand die Atmosphäre damals ganz schlimm dort in der Klinik. Außerdem hätte er mich zweimal operiert, in der ersten Sitzung das ganze Metall der ersten OP (1976 nach Dwyer, ist schiefgegangen) rausgeholt, dann hätte es einen Halo gegeben, erst dann die eigentliche Harrington-OP.

    Ich wurde dann 1983 im Seehospital Sahlenburg nach Harrington operiert. Heute bin ich 37 und habe (noch) keine größeren Probleme durch die Versteifung und - so scheint es mir manchmal - weniger Rückenschmerzen als meine gesunden Kollegen...Ich lebe auch ganz normal und fühle mich nicht wirklich behindert...

    Auf die Einschätzungen von niedergelassenen Orthopäden vertraue ich auch weniger als auf meine eigenen. Bislang habe ich keinen wirklichen Experten kennen gelernt, ich komme mir jedes Mal vor wie ein interessantes Studienobjekt.

    1952 hat dir ja schon das Skoliose-Forum empfohlen, da schließe ich mich gleich mal an. Ich glaube, ein Aufenthalt in Sobernheim oder Bad Salzungen ist auch mit operierter Skoliose empfehlenswert. Ansonsten bin ich auch überfragt, welche Klinik oder welcher Arzt in Frage kommt. Die Spätfolgen von operierten Skoliosen werden ja erst jetzt so langsam auftauchen, wenn in den 70er-Jahren die ersten Versteifungs-OPs durchgeführt wurden. Ob da überhaupt schon jemand Langzeiterfahrung hat???

    Richtige Skoliose-Zentren mit langjähriger Erfahrung gibt es ja nach wie vor wenige, denke ich. Die WWK in Bad Wildungen gehört sicherlich dazu, dann Neustadt/Holstein...mit "meiner" Klinik in Sahlenburg war ich damals sehr zufrieden, aber die haben wohl ein wenig den Anschluss verpasst. Die aktuelleren Beurteilungen von Patienten sind zumindest nicht so positiv; siehe Skoliose-Forum. Ich kann darüber nichts sagen, meine letzten Erfahrungen sind nun auch 20 Jahre alt...

    Liebe Grüße,
    sandfloh
    Ist das Leben nicht schön!?


  7. Registriert seit
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    AW: Skoliose - noch jemand betroffen?

    Hallo Sandfloh,
    wir haben, glaube ich, viele ähnliche Erfahrungen gemacht. Auch die Geschichte mit dem "interessanten Studienobjekt" kenne ich. :-)) Egal welcher Arzt, und sei's der Allergologe, alle wollten mal gucken...Na ja, ich fürchte auch, ich bin so'n Prototyp aus den frühen 70ern, mit dem keiner mehr so recht was anzufangen weiß. Dr. Zielke hat mich übrigens damals im französischen Militär-Hospital Emile Roux operiert, er bekam in keinem herkömmlichen Krankenhaus Betten. Diese 4 Wochen gehören zu meinem unvergesslichsten in meinem ganzen Leben ! Wir waren ca. 20 PatientInnen und eine verschworene Gemeinschaft, haben viel geweint, aber auch sowas von viel gelacht! Die ganze Situation war zeitweise so skurril und erinnerte so gar nicht an Krankenhaus. Wir wurden "gepflegt" von französischen Jungs, die ihren Militärdienst dort absolvierten - es war irgendwie wie im Film, tres lustisch (ich fange jetzt schon wieder an zu kichern, wenn ich daran zurückdenke). Und Zielke war ja auch eine besondere Spezies. Aber bis heute bin ich ihm so dankbar. Ohne ihn wäre ich körperlich und seelisch wohl verkrüppelt.
    Danke für den Tip mit dem Forum. Tut gut mit euch zu kommunizieren.
    krikri


  8. Registriert seit
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    AW: Skoliose - noch jemand betroffen?

    Hallo ihr!

