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  1. Avatar von sandfloh
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    AW: Skoliose - noch jemand betroffen?

    Meine Mutter hat immer Pflaster an die Stelle vorne geklebt, die Berührung mit der Tischkante hatte, damit die Oberteile nicht direkt kaputt gingen...ich musste mit dem Stuhl immer ziemlich weit nach hinten rutschen und mich dann an den Tisch anlehnen, damit ich überhaupt ein Buch lesen konnte, das vor mir auf dem Tisch lag...*nerv*

    Es ist heute noch so, dass ich keine Rollkragenpullis trage, weil mir das am Hals zu eng ist. Mir ist jetzt erst aufgegangen, dass das wahrscheinlich mit dem Korsett/Gips zusammenhängt...

    So - ich geh jetzt schlafen!
    Gute Nacht wünscht
    sandfloh
    Ist das Leben nicht schön!?

  2. Inaktiver User

    AW: Skoliose - noch jemand betroffen?

    Hallo!

    Ich hoffe ich darf mich noch einreihen?!

    Ich bin 24 und bei mir wurde vor ca. 3 Jahren auch eine Skoliose diagnostiziert (meine Wirbelsäule hat was von einem S und einem Halbmond). Ich hatte Probleme seit ich im Büro (auch Anwaltskanzlei-sollte das wohl als "gefährlich" eingestuft werden ) arbeite. Ich geh regelmäßig zur Krankengymnastik (mein Physiotherapeut ist auch ein echter Glücksfall) und treibe so Sport, vor allem schwimmen. Ich merke es eigentlich immer-schlimm ist es aber nur, wenn ich mal wieder den ganzen Tag nur am PC gesessen und Bänder getippt habe. Meist hört es dann aber nach entsprechenden Rückenübungen nach 1-2 Tagen wieder auf. Trotzdem schränkt es mich eigentlich täglich ein. Mal mehr mal weniger. Wir, sprich mein Arzt, mein Physiotherapeut und ich, wissen noch nicht was wir weiter mit mir machen (ich quengel übrigens seit Monaten nach einem gescheiten Stuhl für die Arbeit-aber dafür hat der werte Herr Chef ja kein Geld über... )

    Viele Grüße
    demy

  3. Inaktiver User

    verwirrt AW: Skoliose - noch jemand betroffen?

    Hallo zusammen,

    habe auch eine Skoliose seit meiner Kindheit, aber bei mir war es so, dass damals nicht viel unternommen wurde, Schmerzen habe ich kaum, aber sehr viele seelische Probleme damit.

    Wie geht ihr mit dem Makel um, wenn es ums Schwimmbad geht oder den Strand. Seid ihr so selbstbewusst und zieht normale Bikinis an. Ich kaufe mir immer so welche, die hinten zu sind, also Tankinis. Aber gehe nur mit T-Shirt drüber ins Wasser. Schwimmbad meide ich ganz, weil ich mich nicht traue, weil man es sieht.

    Rückenfreie Shirts oder Tops oder enge Shirts gehen gar nicht.

    Man siehts ja von hinten, dass man Skoliose hat. Ich komme damit seelisch nicht so klar, empfinde es als Makel und beneide andere Frauen, die es nicht haben.

    Wäre schön, wenn ich dazu mal eine Meinung von anderen Leidensgenossinnen hören könnte.

    Liebe Grüße

    Krebs

  4. Inaktiver User

    AW: Skoliose - noch jemand betroffen?

    Leute, um das noch mal klarzustellen:

    Skoliose ist nicht Skoliose !!

    Es gibt sehr schlimme Ausprägungen - wie wohl bei der Strangeröffnerin - wo die Betroffenen massive orthopädische Korrekturen/Eingriffe über sich ergehen lassen müssen.
    Oder gar ihr Lebtag an Krücken gehen.

    Und Leute mit einer kleinen S-förmigen Verbiegung der Wirbelsäule, die nicht dramatisch ist und zu keinen wirklichen Einschränkungen führt.
    Letzteres habe ich auch und trotz viel Sport noch nie irgendein Problem gehabt. Bis ich mit (sehr ambitionierten) Yoga angefangen hatte, das dabei NICHT gut ist.

    Also, bitte nicht Äpfel mit Birnen vergleichen.

