Hallo in die runde
Nach dem mein erster Versuch ein Sauerteigbrot zu backen,total in die Hose gegangen ist,bräuchte ich Eure Hilfe.
Also folgendes Rezept hatte ich:
450 gr Sauerteig
200 ml Buttermilch
500 gr Mehl
Salz
ein tütchen trockenhefe
Da ich noch nie Sauerteig selbst gemacht hatte,habe ich mir diese Tütchen mit frischen Sauerteig von Seitenb...aus dem Supermarkt gekauft.
Lat rezept sollte man alle Zutaten verkneten und gehen lassen.
Schon hier konnte ich sehen, dass der Teig überhaupt nciht aufgegangen war.
habe es dann trotzdem gebaclen und es ging weiterhin nicht auf.Das endergebnis konnte ich nur noch in die Mülltonne werfen
Kann mir jemand erklären,was ich falsch gemacht habe?
Danke Euch
lg Rhea
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Thema: Sauerteigbrot
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31.05.2015, 13:49
Sauerteigbrot
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31.05.2015, 15:48
AW: Sauerteigbrot
Du hast Sauerteig als Fertigprodukt gekauft, das wird nicht wirklich funktionieren. Der abgepackte Sauerteig ist eigentlich nur ein Säuerungsmittel und Geschmackgeber. Er „lebt“ nicht, im Gegensatz zum „echten“ Sauerteig. In dem sind nämliche aktive Mikroorganismen drin mit Säuren und Hefen, die deinen Teig antreiben. Bei 450 Gramm klassischen Sauerteig hat man normalerweise so viel Antriebskraft im Teig, dass gar keine Hefezugabe mehr nötig ist.
Interessant wäre auch noch, welches Mehl du zum Backen verwendet hast. Typische Brotbackmehle sind 1150iger Roggen und 1050iger Weizenmehl.
Backst du öfter? Dann setze dir doch deinen eigenen Sauerteig an. Du brauchst nur Wasser und Mehl und fünf Tage Zeit. Danach hast du ganz klassischen Sauerteig, den du immer weiter führen kannst. Meine Sauerteigkultur ist über drei Jahre alt und entsteht immer von neuem aus dem letzten Sauerteig.
Ein „echtes“ Sauerteigbrot schüttelt man allerdings nicht aus dem Ärmel oder macht es innerhalb von ein paar Stunden. Sauerteigbrot muss geführt werden, entweder nach der klassischen 3-Stufen-Führung oder für Berufstätige besser geeignet in der Detmolder 1-Stufen-Führung (die ich bevorzuge, weil ich am Wochenende backe). In dieser Zeit muss der Sauerteig erstmal 16 Stunden reifen bevor er zum Backen verwendet werden kann. Und selbst dann kann man noch nicht alle Zutaten zusammenkippen. Nach dem ersten Vermengen muss eine Teigruhe von 30 Minuten eingehalten werden, danach erst wird das Brot geformt, bevor es weitere 90 Minuten geht. Erst dann kommt es in den Ofen.
Danach kannst du mit Recht behaupten ein Sauerteigbrot gebacken zu haben, alles andere ist quasi Fastback im Sinne von Fastfood und hat mit echtem Bäckerhandwerk nichts zu tun.
Nocturna,
Hobbybrotbäckerin"Es ist oft produktiver, einen Tag lang über sein Geld nachzudenken, als einen Monat für Geld zu arbeiten.”
(John D. Rockefeller)
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01.06.2015, 19:29
AW: Sauerteigbrot
wow ,danke Dir Nocturna,es klingt,als wärst du Spezialistin auf dem Gebiet des Sauerteigs!:-)
soweit ich es jetzt verstanden habe,,sind diese tütchen das anstellgut,das erst aktiviert werden muss!?
Ich backe einmal im Monat ein Brot,bis jetzt aber immer nur mit Hefe.An Sauerteig herstellen ,hatte ich mich bis jetzt noch nie gewagt.
Ich hatte Weizenmehl verwendet für das Brot.das führt mich jetzt auch schon zu meiner nächsten Frage.
bei Tante Google habe ich gelesen,dass man Sauerteig aus Roggen oder Weizenmehl herstellen kann.Wenn ich nun Lust auf ein Weizenbrot habe,der Sauerteig allerdings aus Roggenmehl hergestellt wurde,kann ich den dann trotzdem verwenden?
LG rhea
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01.06.2015, 21:09
AW: Sauerteigbrot
Ich habe seit über drei Jahren kein Brot mehr gekauft und backe ausschließlich selbst. Bis auf Semmeln, die sind sehr arbeitsintensiv und viel zu schnell aufgegessen, für die Arbeit, die sie machen.