    Ich will mich auch mal zum Thema Skoliose melden.
    Als Kind wurde bei mir schon früh eine Skoliose diagnostiziert. Damals wurden meiner Mutter abschreckende Bilder von unbehandelten Skoliosen gezeigt, damit sie mich zur Gymnastik antreibt, ich mußte mich derweil umdrehen... um keinen Schock zu kriegen (!).
    Dann folgte irgendwann doch ein Arztwechsel, dh. wir konnten bei uns im Uniklinikum zur Skoliosesprechstunde gehen. Hier bekam ich dann mit 12 Jahren mein erstes Korsett.
    Dort fand war ich zwar nichts besonderes, schlimm war es trotzdem! Bei jeder Untersuchung waren mehrere Ärzte anwesend + interessierten Studenten ( Frauen werden ja komischerweise selten Orthopädin...).Weiter anwesend waren zwei Vertreter von örtlichen Sanitätshäusern und meine Mutter.
    "Dann zieh mal dein Hemd aus" ....Spitze, so mit 13,14 Jahren!!!!

    Naja, mit 18 bin ich mein Korsett losgeworden und habe seit dem meine Skoliose eigentlich ziemlich vernachlässigt. Mit Anfang 20 war ich noch mal bei einem Orthopäden, der holte dann als erstes seine Sprechstundenhilfe in Ausbildung rein, damit sie auch mal eine Skoliose sehen kann.
    In den Jahren danach habe ich das gesamte Thema erfolgreich verdrängt. Auch keine Beschwerden gehabt, ohne Probleme Schwangerschaft und Geburt erlebt.
    Ich bin inzwischen schon Anfang 40 und finde inzwischen sollte ich mich mal wieder bei einem Orthopäden zeigen, zumal ich in letzer Zeit doch Beschwerden mit meiner Wirbelsäule habe.
    Kennt jemand einen netten unerschrockenen Orthopäden im Ruhrgebiet??? Der nicht schimpft, dass man so lange nicht da war???

    Lieben Gruß

    Pfefferminze

  9. Avatar von 1952
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    AW: Skoliose - noch jemand betroffen?

    Hallo pfefferminze,

    hier findest du einen Arzt in Bochum:
    forum.skoliose-op.info/phpBB2/viewtopic.php?t=31.

    Gruß
    1952
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    Teresa von Avila

    "Natürlicher Verstand kann fast jeden Grad von Bildung ersetzen, aber keine Bildung den natürlichen Verstand"
    Arthur Schopenhauer

  10. Avatar von sandfloh
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    AW: Skoliose - noch jemand betroffen?

    Zitat Zitat von Krikri
    Hallo Sandfloh,
    wir haben, glaube ich, viele ähnliche Erfahrungen gemacht. Auch die Geschichte mit dem "interessanten Studienobjekt" kenne ich. :-)) Egal welcher Arzt, und sei's der Allergologe, alle wollten mal gucken...Na ja, ich fürchte auch, ich bin so'n Prototyp aus den frühen 70ern, mit dem keiner mehr so recht was anzufangen weiß. Dr. Zielke hat mich übrigens damals im französischen Militär-Hospital Emile Roux operiert, er bekam in keinem herkömmlichen Krankenhaus Betten.
    Ich erinnere mich, das stand in dem Stern-Artikel...es stand auch was von "Schande der Orthopädie" drin, krass...

    Diese 4 Wochen gehören zu meinem unvergesslichsten in meinem ganzen Leben ! Wir waren ca. 20 PatientInnen und eine verschworene Gemeinschaft, haben viel geweint, aber auch sowas von viel gelacht! Die ganze Situation war zeitweise so skurril und erinnerte so gar nicht an Krankenhaus. Wir wurden "gepflegt" von französischen Jungs, die ihren Militärdienst dort absolvierten - es war irgendwie wie im Film, tres lustisch (ich fange jetzt schon wieder an zu kichern, wenn ich daran zurückdenke).
    Meine Zeit in Sahlenburg gehört auch, trotz aller Schmerzen, zu den wichtigsten meines Lebens. Ich erinnere mich vor allem gern an die vier Wochen der Gipsentwöhnung: Wir hatten damals jeden Tag Schulunterricht bei zwei alten, verknöcherten Lehrern - irgendwann haben wir gestreikt, weil wir die beiden so furchtbar fanden. An unseren Zimmertüren hingen selbstgemalte Schilder "Wir streiken!", und wir haben auf zwei Ghettoblastern auf voller Lautstärke "Holding out for a hero" und "Romancing the stone" gehört... Was hatten wir Spaß!!!

    Eine meiner besten Freundinnen - immer noch - habe ich damals im Krankenhaus kennen gelernt, schon deshalb möchte ich die vielen Wochen nicht missen.

    Liebe Grüße,
    sandfloh
    Ist das Leben nicht schön!?

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