  5. Inaktiver User

    AW: Skoliose - noch jemand betroffen?

    Natürlich gibt es schlimmere und leichtere Skoliosen. Die Leutchen, die zwar eine leichte Verkrümmung, aber nie Beschwerden haben, beglückwünsche ich!
    Wenn man allerdings jahrelang täglich mit Schmerzen (die sich ja nicht nur auf den Rücken beschränken, sondern auch ausstrahlen), Muskelverkrampfungen und -verhärtungen, Taubheitsgefühlen etc. zu tun hat, ist das auf jeden Fall belastend. Schmerzen sind nun mal Schmerzen. Und nach außen sichtbare Skoliosen und die damit verbundenen deutlichen Haltungsschäden sind natürlich für die Betroffenen mehr als ein "kosmetisches" Problem.
    Wenn ich lesen, was Sandfloh und Fallada für Torturen mit den Korsetts hinter sich haben, bin ich glücklich und dankbar, dass mir das erspart geblieben ist.

  6. Avatar von sandfloh
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    AW: Skoliose - noch jemand betroffen?

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Hallo!

    Ich hoffe ich darf mich noch einreihen?!

    Ich bin 24 und bei mir wurde vor ca. 3 Jahren auch eine Skoliose diagnostiziert (meine Wirbelsäule hat was von einem S und einem Halbmond). Ich hatte Probleme seit ich im Büro (auch Anwaltskanzlei-sollte das wohl als "gefährlich" eingestuft werden ) arbeite. Ich geh regelmäßig zur Krankengymnastik (mein Physiotherapeut ist auch ein echter Glücksfall) und treibe so Sport, vor allem schwimmen.
    Hallo Demy,

    welche Art Physio machst du? Kennst du die Methode Schroth?

    Womit ich ganz gut zurecht komme, ist ein Keilkissen. Das habe ich aber auch nur zuhause. Auf der Arbeit habe ich auch einen ganz normalen Bürostuhl - schon ergonomisch, aber nichts spezielles -, bei dem ich die Sitzfläche so eingestellt habe, dass sie etwas "abschüssig" ist und die Rückenlehne schwingend. Damit kann ich ganz gut meine Sitzposition verändern.

    Schwimmen ist übrigens nicht zwangsläufig so gut, wie mir früher auch immer gesagt wurde. Gerade mit WS-Problemen ist es wichtig, beim Brustschwimmen den Kopf nicht krampfhaft aus dem Wasser zu halten, wie es so viele machen. Am besten soll Rückenschwimmen sein.

    Grüße von
    sandfloh
    Ist das Leben nicht schön!?

  7. Avatar von sandfloh
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    AW: Skoliose - noch jemand betroffen?

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Leute, um das noch mal klarzustellen:

    Skoliose ist nicht Skoliose !!

    Es gibt sehr schlimme Ausprägungen - wie wohl bei der Strangeröffnerin - wo die Betroffenen massive orthopädische Korrekturen/Eingriffe über sich ergehen lassen müssen.
    Oder gar ihr Lebtag an Krücken gehen.

    Und Leute mit einer kleinen S-förmigen Verbiegung der Wirbelsäule, die nicht dramatisch ist und zu keinen wirklichen Einschränkungen führt.
    Letzteres habe ich auch und trotz viel Sport noch nie irgendein Problem gehabt. Bis ich mit (sehr ambitionierten) Yoga angefangen hatte, das dabei NICHT gut ist.

    Also, bitte nicht Äpfel mit Birnen vergleichen.
    Lorelei,

    du hast sicherlich Recht: Zwischen - ich nenn mal Zahlen - 76° (COBB), wie ich sie vor meiner zweiten OP hatte und leichteren Verkrümmungen bis 20°, die mit KG und ggf. Korsett behandelt werden, liegen schon Welten.

    Wobei ich während meiner Krankenhauszeit auch richtig schlimme Fälle gesehen habe; da war der Oberkörper teilweise regelrecht ineinander verwrungen. Es ist immer eine Frage der Perspektive.

