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  1. Inaktiver User

    Kochen statt reisen: Lieblingsrezepte von überall her

    Liebe Bri,

    da Reisen ja derzeit schwierig bis unmöglich und das Fernweh daher vielleicht bei manchen gross ist, dachte ich, wir können ja hier unsere Lieblingsrezepte von GanzWeitWeg teilen.

    Und ich fange mal an mit einem Klassiker aus meiner afrikanischen Zeit: Rollex. Rollex sind Omelettes ('rolled eggs') auf Chapati. Es ist ein klassischer Straßensnack in Ostafrika, vor allem in Uganda, aber auch in den Nachbarländern.

    Es gibt (natürlich) diverse Variationen, aber mein Lieblings-Rollex geht so:

    Zutaten (für 10 Chapati):
    1 Zwiebel
    1 Stück Ingwer
    1 Mohrrübe
    1 kg Mehl

    Pro Rollex:
    2 Eier
    eine halbe oder viertel Zwiebel
    eine halbe Tomate

    Zwiebel, Ingwer und Mohrübe waschen, schälen und reiben, mit Mehl, ca 400 ml Wasser und etwas Salz zu einem Teig verarbeiten, daraus ca 10 Kugeln formen

    Auf einer bemehlten Arbeitsfläche ausrollen, mit Mehl bestäuben damit der Teig nicht klebt. In einer heissen Pfanne ausdrucken (damit der Fladen am besten den ganzen Pfannenboden bedeckt). Das Chapati etwa 2, 3 Minuten von jeder Seite braten

    Zwei Eier verquirlen, die gewürfelte Zwiebel dazu geben, das Omelett von beiden Seiten braten. Das fertige Omelett auf das Chapati legen, mit dünnen Tomatenscheiben garnieren. Das Chapati zusammenrollen!

    In Uganda wird das untere Ende meist mit Zeitungspapier umrollt, so dass man das Rollex festhalten und essen kann.

    Total einfach, superlecker. Die chapati kann man übrigens auch einfrieren, wenn man zuviel Teig gemacht hat.

    Bon Appetite!

  2. Inaktiver User

    AW: Kochen statt reisen: Lieblingsrezepte von überall her

    Echt?

    ich bin die einzige die ein Fernweh-Lieblingsgericht hat?

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    AW: Kochen statt reisen: Lieblingsrezepte von überall her

    Ich hab grad überlegt, in Japan hab ich mit Begeisterung sehr vieles gegessen, koche aber nichts nach. Wobei, udon Suppe könnte ich mal probieren

    Ansonsten war ich bisher hauptsächlich in Europa unterwegs, also nicht sooo weit weg. USA vor fast 30 Jahren.

    Zählt auch italienisch? Mein soulfood ist das sizilianische oder süditalienische pasta e ceci, Nudeln mit Kichererbsen.

    1 Zwiebel, 1 Stange Staudensellerie, 1 Knoblauchzehe, 1 zweig rosmarinnadeln fein hacken u in etwas Olivenöl so 15-20 Minuten sanft anschwitzen. Dürfen nur weich, nicht braun werden. Kichererbsen aus der Dose (mit getrockneten geht es auch sehr gut, müssen aber über Nacht in Wasser eingeweicht werden u gekocht werden bis sie weich sind) abspülen, in 500 ml brühr 1/2 Std köcheln. Die Hälfte raus nehmen. Rest in der Brühe pürieren. Die anderen Kichererbsen wiedereinmal, 100 g ditalini oder andere kleine Suppennudeln rein, salzen u pfeffern u köcheln bis alles gar ist. Wem es zu dickflüssig ist, noch Wasser dazu. Auf den Teller schöpfen, etwas Olivenöl drüber träufeln. Etwas gehackte Basilikum drauf schmeckt auch gut.

    Diese Sauerteigsuppe in Polen war dort auch sehr lecker. Hab ich hier aber nie so hinbekommen.

    Ich überlege mal weiter...