Steht keine Bedienungsanleitung auf den Tütchen drauf? Wenn es echtes Anstellgut ist, muss dieses erst mit Wasser und Mehl verrührt werden, bevor ein Sauerteig daraus entsteht.
Übrigens ist Sauerteig wirklich extrem einfach herzustellen. Gerade jetzt im Sommer bei den hohen Temperaturen klappt es besonders gut. Bei Interesse kann ich mal posten, wie man Sauerteig herstellt. Man muss sich die Arbeit nur einmal machen, denn mit dieser Kultur werden dann alle künftigen Brote gemacht.
Wenn du ausschließlich Weizenmehlbrote mit Sauerteig machen willst, dann würde ich einen reinen Weizensauerteig herstellen. Die besten Brotrezepte bestehen allerdings aus gemischten Mehlen. Also beispielsweise 320g Sauerteig, 165g Roggenmehl 1150, 325g Weizenmehl 1050, Wasser und Salz. Ich arbeite immer mit einem Roggenanstellgut.
Bei meiner Familie müssen auch immer Körner im Brot sein. Also gibt es bei mir noch ein Quell- oder Brühstück mit 150g Saaten (Sesam, Leinsamen, Hirse, Sonnenblumen usw). Die weicht man warm oder kalt ein und gibt es dann zu den restlichen Brotzutaten. Wenns überaus perfekt werden soll (Angeberbrot für Besucher) spiele ich mich noch mit einem Weizenvorteig, der dann ebenfalls dazu ins Brot kommt. Weil ich in den drei Jahren zwangsläufig meine Knettechnik verbessert habe (der Bäcker spricht von „wirken“ ) und meine Teige auch nicht (mehr) an den Händen kleben oder auseinanderlaufen, bekomme ich mittlerweile optisch anspruchsvolle Brote hin. Reine Übungssache.
"Es ist oft produktiver, einen Tag lang über sein Geld nachzudenken, als einen Monat für Geld zu arbeiten.”
(John D. Rockefeller)
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02.06.2015, 00:14
AW: Sauerteigbrot
Mein erster Verdacht wäre immer, daß ein Sauerteig, den ich nicht schon länger "in Pflege" habe, nichts taugt.
Nach meinem Rezept setze ich eine tennisballgroße Menge Sauerteig (für 1,2 kg Mehl und/oder Schrot) aus einer guten Linie (von Freunden oder von einem netten Bäcker) mit 1/3 des Mehls und etwas Buttermilch an, schlage gut Luft rein, und lasse es bei Raumtemperatur gehen, bis es blubbert. Dann entscheide ich nach Geruch und Blubberverhalten, ob ich das vewenden möchte, oder ob es keinen Sinn hat. Einen Sauerteig der stark nach Essig riecht, oder muffig, setze ich gar nicht erst an. Wenn ich das Gefühl habe, er kommt nicht richtig aus dem Quark, nehme ich eine tennisballgroße Menge ab und wiederhole den Prozeß. (Mach das oft genug, und du kriegst aus Mehl, Wasser, und Umgbungsluft einen Sauerteig. Oder Schimmel.)
Dann wird wieder mit viel Energie restliches Mehl und die nötige Menge Wasser reingeschlagen und geknetet, und noch mal gehen lassen, bis er versucht, aus der Schüssel zu entkommen. Das kann ein paar Stunden dauern, mit der Zeit lernt man "seinen" Sauerteig kennen. Dann wird auch die Portion für's nächste Brot abgenommen und eingelagert.
Dann kommen die Gewürze, Salz, sonstiges rein, und die Konstistenz wird eingestellt. Ich habe es noch nicht hinbekommen, wirklich schöne Laibe zu formen, deswegen verwende ich eine Emailbackform oder den Ring der Springform auf dem Blech. In der geht der Teig noch mal, wird dann im feuchten Ofen auf maximaler Hitze angebacken, und sofort runtergeschaltet auf mittlere Hitze zum Garbacken.
In letzter Zeit backe ich nur noch selten und habe keinen eigenen Sauerteig mehr. Ich habe jetzt mal welchen von einem Freund gekriegt, aber der war nicht besonders gut.
Für seine Mischbrote ging der, mit etwas Hefezusatz, aber ein Roggenvollkorn war zu viel für ihn.
Geändert von wildwusel (02.06.2015 um 16:35 Uhr)
** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
** ansonsten niemand besonderes **
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02.06.2015, 05:04
AW: Sauerteigbrot
Hallo Rhea - wie viele dieser Tütchen hast Du denn genommen? Hoffentlich nur eines bei der Mehlmenge? Ich hab die von Seitenb...auch schon benutzt - ich kippe das alles in einen Brotbackautomaten - das Brot war mE sehr gut. Kommt sicher nicht an selbst angesetzten Sauerteig ran. Aber ich fand es super...
500 g Roggenmehl
300ml Wasser
12 g Salz
1 Tüte Trockenhefe
1 Tüte Sauerteig

lgm



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