    Trotzdem ist mir beim Lesen in Foren aufgefallen, dass es oft die Jugendlichen mit geringfügigen Verbiegungen sind, die über starke Schmerzen klagen. Das Schmerzempfinden ist sehr individuell und sicherlich auch von der eigenen Einstellung zur Krankheit abhängig. Die Psyche spielt eine so große Rolle...zum Teil hilft da auch keine KG oder sonstige Behandlung, um die Schmerzen zu lindern.

    sandfloh
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  8. Avatar von sandfloh
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    Erleuchtung AW: Skoliose - noch jemand betroffen?

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Hallo zusammen,

    habe auch eine Skoliose seit meiner Kindheit, aber bei mir war es so, dass damals nicht viel unternommen wurde, Schmerzen habe ich kaum, aber sehr viele seelische Probleme damit.

    Wie geht ihr mit dem Makel um, wenn es ums Schwimmbad geht oder den Strand. Seid ihr so selbstbewusst und zieht normale Bikinis an. Ich kaufe mir immer so welche, die hinten zu sind, also Tankinis. Aber gehe nur mit T-Shirt drüber ins Wasser. Schwimmbad meide ich ganz, weil ich mich nicht traue, weil man es sieht.

    Rückenfreie Shirts oder Tops oder enge Shirts gehen gar nicht.

    Man siehts ja von hinten, dass man Skoliose hat. Ich komme damit seelisch nicht so klar, empfinde es als Makel und beneide andere Frauen, die es nicht haben.

    Wäre schön, wenn ich dazu mal eine Meinung von anderen Leidensgenossinnen hören könnte.

    Liebe Grüße

    Krebs
    Hallo Krebs,

    darf ich fragen, wie ausgeprägt deine Verkrümmung ist?

    Im Allgemeinen kannst du bei nicht ganz schlimmen Verbiegungen davon ausgehen, dass anderen die Asymmetrie gar nicht auffällt. Als Betroffener hast du einen anderen Blick, ich sehe es sofort, wenn jemand auch nur eine leichte Verkrümmung hat. Aber bei mir auf der Arbeit zum Beispiel ist noch nie jemandem aufgefallen, dass ich zum Beispiel durch die Versteifung nicht mehr diese natürliche S-Form (von der Seite gesehen) habe, sondern der Rücken flach ist. Auch bei Bewegungen müsste es eigentlich auffallen: wenn ich etwas vom Boden aufhebe, z. B., weil ich mich ausschließlich aus der Hüfte beugen kann oder eben in die Knie gehen muss.

    Ich hatte nur einmal Probleme mit meinen "Makeln": als mein Ex-Freund die Narben als Grund dafür nannte, dass er sich von mir trennen will, weil ihm ein makelloserer Körper doch wichtiger sei... Das war - nach 1,5 Jahren Beziehung - schon harter Tobak und hat mich sehr aus der Bahn geworfen. Ich habe mir dann Hilfe gesucht - und das war auch gut so. Zum einen waren nicht meine Narben ausschlaggebend, das habe ich begriffen, sondern mein Ex hatte ein Problem mit sich selbst. Aber auch ich konnte an meiner Einstellung zu mir und meinem Selbstwertgefühl arbeiten, das war ganz wichtig. Es ist mir bewusst geworden, dass ich bestimmte Makel dafür verantwortlich mache, wenn es zum Beispiel mit einer Beziehung nicht geklappt hat. Sei es mein Übergewicht oder eben damals meine Narben. Und wenn diese Makel nicht wären, dann würde mir schon was anderes an mir auffallen.

    Das ist ja auch der Grund, warum viele Frauen von einer Schönheits-OP in die nächste schliddern: weil sie immer irgendwas an sich entdecken, was nicht in Ordnung ist. Sich selbst annehmen und so lieben, wie man ist, das ist das Wichtigste!

    Hört sich so einfach an, aber es war ein langer Weg bis zu diesen Erkenntnissen...

    Ich habe kein Problem, meinen Rücken zu zeigen, trotz der Narben. Ich trage im Sommer auch tiefer ausgeschnittene Shirts (und da hat mich eine Kollegin letztens auf die Narbe angesprochen...das war das erste Mal überhaupt!), Bikini habe ich auch schon angehabt, trage ich aber ohnehin nicht so gern, weil die bei mir einfach nicht gut sitzen...auch mit enganliegenden Shirts habe ich kein Problem.