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    AW: Kochen statt reisen: Lieblingsrezepte von überall her

    Das ist ein super Strang und ich erwarte noch ganz tolle Fernweh-Gerichte von den Weitgereisten.

    Frage zu Rollex: welche Gewürze? Ich weiß von meiner einzigen Reise nach Uganda, dass sie eigentlich nix anderes als Salz kennen, auch Kräuter sucht man vergebens. Aber Salz kommt doch ran, oder?
    Dann würde ich das glatt mal ausprobieren.

    Ich kann mich dort vor allem an Matoke erinnern, aber der Pamps war nicht sehr lecker.

    Da ich selber nicht so viel reise, kann ich auch nicht so viel beisteuern. Bzw. das, was ich als Lieblingsgerichte hätte, ist eigentlich bekannt:

    Dänemark: Hot Dog mit röde pölse
    Rom: Meeresfrüchte-Risotto
    Florenz: Bistecca fiorentina
    Österreich: Innviertler Knödel (kriegt man hier nicht)

    Ach, eines ist mir noch eingefallen, toskanisch, aber nicht so bekannt:

    Fagioli al fiascho.

    Man braucht eine große Flasche, klassischerweise eine große bauchige 5 Liter Chianti-Flasche, aber eine normale Weinflasche oder eine Milchflasche (große Öffnung) tut es auch.

    Weiße Cannelini-Bohnen oder Borlotti-Bohnen werden über Nacht eingeweicht. Dann mit Salzwasser, Knoblauch, Salbeiblättern und Olivenöl in die Flasche gefüllt, bis sie ca. 1/3 mit Bohnen gefüllt ist, der rest oben drauf, aber es muss noch Raum zum Blubbern und Ausdehnen da sein. (Vorsicht: die Öffnung der Flasche darf nicht schmaler sein, als es danach die gegarten Bohnen sind!)
    In die Öffnung der Flasche kommt ein lockerer Stopfen aus Stoff, damit Dampf entweichen kann.

    Nun die Flasche halbschräg in den Ofen (Toskana: Kamin) legen und den Inhalt bei ca. 100-150° Grad vor sich hin garen lassen. Ich erinnere mich an mehrere Stunden. Viel hilft viel - lieber zu lang, kaputt gehen kann da nix.
    Sind die Bohnen gar, wird der Inhalt auf die Teller geleert und mit einem Guss bestem Olivenöl, dem toskanischen ungesalzenem Brot und toskanischem Rotwein verspeist.
    Ich glaube, dass auch Tomaten im Spiel waren, bin mir nicht sicher. Funktioniert aber auch und schmeckt.
    Das Gericht erweckt beste Erinnerungen an unwiederbringliche Jugendurlaube in den späten 70igern und frühen 80igern des letzten Jahrhunderts.
    Geändert von Fairyqueen (18.01.2021 um 21:34 Uhr)
    "Vieles ist gelungen, manches ist misslungen." Helmut Schmidt

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    AW: Kochen statt reisen: Lieblingsrezepte von überall her

    Hallo,

    ich bin neu hier und freue mich mit einem Rezept zu starten.

    Vorweg noch - ich finde diesen Strang in dieser reisefreien Zeit sehr spannend, weil Reisen und Kochen schon einen kleinen, aber nicht unwesentlichen Teil meiner Hobbies abdeckt.

    Die Rezepte von resource, Hansele und Fairyqueen finde ich interessant und hoffe, dass es noch viele interessante Rezepte folgen.

    Also, mein Rezept ist eine asiatische Suppe, die besonders im Winter bei meiner Familie sehr gut ankommt.

