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  1. VIP Avatar von xanidae
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    AW: Die Familienküche - Kochen, Backen, gute Gespräche

    @Tigerente: meine Mutter sagte bei einem Telefonat fast das gleiche - sie hat keine Lust mehr zu kochen. Sie kocht eh nicht so gerne und mein Vater kann ja nicht mehr, weil er nichts sieht. Bisher war sie regelmäßig beim Hähnchenmann oder hat den Mittagstisch genutzt. Das gibt es in dem kleinen Ort nun nicht mehr - und sie muss täglich selbst kochen.

    @LolloBionda: noch stehen Paprika, Tomaten und Basilikum hier drinnen und dort bekommen sie schön Morgensonne. Mal schauen, wie es sich weiter entwickelt.

    Unser Kräutersalz ist leer, da muss ich wieder welches machen, aber ich habe noch keine Chilies bekommen, ggfs. Ersetze ich die frischen durch Chiliflocken. Aktuell trocknet alles schön in der Sonne im Garten.

    Heute Abend gibt es zwei verschiedene Kartoffelsuppen. Eine normale „Mit einem halben Liter Sahne bitte“ (Herr Fortnite) und eine asiatisch angehauchte mit Weißkohl, der vom Salat gestern übrig ist und verarbeitet werden muss.

    Das Gemüse werde ich bei zwei Folgen „The Crown“ schnippeln.

    Außerdem mache ich Pesto mit Kohlrabigrün und Bärlauch von der Nachbarin.
    „We know how to bring the economy back to life.
    What we don‘t know ist how to bring people back to life“
    President Akufo-Addo

  2. Avatar von Froeschle
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    AW: Die Familienküche - Kochen, Backen, gute Gespräche

    The Crown schauen wir auch gerne!

    Und Bärlauch würde ich gerne suchen, aber weiß nicht wo das hier wächst. Und mit den Kindern im Schlepp ist die Ausdauer da auch nicht so groß...

    Sie sind wieder im Garten und putzen ihr Spielhäuschen, je hat einen Lappen eingefordert. Vorhin gab es das erste Mal dieses Jahr Sonnencreme, Sonnenhüte und barfuß in Sandalen und die eine Tochter meinte: "Das fühlt sich an wie Urlaub, nur angezogener". Nun gut. :-)
    Das größte Glück in der Liebe besteht darin, Ruhe in einem anderen Herzen zu finden.
    Jeanne Julie de Lespinasse

  3. Avatar von fritzi72
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    AW: Die Familienküche - Kochen, Backen, gute Gespräche

    Zitat Zitat von Stina Beitrag anzeigen

    Ich gehöre zum großen Leidwesen meines Mannes auch zu denen ohne grünen Daumen - ich hab an Pflanzaktionen und Gartenarbeit auch wenig Spaß und wenig emotionalen bezug dazu. Ich wünschet sogar, das wäre anders, aber irgendwie fehlt mir das völlig. Im Sommer eigenes Gemüse zu ernten, genieße ich in Maßen schon, aber ich hätte nie die Geduld eine Pflanze liebevoll aufzupäppeln - ich hab da eher ein sehr pragmatisches "Bleib oder stirb"-Rangehen und es ist mir tatsächlich auch äußerst egal, wenn da irgendetwas nicht überlebt.
    .
    Hach, ich bin begeistert, Dein "Bekenntnis" zu lesen.
    Ich ernte sehr gerne und verarbeite noch lieber (Marmeladekochen z.B.), aber das Bepäppeln von Pflänzchen und liebevolle Aufzucht sind nicht meins.
    Arbeit im Garten mache nicht mal ungern, aber sobald Geduld gebraucht wird, ist es nichts für mich.

    Zum Thema Ostereier: das macht mein Mann dieses Jahr komplett mit den Kindern, Färben und teils liebevolles Bemalen (als Mignons und mit anderen Gesichtern, mit Schriftzügen, Mustern, allem möglichen) aber auch letzteres mit hartgekochten Eiern, ich halte die durchaus künstlerischen Ergebnisse fotografisch fest.

    Es gibt übrigens einen Halter, in den Eier eingespannt werden können zum Bemalen, so könnte man auch ausgeblasene Eier etwas schützen.

    Menufolge an Ostern haben wir am Sonntag zu fünft abgestimmt:

    -Karfreitag: Nudeln mit Lachs und Spinat in Sahnesoße
    -Karsamstag: Pizza, die von allen gemeinsam belegt wird
    -Ostersonntag: Brunch mit Hefezopf, French-Toast, gebratenen Tomaten, gebackenen Bohnen, Speck, Obstsalat, Brötchen und Co., Joghurt, Müsli, dann Kaffeetrinken mit Kuchen (welcher ist noch offen),
    abends Spargel (mein Mann muss hauptsächlich schälen, weil er keinen grünen Spargel mag) mit Kartoffeln und Hollandaise, Schnitzel oder Schweinefilet
    - Ostermontag Souflaki mit Pommes, Tomatenreis und Krautsalat

    Tigerente, die grüne Soße wollte ich eigentlich auch an Gründonnerstag machen, aber da mein Mann da kocht, habe ich sie auf Dienstag nach Ostern verschoben, passt auch nicht schlecht, weil wir dann einen Teil der vielen Ostereier, die gerade produziert werden, dazu servieren können.
    Wenn mich die weltpolitische Lage deprimiert, denke ich an die Ankunftshalle in Heathrow. Es wird immer behauptet, wir leben in einer Welt von Hass und Habgier, aber das stimmt nicht. Mir scheint wir sind überall von Liebe umgeben. Oft ist sie weder besonders glanzvoll noch spektakulär, aber sie ist da. Väter&Söhne, Mütter&Töchter, Ehepaare, Verliebte, alte Freunde.
    Ich glaube, wer darauf achtet, wird feststellen können, dass Liebe tatsächlich überall zu finden ist

    Intro "Tatsächlich Liebe"


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    AW: Die Familienküche - Kochen, Backen, gute Gespräche

    @Alma und xanidae: das Kochen ist gar nicht mein Problem. Ich koche gerne. Vielfältig. Mit viel Gemüse. Abwechslungsreich. Weil ich das auch alles gerne esse.