    Krebs, wenn du so darunter leidest, dann kann ich dir nur raten, dir Hilfe zu suchen. Das Leben ist einfach zu kurz und zu schön, um sich zu verstecken und immer mit dem Gefühl rumzulaufen, angestarrt zu werden (was definitiv nicht so ist...)

    Liebe Grüße,
    sandfloh
    Ist das Leben nicht schön!?

  9. Inaktiver User

    AW: Skoliose - noch jemand betroffen?

    Hallo Sandfloh,

    erstmal lieben Dank für die Antworten.

    ein Orthopäde in der Klinik hat damals meine Wirbelsäule vermessen und meinte es sind 65 % Verkrümmung an drei Stellen gemessen. Die einzige Möglichkeit wäre damals ein OP in Bad Wildungen gewesen, die Wirbelsäule zu begradigen. Aber die Quote 1:500 für ein Leben im Rollstuhl war mir zu hoch. Das sind aber schon ca 15 Jahre her und inzwischen habe ich auch schon einen 14 jährigen Sohn.

    Hatte auch vor einem viertel Jahr einen Bandscheibenvorfall. Ich denke, dass hängt auch mit der Skoliose zusammen.

    Ich sag mir halt immer, wenn ich dick wäre, könntest abnehmen, aber das bekommst nicht weg, weil mein Mann immer sagt hast ja eine gute Figur.

    Ich wähle halt so die Kleidung, dass man es nicht sieht. Also dann ein wenig weiter und so. Meinem Chef ist es aber aufgefallen, der besitzt noch nebenbei ein Fitnessstudio und hat auch bezüglich des Skelettes viel Ahnung.

    Bin in der Vergangenheit halt auch schon gehänselt worden, deswegen macht es mir halt doch was aus, wenn man es sieht. Menschen können schon gemein sein. Aber so gehts wahrscheinlich jedem der ein Makel hat.

    Bin vielleicht manchmal zu feinfühlig, kann auch sein.

    Liebe Grüße

    Krebs

  10. Inaktiver User

    AW: Skoliose - noch jemand betroffen?

    Zitat Zitat von sandfloh
    Hallo Demy,

    welche Art Physio machst du? Kennst du die Methode Schroth?

    Womit ich ganz gut zurecht komme, ist ein Keilkissen. Das habe ich aber auch nur zuhause. Auf der Arbeit habe ich auch einen ganz normalen Bürostuhl - schon ergonomisch, aber nichts spezielles -, bei dem ich die Sitzfläche so eingestellt habe, dass sie etwas "abschüssig" ist und die Rückenlehne schwingend. Damit kann ich ganz gut meine Sitzposition verändern.

    Schwimmen ist übrigens nicht zwangsläufig so gut, wie mir früher auch immer gesagt wurde. Gerade mit WS-Problemen ist es wichtig, beim Brustschwimmen den Kopf nicht krampfhaft aus dem Wasser zu halten, wie es so viele machen. Am besten soll Rückenschwimmen sein.

    Grüße von
    sandfloh

    Hallo Sandfloh!

    Ich kenn die Methode gar nicht, die du erwähnt hast. Werde mich nachher mal schlau machen und auch meinen Physiotherapeuten mal danach befragen.

    Bei mir ist es natürlich nicht so arg wie zB bei dir oder Krebs. Von außen ist es eigentlich für niemanden zu sehen. Ich habe zwei Verkrümmungen von 30 Grad. Durch die Arbeit am PC habe ich vorwiegend Probleme im Nacken-Schulter-Bereich (auch schon 2-3 Mal eine Taubheit). Daher das schwimmen. Meist Rückenschwimmen oder ich schwimm mit Taucherbrille, so dass ich halt untertauche, um den Kopf nicht so starr über Wasser halten zu müssen. Dazu mache ich halt "Rückenschule". Ich habe mehrere Übungen die ich täglich mache (meistens jedenfalls).
    Die letzte Krümmung ist am unteren Ende der Wirbelsäule, die macht mir so gut wie nie Probleme (3x auf Holz klopf).

    Ich habe auch bei Ärzten sehr unterschiedliche Erfahrungen gemacht. Während der erste wörtlich meinte, dass er sich wundere, dass ich überhaupt noch laufen könnte, meinte mein jetziger, dass es gar nicht so schlimm und mit entsprechendem Aufbau der Rückenmuskulatur zu "korrigieren" sei.


    Demy

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