    Asiatische Hühnersuppe



    1 kleine Kohlrabi

    2 kleine Möhren

    50 - 100 g Zuckerschotten

    1 kleine Zwiebel

    1 Stück frischer Ingwer (ca. 25 g)

    1 EL Erdnuss- oder Rapsöl

    200 ml Kokosmilch

    200 - 250 ml Gemüsebrühe

    2-3 TL rote Curry-Paste

    150 - 200 g. Hähnchenbrustfilet

    3-4 grüne Lauchzwiebeln

    1 gestr. EL Bio-Soßenbinder

    etwas Salz, gemahlene Koriandersamen, evtl Chili nach Wunsch

    evtl. 1/2 Bund Koriandergrün



    Zwiebel würfeln, Ingwer reiben. Kohlrabi und Möhren in Streifen schneiden, Zuckerschotte halbieren.

    Öl in einem großen Topf erhitzen, Zwiebeln und Ingwer kurz andünsten.

    Gemüse zugeben und weitere 3-4 Minuten andünsten. Curry-Paste zufügen und kurz mitbraten. Dann mit Kokosmilch und Brühe ablöschen und kurz köcheln lassen bis das Gemüse fast gar ist.

    Hähnchenfleisch in dünne Streifen schneiden und in die Suppe geben. Kurz ziehen lassen und den Soßenbinder einrühren. Weitere 2-3 Minuten köcheln lassen und mit Lauchzwiebeln-Grün und Koriander die fertige Suppe anrichten.

    Ist ohne Hühnchen genauso gut für Vegetarier geeignet!

    Und wenn man weniger Brühe zugibt, dafür mit etwas Speisestärke oder Soßenbinder mehr andickt, dann
    wird es zu einem Hauptgericht, dass mit Reis oder aistischen Nudeln genauso gut schmeckt.

    Guten Appetit!

    Arpeggia62

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    AW: Kochen statt reisen: Lieblingsrezepte von überall her

    Rollex mag ich unbedingt kosten!!!

    Mein Lieblingsreisegericht ist das israelische Shakshuka, also pochierte Eier in Tomate. Es geht so fix und kann mit Fleisch, Feta oder Hülsenfrüchten variiert werden.

    Olivenöl
    1 Zwiebel – fein gehackt
    Knoblauch
    1 Paprikaschote in Würfel geschnitten (kann man weglassen, oder Pepperoni nehmen)
    1 Dose Tomaten
    2 EL Tomatenmark
    1 Prise Kreuzkümmel
    1 TL Paprika edelsüß oder rosenscharf oder etwas Harissa
    1 TL Meersalz
    Prise Zucker
    Chilipulver (ich hatte Piment d’Espelette) oder frische Chili
    Pfeffer
    4 Eier
    1/2 Bund glatte Petersilie gezupft und grob zerkleinert



    Zwiebeln, Knoblauch, Paprika und Peperoni schneiden
    Olivenöl in einer großen Pfanne erhitzen
    Zwiebel, Knoblauch und Paprika, Tomatenmark anschwitzen
    Tomaten dazu geben und ca 15 Minuten offen köcheln lassen bei kleiner bis mittlerer Hitze
    In der Zwischenzeit ordentlich würzen
    Mit einem Esslöffel 4 Mulden für die Eier in die Tomatenmasse drücken
    Jeweils ein Ei hinein geben
    Mit dem Umgedrehten Kochlöffelstil das Eiweiss 8-er Bewegungen ganz vorsichtig verrühren, so dass das Eigelb nicht verletzt wird
    Deckel auflegen und ca. 5 Minuten weiter köcheln lassen
    Das Ei soll innen noch leicht flüssig sein
    Petersilie und Feta darüber streuen

    Dazu passt Fladenbrot.
    Ich fühle mich nicht in meinen Rechten beschränkt. Bedroht fühle ich mich durch Rechte und Beschränkte.