    Aber ich koche nicht gerne, wenn ich hier jeden Tag 3 Personen am Tisch sitzen habe, von denen zwei außer bei einer sehr geringen Auswahl sehr spezifischer Lebensmittel (die auch noch eine noch winzigere Schnittmenge haben) eine halbe Kartoffel oder eine halbe Frikadelle auf dem Teller hin- und herschieben, nachdem sie vorher schon eine Stunde lang gefragt haben, wann es endlich Essen gibt.

    Würden meine Kinder kochen, gäbe es abwechselnd: Nudelsuppe, Nudeln mit Tomatensauce, Grießbrei, Hähnchen und Pommes vom Imbiss. Ginge dabei gar nicht um ihre Kochfähigkeiten, sondern darum, dass das der kleinste gemeinsame Nenner ist.

    Ach ja, als sie klein waren, haben sie begeistert in der Küche geholfen. Geschnippelt etc. Gegessen haben sie vom Ergebnis: trockene Nudeln, Pellkartoffeln mit Quark.

    Was mich schafft ist der verzweifelte Versuch, eine Balance zu finden zwischen meinem Wunsch nach abwechslungsreichem Essen und dem Versuch, wenigstens jeden Tag eine Komponente im Essen zu haben, die eines der Kinder isst. Und das ewige schlechte Gewissen, dass ich bei meinen Kinder nicht durchsetzen kann, dass sie was probieren. Im Gegenteil - manche Lieblingsspeisen haben sie sich inzwischen so "übergegessen", dass sie sogar noch weniger Vielfalt essen als noch vor 3-4 Jahren. Ich hoffe jetzt, dass sie irgendwann so verzweifelt davon sind, dass sie fast gar nichts mehr mögen, dass sie mit dem Probieren anfangen.

  5. Moderation Avatar von leandra28
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    AW: Die Familienküche - Kochen, Backen, gute Gespräche

    Tigerente, I feel you ... Dann noch bei zwei Kindern und so einer geringen Schnittmenge - das ist echt ein tägliches Jonglieren auf dem Drahtseil. Und ich kann mir sehr gut vorstellen, wie wenig Freude da noch das Kochen macht.

    Hier ist es ja auch oft genug so, aber mit wenigstens nur einem Kind (dass ich das mal schreiben würde, wo ich doch so gerne ein zweites gehabt hätte! - naja, das nur am Rande) und einem Mann, der eigentlich alles mag bis auf Zimt (ausgerechnet Zimt!).

    Heute gab's hier sogar bittere Tränen, als nach einem doofen Tag (die Freunde fehlen, die Eltern müssen am Schreibtisch sitzen, der Quadrocopter funktionierte aus unerfindlichen Gründen nicht) dann auch noch Wirsing ins Abendessen wanderte - das war einfach zu viel für das arme Kind.

    Er tat mir ja auch leid, aber ich bin einfach auch nicht mehr bereit, auch für uns immer nur das zu kochen, was er mag. Dann gäbe es nämlich Nudeln mit Hackfleischsauce, Brühwürstchen, Pommes, Salami-Pizza, Raclette mit Paprika und Mais, Frikadellen, Pfannkuchen und Kaiserschmarrn - und dann wieder von vorne.

    Es ging dann am Ende noch einigermaßen gut aus, weil er noch ein Restchen Tomatenreis von vorgestern bekommen konnte, von meinem köstlichen vegetarischen Borschtsch dann eigentlich doch das meiste mochte (naja den Wirsing halt so gar nicht, aber der Rest war halbwegs ok), und sich zum Schluss noch (von meinem Mann für ihn gekaufte) Schoko-Crepes in der Mikrowelle warm machen durfte.

    Aber es ist schon immer ein Akt ... Und diese Situation, in der Küche zu stehen, Wirsing zu schneiden und daneben ein schluchzendes Kind stehen zu haben ist schon recht - speziell. Und nicht angenehm, wirklich nicht.
    Moderation "Kinderwunsch und Babyjahre"
    und "Unterstützter Kinderwunsch"

  6. Avatar von Judy666
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    AW: Die Familienküche - Kochen, Backen, gute Gespräche

    Ach Leandra, das klingt ja furchtbar 😔 ich schick dir mal ne virtuelle Umarmung (und dem Kind auch). Wie alt ist es denn?

    Ich hab mich gerade gestern drüber gefreut, dass der 3jährige im Moment so ein guter Esser ist. Gestern Abend gab es Brotzeit, er hatte ein Teewurstbrot mit frisch bei der Oma gepflücktem Bärlauch, ein hartgekochtes Ei und eine Portion Grießbrei mit eingelegter Mango. Aber vor den Zeiten: nur noch Nudeln mit Ketchup habe ich schon Schiss, ich koche ja gern abwechslungsreich

    Heute werden wir Pizza machen, ich muss vor dem Einkaufen kurz in den Keller, ob noch Trockenhefe da ist. Im Notfall gibts fertigen Pizzateig aus dem Kühlregal.
    Kein Mensch kann in der Wüste leben und davon unberührt bleiben.
    Er wird fortan, wenn auch vielleicht kaum merklich, den Stempel der Wüste tragen.
    (Wilfried Thesiger)

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