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    AW: Kochen statt reisen: Lieblingsrezepte von überall her

    Sehr schöne Idee, der Strang - ich will sofort Rollex haben

    Mein Fernweh-Gericht ist Moamba de Galinha - ein angolanisches Gericht.
    Dann werde sofort in die Mouraria in Lissabon gebeamt, wo ich es das erste Mal gegessen hab

    Zutaten
    1 Huhn - ca. 1200 g, enthäutet und in Achtel geschnitten
    3 EL Palmöl
    1 gehackte Zwiebel
    3 gepresste Knoblauchzehen
    1 grosse Tomate
    1 EL Piri-Piri
    1 Lorbeerblatt
    3 EL Erdnussbutter
    Salz
    Pfeffer
    300 g Okraschoten (port. Quiabos)

    Tipp:
    Nach Wunsch kann man auch andere Gemüse verwenden. Das Original-Moamba wird aber immer mit Okraschoten gekocht.


    Zubereitung
    1. Huhn salzen und mit Piri-Piri beträufeln. Knoblauch dazu geben.
    2. Zwiebeln fein hacken, in erhitzten Palmöl leicht bräunen. Hühnerfleisch dazugeben und rundherum scharf anbraten.
    3. Die Tomate in Würfel schneiden. Mit dem Fleisch und den Zwiebeln schmoren, bis die Tomatenwürfel zerfallen.
    4. Dann Erdnussbutter unterrühren und die Okraschoten dazugeben. Mit so viel Wasser aufgießen, dass die Fleischteile gerade bedeckt sind. Mit Salz abschmecken und Lorbeerblatt zufügen.
    4. Im geschlossenen Topf etwa 30 bis 45 Minuten schmoren lassen. Die fertige Soße sollte nicht zu flüssig sein, sondern etwas Konsistenz haben.
    5. Als Beilage passen Süßkartoffeln, Polenta oder Reis am besten.
    ♥ Öffnet die Herzen, herzt die Öffnungen! ♥

    Nitwit! Blubber! Oddment! Tweak!
    sitting on a cornflake waiting for the van to come

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    AW: Kochen statt reisen: Lieblingsrezepte von überall her

    Portugiesisch ist immer gut
    Ich fühle mich nicht in meinen Rechten beschränkt. Bedroht fühle ich mich durch Rechte und Beschränkte.

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    AW: Kochen statt reisen: Lieblingsrezepte von überall her

    Endlich nimmt der Strang Fahrt auf!

    Rollex und das angolanische Maoam werden auf jeden Fall ausprobiert, auch wenn ich mit Okra keine guten Erfahrungen bisher habe.
    Kriegt man Okra im Winter, oder nimmt man dann ne Dose?
    "Vieles ist gelungen, manches ist misslungen." Helmut Schmidt

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    AW: Kochen statt reisen: Lieblingsrezepte von überall her

    Dann schreibe ich mal das Rezept Pasta e Fagioli auf und denke daran, wie ich das zum ersten Mal im Hinterzimmer eines venezianischen Restaurants gegessen habe und darüber mit zwei Frauen ins Gespräch kam, die mit an unserem Tisch saßen und die sich darüber wunderten, dass ich dieses Gericht gewählt hatte.

    Von einem Bund Suppengrün den Sellerie und die Karotte(n) fein würfeln, ebenso eine Zwiebel, alles in Olivenöl anrösten, , dann mit einem Schluck Wein ablöschen. Von einer kleinen Dose Tomaten nur die Tomaten, nicht den Saft, und 400 g über Nacht eingeweichte Borlotti-Bohnen dazugeben. Brühe oder Wasser dazugeben, bis die Bohnen bedeckt sind. Würzen mit einem Zweig Rosmarin (nicht zu groß), einer Prise Zucker, Salz und Pfeffer und so lange sanft köcheln lassen, bis die Bohnen weich sind. Das kann je nach Alter der Bohnen ein bis zwei Stunden dauern.

    Dann den Rosmarinzweig rausfischen und die Suppe pürieren - wenn man mag, einen Teil der Suppe unpüriert lassen. 200 g kleine, kurze Nudeln, zum Beispiel Ditalini, in die Suppe geben und kochen, bis die Nudeln gar sind. Servieren mit Olivenöl und, nach Geschmack, einem Schuss Weißweinessig.
    Geändert von roderic (25.01.2021 um 18:48 Uhr)

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